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ThemaBrandbekämpfung Reetdach54 Beträge
RubrikTaktik
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  • Einsatzbericht: Brennt reetgedeckter Bauernhof in voller Ausdehnung
  •  
    AutorHajo8 K.8, Neu-Anspach / Hessen356303
    Datum19.08.2006 16:5729087 x gelesen
    Hallo,



    meine Feuerwehr (Neu-Anspach / Hochtaunuskreis) betreut in ihrem Einsatzgebiet das Freilichtmuseum "Hessenpark". Dort wird, in originalgetreu wieder aufgebauten (wo immer möglich auch mit dem originalem Baumaterial!), Häusern das historische Leben in Hessen museal aufbereitet. Diese Häuser beherbergen Austellungen, Museumswerkstätten, Läden, Ställe und vieles mehr.
    Dort gibt es naturlich nur historische Bauten und unter diesen 6 reetgedeckte Häuser. Nun meine Frage: gibt es ausser "viel Wasser" praktische Hinweise, Tips oder Einsatzregeln zum Vorgehen bei Bränden von reetgedeckten Gebäuden? Links sind mir sehr willkommen. (Wahrscheinlich habe ich Google mit den falschen Suchbegriffen traktiert...). Vielleicht hat die eine oder andere (norddeutsche?) Feuerwehr ja auch Schulungsunterlagen o.ä. an denen wir teilhaben könnten. Ich bin für alles dankbar!

    Für alle die es interessiert: die Homepage des Freilichtmuseum Hessenpark

    Grüsse

    Hajo Kasielke


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    AutorFlor8ian8 B.8, Völklingen / Saar356308
    Datum19.08.2006 17:1426688 x gelesen
    trotz der Tatsache das ich noch nie ein Reetdach von Nahem gesehen habe


    Schaummittel als Netzmittel


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    AutorSeba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP356311
    Datum19.08.2006 17:2026629 x gelesen
    Würd ich auch sagen. Hab zwar bis zum nächsten Reetdach auch ein paar hundert kilometer zu fahren, aber bei größeren Strohhaufen hilfts ja auch. Kann mir aber denken, dass man so oder so bei Reetdachbränden nicht ohne Abräumen des Daches zum Ziel kommt.


    Alles natürlich nur meine eigene bescheidene Meinung! Wäre auch langweilig, wenn jeder diese Meinung haben würde...

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    AutorFlor8ian8 B.8, Völklingen / Saar356312
    Datum19.08.2006 17:2126653 x gelesen
    und recht großzügig die nachbarhäuser mittels Wasserwände abschirmen


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    AutorSeba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP356315
    Datum19.08.2006 17:2826485 x gelesen
    Richtig. Wahrscheinlich sind bei Funkenflug auch die umgebenden Reetdächer unter Wasser zu setzen. Man kann wohl sagen, dass Reetdachbrände sehr zeit- und personalintensive Einsätze sind. Aber da können wohl die Nordlichter/Friesen dieses Forums mehr zu sagen.


    Alles natürlich nur meine eigene bescheidene Meinung! Wäre auch langweilig, wenn jeder diese Meinung haben würde...

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    AutorAnsg8ar 8C., Nordstrand / Schleswig-Holstein356321
    Datum19.08.2006 18:0326722 x gelesen
    Hallo,

    Bei Reet ist Manpower angesagt, wenn es denn noch geht rauf aufs Dach und schneisen schlagen ( mit "Reetmesser" oder Gertel) und nicht unbedingt mit Wasser sparen. Netzmittel ist meines erachtens nur bedingt einsetzbar da Reet innen hol wie ein strohhalm ist und es durchaus von innen nach aussen brennt. Alte Reetdach Häuser sind mit Faden(draht) genäht, die sind relativ einfach mit Seitenschneider oder Rabbitzzange zu kappen und bundweise abzunehmen. Neuere hingegen sind auf den Latten mit Nirodraht verschraubt und nicht mehr genäht. zusätzlich sind noch 6mm Drahtstäbe in Latten richtung mit eingebaut , man hat kaum noch die möglichkeit mit den oben genannten werkzeug das Reet vom Dach zubekommen. Dann ist da noch das Problem auf dem Dach mit 5-10 Mann(SB) hocken zukönnen, da zu hat man sogenannte Reetstühle, das sind Leiterteile meisten 4stufen mit angeflanschten Eisenhaken (mind.30cm lang) die man in das Reet steckt.

    Ich hoffe dir damit weiter helfen zu können.

    Gruß von der (Halb)Insel

    PS: Ich suche mal Bilder


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    AutorMark8us 8F., Timmerhorn / 356327
    Datum19.08.2006 18:1626713 x gelesen
    Moin moin,

    bei mir in der Feuerwehr haben wir auch das eine oder andere weich bedachte Gebäude. Es ist auch in den letzten 10 Jahren schon das eine oder andere davon in Flammen aufgegangen.

    Die einzigen Möglichkeiten, die ich da momentan so sehe,ist ein zügiger Löschangriff von außen und von innen. Da sich meist die Brände nicht von außen entwickeln, sondern ihre Entstehung eher im Inneren des Gebäudes wieder finden. Gegen den Innenangriff habe ich schon gehört "Der Schornstein, kann einstürzen.". Nach Aussagen von Schornsteinfegern, ist gerade bei diesen älteren Bauweisen, der Schornstein wohl das Letzte was bei den Gebäuden einfällt.

    Desweiteren empfiehlt sich wohl, wie schon in anderen Posts zu lesen, Schaumnittel als Netzmittel frühzeitigst einzusetzten.
    Außerdem möglichst schnell versuchen Schneisen zu schlagen in dem man das Dach abdeckt. Dies kann aber durch den Aufbau der Dächer zu einem echten Problem werden, aufgrund des "festgenähten" Daches. Die Reetbündel sind mit einem recht stabilen Draht an den Dachlatten befästigt, was ein zügiges herunterreißen mittels Einreißhaken erschwert.

    Man sollte auch erwegen in der Feuerwehr eine Schulung in Sachen Baukunde für solche Gebäudetypen zu halten, bzw. halten zu lassen (Dachdecker mit Fachkunde, Museum?). Wenn es, in diesem Fall, ein Museum ist, haben die Leute vor Ort eventuell nähere Kenntnisse wie diese Dächer Gebaut sind.

    In unserer Gemeinde wird ein weich bedachtes Mueseum unterhalten ,dass durch einen Serienbrandstifter desöfteren in Flammen aufgegangen ist. Seitdem besitzt das Gebäude eine BMA, die aber nicht direkt bei der Feuerwehr aufgeschaltet ist(Sinn und Unsinn, lasse ich mal dahingestellt).
    Ist vielleicht auch eine Überlegunng wert.

    mkg
    Markus


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    AutorAndr8eas8 B.8, Düsseldorf / Nordrhein-Westfalen356330
    Datum19.08.2006 18:1826752 x gelesen
    Geschrieben von Florian Beschmittels Wasserwände abschirmen

    Äh, nein. Denn leider neigt Wasser dazu, thermische Infrarotstrahlung ungehindert durchzulassen.

    Also: Nix Wasserwand, sondern bedrohtes Objekt nass machen!

