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ThemaAbgrenzung Feuerwehrdienst / Ehrenamt - war: Motivation oder Demotivation48 Beträge
RubrikFreiw. Feuerwehr
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  • Internationaler Tag des Ehrenamtes
  •  
    AutorJürg8en 8M., Weinstadt / Baden-Württemberg778438
    Datum05.12.2013 12:2912372 x gelesen
    hallo,

    Geschrieben von Christian F.Eben. Das ist eines der Probleme bei diesen geschönten Aussagen. m.E. kann Ehrenamt allenfalls da gelten, wo es sich wirklich um ein Amt = offizielle amtliche Tätigkeit handelt. Also Gemeinderat, ehrenamtlicher Bürgermeister, Schöffe,...
    Dies heißt aber auch, dass der vorstand eines Fußballvereins kein Ehrenamt ausübt. Denn es handelt sich um die Tätigkeit eines privaten Vereins bei dem er im Rahmen der Selbstverwaltung dieses Vereins in dem er sein Hobby ausübt tätig ist. Das ist aller Ehren wert und verdient Anerkennung. Aber es ist eben m.E. kein Ehrenamt. Denn wenn es den Verein morgen nicht mehr gibt, dann kräht da kein Hahn danach. Wohingegen echte Ehrenämter per Gesetz oder anderer Rechtsverordnung von irgend jemand ausgeübt werden müssen.

    Dazu kommen jede Menge von vorneherein nicht auf Dauer angelegte Tätigkeiten in irgend welchen Bürgerinitiative oder zeitlich befristeten Projekttätigkeiten, die auch damit in einen Topf geworfen werden. Und diese sind es m.E. die den überwiegenden Teil des Zuwachses ausmachen. d.h. Menschen wollen sich engagieren, allerdings zeitlich befristet, unverbindlich und möglichst ohne feste Hierarchien. Und deshalb hat die Feuerwehr von diesem "Boom" nichts, denn wir brauchen genau das, was diese Menschen nicht wollen.


    ich möchte jetzt den Beitrag von CFi und den heutigen Internationaler Tag des Ehrenamtes zum Anlass nehmen folgende Frage in die Runde zu werfen:

    Wie grenzen wir die ehrenamtliche Tätigkeit als Feuerwehrangehöriger gegenüber der Ausübung von Hobbyaktivitäten die in der Öffentlichkeit auch als ehrenamtliche Tätigkeit wahrgenommen werden ab?

    Wie ordne ich da z.B. den Mittelfeldstürmer des Sportvereins ein?

    Wird dieser auch als "ehrenamtlich tätig" wahrgenommen?

    Oder trifft das bei einem Sportverein im engere Sinne eigentlich nur für die Funktionsträger und die Trainer, Jugendleiter o.Ä. zu?

    Ich bin der Ansicht das ein Angehöriger der Einsatzabteilung einer Feuerwehr da anders zu "bewerten" ist als der Mittelfeldspieler.

    Der Mittelfeldspieler engagiert sich im engere Sinne für sich selbst ( = Ausübung seines Hobbys). Der Feuerwehrangehörige erbringt dagegen gegenüber der Gesellschaft eine Leistung.

    Mit ist klar das diese Fragestellung bei vielen Vereinen Wirbel verursachen kann.

    Wir Feuerwehrs sollten da aber schon auf eine sinnvolle Abgrenzung achten und schauen das wir nicht zusammen mit den vielen Leuten die eigentlich "nur" ihr Hobby ausüben in den grossen Topf der "Ehrenamtlich" tätigen geworfen werden.

    Für mich besteht an den Stellen eine Abgrenzung wo es deutlich wird das die Tätigkeit überwiegend für das eigene Hobby bzw. eigene Interessen ausgeführt werden.

    Eine solche "Grenze" geht dann natürlich auch "mitten" durch den Verein. Jugendleiter die ehrenamtlich eine Jugendgruppe betreuen sind selbstverständlich ehrenamtlich tätig.

    Macht es Sinn das Feuerwehrs in der Öffentlichkeitsarbeit solche Unterschiede verstärkt herausstellen?

    Ich denke das dieser Unterschied in der Öffentlichkeit gar nicht wahrgenommen wird. Auch viele Städte und Gemeinde werfen da die Feuerwehr in den grossen Topf der Vereine und setzen den Feuerwehrdienst damit mit der Tätigkeit in einem Sportverein usw. gleich.

    Ach ja - ich will jetzt da gar nicht gegen Sportvereine ins Feld ziehen. Ist hier jetzt mal als Beispiel genannt.

    Mir ist auch klar das man bei diesem Thema keine klare Schwarz-/Weiss-Trennung machen kann. Es gibt viele Vereine wo neben dem Eigeninteresse ( = Hobby ) auch wichtige Bestandteile der ehrenamtlichen Tätigkeit gepflegt werden. Das kann z.B. der Musikverein sein der bei einem Benefizkonzert aufspielt.

    ...

    MkG Jürgen Mayer, Weinstadt

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    AutorUdo 8B., Aichhalden / Baden-Württemberg778439
    Datum05.12.2013 12:488007 x gelesen
    Autsch, Jürgen, das ist aber ein Fass ... :)

    Die ursprüngliche Definition war ja einmal: "unentgeltliche Ausübung eines öffentlichen Amtes".
    Und es ist richtig, das dieser Begriff in den Jahrzehnten nach der Gründung der BRD immer weiter in das allgemeine Vereinswesen ausgedehnt wurde und nicht mehr nur das öffentliche Amt meinte.

    Hier eine klare Abgrenzung zu allgemeinen Vereinen zu schaffen, dürfte in den klassischen Hilfsorganisationen und der Feuerwehr kaum mehr möglich sein.

    Es sei denn, wir klammern eine unentgeltliche Tätigkeit bei Feuerwehr, Hilfsorganisationen, etc. im Bereich der öffentlichen Gefahrenabwehr aus der Definition "Ehrenamt" völlig aus.

    Gretchenfrage: Wie nennen wir das Kind dann? Das Synonym "Freiwilligenarbeit" ist ja auch schon andereitig belegt. Oder verwenden wir den Begriff Ehrenamt nicht mehr und schaffen dadurch die notwendige Unterscheidung ...

    Ich weiss es nicht ....

    Grüße
    Udo Burkhard
    -----------------------------------
    schau mal rein:
    www.KatS-Handbuch.de
    www.arbeitsschutz-im-ehrenamt.de

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    AutorOliv8er 8S., Neidenbach / Rheinland-Pfalz778443
    Datum05.12.2013 13:187807 x gelesen
    Geschrieben von Udo B. Die ursprüngliche Definition war ja einmal: "unentgeltliche Ausübung eines öffentlichen Amtes"
    Diese Definition finde ich nach wie vor sehr gut. Unentgeldlich ist eindeutig, da muss man also nur über das öffentliche Amt nachdenken.
    Wenn man Tätigkeiten ausführt, die anderswo von Amtsträgern erledigt werden, ist die Sache ja recht klar: Der freiwillige FM führt prinzipiell die gleiche Tätigkeit aus wie der BF Angehörige, der ehrenamtliche (Orts-) Bürgermeister wie der hauptamtliche, der Schöffe wie der Richter.
    Bei Leitern von Jugendgruppen (Sport, Musik oder was auch immer) liegt immerhin ein öffentliches Interesse an der Ausübung der Tätigkeit vor, auch wenn die öffentliche Hand kaum noch hauptamtliches Personal dazu beschäftigt. Das ist für mich klar eine ehrenamtliche Tätigkeit, ebenso wie Seniorenbetreuung, unentgeldliche Nachhilfe oder verschiedene Umweltprojekte.
    Im Gegensatz dazu ist der Kaninchenzüchter, Freizeitfußballer, Hobby-Bogenschütze oder Stammtisch-Präsident eben kein ehrenamtlich Tätiger, weil es kein öffentliches Interesse daran gibt, dies ist klar dem Hobby-Bereich zuzuordnen.

