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| Thema | Feuerwehr-First-Responder | 34 Beträge | |||
| Rubrik | Taktik | ||||
| Infos: | |||||
| Autor | Bern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg | 798153 | |||
| Datum | 05.11.2014 15:01 | 23941 x gelesen | |||
| Guten Tag Der Feuerwehr-First-Responder - ein Diskussionsbeitrag Im aktuellen BrandSchutz 11/14 wurde von Katharina-Anna Timm im Beitrag Der Feuerwehr-First-Responder - ein Diskussionsbeitrag" ein Vorschlag für eine neue taktische Einheit veröffentlicht. Der sogenannte Feuerwehr-First- Responder, kurz FFR bezeichnet, hat als Aufgabe Erstmaßnahmen einzuleiten bis weitere Einsatzeinheiten aus Stützpunktfeuerwehren anrücken. Diese Aufgaben wären. als ersteintreffende Einheit u.a. die Erkundung, Durchgabe einer Lagemeldung, das Einweisen der Stützpunktfeuerwehr, eine Wasserversorgung vorzubereiten bzw. herzustellen, einen Zugang zur Einsatzstelle zu schaffen und den Gefahrenbereich abzusperren. Weitere Aufgaben wären die Durchführung oder Einleitung einer Menschenrettung, die Einleitung eines Außenangriffes und die Leistung fachgerechter Erster Hilfe. Der FFR als neue Grundeinheit setzt sich aus vier Einsatzkräften bzw. Funktionen zusammen: ein FFR-Führer ein FFR-Maschinist zwei FFR-Einsatzkräfte und rekrutiert sich aus den örtlichen Einsatzkräften vorwiegend im ländlichen Bereich, das können bereits vorhandene Mitglieder der Feuerwehren und interessierten und geeignete Bürger sein. Gruß aus der Kurpfalz Bernhard . " Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !" (Heinrich Heine) | |||||
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| Autor | Oliv8er 8S., Neidenbach / Rheinland-Pfalz | 798155 | |||
| Datum | 05.11.2014 15:15 | 13294 x gelesen | |||
Geschrieben von Bernhard D.Erkundung, Durchgabe einer Lagemeldung, das Einweisen der Stützpunktfeuerwehr, eine Wasserversorgung vorzubereiten bzw. herzustellen, einen Zugang zur Einsatzstelle zu schaffen und den Gefahrenbereich abzusperren. Weitere Aufgaben wären die Durchführung oder Einleitung einer Menschenrettung, die Einleitung eines Außenangriffes und die Leistung fachgerechter Erster Hilfe. Ohne den Artikel gelesen zu haben, sind das nicht genau die Aufgaben, die auch die kleinste Ortswehr (mit TSF oder sogar TSA) heute schon erledigen kann und soll? Wozu braucht es da eine zusätzliche neue Struktur? Für die Fülle an Aufgaben scheint mir die Personalstärke 1/3 übrigens ein wenig zu klein... | |||||
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| Autor | Mart8in 8D., Dinslaken / NRW | 798156 | |||
| Datum | 05.11.2014 15:17 | 11640 x gelesen | |||
| Hallo Bernhard, passt das nicht in die ganzen Diskussion um VRW, VLF usw.? Gruß | |||||
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| Autor | Step8han8 B.8, Wesseling / NRW | 798157 | |||
| Datum | 05.11.2014 15:20 | 11709 x gelesen | |||
| Hallo, ich habe den Artikel ebenfalls nicht gelesen. Nach Bernhards Kurzzusammenfassung habe ich allerdings den Eindruck gewonnen, dass es sich letztlich um die Wiederbelebung alter Ideen des Zivilschutzes handelt. Ähnliche Aufgaben hätten bereits die Selbstschutz Trupps/Staffeln wahrnehmen sollen, s.u. hier http://gsb.download.bva.bund.de/BBK/BVS_Brandschutz_1993.pdf BVS Brandschutz @Bernhard: Bezieht sich der Artikel vielleicht sogar auf alte Ideen des Zivilschutzes (Zitate)? Beste Grüße Stephan | |||||