    Oder anders: Mit Hydroschildern oder Düsenschläuchen kann man keine Wärmestrahlung abschirmen, wenn man sie nicht schräg gegen das bestrahlte Objekt richtet.

    Auch hier gibt es noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten...


    Gruß

    A.

    Die Inhalte dieses Beitrags sind eine rein PRIVATE Äußerung.

    INTUITION IST DIE GABE, DIE LAGE IN SEKUNDENSCHNELLE FALSCH ZU BEURTEILEN!

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    AutorFlor8ian8 B.8, Völklingen / Saar356332
    Datum19.08.2006 18:2326662 x gelesen
    so war das doch gemeint; sorry

    Also Hydroschilder schräg stellen um die angrenzenden Dächer zu nässen


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    AutorAndr8eas8 B.8, Düsseldorf / Nordrhein-Westfalen356335
    Datum19.08.2006 18:2926449 x gelesen
    so ists recht :-)


    Gruß

    A.

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    AutorHans8wer8ner8 K.8, Kirnitzschtal / Sachsen356344
    Datum19.08.2006 19:0426825 x gelesen
    Hallo,
    Geschrieben von Andreas Bräutigam
    Äh, nein. Denn leider neigt Wasser dazu, thermische Infrarotstrahlung ungehindert durchzulassen.
    Äh, hast Du auch eine Quelle dafür, ich habe nämlich Ausagen für das Gegenteil!
    Wärmestrahlung in der Wellenlänge von 3 µm bis in den mm-Bereich verhält sich nicht wie das sichtbare Licht, welches Wasser durchdringt, aber bei ca. 800 nm endet.


    mkg hwk

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    AutorChri8sti8an 8S., Wasserburg/Bodensee / Bayern356345
    Datum19.08.2006 19:0726426 x gelesen
    Hallo,


    Geschrieben von Andreas BräutigamÄh, nein. Denn leider neigt Wasser dazu, thermische Infrarotstrahlung ungehindert durchzulassen.

    Andrea Schmid, die leider viel zu früh von uns gegangen ist hat in einigen Versuchen dazu aber eine andere Wirkung ausgemacht, Wasserwände sind auch ein Mittel der Wahl.


    Gruß vom See
    Christian





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    AutorThor8ben8 G.8, Leese bzw. Osnabrück / Niedersachsen356349
    Datum19.08.2006 19:1726546 x gelesen
    Moin,
    neben dem Transmissionsgrad kommen da ja noch Einflüsse durch die Tröpfchengeometrie hinzu, es ist ja nicht eine 100% ebene Wand. Evtl kommt da in ein paar Monaten was brauchbares als Ergebnis der Projektwoche der FH OS bei raus. Die Diskussion gibt's hier ja schon länger, inwiefern die Hydroschilde was bringen. Da wollte ich mal ein eigenes Projekt zum ausmessen der HS vorschlagen anstatt zum dritten mal 'ne Ampelsteuerung zu erfinden oder was da sonst so angeboten wird. Ist aber noch nich gesichert, inwiefern das tatsächlich stattfindet, also mich nicht drauf festnageln.

    schöne Grüße,
    Thorben


    ...und mal etwas Werbung für www.ABC-Zug.com

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    Autorsieb8elt8 u.8, dassel / 356353
    Datum19.08.2006 19:2726632 x gelesen
    Wie bereits ausgiebig angeführt Nachbargebäude schützen.

    Bei Reet muß man aufs Dach. Wenn das Dach nach alter Methode mit Sisal oder Hanftauen (Lurtauen)vernäht ist, dann reicht ein langes scharfes Messer, mit dem man vertikal durch das Dach in 10 cm Abständen schneidet und dann mit einer Harke das Reet nach unten befördert. Hat nun das Museum das Dach mit Metalldrähten vernäht, so ist ein Motortrennschleifer hilfreich, mit dem man ebenfalls die Schnitte durchführt. Diese Methode ist erprobt und hat einen hohen erfolg. Das brennende Dach naß zu machen hat nur begrenzten erfolg. Unter der Oberfläche brennt es weiter.

    mkG
    Siebelt


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    AutorUlri8ch 8C., Düsseldorf / NRW356367
    Datum19.08.2006 19:5426480 x gelesen
    Geschrieben von Thorben Gruhlneben dem Transmissionsgrad kommen da ja noch Einflüsse durch die Tröpfchengeometrie hinzu, es ist ja nicht eine 100% ebene Wand

    Ja, das wäre mal nett, das mal real auszutesten. Dazu dann folgende Fragen, die geklärt werden sollten:

    1. Wieviel Wasser man braucht, um damit welche (Wärmestrahlen-)Energie zu binden?
    2. Welche Ausrüstung dafür mit welchen Rahmenbedingungen erforderlich ist? (Also wie "dicht" muß die Wasserwand sein?)
    3. Wieviel Aufwand man im Verhältnis braucht, wenn man das anders löst (durch Nässen des bedrohten Objektes)?

    Aus dem Verhältnis des Aufwands lässt sich dann leicht errechnen bzw. durch "Anschauung" erkennen, was aus verschiedensten Gründen jenseits der "müh" sinnvoller ist....


    -----

    mit privaten und kommunikativen Grüßen


    Cimolino

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    AutorUlri8ch 8C., Düsseldorf / NRW356371
    Datum19.08.2006 20:0327036 x gelesen
    Hallo,

    hab noch nicht so viel Reetdachfeuer mitgemacht, aber die die ich live erlebt, oder in den Medien gesehen habe endeten bei einmal ausgelösten Brand im Reet immer gleich: Totalverlust...

    Geschrieben von Ansgar CordesBei Reet ist Manpower angesagt, wenn es denn noch geht rauf aufs Dach und schneisen schlagen ( mit "Reetmesser" oder Gertel)

    Korrekt, das dauert aber - und daher muß weit genug vom eigentlichen Brand begonnen werden, sonst unterläuft einen das Feuer und die ganz Arbeit war umsonst. Das Feuer muß parallel mit allen Mitteln bekämpft werden.
    Fazit: Geht allenfalls bei sehr großen Dächern oder an passenden Schnittstellen oder bei sehr kleinem Entstehungsbrand, der damit quasi "isoliert" wird...


    Geschrieben von Ansgar Cordesund nicht unbedingt mit Wasser sparen.

    Es nutzt nichts mit dem Wasserwerfer auf das Dach zu halten, weil das Dach macht genau das, was Dächer machen sollen, solang das intakt ist, wird es das Wasser ableiten!
    An der Stelle des Brandes und in dessen Umgebung muß versucht werden, Wasser wirksam auf den Brandherd zu bringen. Dazu nutzt man dann geeignete Strahlrohre (HSR o.ä.) am besten auch von oben (DLK, o.ä.).
    Ggf. könnte man versuchen, mit Löschlanzen in die tieferen Schichten des Reet vorzudringen, dazu braucht man ggf. so eine Art Heuwehrgerät bzw. Fognails.


    Geschrieben von Ansgar CordesNetzmittel ist meines erachtens nur bedingt einsetzbar da Reet innen hol wie ein strohhalm ist und es durchaus von innen nach aussen brennt.

    Genau deshalb ist Netzmittel m.E. das Mittel der Wahl, weil es die Oberflächenspannung des Wassers reduziert und das dann genau da viel leichter eindringen kann....