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    AutorUdo 8B., Aichhalden / Baden-Württemberg778445
    Datum05.12.2013 13:257592 x gelesen
    Im Prinzip richtig.
    Nur sind die Grenzen derartig verwischt, das eine eindeutige Zuordnung von der Gesellschaft doch nicht mehr getroffen wird. Hier in der Gegend werden die berüchtigten "Bauwagen" (Treffpunkt von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zur gemeinsamen Freizeitgestaltung) laut Presse auch ehrenamtlich betrieben.

    Wie schaffen wir es also, uns mit "unserem Ehrenamt" aus der breiten Masse hervorzuheben und das entsprechend nach außen gewinnbringend zu kommunizieren?

    Grüße
    Udo Burkhard
    -----------------------------------
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    AutorChri8sti8an 8F., Wernau / Baden-Württemberg778446
    Datum05.12.2013 13:337643 x gelesen
    Geschrieben von Oliver S.Bei Leitern von Jugendgruppen (Sport, Musik oder was auch immer) liegt immerhin ein öffentliches Interesse an der Ausübung der Tätigkeit vor, auch wenn die öffentliche Hand kaum noch hauptamtliches Personal dazu beschäftigt. Das ist für mich klar eine ehrenamtliche Tätigkeit, ebenso wie Seniorenbetreuung, unentgeldliche Nachhilfe oder verschiedene Umweltprojekte.


    Ähm... Nein. ;-)

    Das ist zwar alles anerkennenswert und für diese Gesellschaft förderlich (oder auch nicht, vgl. die Ökoterroristen die unter dem Deckmäntelchen des Natur- und Umweltschutzes nur ihre eigenen Ideologien durchsetzen wollen). Aber für mich kein öffentliches Amt. Diese Tätigkeiten werden nicht per Gesetz gefordert. Wie gesagt. Anerkennenswertes Engangement. Aber eben kein "Amt".

    Dieser Beitrag gibt ausschließlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder!

    Christian Fischer
    Wernau


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    AutorOliv8er 8S., Neidenbach / Rheinland-Pfalz778447
    Datum05.12.2013 13:387554 x gelesen
    Dass die Presse begrifflich nicht immer sauber arbeitet, kennen wir ja zur Genüge (Löschzüge, Leiterwagen...). Letztlich kann man selbst nur immer wieder sauber formulieren und auf korrekte Wiedergabe hoffen.
    In der Diskussion über das Ehrenamt ist es genau so, wenn jemand einen Bauwagen-Freizeittreff als ehrenamtlich bezeichnet, dann hat er halt nicht verstanden, wovon er schreibt. Und wenn sich ein Feierabendkicker auf den Schlips getreten fühlt, wenn man ihm das Ehrenamt abspricht, dann ist das halt so. Viele Menschen sehen ihr eigenes Tun als wichtiger an, als es die Gesellschaft tut. Selbst bei Feuerwehrs soll das gelegentlich vorkommen...

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    AutorPete8r L8., Frankenberg / Sachsen778448
    Datum05.12.2013 13:497515 x gelesen
    Geschrieben von Oliver S.In der Diskussion über das Ehrenamt ist es genau so, wenn jemand einen Bauwagen-Freizeittreff als ehrenamtlich bezeichnet, dann hat er halt nicht verstanden, wovon er schreibt.

    Oder vllt. als Teil der Gesellschaft doch. Ich sehe auch dies als Jugendarbeit und damit auch als Teil der staatlichen Daseinsvorsorge/-Versorgung.
    Auch da gibt es halt die vielen Farben grau.....

    Wer wenig denkt, der irrt viel. (da Vinci)

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    AutorMarc8us 8M., Wernigerode/ OT Reddeber / ST778449
    Datum05.12.2013 13:517526 x gelesen
    Ich würde mich auch folgenden Merkmalen anschließen wollen:

    - unentgeltlich
    - in öffentlichem (staatlich-gesellschaftlichen) Interesse

    Neben der Feuerwehr (hier müsste man natürlich auch die ganze Vereinsmeierei ausklammern) müssten dann auch die Hilfsorganisationen des Katastrophenschutzes minzählen. Aus meiner Sicht zählen dazu aber auch die freiwilligen ehrenamtlichen Pflegehilfen in Altenheimen und Hospizen, Betreuuer der Jugendarbeit (außerhalb von Vereinen), da diese Personen auch Aufgaben warnehmen, die eigentlich aus öffentlichen Mitteln bezahlte Hauptamtliche erledigen sollten.

    Die Beiträge in diesem Forum sind meine rein private Meinung!

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    AutorOliv8er 8S., Neidenbach / Rheinland-Pfalz778451
    Datum05.12.2013 13:577489 x gelesen
    Geschrieben von Christian F. Das ist zwar alles anerkennenswert und für diese Gesellschaft förderlich (oder auch nicht, vgl. die Ökoterroristen die unter dem Deckmäntelchen des Natur- und Umweltschutzes nur ihre eigenen Ideologien durchsetzen wollen). Aber für mich kein öffentliches Amt. Diese Tätigkeiten werden nicht per Gesetz gefordert. Wie gesagt. Anerkennenswertes Engangement. Aber eben kein "Amt".

    Dass sich manche Aktivisten selbst einen öffentlichen Auftrag für ihr Tun herbei definieren, geschenkt. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass Jugendarbeit, Kulturförderung sowie Umweltschutz (im positiven Sinne) allgemein als förderungswürdige Tätigkeiten angesehen werden, die für mich den Begriff Ehrenamt rechtfertigen, auch ohne dass eine staatlich Institution ein passendes Amt definiert. Der allseits beliebte ehemalige Bundespräsident Christian W. sah das wohl ähnlich (siehe Erklärung zum Tag des Ehrenamtes). Der Umweltschutz beispielsweise wird in Art. 20a GG als Staatsziel beschrieben, wenn auch in sehr allgemeiner Form.

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    AutorOliv8er 8S., Neidenbach / Rheinland-Pfalz778452
    Datum05.12.2013 14:037459 x gelesen
    Geschrieben von Peter L.Ich sehe auch dies als Jugendarbeit und damit auch als Teil der staatlichen Daseinsvorsorge/-Versorgung.
    Ohne die Bauwagen-Institution genauer zu kennen, ist wohl eine abschließende Zuordnung nicht möglich.

    Geschrieben von Peter L. Auch da gibt es halt die vielen Farben grau.....
    Uneingeschränkte Zustimmung!

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    AutorAnto8n K8., Mühlhausen / BY778454
    Datum05.12.2013 14:597489 x gelesen
    Servus,

    Geschrieben von Oliver S.Unentgeldlich ist eindeutig, da muss man also nur über das öffentliche Amt nachdenken.

    wenn man verschiedene Diskussionen in den letzten Monaten hier verfolgt, dann sind nicht mehr alle Einsätze von FM(SB) unentgeltlich. Mehrfach wurde berichtet, dass FM(SB) für Einsätze Geld bekamen. Und mehrfach wurde berichtet, dass diese "Unsitte" weiter in Deutchland Einzug halten soll. Dann ist es mit dem Ehrenamt, für mich zumindest, vorbei.

    Mit kameradschaftlichen Grüßen

    Anton Kastner

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    AutorChri8sti8an 8R., Erkrath / Nordrhein-Westfalen778455
    Datum05.12.2013 15:017331 x gelesen
    Geschrieben von Marcus M.Betreuuer der Jugendarbeit (außerhalb von Vereinen)Warum sollten diese denn ausgenommen werden? Immerhin gibt es vom Land (über den Landesjugendring) für alle Jugendarbeit Geld (öffentliche Mittel).

