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Thema | Gutes Feuer, schlechtes Feuer | 19 Beträge | |||
Rubrik | @fire | ||||
Autor | Ralf8 H.8, Drebkau / Brandenburg | 623907 | |||
Datum | 04.05.2010 05:36 | 12952 x gelesen | |||
Mal gefunden, und ob das auch in D ein Thema sein kann. Auch hier gab es schon mal die Frage ob man nun jedes Feuer im Wald löschen muß? http://www.welt.de/die-welt/wissen/article7442830/Gutes-Feuer-schlechtes-Feuer.html Gruß Ralf www.ffw-drebkau.de Das Gute an Feinden ist man weiß wo sie stehen, bei Freunden ist das anders. (Tom Clancy, Gnadenlos) | |||||
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Autor | Anto8n K8., Mühlhausen / BY | 623920 | |||
Datum | 04.05.2010 08:24 | 7999 x gelesen | |||
Hallo Ralf, ich denke mal, dass mangels Eukalyptusbäumen das hier geschriebene bei uns keinen Nutzen hat. Meistens ist doch der Wald hier bei uns sog. Nutzwald. Also bedeutet ein Waldbrand auch einen immensen Schaden für den/die Besitzer. Das wäre in etwas so, als würdest du ein Haus abbrennen lassen, weil´s ja zu alt ist. Schau dir außerdem mal an, wie groß Australien ist und vergleiche damit unser "kleines" D. Da sollte einem schon auffallen, dass man Waldbrände in unserer Gegend schon bekämpfen sollte. Mit kameradschaftlichen Grüßen Anton Kastner | |||||
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Autor | Andr8eas8 H.8, Weißwasser / Sachsen | 624084 | |||
Datum | 05.05.2010 09:28 | 7206 x gelesen | |||
Hallo, Geschrieben von Ralf Hauptvogel ob man nun jedes Feuer im Wald löschen muß? Ja! denn, ... Wenn ein Wald vollständig verbrennt, bedarf es mindestens eine Menschengeneration, bis ein neuer, voll fuktionsfähiger Wald, herngewachsen ist. Aber was ist in den 60 - 80 Jahren mit den Waldfunktionen? Sauerstoffproduktion? Trinkwasserspeicher? nachwachsender Rohstoff Holz? Minderung von Lärm und Staub? usw ... Zu Urzeiten kam es nur durch Blitzschlag zu Waldbränden. Diese Wälder waren reichlich Vorhanden. Heutzutage sind vor allem in Deutschland große Waldflächen Wirtschaftswald. Waldbesitzer verdienen damit ihr Brot, das Holz gelangt in den Wirtschaftskreislauf. Und noch was ... 98% aller Waldbrände entstehen durch uns, den Menschen. Davon sind fast die hälfte vorsätzlich gelegt, um Bauland oder Platz für Palmölplantagen zu bekommen. Ebenfalls besteht in der heutigen Zeit die Gefahr, dass ganze Orte (Ortsteile, Gebäude) - (Griechenland, Niedersachsen ..) durch Waldbrände zerstört werden, weil die Besiedlung recht dicht ist. Auch wenn es teilweise bei Waldbränden nur geringe schäden gibt, sind Schädlinge nicht weit. Es gibt einfach viel zu wenig Wald für zu viel Mensch. Doch man kann die Natur auch anders unterstützen, indem gewisse Bereich unter Naturschutz gestellt werden. Dort werden die menschlichen Eingriffe begränzt. Es können so wieder naturnahe, teils sogar Urwälder entstehen. Aber dies darf nicht um jeden Preis geschehen. Gestern laß ich in der Lokalausgabe der Sächsischen Zeitung, dass im Naturschutzgebiet Niederspree (LK Görlitz, Sachsen, Waldbrandgefahrenklasse B) ca. 230 Hektar unter Totalschutz gestellt werden sollen. Dort ist dann jegliches Betreten und Befahren verboten, auch für die Feuerwehr. Gibt es in Deutschland noch andere Beispiele, wo es für Feuerwehren ein "Waldbrandlöschverbot" gibt? Gruß Andreas Meine Beiträge sind meiner Meinung! Ich auch! | |||||