    Geschrieben von Ansgar CordesAlte Reetdach Häuser sind mit Faden(draht) genäht, die sind relativ einfach mit Seitenschneider oder Rabbitzzange zu kappen und bundweise abzunehmen.

    Naja, das "relativ einfach" hat mir eine ziemlich üble Fleischwunde an der Hand zugefügt und ist SEHR zeitaufwendig - und man sollte grob wissen, was man da machen muß, damit man die Bündel besser rausbekommt... ;-)


    Geschrieben von Ansgar CordesNeuere hingegen sind auf den Latten mit Nirodraht verschraubt und nicht mehr genäht. zusätzlich sind noch 6mm Drahtstäbe in Latten richtung mit eingebaut , man hat kaum noch die möglichkeit mit den oben genannten werkzeug das Reet vom Dach zubekommen. Dann ist da noch das Problem auf dem Dach mit 5-10 Mann(SB) hocken zukönnen, da zu hat man sogenannte Reetstühle, das sind Leiterteile meisten 4stufen mit angeflanschten Eisenhaken (mind.30cm lang) die man in das Reet steckt.


    Sollten sich die, die viele solcher Gebäude haben, irgendwo "griffbereit" lagern... Dumm ist das für die, wo es nur ab und an solche Feuer gibt, weil die Gebäude sehr selten sind.
    Hier hatte ich einmal einen Einsatz, und ich dachte ich hätte mich in der Alarmierung verhört... ;-)


    -----

    mit privaten und kommunikativen Grüßen


    Cimolino

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    AutorS. E8., am waldrand / am wasser356372
    Datum19.08.2006 20:1426608 x gelesen
    Hallo,

    erst mal die im umkreisstehenden Gebäude schützen.
    Falls sie auch reetdächer haben vorsichtig sein beim reet nass machen damit ihr es auch nicht kaputt macht. also am besten nicht direkt auf reet dach halten.

    beim brandobjekt:

    am besten gleich mit b-strahlrohr ohne mundstück mit netzmittel auf dach zielen und alles umplfügen.

    und wenn möglich gleich noch IA auf dem Dachboden und das reet gfg von löschen bzw. die reetbunde von unten lösen falls da nix ausgebaut istweil von außen auf dach zukommen ist schwierig außer ihr habt gleich ne leiter vor ort. denn geht das





    ich mal ein paar biler von reetdachbrand eingefügt.

    diesen einsatz hatten wir letztes jahr.
    im umkreis von 200m des brandobjektes stehen noch ca. 10 andere reetdacher wo von einige geschützt werden mussten.

    als du brauchst da viel personal.


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    AutorHans8wer8ner8 K.8, Kirnitzschtal / Sachsen356377
    Datum19.08.2006 20:3026532 x gelesen
    Hallo,
    Geschrieben von S. Ehlert
    beim brandobjekt:
    am besten gleich mit b-strahlrohr ohne mundstück mit netzmittel auf dach zielen und alles umplfügen.

    Ich bin in etwa gleicher Meinung, wobei ich gern BV gegen (evtl. mehrere) HSR tauschen wollte (wenn verfüggar).

    Nur Schwätzen wir gern schnell von Netzmittel, aber wer oder wie viele Fw können das denn heute herstellen???

    Geschrieben von S. Ehlertals du brauchst da viel personal.
    Und viel Wasser...


    mkg hwk

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    AutorAnsg8ar 8C., Nordstrand / Schleswig-Holstein356380
    Datum19.08.2006 20:3226593 x gelesen
    Moin,

    geschrieben von U. Cimolino

    Naja, das "relativ einfach" hat mir eine ziemlich üble Fleischwunde an der Hand zugefügt und ist SEHR zeitaufwendig - und man sollte grob wissen, was man da machen muß, damit man die Bündel besser rausbekommt

    Ich schrieb ja auch relativ. Und bei den dünnen Drähten sind Verletzungen trotz Handschuhe fast nicht zu vermeiden also vorsicht.

    geschrieben von U. Cimolino

    Genau deshalb ist Netzmittel m.E. das Mittel der Wahl, weil es die Oberflächenspannung des Wassers reduziert und das dann genau da viel leichter eindringen kann....

    Hast ja recht. War ein gedankenfehler von mir.


    Nicht mit Wasser sparen bezieht sich auch nicht auf Werfereinsatz sondern wie du schon schreibst Löschlanze, Fognail, HSR.
    Die FF-Hörnum (Sylt) hat sich eine Lanze selber gebaut, sie ist auf ihrer Hp abgebildet.

    http://www.feuerwehr-hoernum.de/Ausrustung/ausrustung.html" target="_blank">hier

    Gruß

    Ansgar


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    AutorThor8ben8 G.8, Leese bzw. Osnabrück / Niedersachsen356381
    Datum19.08.2006 20:3226598 x gelesen
    Moin,
    Geschrieben von siebelt ubbenHat nun das Museum das Dach mit Metalldrähten vernäht, so ist ein Motortrennschleifer hilfreich,

    Besteht dabei die Gefahr weiterer Brandherde durch Funken/rhitzung von Draht und Trennscheibe?
    Wie verhält sich das Draht/Reet-Gemisch wenn man mit 'ner Rettungssäge (also die Kettensägevariante) herangeht?
    Nachbar(reet)dächer evtl. mit Mittelschaum bedecken?


    ...und mal etwas Werbung für www.ABC-Zug.com

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    AutorUlri8ch 8C., Düsseldorf / NRW356382
    Datum19.08.2006 20:3526390 x gelesen
    Geschrieben von Ansgar CordesUnd bei den dünnen Drähten sind Verletzungen trotz Handschuhe fast nicht zu vermeiden also vorsicht.


    eben, genau das ist mir passiert...


    Geschrieben von Ansgar Cordes
    http://www.feuerwehr-hoernum.de/Ausrustung/ausrustung.html" target="_blank">hier


    LInk direkt hat nicht funktioniert, daher nochmal der Versuch:
    Reetdachlanze

    Ja, gute Idee!


    -----

    mit privaten und kommunikativen Grüßen


    Cimolino

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    AutorAnsg8ar 8C., Nordstrand / Schleswig-Holstein356383
    Datum19.08.2006 20:3826380 x gelesen
    Hallo,

    Mit der Kettensäge wird man probleme bekommen da sich das dünne draht um das Kettten ritzel wickelt.
    Spreche aus erfahrung.(ganz schön fies dieses draht)


    Ansgar


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    AutorUlri8ch 8C., Düsseldorf / NRW356384
    Datum19.08.2006 20:3826511 x gelesen
    Geschrieben von Thorben GruhlBesteht dabei die Gefahr weiterer Brandherde durch Funken/rhitzung von Draht und Trennscheibe?

    Bei Drähten entstehen dabei m.E. kaum/keine nennenswerten Funken, problematisch ist da aber ggf. der Wasserschleier rund um den Brandeinsatz, was faktisch nur den genannten Motortrennschleifer (und keinen elektrischen!) zuläßt. Motortrennschleifer auf dem Dach ist aber "spannend"....


    Geschrieben von Thorben GruhlWie verhält sich das Draht/Reet-Gemisch wenn man mit 'ner Rettungssäge (also die Kettensägevariante) herangeht?