    Geschrieben von Marcus M.Ich würde mich auch folgenden Merkmalen anschließen wollen:
    - unentgeltlich
    - in öffentlichem (staatlich-gesellschaftlichen) Interesse
    Volle Zustimmung.

    Christian Rosenau

    Das ist meine persönliche Meinung. Sollte das mal anders sein wird das auch angemerkt.

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    AutorChri8sti8an 8R., Erkrath / Nordrhein-Westfalen778457
    Datum05.12.2013 15:077538 x gelesen
    Geschrieben von Anton K.Mehrfach wurde berichtet, dass FM(SB) für Einsätze Geld bekamen.
    Geschrieben von Duden zu "Ehrenamt"[ehrenvolles] (besonders öffentliches) Amt, das überwiegend unentgeltlich ausgeübt wirdHervorhebung durch mich.

    Aufwandsentschädigung = unentgeldlich
    Gehalt/Lohn bekommen = entgeldlich

    Christian Rosenau

    Das ist meine persönliche Meinung. Sollte das mal anders sein wird das auch angemerkt.

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    AutorPete8r L8., Frankenberg / Sachsen778458
    Datum05.12.2013 15:157397 x gelesen
    Geschrieben von Christian R.Warum sollten diese denn ausgenommen werden? Immerhin gibt es vom Land (über den Landesjugendring) für alle Jugendarbeit Geld (öffentliche Mittel).

    Diese pauschale Aussage kannst du doch sicher belegen, nicht?

    Wer wenig denkt, der irrt viel. (da Vinci)

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    AutorChri8sti8an 8F., Wernau / Baden-Württemberg778460
    Datum05.12.2013 15:40   7844 x gelesen
    Geschrieben von Anton K.Mehrfach wurde berichtet, dass FM(SB) für Einsätze Geld bekamen.

    Für Ba-Wü: Das ist Verdienstausfall und Aufwandsentschädigung in Form einer pauschalen Abgeltung (zur Verwaltungsvereinfachung). Dafür hat der FM als Mitarbeiter eines Betriebes dann i.d.R. deutlich höheren Verdienstausfall/h der ihm durch die Pauschalierung (je nach Gemeinde irgend wo zwischen 8-14 Euro brutto) ersetzt wird.


    Geschrieben von Anton K.Und mehrfach wurde berichtet, dass diese "Unsitte" weiter in Deutchland Einzug halten soll.

    Ich würde sogar noch mehr zahlen. Warum nicht eine "AGT-Fitness-Prämie". Sprich wer AGT ist und die G26.3 besteht sowie die beiden Pflichtübungen und damit für den Einsatzdienst als AGT zur Verfügung steht bekommt z.B. 1XX Euro p.a. als Prämie. Damit kann er in Fitnessstudio, sich Laufklamotten kaufen,...

    Dieser Beitrag gibt ausschließlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder!

    Christian Fischer
    Wernau


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    AutorChri8sti8an 8R., Erkrath / Nordrhein-Westfalen778461
    Datum05.12.2013 16:067264 x gelesen
    Japps: Richtlinien für die Förderung nach dem Kinder- und Jugendförderplan (KJP NRW) RdErl. des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen vom 18.10.2007, Seite 34: Dort werden neben der JF NRW z.B. auch die Sportjugend genannt...

    Christian Rosenau

    Das ist meine persönliche Meinung. Sollte das mal anders sein wird das auch angemerkt.

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    AutorThom8as 8K., Hermeskeil / Rheinland-Pfalz778462
    Datum05.12.2013 16:07   7609 x gelesen
    Hallo,

    Geschrieben von Jürgen M.Wie grenzen wir die ehrenamtliche Tätigkeit als Feuerwehrangehöriger gegenüber der Ausübung von Hobbyaktivitäten die in der Öffentlichkeit auch als ehrenamtliche Tätigkeit wahrgenommen werden ab?
    Das hatten wir hier vor einiger Zeit schon mal diskutiert.
    Dazu ein Zitat von unserer HP (Geschichte):

    "Wie Bernhard Weber seine Chronik in der Festschrift 100 Jahre Feuerwehr Hermeskeil im Jahre 1983 beendete, so möchte auch ich dies nun tun mit den Worten des Chronisten Rektor Bach. Denn seine Worte, niedergeschrieben in den 20'er Jahren des letzten Jahrhunderts, sind auch heute noch zutreffend:

    Die Zahl der christlichen und weltlichen Vereine ist heute sehr groß und sie dienen den verschiedensten Zwecken. Dem Sport, der Geistespflege, dem Frohsinn, der Geselligkeit, dem Gesang, der Musik sowie der Kunst in all ihren Formen. Sofern diese Vereine auf edler Grundlage aufgebaut und im Sinne christlicher, wie auch weltlicher Ordnung geleitet und tätig sind, haben sie Daseinsberechtigung. Aber keine von diesen Vereinigungen dient so der uneigennützigen Hilfe für Jedermann wie eine Freiwillige Feuerwehr. Sie ist stets bereit, sich für ihre Mitmenschen einzusetzen, ob Freund oder Feind, um auch im Falle ärgster Not die größten persönlichen Gefahren auf sich zu nehmen."

    In diesem Zusammenhang erhalten die Worte unseres früheren Pastors, Dr. Friedrich, einen besonderen Stellenwert. Während eines Patronatsgottesdienstes prägte er einmal das Bild des Feuerwehrmannes mit folgenden Worten:

    Feuerwehrmann sein heißt:
    - Mensch sein,
    - Mann sein,
    - Christ sein!"

    Mensch sein - Der da mitfühlt, mitempfindet und von innen heraus mitleidet, um dann von dieser Überzeugung her, seine Hilfe anzubieten.

    Mann sein - Mit Mut und Unerschrockenheit, notfalls seine Gesundheit oder sein Leben aufs Spiel zu setzen, um anderes, gefährdetes Leben zu retten.

    Christ sein - Um in echt christlicher Nächstenliebe immer und zu jeder Zeit für den Anderen helfend dazusein.

    Auf diesem ehrenhaften Fundament und auf die beschirmende Kraft ihres Schutzpatrons, des Heiligen Florian vertrauend, erfüllt unsere Wehr die ihr gestellten Aufgaben getreu ihrem Wahlspruch:

    Gott zur Ehr - dem Nächsten zur Wehr."


    MfG, Thomas

    Dies ist ausschließlich meine private Meinung

    Jede Kommune hat die Feuerwehr, die sie verdient
    Finanzen --> Stadt/Gde ----- Personal --> Bürgerschaft

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    AutorAnto8n K8., Mühlhausen / BY778463
    Datum05.12.2013 16:097393 x gelesen
    Servus Christian

    wenn das in Deutschland einheitlich geregelt wäre, dann fände ich das auch gut. Aber wenn ich ins BayFwG schaue, dann sehe ich, dass da eigentlich nur die Kommandanten, der Geräte- und der Jugendwart eine Aufwandsentschädigung bekommen.
    Das mit der Aufwansentschädigung sehe ich ein, aber in manchen Bundeländern bekommt man ja auch etwas für absolvierte Einsätze. Das finde ich jetzt nicht so toll. ;-)

    Mit kameradschaftlichen Grüßen

    Anton Kastner

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    AutorBern8d S8., Münchberg-Mechlenreuth / Genußregion Oberfranken778464
    Datum05.12.2013 16:167324 x gelesen
    Geschrieben von Anton K.aber in manchen Bundeländern bekommt man ja auch etwas für absolvierte Einsätze.