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| Autor | Linu8s D8., Thierstein und Magdeburg / Bayern und Sachsen-Anhalt | 798162 | |||
| Datum | 05.11.2014 16:33
| 12928 x gelesen | |||
| Zuerst mal finde ich die Bezeichnung äußerst ungeschickt. First-Responder ist ein fixer Begriff, der mit medizinischen Hilfeleistungen verknüpft ist. Ich dachte beim Stichwort "Feuerwehr-First-Responder" an eine First-Responder-Einheit in einer Feuerwehr, was ja so keine Seltenheit ist. Solche Begrifflichen Überschneidungen sind immer unglücklich. Geschrieben von Oliver S. sind das nicht genau die Aufgaben, die auch die kleinste Ortswehr (mit TSF oder sogar TSA) heute schon erledigen kann und soll? Exakt. Viel mehr können die auch nicht tun. Die dafür notwendige technische Ausstattung ist auch sehr genau die in einem TSF. Erkundung, Lagemeldung --> Führungskraft, Führungsausstattung, Funkgerät Wasserversorgung vorbereiten --> Hydrantenschlüssel, Standrohr, TS mit Ausstattung, Verteiler, B-Schläuche Gefahrenbereich absperren --> Verkehrsleikegel, Anhaltestab, Absperrband, Warnwesten Einleitung einer Menschenrettung --> Steckleiter, ggf. Atemschutzgeräte, einfaches Handwerkzeug Einleitung eines Außenangriffes --> C-Schläuche, Strahlrohre Erste Hilfe --> Verbandkasten/-tasche => TSF fertig Geschrieben von Oliver S. Für die Fülle an Aufgaben scheint mir die Personalstärke 1/3 übrigens ein wenig zu klein... Nicht nur für die Fülle von Aufgaben. Schon um einige wenige davon umzusetzen, reichen 4 Mann nicht. 6 Wären besser ... oh. Staffel fertig. Weniger Leute werden es ja sowieso von alleine in der Praxis. Ausbildungsbedarf mindestens Feuerwehr-Grundausbildung, ggf. Atemschutz, 1*Maschinist, 1*GF. Warum man da jetzt wieder etwas "neues" erfinden muss, verstehe ich nicht. MfG (Mit fränkischen Grüßen) Linus (Ach ja: Wenn ich etwas schreibe, tue ich dies nach bestem Wissen und Gewissen - was nicht heißen soll, dass es auch wirklich richtig sein muss.) | |||||
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| Autor | Seba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP | 798163 | |||
| Datum | 05.11.2014 16:44 | 12025 x gelesen | |||
| (Ich hab diesen "Diskussionsbeitrag" im BrandSchutz auch noch nicht gelesen) Geschrieben von Oliver S. Für die Fülle an Aufgaben scheint mir die Personalstärke 1/3 übrigens ein wenig zu klein...Jede Einheit wird irgendwann zu klein, wenn zu viele Aufgaben zur gleichen Zeit an größeren Einsatzstellen erledigt werden sollen. Dann bildet man eben Prioritäten (sofern die Lage an sich das nicht für einen übernimmt), und versucht trotzdem das beste draus zu machen. Ich stimme dir allerdings vollkommen zu, dass das am Ende nix anderes ist, wie heute schon mit TSF, TSA, in unseren Gefilden dem GW-TS oder dem "Ursprungs-"KLF auf dem Land Feuerwehr in vielen Einsätzen zu Beginn stattfindet. Eine neue Struktur dafür würde mir gefallen, wenn man nicht nur die Erwartungen im Einsatz an diese Wehren senkt, sondern auch die Anforderungen im Vorfeld. Brauchen die alles an Ausbildung, Fortbildung, Ausrüstung,...? Gerade wenn man damit mehr Leute ansprechen will, als die heutigen Feuerwehrangehörigen, wird man kaum daran vorbei kommen, hier zu