    Würde ich nicht versuchen wollen, einmal den Draht in der Kette "gefangen", wird das Werkzeug "bockig" und das auf dem DAch?

    Geschrieben von Thorben GruhlNachbar(reet)dächer evtl. mit Mittelschaum bedecken?


    Schützt in jedem FAll vor den Funken.


    -----

    mit privaten und kommunikativen Grüßen


    Cimolino

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    AutorChri8sti8@n 8P., ein Badner in Leipzig / Sachsen physisch, Baden emotio356387
    Datum19.08.2006 21:1726437 x gelesen
    Tach, Post!

    Geschrieben von Andreas BräutigamÄh, nein. Denn leider neigt Wasser dazu, thermische Infrarotstrahlung ungehindert durchzulassen.

    Tut es nicht. Das hängt maßgeblich von der Tröpfchengröße ab. Es gibt da eine ziemlich interessante Studie im Auftrag des australischen Verteidigungsministeriums welche, IIRC, zu dem Ergebnis kam, dass auf Kriegsschiffen Wasserschleier definierter Tröpfchengröße grundsätzlich zur Abschirmung von Waffenkammern vor der thermischen Hitze eines Feuers geeignet sind.


    MkG,
    Christi@n

    -------------------------------------------------
    Fumus ignem

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    AutorAndr8eas8 B.8, Düsseldorf / Nordrhein-Westfalen356392
    Datum19.08.2006 22:1626451 x gelesen
    Quelle?


    Gruß

    A.

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    AutorChri8sti8@n 8P., ein Badner in Leipzig / Sachsen physisch, Baden emotio356393
    Datum19.08.2006 23:1526538 x gelesen
    Tach, Post!

    Geschrieben von Andreas BräutigamQuelle?

    Doolan, Con: The effect of water mist and water spray on radiative heat transfer for stored ordnance. Defence Science and Technology Organisation Australia, Juli 2003.


    MkG,
    Christi@n

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    Fumus ignem

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    AutorChri8sti8@n 8P., ein Badner in Leipzig / Sachsen physisch, Baden emotio356394
    Datum19.08.2006 23:1826833 x gelesen
    "Results show that small droplet radii provide a better capability in attenuating thermal radiation than large droplets due their ability to scatter radiation more efficiently. The model was also embedded into a combustion and heat transfer code (Doolan, 2001) and used to estimate the reduction in thermal radiation to ordnance cylinders for a worst case scenario of the ANZAC air weapons magazine. For the same droplet mass loading per unit volume, water mists provide much better thermal mitigation properties compared with water spray or rain."


    MkG,
    Christi@n

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    AutorStef8an 8B., Alpen/Aachen / Nordrhein-Westfalen356399
    Datum20.08.2006 02:0626376 x gelesen
    Hallo,

    bitte trage deinen vollständigen Namen und Wohnort in den Steckbrief ein.

    Danke.


    Viele Grüße,
    Stefan Brüning
    Team feuerwehr.de

    feuerwehr.de - Man liest sich!

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    AutorKay 8S., Seester / Schleswig-Holstein356400
    Datum20.08.2006 04:3126531 x gelesen
    Tja, ein seeehhhhrrrr schwieriges Thema...

    Generell kann man sagen, dass es höchstens bei einem Entstehungsbrand überhaupt noch etwas zu retten gibt.
    In diesem Falle muss man dann mit viel Wasser, Netzmittel und ggfs. "Brandschneisen" vorgehen, wie schon geschrieben.
    Sprühstrahl kann man da beim direkten Löschangriff vergessen, da das Wasser nicht tief genug in das brennende Material eindringt - immerhin hat die Dacheindeckung im Alltag ja die Aufgabe, Wasser abzuweisen und abfließen zu lassen....
    Ansonsten gilt es ersteinmal, die umliegenden Gebäude zu schützen und da hilft dann nur ein direktes Kühlen mit Wasser.

    Das Problem ist, dass sich ein gemeldeter Entstehungsbrand meist schon in den wenigen Minuten bis zum Eintreffen der ersten Kräfte zu einem Vollbrand entwickeln kann. Deshalb sind bei einem solchen Objekt auch bei einem gemeldeten kleinen Feuer bereits eine große Anzahl an Kameraden in Marsch zu setzen.

    Sehr gutes Beispiel: Nachfolgendes Bild zeigt eine Scheune weniger als 20 Minuten nach der Alarmierung der Feuerwehr... dabei sei angemerkt, dass der Brand nicht einmal in diesem Gebäude ausgebrochen ist, sondern sich den Weg erst vom Dachboden des Wohnteils über den angeschlossenen Wirtschaftsteil des Gehöfts und dann hinüber zur separaten Scheune gabahnt hat...



    Das da nichts mehr zu retten war, sollte einleuchtend sein...


    Problematisch sehe ich die Sache vor allem, wenn das Feuer innen ausbricht (beispielsweise Kurzschluss in elektrischen Leitungen). Meist sind es ja sehr alte Gebäude, die ein Reetdach haben. Das Reet ist innen absolut ausgetrocknet, dazu kommen noch Spinnenweben, Staub, alte Dachlatten, bei landwirtschaftlichen Gebäuden noch abgesetze Reste von Heu Stroh etc. Das zündet dann in Sekundenbruchteilen durch.

    Wenn ein Feuer außen ausbricht und die Witterung mitspielt (feuchtes/durchnässtes Reet), breitet sich der Brand natürlich entsprechend langsamer aus und es ist durch einen Löschangriff meist noch etwas zu retten.

    Aufpassen muss man vor allem auch mit dem Funkenflug - bei dem Einsatz, bei dem das oben gezeigte Foto entstanden ist, sind noch in 10 Kilometern Entfernung brennende Reetstücke niedergegangen. Es gilt also vor allem, die nähere (und auch weitere) Umgebung sehr gut im Auge zu behalten.


    MkG
    Kay


    -Alle Beiträge geben ausschließlich meine eigene Meinung und nicht die meiner Wehr wieder-

    Feuerwehr Seester
    Gemeinde Seester

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    AutorUlri8ch 8C., Düsseldorf / NRW356408
    Datum20.08.2006 09:1926743 x gelesen
    Geschrieben von Christi@n Pannier"Results show that small droplet radii provide a better capability in attenuating thermal radiation than large droplets due their ability to scatter radiation more efficiently.

    Das ist m.E. eher trivial und gilt so auch für die normale Löschlehre. Kleine Tropfen löschen besser (weil die größere Oberfläche mehr Wärme aufnehmen/binden kann, als die kleinere Oberfläche der selben Wassermenge größerer Tropfen).
    Gleiches gilt für eine Art "Vorhang" aus Wasser.

    Einschub: Aus der Löschlehre wissen wir, dass die Tröpfchengröße allein nicht ausschlaggebend ist, um einen realen Löscherfolg im echten Feuer zu erzielen. Vgl. Problematik Hoch- und Höchstdruck vs "Normaldruck". (Wurfweiten, Eindringtiefen, Wasserdampfproblematik usw.)

    Ein Wassernebel aus feinsten Tropfen wirkt also viel eher wie eine "Wand" wie ein breiter flacher Strahlr aus größeren Tropfen.