    Da kenn ich in Bayern auch Wehren, Anton...:-(

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    AutorOliv8er 8S., Neidenbach / Rheinland-Pfalz778465
    Datum05.12.2013 16:257409 x gelesen
    Geschrieben von Thomas K.Feuerwehrmann sein heißt:
    - Mensch sein,
    - Mann sein,
    - Christ sein!"

    Ohne eurem Pastor zu nahe treten zu wollen, kann man heute selbstverständlich Feuerwehrangehöriger sein, ohne gleichzeitig Mann oder Christ zu sein, wie die vielen Frauen und die sicher ebensovielen Nichtchristen in unserern Reihen belegen. Und wie man das "Mensch sein" definiert, da wird man von 100 klugen Köpfen 101 Meinungen zu bekommen...

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    AutorOliv8er 8S., Neidenbach / Rheinland-Pfalz778466
    Datum05.12.2013 16:337232 x gelesen
    Geschrieben von Anton K.Mehrfach wurde berichtet, dass FM(SB) für Einsätze Geld bekamen. Und mehrfach wurde berichtet, dass diese "Unsitte" weiter in Deutchland Einzug halten soll. Dann ist es mit dem Ehrenamt, für mich zumindest, vorbei.

    Da bin ich ganz bei dir: Wer für seine Tätigkeit über eine eventuelle Aufwandsentschädigung hinaus Geld erhält, macht sich angreifbar, weil ihm sehr leicht monetäre Motive unterstellt werden können. Bei einem Fall in meiner Nähe, wo ein Kamerad auffällig viele bezahlte Ämter bei der Feuerwehr bekleidet, bin ich auch geneigt, dies zu unterstellen, zumal ich mit seinem Verhalten im Umgang mit seinen Mitstreitern nicht einverstanden bin.

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    AutorChri8sti8an 8R., Erkrath / Nordrhein-Westfalen778467
    Datum05.12.2013 16:377358 x gelesen
    Geschrieben von Oliver S.kann man heute selbstverständlich Feuerwehrangehöriger sein, ohne gleichzeitig Mann oder Christ zu seinAlso ich hab das so gelesen, dass der Text aus der 20er Jahren stammt...

    Erinnert mich ein bisschen hier dran...

    Christian Rosenau

    Das ist meine persönliche Meinung. Sollte das mal anders sein wird das auch angemerkt.

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    AutorSeba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP778468
    Datum05.12.2013 16:477255 x gelesen
    Geschrieben von Christian F.Aber für mich kein öffentliches Amt. Diese Tätigkeiten werden nicht per Gesetz gefordertIn meinem Kommentar zur Gemeindeordnung von RLP, wo Ehrenamt/ehrenamtliche Tätigkeit beschrieben sind, wird nur auf eine Tätigkeit für die Gemeinde abgezielt. Ob diese Tätigkeit auf einer expliziten, öffentlichen Rechtsgrundlage beruht, oder nur irgendwas in irgendwelchen selbstauferlegten freiwilligen Aufgaben getan wird, ist dabei nicht relevant. Da fängt der Begriff also schon an, zu verwässern.

    "In der Regel machen es die reinen Experten nicht gut. Das ist wie vor Gericht. Der Zeuge weiß, wie es war, versteht aber nichts. Der Gutachter versteht alles, weiß aber nicht, wie es war.
    Der Richter versteht nichts und weiß nichts, aber er entscheidet - nachdem er alle angehört hat."
    (Wolfgang Schäuble, Stern-Interview vom 20.06.2013)

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    AutorMarc8us 8M., Wernigerode/ OT Reddeber / ST778469
    Datum05.12.2013 17:357175 x gelesen
    Weil ich die Kommunen sehr wohl in der Pflicht sehe sog. Streetworker zu beschäftigen und oft machen das Freiwillige oder unterstützen die Hauptamtlichen (Betreuung Jugendclub ...)

    Ich sehe die Kommunen aber nicht in der Pflicht einen Fußball - oder Basketballverein zu unterhalten und eien Jugendmannschaft aufzustellen.

    Daher meine Ausgliederung von Sportvereinen aller Art (auch Feuerwehrsportvereinen ;-).

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    AutorMarc8us 8M., Wernigerode/ OT Reddeber / ST778470
    Datum05.12.2013 17:407533 x gelesen
    Unabhängig ob das Zitat aktuell oder historisch ist - ich denke heute sind diese Worte überholt und treffen auf über 50% der derzeit in den Feuerwehren Deutschlands Aktiven nicht mehr zu.

    Daher gehören solche Zitate maximal in den Bereich "Feuerwehr-Historik".

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    AutorDani8el 8R., Peine / Niedersachsen778475
    Datum05.12.2013 21:40   7260 x gelesen
    Hallo,

    geschrieben von Marcus M.:
    Unabhängig ob das Zitat aktuell oder historisch ist - ich denke heute sind diese Worte überholt und treffen auf über 50% der derzeit in den Feuerwehren Deutschlands Aktiven nicht mehr zu.
    Ja? Das würde ich sehr schade finden, denn das geschriebene sollte in der Tat eigentlich Beweggrund für alle bei Feuerwehrs & Co. Tätigen sein. Dazu muß man aber natürlich den Inhalt reflektieren, und nicht bereits bei den Worten "Pastor", "Mann" und vor allem "christlich" abschalten...


    Gruß

    Daniel

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    AutorAnto8n K8., Mühlhausen / BY778476
    Datum05.12.2013 21:47   7233 x gelesen
    Servus,

    Geschrieben von Daniel R. und nicht bereits bei den Worten "Pastor", "Mann" und vor allem "christlich" abschalten...



    ja, es hat sich in den letzten 80/90 Jahren viel getan im Punkt, warum man ehrenamtlich tätig ist. Auch wenn man das in manchen Gegenden Deutschlands das nicht so sehen will, so sehe ich die christliche Elemente doch als wichtig im Leben eines Feuerwehrmannes (SB).
    Das sollte man auch akzeptieren, wenn man ansonsten mit irgend einem Glauben nichts anfangen kann.

    Mit kameradschaftlichen Grüßen

    Anton Kastner

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    AutorDani8el 8R., Peine / Niedersachsen778480
    Datum05.12.2013 22:037084 x gelesen
    Hallo,

    geschrieben von Christian R.:
    Also ich hab das so gelesen, dass der Text aus der 20er Jahren stammt...
    Erstens das, aber auch ganz unabhängig davon:

    Erinnert mich ein bisschen hier dran...
    Genau, sehr schön, Daumen hoch! ;-)

    Ich finde an dem Text nicht viel, was nicht zutreffen würde. Man muß aber natürlich, wie ich eben schon schrieb, inhaltlich daran gehen, und sich nicht, wie im verlinkten Artikel so schön beschrieben, ab den Worten "Pastor" (noch nicht so schlimm, aber höchst verdächtig) und vor allem "christlich" (nö, nein, gar nicht...!) die Ohren zu halten. Und dann kommt auch noch "Mann sein" - nein, das geht ja nun wirklich gar nicht mehr... ;-)


    Gruß

    Daniel

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    AutorDani8el 8R., Peine / Niedersachsen778481
    Datum05.12.2013 22:18   7511 x gelesen
    Hallo,

    geschrieben von Anton K.:
    Auch wenn man das in manchen Gegenden Deutschlands das nicht so sehen will, so sehe ich die christliche Elemente doch als wichtig im Leben eines Feuerwehrmannes (SB).
    Das sollte man auch akzeptieren, wenn man ansonsten mit irgend einem Glauben nichts anfangen kann.