schrauben. Bis dato liest sich das so: "Wir streichen einfach von der Staffel noch zwei Funktionen weg (oder zaubern dem selbständigen Trupp eine dazu), mischen alles ein bisschen und Ehrlicher wäre doch: "Wir bilden eine organisierte Ersthilfeeinheit unterhalb der heutigen Feuerwehr ab, die bei Unwettern, Festumzugssicherungen etc. den Stellenwert einer besseren Nachbarschaftshilfe hat und insofern auch mal autark tätig werden kann, und bei originären Feuerwehrlagen (und gerne auch RD-Lagen) bildet sie dann die Brücke vom klassischen Ersthelfer (oder vom "nix") hin zur Einsatzvorbereitung und Hintergrundunterstützung für die tiefer spezialisierte Feuerwehr". "In der Regel machen es die reinen Experten nicht gut. Das ist wie vor Gericht. Der Zeuge weiß, wie es war, versteht aber nichts. Der Gutachter versteht alles, weiß aber nicht, wie es war. Der Richter versteht nichts und weiß nichts, aber er entscheidet - nachdem er alle angehört hat." (Wolfgang Schäuble, Stern-Interview vom 20.06.2013) | |||||
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| Autor | Oliv8er 8S., Neidenbach / Rheinland-Pfalz | 798164 | |||
| Datum | 05.11.2014 17:17 | 11256 x gelesen | |||
Geschrieben von Sebastian K.Eine neue Struktur dafür würde mir gefallen, wenn man nicht nur die Erwartungen im Einsatz an diese Wehren senkt, sondern auch die Anforderungen im Vorfeld. Brauchen die alles an Ausbildung, Fortbildung, Ausrüstung,...? Wie wirkt sich das wohl auf die Motivation aus, wenn man einer kleinen Feuerwehreinheit sagt, dass sie jetzt keine Feuerwehr, sondern eine Hilfsfeuerwehr, FWSEG, FFR oder was auch immer sein soll, mit geringeren Ansprüchen an Ausbildung, Material, (PSA...)? Geschrieben von Sebastian K. Eine neue Struktur dafür würde mir gefallen, wenn man nicht nur die Erwartungen im Einsatz an diese Wehren senkt, sondern auch die Anforderungen im Vorfeld. Brauchen die alles an Ausbildung, Fortbildung, Ausrüstung,...? Was willst du denn streichen? Grundausbildung muss sicher sein, GF für die Lageerkundung, Maschinist für die Pumpe, Funker für die Kommunikation, alles erforderlich. PA-Ausbildung haben diese Einheiten meistens eh nicht, wenn sie selbst keine Geräte auf dem Fahrzeug haben. Und weniger Material als ein GW-TS ist auch kaum denkbar, oder willst du ihnen die Pumpe streichen? Ich finde, man sollte umgekehrt genau diesen Einheiten klar machen, wie wichtig sie gerade in der Frühphase eines Einsatzes sind, um die aufgezählten Tätigkeiten durchzuführen. Dass sie für größere Geschichten immer auf Unterstützung angewiesen sind, ist doch allen klar. Aber wenn das alles schon erledigt ist, wenn die sog. Stützpunktwehr eintrifft, kann diese sehr schnell und effektiv tätig werden. Diese Aufgabenteilung sollte viel stärker propagiert werden, auch um klar zu machen, wozu die kleinen Einheiten vor Ort gebraucht werden. Die Bezeichnung First Responder finde ich übrigens auch völlig irreführend. | |||||
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| Autor | Ulri8ch 8W., Bad Hersfeld / Hessen | 798168 | |||
| Datum | 05.11.2014 18:12 | 10868 x gelesen | |||