    Aber:
    Abgesehen davon, dass wir in der Realität an Einsatzstellen keinen funktionierenden Wassernebel in einer Dichte herstellen könnten, wie das auf Kriegsschiffen und mit sonstigen stationären Anlagen möglich ist, sollte man auch da die Frage stellen, was kommt im Vergleich heraus, wenn man die gleiche Wassermenge auf das eigentlich betroffene Objekt (der Wärmestrahlungseinwirkung) richtet...
    Mag sein, dass das aus bestimmten Gründen auf Kriegsschiffen so nicht möglich bzw. nicht gewollt ist, weil man mit dem Wassernebel noch andere Effekt erzielen kann - oder glaubt zu können.

    Wassernebel kenn ich bisher nur aus stationären Schutzanlagen, vgl. Aufzählung in der
    Tagung Security Essen 10/06.


    Ich halte bis zum Beweis des Gegenteils den Einsatz von Hydroschildern als "Wasserwand" zur Abschirmung von Wärmestrahlung vs. Maßnahmen zum "Einnässen" des strahlenbetroffenen Objektes UND Bekämpfung der Quelle der Wärmestrahlung für einen taktischen Fehler. (Gigantischer Wasserverbrauch bei im Verhältnis zum Aufwand sehr eingeschränktem Nutzwert....)


    -----

    mit privaten und kommunikativen Grüßen


    Cimolino

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    AutorHajo8 K.8, Neu-Anspach / Hessen356419
    Datum20.08.2006 11:0026462 x gelesen
    Hallo,

    Geschrieben von Kay Stieler Tja, ein seeehhhhrrrr schwieriges Thema...

    Das dämmert mir auch so langsam...

    Generell kann man sagen, dass es höchstens bei einem Entstehungsbrand überhaupt noch etwas zu retten gibt. In diesem Falle muss man dann mit viel Wasser, Netzmittel und ggfs. "Brandschneisen" vorgehen, wie schon geschrieben. Sprühstrahl kann man da beim direkten Löschangriff vergessen, da das Wasser nicht tief genug in das brennende Material eindringt

    Das kann man als Zusammenfassung aller anderen Postings glaube ich so stehen lassen.

    Nassmachen und kühlen der Nachbargebäude scheint effektiver zu sein als eine Wasserwand.

    Was die Brandschneisen betrifft, werde ich mal mit dem zuständigen Restaurator im Museum Kontakt aufnehmen wegen der Bauart der Dächer. Man kennt sich...
    Die Häuser sind zwar alt, aber vor 20-30 Jahren wiedererichtet worden. Wenn ich mich recht erinnere, sind die Dächer von norddeutschen Dachdeckern gedeckt worden, die heute für Informationen nur schwer greifbar sein dürften.


    Sehr gutes Beispiel: Nachfolgendes Bild zeigt eine Scheune weniger als 20 Minuten nach der Alarmierung der Feuerwehr...
    Aufpassen muss man vor allem auch mit dem Funkenflug - bei dem Einsatz, bei dem das oben gezeigte Foto entstanden ist, sind noch in 10 Kilometern Entfernung brennende Reetstücke niedergegangen. Es gilt also vor allem, die nähere (und auch weitere) Umgebung sehr gut im Auge zu behalten.



    Beindruckend! Das die Nachbargebäude geschützt werden müssen, war uns schon klar, aber 10 Kilometer... Manoman.

    Der Hessenpark verfügt über eine BMA, der Zeitvorteil wird aber durch verschieden Faktoren mehr als zunichte gemacht: Lange Anfahrt, insbesondere nachts Umweg über die BMZ um Zugang zum Park zu erhalten, tagsüber natürlich die Museumsbesucher, große räumliche Ausdehnung und Löschwasserversorgung bei größerem Bedarf offenes Gewässwer. Immerhin müssten wir nicht mühsam das Gebäude suchen wie sonst bei Fehlalarmen üblich...

    Vielen Dank erstmal dir und allen anderen Postern!

    Grüsse

    Hajo


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    AutorDani8el 8B., Nörtershausen / 356430
    Datum20.08.2006 13:0926405 x gelesen
    Moin,

    jetzt mal rein aus theoretischer Sicht:

    1. Die Wasserwand steht viel näher an der Wärmequelle als das zu schützende Objekt, rein von der Geometrie her ist hier also auch Wärmestrahlung aufzunehmen, die am Objekte "vorbei" gehen würde, z.B. in den Himmel etc.

    2. Die Tröpfchen in der Wasserwand haben, bei angenommenen 15m Höhe der Wasserwand, weniger als 4 Sekunden Zeit, überhaupt Energie aufzunehmen. Wenn die Tröpfchen jedoch auf dem Objekt sind, was zu schützen ist, dann ist die Zeit viel länger.


    Also rein von der Wassermenge kann es garnicht sinnvoll sein mit dem Hydroschild irgendwas abzuschirmen wenn mans auch naßmachen könnte.....

    Daniel


    Ich kam, sah und ging wieder...

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    AutorLüke8 F.8, Ochtersum / 356437
    Datum20.08.2006 13:5926443 x gelesen
    Geschrieben von Markus FrostDesweiteren empfiehlt sich wohl, wie schon in anderen Posts zu lesen, Schaumnittel als Netzmittel frühzeitigst einzusetzten.

    Wer solche Objekte in seinem Bereich hat kann sich auch einen Vorrat von einem billigen Spülmittel zulegen und auf dem Fahrzeug mitführen. Zumischerschlauch in einen Eimer voll Wasser und Spülmittel dazu und Zumischer auf die kleinste Stufe stellen. Hilft auch sehr gut bei Bränden in Sägemehlbunkern oder auf Müllhalden.

    Munter bleiben, Lüke


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    AutorMart8in 8G., Hannover / Niedersachsen356438
    Datum20.08.2006 14:0026411 x gelesen
    Wie schon in der Pm geschrieben würde ich zum Schutz der benachbarten Gebäude Gel empfehlen, da hier der Vorteil gegenüber nur Nassmachen überwiegt, da die Schichtdicke größer ist und das Löschmittel zum Schutz länger auf dem benachbarten Reetdach bleibt.
    Aufbringen durch normales C Stahlrohr ohne Mundstück und Z 2 möglich, aber auch mit einem selbstzumischenden Handrohr ohne viel Aufwand.
    Außerdem wird wenig Löschwasser zum Schutz verbraucht, d.h. es bleibt mehr für die direkte Brandbekämpfung über.

    Gruß
    Martin


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    AutorFlor8ian8 B.8, Völklingen / Saar356440
    Datum20.08.2006 14:0826357 x gelesen
    gibt es kien Möglichkeit vorher zu imprägnieren?

    alternativ mit Schwerschaum abdecken?


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    AutorMitj8a S8., Pinneberg / SH356443
    Datum20.08.2006 14:2026413 x gelesen
    Moin,


    hier mal ein Einsatzbericht, bei dem die erfolgreiche Bekaempfung eines Entstehungsbrandes nach Blitzschlag in ein Reetdach beschrieben wird: klick.

    Hier hat offensichtlich massgeblich die Anwesenheit eines Fachmannes und der Einsatz von entsprechendem Equipment zum Erfolg beigetragen.