    Man muß es ja nicht als christlich auffassen, wer sich wie definiert, an was wer glaubt / glauben will, oder eben nicht, ist mir herzlich egal. Man könnte aber zur Kenntnis nehmen, daß wir einen gemeinsamen Wertekanon haben, den man eben als christlich geprägt, oder nicht, ansehen kann. Diese gemeinsame Wertebasis reflexartig zu negieren, (nur) weil sie als christlich beschrieben wird, finde ich allerdings etwas seltsam.


    Gruß

    Daniel

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    AutorChri8sti8an 8F., Wernau / Baden-Württemberg778484
    Datum05.12.2013 22:267157 x gelesen
    Geschrieben von Anton K.Das mit der Aufwansentschädigung sehe ich ein, aber in manchen Bundeländern bekommt man ja auch etwas für absolvierte Einsätze.

    Das sind die je nach Wehr 8 - 14 Euro/h je Einsatzstunde. Kombination aus Verdienstausfall und Aufwandsentschädigung (Fahrtkosten, Reiunigung Kleidung (nicht PSA),...). Wird umgangssprachlich herne "Einsatzgeld" genannt. Ist aber eben das oben genannte (d.h. überwiegend Verdienstausfall). Und auch noch steuerbar.

    In Ba-Wü ist jede Gemeinde frei, die darüber hinausgehende Entschädigung ihrer Feuerwehrdienstleistenden per Satzung zu regeln. Wer da was bekommt (Kommandant, Stellvertreter, Gerätewart, Jugendwart, Atemschutzgerätewart,...) ist also Gemeindeangelegenheit. Und wenn die Gemeinde da was für AGT rein schreibt ist das m.E. ihre Sache.

    Es gibt auch Wehren, bei denen wird ein "Übungsgeld" bezahlt. Das ist eine pauschalierte Aufwandsentschädigung pro Übungsdienst. Meist im Bereich von 3 - 5 Euro pro Übung. Auch da sind Fahrtkosten etc. abgedeckt. Denn streng genommen könnte ein EA FM für die je 3km mit dem Auto zum Feuerwehrhaus und wieder nach Hause 6 x 30 Cent Fahrtkosen geltend machen ;-). Denn das ist unzweifelhaft Ersatz für die durch den Dienst entstandenen Aufwendungen. Und er hat einen gesetzlichen Anspruch darauf, diesen ersetzt zu bekommen. Um dann dutzende Einzealbrechnungen je Übungsdienst zu vermeiden wird da einfach pauschaliert bezahlt. Und dennoch bleibt es ein Ehrenamt.

    Dieser Beitrag gibt ausschließlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder!

    Christian Fischer
    Wernau


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    AutorAndr8eas8 L.8, Sindelfingen / B/W778487
    Datum05.12.2013 23:167210 x gelesen
    Entschädigungssatzung

    Hier mal als Beispiel die Entschädigungssatzung einer Süddeutschen großen freiwilligen Feuerwehr.
    Natürlich öffentlich, über Google erhaltbar also auch kein Geheimniss.

    Wir können nicht alles, aber beim Rettungsdienst sind wir die Profis!
    Andreas Leutwein

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    AutorSeba8sti8an 8B., Waiblingen / BW778501
    Datum06.12.2013 12:13   7512 x gelesen
    Hallo,

    ich bin da etwas anderer Meinung, in manchen Dingen:

    Bei dem Mittelfeldstürmer muss man etwas in differenzieren, er tut folgendes auch:

    - Er spendet z.B. seine Zeit und seine Leistung für die komplette Mannschaft, nicht nur für sich. Man stelle sich eine Mannschaft vor, die nur aus einem Spieler besteht
    - Sprotvereine sind in der Gesellschaft etabliert und beliebt. Durch die aktive Mitarbeit fördert er den Verein und die Jugend. Somit trägt er dazu bei, die "Kinder von der Straße zu holen"
    - Von einem guten Sportverein hat auch immer die Stadt/Bevölkerung einen Nutzen

    Jeder Teil, sei es der Trainer, Vorstand oder der Spieler trägt somit zum Gemeinwohl bei. Sicherlich nicht in gleichem Maße wie die Feuerwehr, die ja bekanntlich jedem hilft, so aber für eine Gruppe von sportlich interessierten.

    Selbst der Funkamateur, der nur in seiner eigenen Bude sitzt, in keinem Verein ist und auch sonst nichts macht, trägt zumindest mal zur Völkerverständigung bei.

    Selbstverständlich ist die Arbeit bei einer Hilfsorganisation bzw. Feuerwehr, THW etc. etwas anderes, allerdings, meiner Meinung nach, nur im Sinne von "Wir helfen jedem in Not" und nicht "nur" einer kleinen Gruppe gleichgesinnter.

    Ich bin der Meinung "erhenamtlich tätig" trifft für alle hier genannten Beispiele zu.

    Die Freiwillige Feuerwehr wird unter anderem (!), meiner Meinung nach, in der Bevölkerung mit den Sportvereinen in einen Topf geworfen, weil viele immernoch der Meinung sind, dass die Mitglieder "kommen können und löschen - oder auch nicht, wenn sie keine Lust haben", da es "freiwillig" ist. Oder: "Ja, wenn das Feuer zu groß ist, dann kannst du ja sagen, dass dir das zu gefährlich ist und nicht ins brennende Haus gehen und löschen" Auf die Frage meinerseits: "Ja dann sollen die das Dorf halt abbrennen lassen, oder was?" Sagten viele Personen "Ja ne, irgendwann kommt ja dann die richtige Feuerwehr".
    Meiner Meinung nach ist das Wort "Freiwillig" viel mehr ein Problem als "ehrenamtlich tätig". Nehmen wir z.B.(!) mal "Ehrenamtliche Feuerwehr" als Beschreibung für die ständige Bereitschaft sein Leben zu riskieren um anderen zu helfen - das klingt so, als würden die das gleiche machen wie die Berufsfeuerwehr. Nur eben ehrenamtlich/in der Freizeit/nebenher. Mal zum darüber nachdenken.

    Im Umkehrschluss heißt das, um wieder auf das Thema zurückzukommen, die Feuerwehren sollten vielleicht hier ansetzen um der BEvölkerung klar zu machen, dass sie komplett anders tätig werden, als ein Mittelfeldspieler im Fußballverein, als sich darüber Gedanken zu machen, ob sie jetzt "ehrenamtlich tätig" genannt werden wollen oder irgendwie anders, damit die nicht in einen Topf mit anderen geworfen werden. Es geht mir hier primär nicht nur um eine Umbenennung.

    Hoffe nicht gelüncht zu werden ;-)

    Grüße,
    Sebastian

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    AutorDani8el 8R., Peine / Niedersachsen778511
    Datum06.12.2013 14:58   7231 x gelesen
    Hallo,

    geschrieben von Sebastian B.:
    Bei dem Mittelfeldstürmer muss man etwas in differenzieren, er tut folgendes auch:
    - Er spendet z.B. seine Zeit und seine Leistung für die komplette Mannschaft, nicht nur für sich. Man stelle sich eine Mannschaft vor, die nur aus einem Spieler besteht

    Hmm. Das hieße also auch: Fußballspieler in Mannschaft = "Ehrenamtler". Tennisspieler im Einzel = Hobby...


    - Von einem guten Sportverein hat auch immer die Stadt/Bevölkerung einen Nutzen
    Und von einem "schlechten"? ;-) Aber davon ab - wurde hier schon geschrieben: Löst sich der Fußballverein auf, passiert was? Ist hier übrigens in der letzten Zeit bei gleich zwei Tennisvereinen vorgekommen, die haben sich aufgelöst. Folgen: Allgemeines Bedauern und das Vereinsvermögen ging satzungsgemäß an die Kommune, die sich jetzt mit einer Nachnutzung eines Tennisplatzes und einer Halle + Platz rumschlagen darf.