| Ich schrieb dazu mal meine Gedanken im Juli 2011 auf: Zukunft, oder was wird aus kleinen Feuerwehren? - Eine der Ideen als Denkanstoß, wäre der Umbau einer Ortsteilfeuerwehr in einen "Schnell-Eingreif-Trupp". Ob das so kommen muß? Keine Ahnung. Auch ich habe den Text aus der Brandschutz nicht gelesen, aber die Beschreibung von Bernhard lässt mich auf eine gewisse Ähnlichkeit mit meinem Artikel schließen. Interessant. Gruß UW Meine Beiträge sind ausschließlich meine private Meinung und sind nur für dieses Forum bestimmt! - http://pvsafety.de - Sicherheit im Feuerwehreinsatz http://http://standardeinsatzregel.org/die-broschueren/ser-einsatz-bei-photovoltaik-windenergie-und-biogasanlagen/ | |||||
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| Autor | Seba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP | 798169 | |||
| Datum | 05.11.2014 18:20 | 10798 x gelesen | |||
Geschrieben von Oliver S.Wie wirkt sich das wohl auf die Motivation aus, wenn man einer kleinen Feuerwehreinheit sagt, dass sie jetzt keine Feuerwehr, sondern eine Hilfsfeuerwehr, FWSEG, FFR oder was auch immer sein soll, mit geringeren Ansprüchen an Ausbildung, Material, (PSA...)?Wenn sie heute bereit sind, die 40h und mehr (ernsthafte) Fortbildung zu betreiben, mit Material und PSA auf dem gleichen Stand wie die nächstgelegene "Stützpunktwehr", und wenn man personell halbwegs einsatzsicher auch tagsüber ist, wird sich das auf die Motivation negativ auswirken, klar. Unter diese Einheiten fallen aber auch die (sehr überspitzt), die tagsüber heute schon gar nicht tätig werden können, die in den 40h Fortbildung 15h Versammlungen und Festaktivitäten haben und 5h damit beschäftigt sind den Transit aus den 60ern halbwegs TÜV-tauglich zu halten, und den Rest der Übungszeit das nächstgelegene Scheunendach zu reinigen. Das ist kein Gedankenspiel, um funktionierende Einheiten abzuwerten oder einfach Geld zu sparen, sondern um da noch einen Grundstock an Hilfsmöglichkeiten vorzuhalten, wo das heutige Feuerwehrsystem personell/materiell und finanziell ohne Aussicht auf Besserung schlicht am Ende ist, wo es heute schon zu (ersatzlosen) Schließungen und Auflösungen kommt. Geschrieben von Oliver S. Was willst du denn streichen? Grundausbildung muss sicher sein, GF für die Lageerkundung, Maschinist für die Pumpe, Funker für die Kommunikation, alles erforderlich.Nein, denn dann bleibst du bei einer "abgespeckten Feuerwehr", und nicht bei der organisierten Nachbarschaftshilfe. Und da kannst du so vieles streichen. Geschrieben von Oliver S. Ich finde, man sollte umgekehrt genau diesen Einheiten klar machen, wie wichtig sie gerade in der Frühphase eines Einsatzes sind, um die aufgezählten Tätigkeiten durchzuführen. Dass sie für größere Geschichten immer auf Unterstützung angewiesen sind, ist doch allen klar. Aber wenn das alles schon erledigt ist, wenn die sog. Stützpunktwehr eintrifft, kann diese sehr schnell und effektiv tätig werden. Diese Aufgabenteilung sollte viel stärker propagiert werden, auch um klar zu machen, wozu die kleinen Einheiten vor Ort gebraucht werden.Wenn sie diese Aufgabe dann auch konform mit den aktuellen Kenntnissen, Vorschriften und Techniken bereit sind auszuüben, habe ich damit überhaupt kein Problem. Ich halte es aber für utopisch, dass das in allen Orten, wo es heute noch Feuerwehren gibt, umsetzbar ist. Da sind die finanziellen Rahmenbedingungen, die wir nicht ausblenden können. Da ist die Frage des Personals, der Motivation wenn der tatsächliche Einsatzfall dann alle paar Jahre mal kommt... "In der Regel machen es die reinen Experten nicht gut. Das ist wie vor Gericht. Der Zeuge weiß, wie es war, versteht aber nichts. Der Gutachter versteht alles, weiß aber nicht, wie es war. Der Richter versteht nichts und weiß nichts, aber er entscheidet - nachdem er alle angehört hat." (Wolfgang Schäuble, Stern-Interview vom 20.06.2013) | |||||