    Ansonsten kenne ich es aus eigener Erfahrung und von Einsaetzen aus der Umgebung auch so, dass meistens nicht mehr viel zu retten ist.


    Gruss
    Mitja


    Ich spreche nur fuer mich!

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    AutorHans8wer8ner8 K.8, Kirnitzschtal / Sachsen356445
    Datum20.08.2006 14:4626392 x gelesen
    Hallo,
    Geschrieben von Lüke Freese
    Wer solche Objekte in seinem Bereich hat...
    ...und wirklich mit 800 l/min angreifen will/muß, kann auch mit einem Z2 auf 2 % gestellt, im Nebenschluß Netzmittel aus Mehrbereichsschaummittel herstellen. Dann ist auch der erforderliche Strahlrohrdruck gesichert.

    Zur Z-Rate: der Z2 saugt bei 2 % -> 4 l/min an. Diese auf 800 l/min verteilt sind 0,5 %. Das erspart die zusätzliche Vorhaltung auch noch von "Spüli"

    Wer es professioneller und für weniger Q haben möchte, baut sich eine Zumischdrossel auf 1 l/min oder weniger...


    mkg hwk

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    AutorMart8in 8G., Hannover / Niedersachsen356462
    Datum20.08.2006 17:0426512 x gelesen
    Geschrieben von Lüke FreeseZumischerschlauch in einen Eimer voll Wasser und Spülmittel dazu und Zumischer auf die kleinste Stufe stellen.

    Grad hier im Forum wird immer peinlichst die Einhaltung von Normen und Vorschriften gepädigt und jetzt so was. Mir wäre nicht bekannt, dass Spüli eine Zulassung als Löschmittel oder Brandbekämpfungsflüssigkeit / Additiv nach EN oder DIN hat.
    Es gibt Schaummittel dir für solche Zwecke getest und Zugelassen sind und die gibt es nunmal nicht bei jeder Supermarkt Kette.
    Weil wer garantiert den Löscherfolg, wer weiß was sich für Zersetzungsprodukte bei den Temperaturen bilden und und und.
    Und von der Kostenseite ist wohl die Anschaffung nicht zurechtfertigen. MBS liegt auch nur bei 1,5 ? der Liter.

    Gruß
    Martin


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    AutorChri8sti8an 8S., Wasserburg/Bodensee / Bayern356484
    Datum20.08.2006 18:3226514 x gelesen
    Geschrieben von Martin GorskiEs gibt Schaummittel dir für solche Zwecke getest und Zugelassen sind und die gibt es nunmal nicht bei jeder Supermarkt Kette.
    Weil wer garantiert den Löscherfolg, wer weiß was sich für Zersetzungsprodukte bei den Temperaturen bilden und und und.


    Bleib doch mal auf dem Teppich, das ist es was die Feuerwehren über Jahrzehnte ausgezeichnet hat, mit vorhandenen und einfachen Mitteln zu improvisieren und das beste daraus zu machen. Und in einigen Bereichen hab ich da auch gar nix dagegen. Nicht jeder will mit irgendeinem Gel oder sonstwas arbeiten das ihm einer aufgeschwatzt hat nur weil er es alle 50 Jahre mal braucht.

    Ich hab erst kürzlich auch bei einem brennenden Motthaufen einen Z 4 mit einem BM Rohr einsetzen lassen, und stell dir vor trotz der "fetten" Mischung haben wir das Feuer schneller mittels 20 Liter MBS ausgehabt als davor mit 3 normalen Rohren. Und ich hab kein schlechtes Gewissen weil ich einmal zuviel Schaummittel verbraucht habe, das wars mir wert, dafür hab ich Einsatzdauer und Trinkwasser gespart. Und die wenigen Einsätze in den Bereichen rechtfertigen bei vielen Feuerwehren keine großen Investitionen, nicht alles was verkauft wird macht Sinn.

    Ich möchte damit keineswegs DZA oder ähnliches ablehnen, aber man sollte auf dem Teppich bleiben auch sich auch mal auf einfaches und vorhandenes besinnen.


    Gruß vom See
    Christian





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    AutorMart8in 8G., Hannover / Niedersachsen356503
    Datum20.08.2006 19:3826652 x gelesen
    Geschrieben von Christian SchorerBleib doch mal auf dem Teppich, das ist es was die Feuerwehren über Jahrzehnte ausgezeichnet hat, mit vorhandenen und einfachen Mitteln zu improvisieren und das beste daraus zu machen. Und in einigen Bereichen hab ich da auch gar nix dagegen. Nicht jeder will mit irgendeinem Gel oder sonstwas arbeiten das ihm einer aufgeschwatzt hat nur weil er es alle 50 Jahre mal braucht.
    Ich hab erst kürzlich auch bei einem brennenden Motthaufen einen Z 4 mit einem BM Rohr einsetzen lassen, und stell dir vor trotz der "fetten" Mischung haben wir das Feuer schneller mittels 20 Liter MBS ausgehabt als davor mit 3 normalen Rohren. Und ich hab kein schlechtes Gewissen weil ich einmal zuviel Schaummittel verbraucht habe, das wars mir wert, dafür hab ich Einsatzdauer und Trinkwasser gespart. Und die wenigen Einsätze in den Bereichen rechtfertigen bei vielen Feuerwehren keine großen Investitionen, nicht alles was verkauft wird macht Sinn.


    Erstmal geht es hier nicht um ein Gel oder sonstwas, sonder um Spüli im Feuerwehreinsatz und die Frage warum kein zugelassenes Schaummittel zur Verwendung kommt - damit wir wieder beim Thema wären.

    Das hat nichts mit abgehoben oder sonst was zu tun. Das einfach eine Frage des Standpunktes. Warum beschaffst du dann nicht Überkleidung, die nach NFPA genormt ist, sondern nach EN... warum muss dein Spreizer den du einsetzt ein CE Zeichen haben und nicht ein Dokument von einer taiwanesischen Spielzeugfabrik...

    Und so ist es nunmal mit Löschmittelzuätzen, die werden auch gernormt, d.h. getestet und geprüft auf Funktion und Wirksamkeit und entsprechend klassifiziert. Und Spüli ist nunmal zum Abwaschen und nicht zum Feuerlöschen hergestellt.
    Und wenn du MBS auch als fette Mischung einsetzt und einen Löscherfolg erzielst, dann ist mir das recht, aber ich denke mal wir sollten hier uns keine eigenen Löschmittel basteln. Dann kommt es soweit das jeder auf seinem LF 8/6 oder 20/16 an Schaummittel rumfährt was er will, nur weil er den den richtigen Schaum zu teuer oder unpassend findet. Und wenn dann wirklich mal Schaummittel benötigt wird, dann weiß keiner mehr was in den Kanister gemixt, verdünnt oder umgefüllt wurde.
    Ich möchte nur mal an die Diskussion erinnern, wo es darum ging Rauchpulver selbst herzustellen, da war das Geschrei groß, weil man nicht wusste wie verhält sich was. Ich weiß ja nicht wie Sattelfest Ihr in Chemie seit, ich jedenfalls nich so, dass ich dir sagen kann was an Gasen aus Zusatz- und Duftstoffen in Spüli und Co entsteht, wenn ich die bei 1600°C cracke.