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Autor | Andr8eas8 H.8, Weißwasser / Sachsen | 624087 | |||
Datum | 05.05.2010 10:04 | 6936 x gelesen | |||
Hallo, Geschrieben von Anton Kastner Meistens ist doch der Wald hier bei uns sog. Nutzwald. Also bedeutet ein Waldbrand auch einen immensen Schaden für den/die Besitzer. Je nach Bestand (Baumart, Alter, Güte usw...) kommen da extrem hohe Schadenssummen auf. Weitere, hohe, Kosten verlangt die Wiederaufforstung. Kalkulation Aufforstung Hier mal 2 Beispiele für die Kosten der Pflanzen. Kiefern, 2 jährig, pro Stück 0.60 € - bis 10.000 Stück pro Hektar, kein Zaunbau Eiche, 2 jährig, pro Stück 1,50 € - bis 8.000 Stück pro Hektar, Zaunbau notwendig Nicht zu vergessen, die Vorbereitungen der Fläche ... Reisig, Schadholz, Pflügen, ... Waldbrände zerstören nicht nur das Ökosystem mit dessen Funktion, es entstehen zum Teil auch enorme Schadsummen. 1992 verbrannten ca. 1000 Hektar Wald bei Weißwasser. Die Wiederaufforstungskosten lagen damals bei 19.5 Mio DM. Gruß Andreas Meine Beiträge sind meiner Meinung! Ich auch! | |||||
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Autor | Hans8wer8ner8 K.8, Kirnitzschtal / Sachsen | 624190 | |||
Datum | 05.05.2010 20:43 | 6776 x gelesen | |||
Hallo, Geschrieben von Andreas Hanl Wenn ein Wald vollständig verbrennt, bedarf es mindestens eine Menschengeneration, bis ein neuer, voll fuktionsfähiger Wald, herngewachsen ist. Aber was ist in den 60 - 80 Jahren mit den Waldfunktionen? Sauerstoffproduktion? Trinkwasserspeicher? nachwachsender Rohstoff Holz? Minderung von Lärm und Staub? usw ... Was man und Weiteres auch unter: http://www.waldbrandschutz.de/wbs.htm von Dr. H.-Chr.König nachlesen kann. mkg hwk | |||||
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Autor | Andr8eas8 H.8, Weißwasser / Sachsen | 624392 | |||
Datum | 07.05.2010 12:33 | 6538 x gelesen | |||
Hallo, wäre mal interessant, wie der rest darüber denkt! Gruß Andreas Meine Beiträge sind meiner Meinung! Ich auch! | |||||
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Autor | Andr8eas8 H.8, Weißwasser / Sachsen | 624409 | |||
Datum | 07.05.2010 13:27 | 6589 x gelesen | |||
Hallo, Geschrieben von Anton Kastner ich denke mal, dass mangels Eukalyptusbäumen das hier geschriebene bei uns keinen Nutzen hat. wäre mal interessant, wie andere darüber denken! Gruß Andreas Meine Beiträge sind meiner Meinung! Ich auch! | |||||
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Autor | Olli8 K.8, Pfeddersheim / RLP | 624414 | |||
Datum | 07.05.2010 14:20 | 6655 x gelesen | |||
Geschrieben von Andreas Hanl............Dort ist dann jegliches Betreten und Befahren verboten, auch für die Feuerwehr. Sorry, hab ja schon viele unsinniges Zeug gehört, diese Aussage (egal von wem herausgegeben) gehört definitiv dazu ! Geschrieben von Andreas Hanl Gibt es in Deutschland noch andere Beispiele, wo es für Feuerwehren ein "Waldbrandlöschverbot" gibt? Mir auf jeden Fall nicht bekannt, aber,...lassen wir`s brennen wenn per Gesetz betreten für Feuerwehrs verboten ! | |||||
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Autor | Jens8 H.8, Bernsdorf / Sachsen | 624423 | |||
Datum | 07.05.2010 16:12 | 6404 x gelesen | |||
In Australien soll sowas auf Grund seiner riesigen Unbewohnten Gebiete und seine Flora und Fauna in Ordnung sein,in Deutschland geht es definitiv nicht.Unsere Einheimischen Holzarten verbrennen den Tieren würde der so schon begrenzt Lebensraum entzogen.Also bleibt es hier dabei ,Waldbrände auch noch so klein müssen bekämpft werden. | |||||