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| Autor | Oliv8er 8S., Neidenbach / Rheinland-Pfalz | 798170 | |||
| Datum | 05.11.2014 18:45 | 10584 x gelesen | |||
Geschrieben von Sebastian K.Das ist kein Gedankenspiel, um funktionierende Einheiten abzuwerten oder einfach Geld zu sparen, sondern um da noch einen Grundstock an Hilfsmöglichkeiten vorzuhalten, wo das heutige Feuerwehrsystem personell/materiell und finanziell ohne Aussicht auf Besserung schlicht am Ende ist, wo es heute schon zu (ersatzlosen) Schließungen und Auflösungen kommt. Die Auflösung der kleinen Abteilungen kommt meistens daher, dass sich nicht mehr genug Personal findet, um einen geregelten Feuerwehrdienst aufrecht zu erhalten. Ob sich dann dort genügend (unter etwa 10 Personen wird's wohl auch hier kaum gehen) Leute finden, die mitmachen wollen, wage ich zu bezweifeln. Finanziell glaube ich auch nicht an die große Ersparnis: An PSA wird nichts zu sparen sein, weil sonst die Versicherer nicht mitspielen, also kann man nur die Ausrüstung auf ein Minimum zusammen schmelzen, und so teuer sind ein paar Schläuche und Armaturen (abgesehen von einer Pumpe) auf die Lebenszeit gerechnet nun auch wieder nicht. Dass man die Feuerwehrgesetzgebung komplett neu schreiben müsste, weißt du sicher besser als viele hier, hier sind all die Standards festgeschrieben, die diese organisierte Nachbarschaftshilfe unterschreiten soll. Es müsste auch eine spezielle Ausbildung her, die auf die Anforderungen abgestimmt ist. Ich halte das alles nicht für realistisch und bin mir nicht sicher, ob es überhaupt wünschenswert ist. | |||||
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| Autor | Chri8sti8an 8F., Fürth / Hessen | 798174 | |||
| Datum | 05.11.2014 20:20 | 10524 x gelesen | |||
Geschrieben von Oliver S.An PSA wird nichts zu sparen sein, weil sonst die Versicherer nicht mitspielen Hm, welche PSA schreiben die Versicherer denn vor, wenn du als Ersthelfer mit einem tragbaren Feuerlöscher vorgehst? Geschrieben von Oliver S. Die Auflösung der kleinen Abteilungen kommt meistens daher, dass sich nicht mehr genug Personal findet, um einen geregelten Feuerwehrdienst aufrecht zu erhalten. Ob sich dann dort genügend (unter etwa 10 Personen wird's wohl auch hier kaum gehen) Leute finden, die mitmachen wollen, wage ich zu bezweifeln. Oder liegt es vielleicht auch daran, dass viele nicht bereit sind entsprechend (aufwändige) Ausbildung zu betreiben? Mit 40 h kommst du auch bei einer Wehr mit TSF nicht mal ansatzweise hin. Und wenn du dann in Wehren, die vorher vielleicht 6 / 7 Übungen pro Jahr hatten plötzlich mit nem Dienst alle 14 Tage kommst, dann kann (muss nicht!) auch ein Grund sein. Und sag jetzt nicht, die würde es nicht geben... Geschrieben von Oliver S. und so teuer sind ein paar Schläuche und Armaturen (abgesehen von einer Pumpe) auf die Lebenszeit gerechnet nun auch wieder nicht. Und dann die Frage brauchts die Pumpe? Gab