    Darum spricht für mich nichts gegen den Netzmitteleinsatz (wie auch immer hergestellt) aber nicht mit Spüli.

    Gruß
    Martin


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    AutorMark8us 8W., Schwäbisch Gmünd / Baden - Württemberg356558
    Datum20.08.2006 22:3626434 x gelesen
    Geschrieben von Ulrich CimolinoWürde ich nicht versuchen wollen, einmal den Draht in der Kette "gefangen", wird das Werkzeug "bockig" und das auf dem DAch?

    Ahoi!
    Rein aus Interesse: was werden denn da für Drähte verbaut die Rettungssägen zum bocken bringen? Mit meiner zivilen Standard-MS mit einer Allround-Kette säge ich ab und an mal einen Drahtstift durch ohne das die Säge gleich "bockt". Rettungssägen (ich kenn nur die CuttersEdge, und die nur vom zugucken) sind doch spezielle Geräte, die für solche Einsätze entwickelt wurden. Wenn der Bediener dann noch alles richtig macht (mit voller Drehzahl ins Material gehen) warum sollte das Ding, dass auch eine ICE-Aussenhaut auftrennt, wegen ein bißchen Draht bocken?

    Wenn so ein Ding auf dem LF/RW liegt wäre es für mich als reiner Theoretiker erste Wahl...

    Gruß, MaWe


    Ich kapituliere vielleicht vor einer Schweinshaxe, aber nicht vor den Grünen.

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    AutorChri8sti8an 8F., Wernau / Baden-Württemberg356559
    Datum20.08.2006 22:4226497 x gelesen
    Geschrieben von Markus WeberWenn der Bediener dann noch alles richtig macht (mit voller Drehzahl ins Material gehen) warum sollte das Ding, dass auch eine ICE-Aussenhaut auftrennt, wegen ein bißchen Draht bocken?


    Weil der Draht dünner/ weicher ist als Dein Drahtstift oder irgend ein Nagel.
    Und damit kann es sich wickeln, so daß wenns dumm läuft die selbe Funktion auftriff, wie wenn sich das Material der Schnittschutzhose beim Sägen in die selbe regelgerecht in die Kette wickelt und die Säge zum Stillstand bringt.



    Dieser Beitrag gibt ausschließlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder!

    Christian Fischer
    Wernau


    P. S.: Besucht uns doch mal auf unseren Internetseiten: www.feuerwehr-wernau.de

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    AutorMark8us 8W., Schwäbisch Gmünd / Baden - Württemberg356569
    Datum21.08.2006 01:0126494 x gelesen
    Geschrieben von Christian FischerWeil der Draht dünner/ weicher ist als Dein Drahtstift oder irgend ein Nagel.
    Und damit kann es sich wickeln, so daß wenns dumm läuft die selbe Funktion auftriff, wie wenn sich das Material der Schnittschutzhose beim Sägen in die selbe regelgerecht in die Kette wickelt und die Säge zum Stillstand bringt.


    das hab ich mir natürlich auch überlegt, schließe es aber nach Erfahrungen mit normalen MS aus. Da wickelt sich nichts, ein Draht wird i.d.R. glatt durchtrennt (vom 2² bis zum Stacheldraht auch so probiert). Nicht gut für die Kette, aber an sich kein Problem.

    Gruß, MaWe


    Ich kapituliere vielleicht vor einer Schweinshaxe, aber nicht vor den Grünen.

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    AutorAndr8eas8 B.8, Düsseldorf / Nordrhein-Westfalen356574
    Datum21.08.2006 07:3026334 x gelesen
    Besten Dank!

    Es ist also wie´s mit gestern dann auch einfiel: Wir reden gar nicht über Absorption!

    Wir reden offensichtlich über den reflektierten Anteil, denn nur dieser ist Oberflächenabhängig. Bei der A. kommts ja nur auf die Schichtdicke an.

    Hier wird aber demnach ("their ability to scatter radiation") die Wärme nicht absorbiert, sondern durch Reflektion gestreut und daher die Strahlungssdichte (kW/m²) am geschützten Objekt reduziert.

    Alles nachvollziehbar, aber für "draußen" egal, weil wir (Uli schriebs ja schon) solche Verhältnisse dort schlecht erzeugen können und gigantisch Wasser vergeuden.


    Gruß

    A.

    Die Inhalte dieses Beitrags sind eine rein PRIVATE Äußerung.

    INTUITION IST DIE GABE, DIE LAGE IN SEKUNDENSCHNELLE FALSCH ZU BEURTEILEN!

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    AutorUlri8ch 8C., Düsseldorf / NRW356582
    Datum21.08.2006 09:2526453 x gelesen
    Geschrieben von Markus WeberRein aus Interesse: was werden denn da für Drähte verbaut die Rettungssägen zum bocken bringen? Mit meiner zivilen Standard-MS mit einer Allround-Kette säge ich ab und an mal einen Drahtstift durch ohne das die Säge gleich "bockt". Rettungssägen (ich kenn nur die CuttersEdge, und die nur vom zugucken) sind doch spezielle Geräte, die für solche Einsätze entwickelt wurden. Wenn der Bediener dann noch alles richtig macht (mit voller Drehzahl ins Material gehen) warum sollte das Ding, dass auch eine ICE-Aussenhaut auftrennt, wegen ein bißchen Draht bocken?

    Schon mal ein Reetdach "innen" gesehen?
    Da ist je nach Bauweise durchaus einiges an Draht, der auch relativ stabil ist.
    Der Draht ist im Gegensatz zu Nägeln oder Drahtstücken in Türen (Drahtglas) o.ä. auch im Reet einigermaßen flexibel, d.h. er bewegt sich ein Stück mit bevor er so hält, dass er ggf. reißt.
    Da das aber nicht immer sofort geschieht, kann und wird es dazu kommen, dass sich Draht in der Kette (oder wie von anderen geschildert am Ritzel) fängt.


    Geschrieben von Markus WeberWenn so ein Ding auf dem LF/RW liegt wäre es für mich als reiner Theoretiker erste Wahl...

    nicht dafür!


    -----

    mit privaten und kommunikativen Grüßen


    Cimolino

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    AutorVolk8er 8L., Erlangen / Bayern356641
    Datum21.08.2006 14:3026572 x gelesen
    Eine Verständnisfrage :

    Wenn eine Wehr mit Druckluftschaumanlage ausgerüstet ist, wäre es dann sinnvoll mit CAF die benachbarten Gebäude (speziell die Dächer) einzuschäumen um eine Kühlung / Abschirmung der Starhlungswärme und Löschwirkung bei Funkenflug zu bewirken. Ich frage deswegen, weil gerade über den Einsatz bei CAF die Meinungen stark geteilt sind.

    Die Frage ist für mich rein theoretischer Natur, da es in meinem Umfeld keine Reetdächer gibt.


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    AutorUlri8ch 8C., Düsseldorf / NRW356643
    Datum21.08.2006 14:5126384 x gelesen
    Geschrieben von Volker LeisteWenn eine Wehr mit Druckluftschaumanlage ausgerüstet ist, wäre es dann sinnvoll mit CAF die benachbarten Gebäude (speziell die Dächer) einzuschäumen um eine Kühlung / Abschirmung der Starhlungswärme und Löschwirkung bei Funkenflug zu bewirken. Ich frage deswegen, weil gerade über den Einsatz bei CAF die Meinungen stark geteilt sind.

