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ThemaO²- Flaschenexplosionen9 Beträge
RubrikABC-Gefahren
 
AutorBern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg368738
Datum02.11.2006 15:148184 x gelesen
Hi,

in diversen Beschreibungen, Ausbildungshinweisen und Gebrauchsanweisungen von Sauerstofflaschen für den medizinischen Bedarf wird auf die Explosionsgefahr beim fetten und ölen des Flaschenventils bzw. des Druckminders hingewiesen. Gibt es Einsatzerfahrungen, Literatur, Filme/Videos u.ä., in diesen solch ein Vorgang beschrieben oder gezeigt wird ?
Welche chemische oder physikalische Vorgänge verursachen dieses Phänomen ?

MkG

Bernhard


" Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !"

(Heinrich Heine)

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AutorMich8ael8 H.8, Altlußheim/z.Zt.Bahlingen / Baden Württemberg368739
Datum02.11.2006 15:326506 x gelesen
Geschrieben von Bernhard DeimannExplosionsgefahr beim fetten und ölen des Flaschenventils bzw. des Druckminders hingewiesen.

Explosionsgefahr ist nur mit ein Problem, wenn Du das Flaschenventil fettest, dreht es sich zunächst langsam und dann schneller heraus, dann fällt die Flasche auf die Seite, fängt sich an zu drehen und nach kurzer Zeit wenn sie eine Richtung gefunden hat zischt sie dort hin .....

So oder so ähnlich sieht die Sache aus :-)

Ich glaube da gibt es keine Hinweise dazu, weil man es aus genanntem Grund nicht macht.

(was da vorgeht habe ich erzählt bekommen, keine eigene Erfahrung)
Das man die Ventile nicht Fettet wird schon früh gepredigt.


Mit Grüßen

Michael


Alles meine private und persönliche Meinung

Wer blind ist für seine Fehler, stellt sich auch taub für gute Ratschläge.
Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger, deutscher Chemiker

Ein guten Rat gebe ich immer weiter. Es ist das einzige was man damit machen kann.
Oscar Wilde, irischer Dichter

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AutorBern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg368740
Datum02.11.2006 15:436367 x gelesen
Hi,

Geschrieben von Michael Hilbert

(was da vorgeht habe ich erzählt bekommen, keine eigene Erfahrung)

So bei mir; jeder warnt davor, aber warum das so geschied würde mich (und paar KollegenInnen) interessieren.

Das man die Ventile nicht Fettet wird schon früh gepredigt.
Genau, bei der Feuerwehr, der Bundeswehr, im Dienst und sonst noch wo !

MkG

Bernhard


" Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !"

(Heinrich Heine)

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AutorMarc8 M.8, Heidenheim a. d. Brenz / Baden-Württemberg368742
Datum02.11.2006 15:536234 x gelesen
Hallo,

ich glaube die Warnung bezieht sich eher auf das Ölen. Wenn man es damit zu gut meint und Öl im Ventil/Flasche ist, kann es beim Befüllen theoretisch zu einem "Dieselefekt" kommen.
Ich kenne diese Warnungen aus dem Sportschützenbereich bei Druckluftwaffen in Verbindung mit Waffenöl.
Wie realistisch diese Gefahr bei den angesprochenen Sauerstofflaschen ist, kann ich aber nicht sagen. Bei Luftgewehren ist mir ein Fall bekannt, bei dem eine Waffe auf diese Art beschädigt wurde, wobei hier m.W. schon vorsätzlich gehandelt wurde ( man wollte mal sehen was passiert wenn... )

Gruß Marc


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AutorMich8ael8 H.8, Altlußheim/z.Zt.Bahlingen / Baden Württemberg368743
Datum02.11.2006 15:546269 x gelesen
Tja, leider finde ich auf Google und Wikip. dazu nichts .....


Mit Grüßen

Michael


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AutorJako8b T8., Bischheim / Rheinland - Pfalz368744
Datum02.11.2006 15:596444 x gelesen
Hallo!

Also, Fette und Öle sind leichter brennbar, als man meint. Zunächst benötigen Sie dazu Sauerstoff. Normalerweise muss man den Vorgang aktivieren, also das Gemisch anzünden.
Durch einige Maßnahmen kann man die Verbrennung beschleunigen, das heißt die Aktivierungsenergie senken. Dazu gibt es die Gesetze von Le Chatelier.
Ein Beispiel ist die Konzentrationserhöhung des Sauerstoffs: Wenn Fette mit Sauerstoff unter hohem Druck (das bedeutet mit hochkonzentriertem Sauerstoff) zusammen kommen, ist dessen Konzentration so hoch, dass sich die Fette auch in der Kälte selbst entzünden können. Das kann sogar explosionsartig geschehen. Das geschieht offenbar unter der katalytischen Mitwirkung des Metalls, aus dem das Ventil gebaut ist.
Deshalb darf man das Gewinde von Sauerstoffflaschen auf keinen Fall mit üblichen brennbaren Fetten schmieren! Aus diesem Grund hat eine Sauerstoffflasche auch ein anderes Ventilgewinde als eine Brennstoff-haltige Gasflasche.