es nicht mal einen Einsatzbericht aus Ba-Wü, in dem beschrieben wurde, wie die Bevölkerung mit einem Hydrantenwagen half? Und ich meine einen Bericht über die Schweiz gelesen zu haben, über ein Bergdorf, in dem an verschiedenen Punkten im Ort einfach ein paar Schläuche und Strahlrohre verteilt waren, die die Bevölkerung dann vornehmen konnte, bis die Feuerwehr eintraf? Geschrieben von Oliver S. Dass man die Feuerwehrgesetzgebung komplett neu schreiben müsste, weißt du sicher besser als viele hier, hier sind all die Standards festgeschrieben, die diese organisierte Nachbarschaftshilfe unterschreiten soll. Man müsste nur die Kommentare dazu neu drucken. In Hessen steht da z.B. "wirksame Hilfe eingeleiten kann"... Ist das eine Riegelstellung nicht!? Ganz davon ab, dass es eh Bundesländer gibt, die im gesetz eben genau KEINE Hilfsfrist festgelegt haben... Viele Grüße Christian Meine Meinung und nicht die meiner Feuerwehr! besucht die Feuerwehr Steinbach "Die Feuerwehrmannschaft hat sich für ihre Verrichtungen gut einzuüben, so daß jedes einzelne Mitglied sämmtliche ihm zugewiesene Arbeiten mit der nöthigen Sicherheit und Kennntniß ausführen kann" (Übungsbuch, Dienst- und Sanitätsvorschriften für Feuerwehren im Großhergzogtum Hessen, 1891) | |||||
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| Autor | Norb8ert8 P.8, Stuttgart / Baden- Württemberg | 798182 | |||
| Datum | 05.11.2014 23:55 | 9988 x gelesen | |||
Geschrieben von Christian F.welche PSA schreiben die Versicherer denn vor, wenn du als Ersthelfer mit einem tragbaren Feuerlöscher vorgehst? Der Unterschied zum Ersthelfer ist, dass der ohnehin oder zufällig an der Brandstelle ist und dann zum Feuerlöscher greift. Die FFR werden ja erst nach Entdeckung des Brandes geholt, haben vorher noch Gelegenheit sich unzuziehen, wenn sie ihre Geräte holen und wurden eigens zur Brandbekämpfung aufgestellt. Da kann der Versicherer schon annehmen, dass sich die zuständige Behörde der Kommune Gedanken über die eventuellen Gefahren der Tätigkeit und somit über den Arbeitsschutz macht. Allerdings kann man sich schon fragen, ob für eine solche FFR- Einheit nicht handelsübliche Arbeits-/Wetterschutzkleidung, wie sie z.B. im Straßenbau (EN ISO 20471 Klasse 2) üblich ist, nicht auch ausreicht. Da sind Einsparungen immer noch möglich, denn so oft werden die Klamotten bei reduziertem Dienstumfang ja nicht getragen. | |||||
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| Autor | Chri8sti8an 8F., Fürth / Hessen | 798188 | |||
| Datum | 06.11.2014 06:32 | 9989 x gelesen | |||
Geschrieben von Norbert P.Die FFR werden ja erst nach Entdeckung des Brandes geholt, haben vorher noch Gelegenheit sich unzuziehen, wenn sie ihre Geräte holen und wurden eigens zur Brandbekämpfung aufgestellt. Sollen aber trotzdem nicht mehr (oder weniger) im Gefahrenbereich wirken wie ein Ersthelfer, der keine PSA braucht. Geschrieben von Norbert P. Allerdings kann man sich schon fragen, ob für eine solche FFR- Einheit nicht handelsübliche Arbeits-/Wetterschutzkleidung, wie sie z.B. im Straßenbau (EN ISO 20471 Klasse 2) üblich ist, nicht auch ausreicht. Da sind Einsparungen immer noch möglich, denn so oft werden die Klamotten bei reduziertem Dienstumfang ja nicht getragen. Naja, wenn ich da vernünftige kaufe, bin ich auch im Bereich der