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Autor | Thom8as 8E., Nettetal / NRW | 624508 | |||
Datum | 08.05.2010 17:02 | 6340 x gelesen | |||
Geschrieben von Jens HärtwigIn Australien soll sowas auf Grund seiner riesigen Unbewohnten Gebiete und seine Flora und Fauna in Ordnung sein In Australien wäre ein geordnetes kontroliertes Abbrennen von Büschen und Gras sinnvoll und notwendig, da die Vegetation davon abhängig ist. Es gibt da . B. Bäume deren Samen benötig 150°C um überhaupt auszustreuen. Dieses kontrollierte Brennen wurde früher auch von den Aboriginies gemacht. Erst die superschlauen Weißen haben das verboten und die Kultur des Abbrennens fast ausgelöscht. Wird das nähmlich geplant gemacht, entstehen diese heißen großen Waldbrände die wir jedes Jahr im Fernsehen sehen nicht. Gruß Thomas Ich schreibe hier nur für mich und nicht für meine FF. Sollte das mal wirklich offiziell sein, dann mit Dienstgrad und Funktion | |||||
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Autor | Hube8rt 8K., Erkelenz / NRW | 624517 | |||
Datum | 08.05.2010 19:47 | 6085 x gelesen | |||
Ich denke das es immer auf die Umbegung ankommt. Bei einem Besuch des Yosemite Nationalpark (USA, Kalifornien) habe ich große verbrannte Flächen gesehen. Auf meine Frage erklärte man mir, das man hier der Natur die Möglichkeit gibt sich selber zu regenerieren. So werden Brände durch Blitzschlag o.ä. nicht mehr gelöscht, wenn keine unmittelbare Gefahr besteht. Das wurde mir später von einem Ranger bestätigt. Die Natur hat immer schon gebrannt, vor tausenden Jahren als der Mensch noch nicht eingegriffen hat. Okay, das hat was. Gruß Hubert Keine Kommune schafft die Feuerwehr ab, weil es ein paar Tage nicht gebrannt hat. Eckart Werthebach (*1940), dt. Jurist, v. 1991 bis 1995 Präs. Bundesamt f.d. Verfassungsschutz | |||||
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Autor | Anto8n K8., Mühlhausen / BY | 624519 | |||
Datum | 08.05.2010 19:52 | 6089 x gelesen | |||
Geschrieben von Hubert KohnenDie Natur hat immer schon gebrannt, vor tausenden Jahren als der Mensch noch nicht eingegriffen hat. Okay, das hat was. Hallo, ganz sicher hat das was. Vor tausend oder mehr Jahren hat es bestimmt solche Brände in unseren Breiten auch gegeben. Damals gab´s auch noch keine Feuerwehr. Aber wie viele Leute wohnten da? Heute wäre es schon sehr unverhältnismäßig, solche Brände nicht zu löschen. Mich würde in diesem Zusammenhang mal interessieren, was bei einem Waldbrand im "Nationalpark Bayrischer Wald" passieren würde. Wird da gelöscht? Mit kameradschaftlichen Grüßen Anton Kastner | |||||
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Autor | Hube8rt 8K., Erkelenz / NRW | 624522 | |||
Datum | 08.05.2010 20:36 | 6116 x gelesen | |||