    Jeder Teil, sei es der Trainer, Vorstand oder der Spieler trägt somit zum Gemeinwohl bei.
    Na ja, in erster Linie geht er / sie mal seinem Hobby nach.


    Selbst der Funkamateur, der nur in seiner eigenen Bude sitzt, in keinem Verein ist und auch sonst nichts macht, trägt zumindest mal zur Völkerverständigung bei.
    ? Und ich bin nebenbei Modellbauer und interessiere mich für Old- / Youngtimer. Auch da ist man heute vernetzt und es gibt Messen und dergleichen, mit dem Nebeneffekt der "Völkerverständigung". Bin ich jetzt "ehrenamtlich Modellbauer"? Doch nicht wirklich!


    Selbstverständlich ist die Arbeit bei einer Hilfsorganisation bzw. Feuerwehr, THW etc. etwas anderes,
    Eben, darum geht es hier ja.

    allerdings, meiner Meinung nach, nur im Sinne von "Wir helfen jedem in Not" und nicht "nur" einer kleinen Gruppe gleichgesinnter.
    Auch ein hübscher Gedanke: Der Sportverein hilft (nur) sich selbst, seiner Mannschaft, die Feuerwehr allen. ;-) Aber im Ernst: Nein, die Feuerwehr hat einen öffentlichen Auftrag, die 1. Herren des Sportvereins nicht. Löst sich die Feuerwer auf, haben Kommune und Bürger ein Problem. Löst sich die 1. Herren-Mannschaft auf, ist das halt so.


    Ich bin der Meinung "erhenamtlich tätig" trifft für alle hier genannten Beispiele zu.
    Ich ganz klar nicht. Und das ist ja auch der Anlaß der Diskussion hier: Dass heute alles mögliche unter "Ehrenamt" subsummiert wird. Und bei allem Respekt: Ein Fußballer, Funkamateuer, Modellbauer, Oldtimerentusiast (Tennisspieler, Marathonläufer, Freizeitreiter, Kaninchenzüchter ... ) geht seinem Hobby nach. Nicht mehr, nicht weniger!


    Meiner Meinung nach ist das Wort "Freiwillig" viel mehr ein Problem als "ehrenamtlich tätig". Nehmen wir z.B.(!) mal "Ehrenamtliche Feuerwehr" als Beschreibung für die ständige Bereitschaft sein Leben zu riskieren um anderen zu helfen - das klingt so, als würden die das gleiche machen wie die Berufsfeuerwehr. Nur eben ehrenamtlich/in der Freizeit/nebenher. Mal zum darüber nachdenken.
    Hab ich. ;-) Kann Dir aber nicht folgen. Freiwillige Feuerwehr ist doch zunächst mal ein sehr schöner, etablierter Begriff. "Ehrenamtliche Feuerwehr" würde doch exakt nichts anderes ausdrücken. Um so mehr, wenn man wirklich alles mögliche, wie oben von Dir beschrieben, als Ehrenamt beschreibt, unter Ehrenamt zusammenfasst.


    Im Umkehrschluss heißt das, um wieder auf das Thema zurückzukommen, die Feuerwehren sollten vielleicht hier ansetzen um der BEvölkerung klar zu machen, dass sie komplett anders tätig werden, als ein Mittelfeldspieler im Fußballverein, als sich darüber Gedanken zu machen, ob sie jetzt "ehrenamtlich tätig" genannt werden wollen oder irgendwie anders, damit die nicht in einen Topf mit anderen geworfen werden.
    Ja, genau darum geht es: Die Erledigung einer "amtlichen" Aufgaben ehrenhalber, freiwillig, unentgeltlich. Grade Du hast aber, hier in diesem Beitrag, auch die Position des Stürmers im Fußballverein zum Ehrenamt erklärt, und die ist meines Erachtens so gar nicht amtlich. Kann Dir insofern leider nicht folgen.


    Gruß

    Daniel


    PS:

    Hoffe nicht gelüncht zu werden ;-)
    Och nee, dafür nicht... ;-)

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    AutorAnto8n K8., Mühlhausen / BY778514
    Datum06.12.2013 16:226849 x gelesen
    Servus,

    Geschrieben von Daniel R. Und ich bin nebenbei Modellbauer und interessiere mich für Old- / Youngtimer. Auch da ist man heute vernetzt und es gibt Messen und dergleichen, mit dem Nebeneffekt der "Völkerverständigung". Bin ich jetzt "ehrenamtlich Modellbauer"? Doch nicht wirklich!


    das habe ich mich auch gefragt? Aber das wäre toll. Dann bin ich schon viel länger "Ehrenamtler" als ich bisher dachte.

    Mit kameradschaftlichen Grüßen

    Anton Kastner

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    AutorIngo8 z.8, Handeloh / Niedersachsen778515
    Datum06.12.2013 16:346790 x gelesen
    Geschrieben von Daniel R.a, genau darum geht es: Die Erledigung einer "amtlichen" Aufgaben ehrenhalber, freiwillig, unentgeltlich.

    o.k.
    KatS in einer Hiorg -> amtlich --> ehrenamtlich
    KatS in einer Hiorg (nicht amtlich anerkannt -> nicht amtlich --> nicht ehrenamtlich?
    Aktiv in einer Tafel -> nicht amtlich --> nicht ehrenamtlich?

    Also Tafel == Sportverein ?

    Passt irgendwie noch nicht

    Gruß
    Ingo

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    AutorMarc8us 8M., Wernigerode/ OT Reddeber / ST778516
    Datum06.12.2013 17:056807 x gelesen
    Kats in einer nicht anerkannten HiO? Is ja dann kein KatS oder?

    Bei uns machen nur anerkannte HiOs in den Fachdiensten des KatS mit.

    Beispiel:

    Rettungsschwimmer der DLRG im Fachdienst Wasserrettung = Ehrenamt
    Rettungsschwimmer der DLRG im Freibad = Hobby oder Nebenjob

    Sanitäter beim DRK im Fachdienst Betreuung = Ehrenamt
    Sani beim DRK bei der Blutspende = Hobby ? (staatliche Aufgabe?)

    Feuerwehrmann beim 1. Löschzug in Kleinkleckersdorf = Ehrenamt
    Feuerwehrmann beim Landesvorstand des Feuerwehrverbandes = Hobby
    Feuerwehrmann bein Traditionslöschangriff mit anschließendem Grillen = Hobby
    (Dann sind viele Feuerwehrmänner die ich so kenne mehr Hobbykameraden als Ehrenamtler).

    Ordner des Fußballvereins, der gleichzeitig ausgebildeter Ersthelfer ist und sowohl verletzte Spieler als auch Zuschauer bis zum Einterffen des RD versorgt = Hobby oder Ehrenamt?

    Die Beiträge in diesem Forum sind meine rein private Meinung!

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    AutorPete8r L8., Frankenberg / Sachsen778517
    Datum06.12.2013 17:206738 x gelesen
    Geschrieben von Marcus M.Feuerwehrmann beim 1. Löschzug in Kleinkleckersdorf = EhrenamtFeuerwehrmann beim Landesvorstand des Feuerwehrverbandes = HobbyFeuerwehrmann bein Traditionslöschangriff mit anschließendem Grillen = Hobby(Dann sind viele Feuerwehrmänner die ich so kenne mehr Hobbykameraden als Ehrenamtler).

    Und da hast du schon ein paar Beispiele aufgezählt warum wir "nur" als Verein unter Vereinen gesehen werden. Geht weiter mit Maibaumstellen u.ä..

    Wer wenig denkt, der irrt viel. (da Vinci)

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    AutorMarc8us 8M., Wernigerode/ OT Reddeber / ST778518
    Datum06.12.2013 17:296717 x gelesen
    Ich bin da ganz bei Dir! Die Feuerwehr von allem Unnötigen entrümpeln! Doch möchte ich unterstellen, dass gerade dieses Unnötige die Hälfte aller Kameraden bei der Feuerwehr hält.