Le Chatelier

Gruß vom Donnersberg

Jakob


Alles meine ganz private Meinung!

"Wenn das Rhinozeros, das Schlimme dich kriegen will in seinem Grimme, dann steig auf einen Baum beizeiten, sonst hast du Unannehmlichkeiten..."

"Wer glaubt, Deutschland hätte einen wohl organisierten und funktionierenden Katastrophenschutz, der glaubt auch, das Christkind ist der Sohn vom Weihnachtsmann und dem Osterhasen"


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AutorJose8f M8., Gütersloh / NRW368747
Datum02.11.2006 16:166705 x gelesen
In dem Zusammenhang vielleicht auch noch interressant, besonders der zweite Absatz:

(Aus Gestis, www.hvbg.de)

Sicherheits technische Kenndaten von Stoffen können sich
bei erhöhter Sauerstoffkonzentration verändern, z.B.
- obere Explosionsgrenzen
- Staubexplosionsklassen
- Druckanstiegsgeschwindigkeiten
- Zünd- und Glimmtemperaturen
- Explosionsdrucke
- Flammentemperaturen
Jeder Verbrennungsvorgang läuft bei Sauerstoffanreicherung
schneller, heißer und heller ab.
Sauerstoff kann eine Selbstentzündung von Öl, Fett oder
damit verunreinigten Textilien bewirken. Aus einem
Glimmbrand kann sich eine lebhafte Flamme entwickeln.

Es ist besonders darauf zu achten, dass sich die
Arbeitskleidung nicht mit Sauerstoff anreichert. Schon
eine Erhöhung des Sauerstoffgehalts der Luft um 5%
bewirkt, dass bei einer Entzündung der Kleider durch
Funken oder eine offene Flamme (z.B. Zigarette)
aufgrund der beschleunigt ablaufende Verbrennung und
der Körpernähe eine Rettung kaum noch möglich ist.
Das trifft selbst dann zu, wenn schwer entflammbare
Schutzkleidung getragen wird.
Zum Ablöschen brennender Kleidung haben sich
Notduschen bewährt.


Don`t use excessive force.

Get a bigger hammer!

Gruß

Jo(sef) Mäschle

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AutorStef8an 8E., München / Bayern368754
Datum02.11.2006 17:576188 x gelesen
Servus,

Geschrieben von Bernhard DeimannGibt es Einsatzerfahrungen
in Frankfurt/M. gab es in den 80ern (?) einen Wohnungsbrand, ausgelöst durch Fett am Druckminderer (?). War eine kritische Situation, "Retter" und Patient/in flüchteten auf den Balkon.
Außerdem war in der Zeitschrift Rettungsdienst (2005?) einen Artikel, der sich mit durch Defibrillationen ausgelöste Feuer dank erhöhter O2-Konzentration befasste. Habe leider keine onlinegeeigneten Quellen parat, nur Zeitungsartikel und die gerade nicht hier.

Viele Grüße,
Stefan


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AutorGreg8or 8Z., Mainz / 368757
Datum02.11.2006 18:076285 x gelesen
Nabend.
An eigene erfahrungen mangelt es bei mir leider auch, jedoch weiß ich, dass bei meinem Arbeitgeber (gr. Dt. Uniklinik) vor ~5Jahren zu einem Zimmerbrand kam.
Während einer laufenden REA sollte eine neue O2 Flasche angeschlossen werden , bei dieser fehlte die Dichtung und wurde durch eine "In der Schublade gefundene" CO2 Dichtung mit Fettrückständen (Vermutlich Hautcreme) ersetzt. Beim Aufdrehen des Ventils kam es sofort zur Stichflammenbildung, ein Abdrehen der flasche war nicht mehr möglich, alle im Raum befindlichen Personen verließen sofort den Raum, welcher innerhalb von 5min im Vollbrand stand. Die zu erwartende Exposion (Durch die Hitzeeinwirkung auf die Flasche) sei ausgeblieben, da sich nur eine Restmenge o2 in der Flasche befunden habe.
Das alles nach Aussage eines Mitarbeiters der Sicherheitstechnischen Dienstes.
Weiter wusste er zu berichten, dass ein , gerade bei restmengen, ein Überspringen der Flamme/des Funken in das Flscheninnere "möglich sei" hielt sich aber auf Nachfrage mit Quellen sehr zurück - werde versuchen mal nachzubohren.

Gruß vom Rhein.


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