Geschrieben von Anton KastnerMich würde in diesem Zusammenhang mal interessieren, was bei einem Waldbrand im "Nationalpark Bayrischer Wald" passieren würde. Kann ich nicht sagen, weit ab von hier. Geschrieben von Anton Kastner ganz sicher hat das was. Vor tausend oder mehr Jahren hat es bestimmt solche Brände in unseren Breiten auch gegeben. Damals gab´s auch noch keine Feuerwehr. Aber wie viele Leute wohnten da? Okay, ist noch viel weiter als der Bayrische Wald. Aber Leute wohnen im Yosemite Nationalpark wohnen kaum Leute. Habe bei meiner letzten Reise (Route 66) von Weitem riesige, wirklich riesige Rauchschwaden gesehen. War zu der Zeit als es in Los Angeles die großen Waldbrände gab. Kam von der Richtung hin, aber von der Entfernung etwas weit. Die Luft war zum schneiden, übeall dieser typische Waldbrandgeruch. Habe an der Tankstelle gefragt, ob es aus dem Santa Barbara Bergen kommt. Nee, das ist ein controlled fire". Hier hätte es mit Sicherheit "Weltalarm" gegeben, wenn nicht noch mehr. Dort war keine Feuerwehr zu sehen, Fahrzeuge standen in der Wache. Darum sollte man mit "Guten Feuer, schlechten Feuer" wirklich die Umgebung berücksichtigen. Wird in unseren Breitengraden wohl kaum anzutreffen sein. Gruß Hubert Keine Kommune schafft die Feuerwehr ab, weil es ein paar Tage nicht gebrannt hat. Eckart Werthebach (*1940), dt. Jurist, v. 1991 bis 1995 Präs. Bundesamt f.d. Verfassungsschutz | |||||
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Autor | Mark8us 8W., Schwäbisch Gmünd / Baden - Württemberg | 624524 | |||
Datum | 08.05.2010 21:05 | 6201 x gelesen | |||
Ich picke mir jetzt mal deinen Beitrag raus, antworte aber auch auf andere. Kurz zur Pflanzenphysiologie und Ökologie: Pflanzensamen benötigen oft eine Induktion (Reizeinwirkung), damit sie keimen. Diese Induktion kann chemischen (Hormone) oder chemischen Ursprungs (Temperatur, Licht, Wasser) sein. De facto gibt es in Mitteleuropa keine heimischen Arten die Hitze als Induktor benötigen. Wo sollen die denn auch wachsen? Weiterhin gibt es Pionierpflanzen, die nach einem Waldbrand die ökologische Nische als Erstes besetzen. Die gibt es auch bei uns, aber nicht weil sich irgendeine Art darauf spezialisiert hat (die wäre wohl mittlerweile ausgestorben), sondern schlicht weil eben irgendjemand anfangen muss. ;-) Ohne es getestet zu haben vermute ich, dass das die Pflanzen sind, die robust im Boden überdauern können. Quecke wäre z.B. ein Favorit. Dieses Süßgras bildet lange Rhizome ("Wurzeln") und ein verbleibendes Teilstück bildet aus der Wurzel heraus eine neue Pflanze. Die hätten also ganz klar einen Vorsprung gegenüber anderen Pflanzen, Hobbygärtner kennen die Probleme mit Quecke. Gleiches gilt für den Ackerschachtelhalm. Dann besiedeln je nach Ort vermutlich die selben Pflanzen die Nische, die das auch bei einem frisch gepflügten Acker tun würden. Vorzugsweise alles, was Stickstoff (aus der Asche!) verträgt. Zweites Stadium wäre die Verbuschung, auch hier hätten wieder die schnell wachsenden Arten einen Heimvorteil (Haselnuss, Schwarzdorn). Diese Pflanzen sind aber nicht auf diese ökologische Nische angewiesen, sie nutzen sie einfach, könnten aber auch ohne sie überleben (sonst wären sie in D ausgestorben!). Auch bei den Tieren gibt es keine mitteleuropäische Spezies, die in dieser Nische existiert. Grund: siehe oben. Es gibt also in D keinen ökologischen Grund Wald brennen zu lassen. Waldbrand erhält keine Arten, weder Fauna noch Flora! Betrachtet man die mitteleuropäische Kulturlandschaft, so wird man schnell feststellen, dass es in Deutschland bis auf ganz wenige Ausnahmen keine (!!!) Natur mehr gibt. Spontan fällt mir das Wattenmeer und die Hochalpen (ohne Alpen/Almen!) ein. Auf die Gesamtfläche bezogen dürfte die Natur in Deutschland einen Anteil von deutlich unter einem Prozent haben. Alles andere ist vom Menschen geschaffener Lebensraum. Auch Naturschutzgebiete. Da