    Wenn wir uns wie die Berufsfeuerwehren (die müssen hier jetzt mal für als Beispiel für alle im öffentlichen Dienst mit Außenwirkung herhalten) rein amtlich geben - ohne Bierchen und Grillwürstchen, ohne Kameradschaftsball und mit Uniform im Biergarten sitzen, dann fängt man vielleicht an uns auch als "Amtsperson" zu sehen.

    Die Beiträge in diesem Forum sind meine rein private Meinung!

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    AutorPete8r L8., Frankenberg / Sachsen778520
    Datum06.12.2013 17:416738 x gelesen
    Geschrieben von Marcus M.Ich bin da ganz bei Dir! Die Feuerwehr von allem Unnötigen entrümpeln! Doch möchte ich unterstellen, dass gerade dieses Unnötige die Hälfte aller Kameraden bei der Feuerwehr hält.

    Och, nuja, wenn man schon heute überall die echte Anzahl der EK nehmen und weitermelden würde wären wir schon lange unter der berühmten einen Million ;-)

    Geschrieben von Marcus M.Wenn wir uns wie die Berufsfeuerwehren (die müssen hier jetzt mal für als Beispiel für alle im öffentlichen Dienst mit Außenwirkung herhalten) rein amtlich geben - ohne Bierchen und Grillwürstchen, ohne Kameradschaftsball und mit Uniform im Biergarten sitzen, dann fängt man vielleicht an uns auch als "Amtsperson" zu sehen.

    Größtenteils Zustimmung, gegen einen Kameradschaftsabend als Dankeschönveranstaltung hat aber ja sicher auch keiner was. Das Ganze natürlich in Zvil :-).

    Wer wenig denkt, der irrt viel. (da Vinci)

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    AutorDani8el 8R., Peine / Niedersachsen778522
    Datum06.12.2013 18:256780 x gelesen
    Hallo,

    geschrieben von Ingo z. F.:
    KatS in einer Hiorg -> amtlich --> ehrenamtlich
    Ja

    KatS in einer Hiorg (nicht amtlich anerkannt -> nicht amtlich --> nicht ehrenamtlich?
    Was soll das sein? Wenn es zum Beispiel um Leute geht, die entdeckt haben, daß ihre Hunde auch Leute erschnüffeln können, und die deshalb eine Rettungshundestaffel gegründet haben - na ja, mitunter doch eher Hobby ;-)

    Aktiv in einer Tafel -> nicht amtlich --> nicht ehrenamtlich?
    Tja... Wenn Du noch mal nachsiehst hab ich dazu nichts geschrieben. Nicht ganz unabsichtlich. ;-)

    Wenn man den hier angeführten Definitionen folgt - Die ursprüngliche Definition war ja einmal: "unentgeltliche Ausübung eines öffentlichen Amtes". trifft das folgende zu Das ist aller Ehren wert und verdient Anerkennung. Aber es ist eben m.E. kein Ehrenamt.


    Also Tafel == Sportverein ?
    Passt irgendwie noch nicht

    Ja, finde ich irgendwie auch. Ist aber eben mehr ein Bauchgefühl, und wo fängt man an und hört auf? Letztlich habe ich kein Problem, so etwas auch als ehrenamtliche Arbeit aufzufassen; den Stürmer der Fußballmannschaft oder Kassierer des Reitvereins aber eben nicht, und hier liegt halt das Problem.

    Interessant übrigens, was wir uns hier für Gedanken machen - und in Rostock (siehe im Thread) wurde die Feuerwehr beim Empfang der Ehrenamtlichen ausgeladen. Wer war dann dort eigentlich geladen? Eigentlich fast lustig (also nicht die Sache in Rostock an sich), wenn es nicht so einen in der Tat diskussionswürdigen Kern hätte.


    Gruß

    Daniel

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    AutorDani8el 8R., Peine / Niedersachsen778523
    Datum06.12.2013 18:556765 x gelesen
    Hallo,

    geschrieben von Marcus M.:
    Ich bin da ganz bei Dir! Die Feuerwehr von allem Unnötigen entrümpeln!
    Na, dann mach(t) mal schön. Aber:

    Doch möchte ich unterstellen, dass gerade dieses Unnötige die Hälfte aller Kameraden bei der Feuerwehr hält.
    Ups! Hmm, und ohne all dies Unnötige könnte sogar ich mir das mit dem Ehrenamt noch mal überlegen. Denn Ehre hin, Ehre her - da steht sonst nur -amt, nicht -pflicht oder -fron(dienst).


    Wenn wir uns wie die Berufsfeuerwehren (die müssen hier jetzt mal für als Beispiel für alle im öffentlichen Dienst mit Außenwirkung herhalten) rein amtlich geben - ohne Bierchen und Grillwürstchen, ohne Kameradschaftsball und mit Uniform im Biergarten sitzen, dann fängt man vielleicht an uns auch als "Amtsperson" zu sehen.
    1. Wenn wir wie Berufsfeuerwehren gesehen werden möchten, müssen wir zunächst mal durch die entsprechenden Leistungen und Professionalität überzeugen.
    2. Möchte ich mich eigentlich rein amtlich geben? Viele Ämter wollen das nicht mehr unbedingt.
    3. Möchte ich mich unbedingt als "Amtsperson" sehen? Och... bzw. andersherum kann man ggf. schon ganz gut klar machen, daß man eine ist.
    4. Habe ich überhaupt gar kein Problem damit, Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr zu sein und ggf. auch so gesehen zu werden, und unter Umständen sogar einen Maibaum aufzustellen, jedenfalls solange a. (einigermaßen) zutrifft.

    Gruß

    Daniel

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    AutorThom8as 8E., Nettetal / NRW778524
    Datum06.12.2013 19:18   7115 x gelesen
    Wow,

    da liest man aus Zeitgründen hier nicht mehr so oft mit und dann kommen diese fundamental-philosophischien Themen hoch.
    Ich bin seit meinem 15en Lebensjahr in der Feuerwehr und bin in meiner dritten Feuerwehr. Ich kenne die kleine bayerische Dorffeuerwehr, die hochprofessionelle WF und jetzt die halb amtliche FF hier in NRW.
    Für mich ist die die FF immer noch eine Bürgerinitiative, auch wenn wir gezwungenermassen manchmal sehr amtlich wirken.
    Für mich haben sich so zwei Dinge eingeprägt:
    Einmal der Spruch des damaligen Bürgermeisters meiner Heimatgemeinde, der mal sagte: "Schließlich haben die Bürger das bezahlt" damit bezog er sich auf die Aufgaben der Feuerwehr und wie eng man denn diese sehen sollte. Dies besonders wenn es mal darum ging dem Bürger zu helfen abseits der klassischen Feuerwehraufgaben.
    Der zweite Spruch stammt von Leuten die ich auf einer Geburtstagsfeier traf. Man sah meinen Piepser, fragte was das sei und ich erklärte es. Die Frage kam: "Du hast jetzt Bereitschaft?" Ich versicherte das ich immer Bereitschaft hätte, das sei das Wesen einer freiwilligen Feuerwehr.
    Auf die Nachfrage wie weit denn diese Bereitschaft ginge, versichterte ich das sei abhängig von der Quantität und Qualität meiner Kaltgetränke.
    Mein Fazit daraus: Die Allgemeinheit kennt nur die Feuerwehr und unterscheidet nicht zwischen Freiwillig und Beruf. Das hat mich in meiner Haltung bestätigt, das wir eine gewisse Professionalität pflegen müssen um unsere Aufgabe zu erfüllen.
    Also amtlich da wo wir es sein müssen um unsere Aufgabe zu erfüllen, hilfreich und bürgerfreundlich da wo wir es leisten könne. Gerade auch bei Einsätzen, die nicht streng nach FSHG notwendig sind, wie z. B. bei Überschwemmung einfach mit einer Pumpe verhindern, dass das lokale kleine Museum voll läuft oder dem Bauernhof mit zwei Pumpen die Überschwemmung zu ersparen.