    Zum Schaumeinsatz hab ich schon was geschrieben. Kann funktionieren - ebenso wie hier Gele o.ä. fuktionieren dürften, solang wie da Wasser austreten kann bzw. eine Isolationsschicht gebildet wird.
    Gelten die üblichen Probleme:
    - Standzeit unter Temperatureinwirkung? (Sehr trockener Schaum haftet sehr gut, sieht auf Übungen toll aus, kühlt nur nicht sehr lang...)
    - Schaum am Nachbarhaus könnte Probleme mit dem Umweltschutz geben - und mit der Versicherung, wenn es dadurch zu SChäden an den Gebäuden (z.B. der Farbe) käme.


    -----

    mit privaten und kommunikativen Grüßen


    Cimolino

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    AutorThor8ben8 G.8, Leese bzw. Osnabrück / Niedersachsen356644
    Datum21.08.2006 14:5226399 x gelesen
    Moin,
    das ist doch genau der Anwendungsfall, für den CAFS mal (wieder-)entwickelt wurde - Nur dass das Pflanzenmaterial auf dem Dach schon tot ist und nicht in der nordamerikanischen Landschaft herumsteht...

    schöne Grüße,
    Thorben


    ...und mal etwas Werbung für www.ABC-Zug.com

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    AutorChri8sto8ph 8P., Kiel / Schleswig Holstein356657
    Datum21.08.2006 16:3426397 x gelesen
    Hallo
    Schon mal auf einem Reetdach gestanden? Geht nicht so einfach, denn die Packung läßt ohne längeres Vorarbeiten kein Stehen zu und man kann keine Pfanne hochschieben um auf der Lattung zu stehen. Alle Arbeiten müssen zuerst von der Leiter aus stattfinden und da fällt dass Sägen mit Kettensägen und einiges andere aus Sicherheitsgründen weg.

    mkg
    Christoph Pries


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    AutorMark8us 8W., Schwäbisch Gmünd / Baden - Württemberg356660
    Datum21.08.2006 16:4426435 x gelesen
    Hallo!
    Geschrieben von Christoph PriesSchon mal auf einem Reetdach gestanden?

    (ich denke du meinst mich und nicht Uli?) Nö. Wir im tiefen Süden haben Ziegel, die den Regen draussen halten. Meine Überlegungen waren theoretischer Natur, und ich bin inzwischen eines besseren belehrt. V.a. Ulis Argument, dass die Drähte im Reet relativ dynamisch sind, wenn man mit der Motorsäge rangeht haben mich aber inzwischen überzeugt. Dazu kommt das von dir angesprochene Problem des sicheren Standorts.

    Gruß, MaWe


    Ich kapituliere vielleicht vor einer Schweinshaxe, aber nicht vor den Grünen.

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    AutorHans8wer8ner8 K.8, Kirnitzschtal / Sachsen356681
    Datum21.08.2006 18:3326352 x gelesen
    Hallo,
    Geschrieben von Volker Leiste
    Wenn eine Wehr mit Druckluftschaumanlage ausgerüstet ist, wäre es dann sinnvoll mit CAF die benachbarten Gebäude (speziell die Dächer) einzuschäumen um eine Kühlung / Abschirmung der Starhlungswärme und Löschwirkung bei Funkenflug zu bewirken.
    Ich will das Verfahren hierbei nicht schlecht reden, ich finde aber alle Sorten von Schaum/Netzmitteln auf intakten Reetdächern irgendiwie kontraproduktiv, da diese wohl "benetzend" wirken und so dem Eindringen von Wasser auch lange nach dem Brand beim Nachbarn Vorschub leisten.


    mkg hwk

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    AutorVolk8er 8L., Erlangen / Bayern356684
    Datum21.08.2006 18:3526312 x gelesen
    Jein.... bei Vegetationsbrand ist das Brandmaterial "locker" - hier ist das Brandmaterial dicht auf- und aneinander gepresst.

    CAF sollte das Feuer "ausmachen" - hier ging es um die Frage ob CAF als ein sinnvolles Mittel zum Schutz anderer Reetdächer (etc.) in der Umgebung angesehen werden kann. CAF als Alternative zum klassischen Schwerschaum.


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    AutorChri8sto8ph 8P., Kiel / Schleswig Holstein356974
    Datum22.08.2006 20:3726446 x gelesen
    Hallo
    Ich meinte alle, die noch nicht auf einem Reetdach gestanden haben oder besser in einem Reetdach. Die Arbeit ist zuerst nur von an und auf das Dach gelegten Leitern möglich.

    Erschwerend kommt hinzu, dass man nie sicher weiß wo das Feuer im Moment schon ist, ein unbedacht aufgerissenens Loch kann da schon erhebliche Probleme bedeuten. Es ist hilfreich einfach mal die innere Wärme des Daches zu prüfen, dazu reißt man eine kleine Garbe raus und prüft das innere Ende. Wenn das schon heiß ist, würde ich persönlich sofort runter vom Dach kommen, da dass Reet dann schon thermisch aufbereitet ist. Es kann dir auch passieren, dass diese kleine Garbe an ihrem Ende schon schwelt und sich dann an der Luft entzündet. Oder dass heruntergerissenes Reet sich plötzlich entzündet, deshalb immer nachlöschen und gleich weg vom Haus damit. Obwohl das fast unmöglich ist bei der Menge ohne Hilfsmittel wie Bagger oder Radlader auszukommen. Die Reetmenge auf einem Dach ist, wenn sie unten liegt ein gigantischer Haufen, der je nach Dachgröße natürlich variert.
    Eine weitere Gafahr ist die rasende Brandausbreitung, da sich dass Feuer innen entwickelt und dann mit Macht durchbricht. Nicht auszudenken, wenn da schon Trupps im Dach auf den Leitern stehen, denn man steht ja mitten im Brandgut.

    Ein Horror sind von innen voll verkleidete Reetdächer, wie beispielsweise mit Gipskartonplatten.

    Auf jeden Fall ist es eine Sauarbeit und sehr personal- und zeitintensiv, deshalb unbedingt großzügig nachalarmieren.

    mkG
    Christoph Pries


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    AutorFlo 8L., St.Leon Rot (St.Leon) / Baden Würtenberg387888
    Datum23.02.2007 18:3226326 x gelesen
    Hallo
    habe mal dieses alte Thema wieder ausgeraben.
    Diese Woche bei meiner alten Feuerwehr passiert, fand die Bilder ganz interessant, Reetdachbrand in Lübeck dazu auch noch den Einsatzbericht wie man auch im Einsatzbericht lesen kann war kurz nach ausbruch des Feuers auch schon nichts mehr zu retten.
    Also denke ich mal das man bei einem Reetdachhaus wenn man es in der Entstehungsphase eines Brandes noch bemerkt und sofort massiv Personal vor Ort ist eventuell schaffen kann. Aber schon nach ein paar Minuten ist nichts mehr zu ändern und man kann nur noch kontrolliert abbrennen lassen so leid es mir um diese teilweisen alten Häuser tut.

    MkG Florian


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