können die grünen Ultras jetzt mit den Zähnen klappern, aber das ist schlicht so. Punktum. Wir haben in Deutschland keine Naturlandschaft, sondern eine Kulturlandschaft. Zwei völlig verschiedene Lebensräume. Eine Naturlandschaft ist ein eingependeltes Gesamtsystem, dass sich ohne die Eingriffe des Menschen dauerhaft selbst erhalten kann und auch einen Waldbrand oder andere Vorkommnisse selbst verkraften kann und nach einem solchen Vorkommnis ohne Eingriff wieder in den Ursprungszustand zurückkehrt. Ich spreche in diesem Zusammenhang absichtlich von "Vorkommnis" und nicht von "Katastrophe". In einer Naturlandschaft ist eine Überschwemmung ein Vorkommnis - erst das Vorhandensein eines Kellers, in den das Wasser laufen kann macht aus dem Vorkommnis eine Katastrophe. Im Gegensatz dazu ist eine Kulturlandschaft ein vom Menschen hergestelltes Gleichgewicht, in dem sich auch ein Ökosystem entwickeln kann. Würde der Mensch dort nicht eingreifen würde es allerdings aus dem Gleichgewicht geraten. Alltägliche Eingriffe sind z.B. die Kontrolle des Artenbestandes durch Bejagung, Straßenverkehr und die Forst- und Landwirtschaft. Wenn man den Unterschied zwischen beiden Ökosystemen verstanden hat wird man auch die oben getätigte Aussage, "man dürfe in Naturschutzgebieten nicht löschen" als Schwachsinn entlarven können. Man schafft eine Ökologische Nische, die keiner Tierart / Pflanzenart explizit nutzt und nimmt dafür die lokale Ausrottung ganzer Populationen billigend in Kauf. Aus ökologischer Sicht ist das hanebüchener Unsinn, auch wenn ich nach Kenntnis mancher im Berufsnaturschutz tätigen Personennicht ausschließen will, dass man das irgendwo in Deutschland so umgesetzt hat. Auch unter Naturschützern und in der Legislative gibt es genügend Menschen, die den Unterschied zwischen Natur- und Kulturlandschaft nicht verstanden haben. Soweit mal zur Ökologischen Seite, kommen wir zur wirtschaftlichen Seite. Wenn es sich nicht gerade um einen unter naturschutz stehenden Wald mit Entnahmeverbot handelt, dann verbrennt ein Waldbrand grundsätzlich auch Geld. Abhängig vom Bewuchs auch sehr viel Geld. Wald ist ein relativ nieder verzinstes Investitionsgut (wegen langsamem Wachstum), dafür ist der Kapitalbedarf gering. Wenn ich einmal Wald besitze kann ich mit ganz geringem Kapitaleinsatz einen sicheren Gewinn erwirtschaften. Ein Wald ist damit vergleichbar mit dem Sparbuch im Bankwesen. Buchenwald z.B., den mein Vater gepflanzt hat muss ich pflegen, damit ihn mein Sohn ernten kann. Ein Waldbrand in diesen 100 - 150 Jahren mit Komplettverlust hätte eine entsprechend niedrigere Verzinsung des eingesetzten Kapitals (V.a. der Arbeitskraft) zur Folge. Auch deshalb ist ein Eingreifen des Menschen erforderlich, im Hinblick auf steigende Hozpreise wäre ich nicht sehr amüsiert über eine vermeintlich ökologisch korrekte Abfackelung eines 25 Jahre alten Jungbuchenbestands... Fazit: in Deutschland sollten meines Erachtens nach Waldbrände grundsätzlich gelöscht werden, gegenteilige Behauptungen erschließen sich mir nicht, ich kann aber gerne am Montag nochmal meinen Forst-Ing. fragen. Gruß, Markus Aus meiner Sicht könnte es dem Einen oder Anderen nicht schaden dass man ihm sagt dass er schlicht und einfach dumm ist, statt ihn bloß nicht auszugrenzen. J. Mäschle, Forums-Philosoph | |||||
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Autor | Mark8us 8W., Schwäbisch Gmünd / Baden - Württemberg | 624525 | |||