    Gruß
    Thomas

    Ich schreibe hier nur für mich und nicht für meine FF.
    Sollte das mal wirklich offiziell sein, dann mit Dienstgrad und Funktion

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    AutorHans8i S8., Korntal-Münchingen / Baden-Württemberg778606
    Datum08.12.2013 21:266702 x gelesen
    Hallo,

    deinen Beitrag finde ich gut, weil er eigentlich Feuerwehr beschreibt wie ich sie kenne......

    Aber den einen Satz:

    Geschrieben von Thomas E.Also amtlich da wo wir es sein müssen um unsere Aufgabe zu erfüllen, hilfreich und bürgerfreundlich da wo wir es leisten könne. Gerade auch bei Einsätzen, die nicht streng nach FSHG notwendig sind, wie z. B. bei Überschwemmung einfach mit einer Pumpe verhindern, dass das lokale kleine Museum voll läuft oder dem Bauernhof mit zwei Pumpen die Überschwemmung zu ersparen.

    möchte ich konkret nochmal rausstellen, weil er gerade für kleinere Feuerwehren im zweiten Teil des Satzes etwas in meinen Augen wichtiges beschreibt.

    Damit ist zwar nicht immer dem Kostendeckungsgrad gedient, aber ich denke das hole ich bei den Kosten der Öffentlichkeitsarbeit wieder rein.......gerade in kleineren Orten .


    Grüsse

    Hansi

    Hale: You're out of your mind.
    Deakins: Yeah. Ain't it cool?

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    AutorRain8er 8K., Altenholz / Schleswig-Holstein778632
    Datum09.12.2013 17:366691 x gelesen
    Moin,

    der Begriff "Ehrenamt" hilft uns leider nicht weiter. Ursprünglich bedeutete er, unentgeltlich ein öffentliches Amt wahrzunehmen (Achtung: nicht freiwillig - denn zu Ehrenämtern kann man auch verpflichtet werden, z.B. als Wahlhelfer). Öffentliche Ämter sind dadurch gekennzeichnet, dass man sie mit einer Vereidigung oder einem Gelöbnis übertragen bekommt. Bei der FF nehmen nur Wehrführungen öffentliche Ämter wahr, nicht aber die Mannschaft.

    Auf der anderen Seite wird der Begriff "Ehrenamt" inzwischen aber auch inflationär verwendet. Kleine Anekdote: Vor einigen Monaten sprach ich einen Selbständigen an, ob er bereit wäre, ein überschaubares Vorstandsamt in einem kleinen Verein zu übernehmen. Die Ehefrau schaltete sich ein: "Mein Mann macht schon so viel ehrenamtlich, er sponsert schon den Handballverein." Dieses "Ehrenamt" besteht darin, Geld zu geben und im Gegenzug hängt ein Werbebanner bei den Heimspielen in der Halle. Ohne weiteren Kommentar...

    Ich denke, wir sollten deutlich machen, dass wir uns "freiwillig", unentgeltlich" und "für andere" engagieren, indem wir sehr viel Zeit zur Verfügung stellen und uns bereit erklären, uns jederzeit und ungeplant aus Familie, Freizeit und Beruf herausreißen zu lassen. Insbesondere die jederzeitige Verfügbarkeit gilt nur für ganz wenige bürgerschaftlich Engagierte und grenzt uns von anderen Formen des Ehrenamtes ab.

    Der Slogan "Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit" trifft den Kern schon ganz gut. Gleichzeitig gefällt er mir aber auch nicht, weil er nicht dazu motiviert, aktiv in die Feuerwehr einzutreten, sondern eher sich zurückzulehnen in der (falschen) Sicherheit, dass es da ein paar positiv "Verrückte" gibt, die im Zweifelsfall schon kommen werden, wenn man Hilfe braucht. Das Element der FF als Bürgerinitiative/Selbsthilfeeinrichtung gegen Not und Gefahr gerät damit sehr in den Hintergrund.

    Man darf bei allem berechtigten Stolz auf unser Ehrenamt eins nicht vergessen: Je mehr wir unser Engagement in der Öffentlichkeit erhöhen und je stärker wir uns von anderen Ehrenämtern abheben, desto größer werden auch die gefühlten Barrieren, als Aktiver in die FF einzutreten, weil viele Interessierte glauben, einen solchen Einsatz nicht leisten zu können. Deshalb ist es m.E. manchmal erfolgreicher, den Ball möglichst flach zu halten.

    Viele Grüße von der regnerischen Ostsee

    Rainer

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    AutorBern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg778799
    Datum12.12.2013 16:546363 x gelesen
    Guten Tag

    Geschrieben von Anton K.

    Mehrfach wurde berichtet, dass FM(SB) für Einsätze Geld bekamen.


    Siehe z.B.:

    -> " Entschädigung für jeden Einsatz ".


    Gruß aus der Kurpfalz

    Bernhard

    " Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !"

    (Heinrich Heine)


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    AutorThom8as 8M., Menden/ Sauerland / NRW779835
    Datum31.12.2013 10:376429 x gelesen
    Geschrieben von Sebastian B.ich bin da etwas anderer Meinung, in manchen Dingen:

    Und bei manchen Dingen kommt mir die Galle hoch;
    dorfkneipen = ehrenamt

    Wenn unser Dienst so gleichgestellt wichtig ist wie der Ausschank in einer Kneipe bleibe ich auf dem Sofa liegen,
    denn irgendwann ist das Maß voll, im Sinn des Wortes.

    Ich leiste mir den Luxus einer eigenen Meinung.
    frei n.Bmark

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    AutorSeba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP779836
    Datum31.12.2013 10:586317 x gelesen
    Ein Paradebeispiel dafür, dass wir unser "Ehrenamt" dann doch als hochwertiger verstehen und darstellen sollten.
    Ein anderer Begriff als Ehrenamt fällt mir aber leider dann doch nicht ein.

    Was aber auch "interessant" ist:
    ...mit ihren insgesamt rund 430 Einwohnern....
    Unter anderem mit Fördergeldern aus dem EU-Leaderprogramm (27.000 ) sowie einer Möbel- und Inventar-Spende der Koenigschen Stiftung in Eslohe im Wert von 5.000 wurde ein Teil der örtlichen Schützenhalle zur Kneipe umgebaut...

    Ich weiß, andere Töpfe, andere Prioritäten, aber in Relation zur Notfallversorgung vor Ort...
    Aber gut, in der Kneipe können dann wenigstens hinterher die Angehörigen...

    "In der Regel machen es die reinen Experten nicht gut. Das ist wie vor Gericht. Der Zeuge weiß, wie es war, versteht aber nichts. Der Gutachter versteht alles, weiß aber nicht, wie es war.
    Der Richter versteht nichts und weiß nichts, aber er entscheidet - nachdem er alle angehört hat."
    (Wolfgang Schäuble, Stern-Interview vom 20.06.2013)

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    AutorVolk8er 8C., Trier / RLP779884
    Datum31.12.2013 21:346405 x gelesen
    Geschrieben von Thomas M.Und bei manchen Dingen kommt mir die Galle hoch;
    Da soll ein Schnaps helfen;-)
    Durst war ja noch immer schlimmer als Heimweh.
    Spaß beiseite. Es ist schon erstaunlich, was heute alles ein "Ehrenamt" ist.

    Dies ist meine Meinung.

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