Datum | 08.05.2010 21:12 | 6149 x gelesen | |||
Geschrieben von Anton KastnerMich würde in diesem Zusammenhang mal interessieren, was bei einem Waldbrand im "Nationalpark Bayrischer Wald" passieren würde. Es würden Populationen lokal ausgerottet und es würde dem bayerischen Staat ein finanzieller Schaden entstehen. Geschrieben von Anton Kastner Wird da gelöscht? Nachdem der Bayerische Wald kein Urwald ist (den gibt es in Deutschland nicht) hoffe ich es doch. Ich gehe mal davon aus, dass der Freistaat Bayern nicht sonderlich amüsiert wäre, wenn man sein Kapital einfach so verbrennen würde. Die Staatskanzlei würde man ja auch löschen. ;-) Gruß, Markus Aus meiner Sicht könnte es dem Einen oder Anderen nicht schaden dass man ihm sagt dass er schlicht und einfach dumm ist, statt ihn bloß nicht auszugrenzen. J. Mäschle, Forums-Philosoph | |||||
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Autor | Hara8ld 8D., Edenstetten / Bayern | 624526 | |||
Datum | 08.05.2010 21:37 | 5953 x gelesen | |||
Geschrieben von Markus WeberDie Staatskanzlei würde man ja auch löschen. ;-) Ein Punkt, über den es sich nachzudenken lohnt. ;) Gruß Harald | |||||
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Autor | Klau8s S8., München / Bayern | 624527 | |||
Datum | 08.05.2010 21:44 | 5990 x gelesen | |||
Geschrieben von Markus WeberDie Staatskanzlei würde man ja auch löschen. ;-) Die brennt ja gar nicht, dank uns *g* Gott zum Gruße Klaus „Egal wie tief man die Messlatte des geistigen Verstandes eines Menschen legt, es gibt jeden Tag jemanden der bequem darunter durchlaufen kann!“ Hier geschriebenes ist alles privat und nicht meines Dienstherrn's | |||||
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Autor | Mark8us 8S., Nideggen / NRW | 624533 | |||
Datum | 08.05.2010 23:50 | 6045 x gelesen | |||
Mal ne Wortmeldung aus dem Nationalpark Eifel. Kurz nach dem der Nationalpark eingerichtet wurde, war die Aussage der Parkverwaltung damals, nach möglichkeit brennen lassen, weil - kommt in der Natur halt eben so vor. Wir haben für uns entschieden - wir machens aus, schon aus dem Grund da wir ein zu dicht besiedeltes Gebiet vor der Tür haben. Ob sich seitens der Forst bzw. Parkverwaltung etwas geändert hat ist mir nicht bekannt, so viel ich aber weiß sind sämtliche Brände immer mit größtmöglichem Aufgebot bekämpft worden. Gruß Gegen leichte Depressionen hilft ein Bad mit ätherischen Ölen. Bei schweren Depressionen hilft ein Bad mit Föhn. | |||||
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Autor | Ulri8ch 8C., Düsseldorf / NRW | 624546 | |||
Datum | 09.05.2010 08:57 | 6117 x gelesen | |||
Geschrieben von Markus SchumacherKurz nach dem der Nationalpark eingerichtet wurde, war die Aussage der Parkverwaltung damals, nach möglichkeit brennen lassen, weil - kommt in der Natur halt eben so vor. in Forstkreisen wird das oft so diskutiert, da aber m.W. v.a. mit Hintergrund aus Ländern mit weit flächigeren Waldbeständen. "Brennen lassen" kann eine mögliche Option in Absprache mit dem zuständigen Forstbetrieb (und ggf. noch anderen) sein. Grundsätzlich spielt diese in D aber m.W. so gut wie keine echte Rolle. Wer das nicht so ohne weiteres glaubt, gucke sich mal die jeweils in Frage kommenden Flächen an. ;-) ----- mit privaten und kommunikativen Grüßen Cimolino | |||||
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