einfachen Hupf 2/3. da sehe ich die Möglichkeit zur Einsparung nicht so ganz. Allerdings komme ich dann vielleicht wieder in die Haltbarkeitsjahre der alten orangenen Baumwollkleidung, von der JF bis zur Rente ;-) Viele Grüße Christian Meine Meinung und nicht die meiner Feuerwehr! besucht die Feuerwehr Steinbach "Die Feuerwehrmannschaft hat sich für ihre Verrichtungen gut einzuüben, so daß jedes einzelne Mitglied sämmtliche ihm zugewiesene Arbeiten mit der nöthigen Sicherheit und Kennntniß ausführen kann" (Übungsbuch, Dienst- und Sanitätsvorschriften für Feuerwehren im Großhergzogtum Hessen, 1891) | |||||
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| Autor | Volk8er 8L., Erlangen / Bayern | 798201 | |||
| Datum | 06.11.2014 10:23 | 10006 x gelesen | |||
| Ich schließe mich hier weitgehend den Darlegungen des Kameraden L. (mit seinen fränkischen Grüßen) an. a) Der Begriff First-Responder ist der erweiteren med. Hilfe vor Eintreffen des Regel-Rettungsdienstes zugeordnet und damit hier absolut ungünstig bis geradezu falsch und verwirrend gewählt. b) Diese 1+3 Variante ist für mich nichts anderes als die Realität einer TSF- oder TSA-Feuerwehr während der Tagesarbeitszeit der Mehrzahl der Aktiven. Man "lebt" mit einer unvollständigen Staffel so gut es halt' geht und schaut was man noch sinnvoll machen kann, bis die Verstärkung eintrifft. c) Die Anklänge an den BVS sehe ich durchaus. Doch dazu passt diese 1 + 3 Gedankenspielerei auch nicht mit den beschriebenen Aufgaben (als Disskussionsgrundlage) Der BVS hatte die reguläre Gruppe 1+8 mit TSA und TS 8/8 bei verkürzter 40h Ausbildung Dann gab es die Staffel 1+5 des BVS im Brandschutz mit Löschkarren und TS 2/5 und ebenfalls verkürzter 40h Ausbildung Mit 1+2 gab es die Brandschutzstaffel. Die Ausstattung bestand wahlweise aus einer Kübelspritze ( 1 BVS'ler spritzt, der 2. BVS'ler pumpt und der 3. BVS'ler schleppt neues Wasser zur Kübelspritze) oder der kleinen TS 0,5/5. Doch was man sich unter dieser 1+3 er Formation vorstellt kann mit von einer BVS-artigen 1+2 Formation NICHT geleistet werden. Bei aller meiner Liebe und positiven Emotionen an meine allersten BVS-Wurzeln - wird das nichts, was man sich hier vorstellt. Also ist die Realität dann doch nur eine unvollständige Staffel einer normalen Feuerwehr. Wenn diese unvollständige Staffel etwas auf die Beine stellen will, was Substanz hat, dann bedeutet dies auch eine Minimalst-Ausbildung von mind. 40 h BVS-Staffel im Brandschutz und 48h SanA-Grundkurs..... dann kann man gleich die reguläre FF-Ausbildung absolvieren. Mit dem interessierten Bürger und "Schnellbesohlung" an zwei Nachmittagen wird das nichts... ..natürlich gebe ich hier nur meine ganz persönliche Meinung kund... | |||||
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| Autor | Bern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg | 809904 | |||
| Datum | 12.07.2015 21:59 | 10567 x gelesen | |||
| Guten Abend, zur Thematik siehe auch: -> Pilotprojekt "Taktik" Insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass es für Feuerwehren immer schwieriger wird, neue Mitglieder zu gewinnen und tagsüber ein Einsatzfahrzeug mit neun Einsatzkräften zu besetzen, ist es notwendig, sich mit wissenschaftlicher Begleitung die Frage zu stellen, welche Besatzung mindestens benötigt wird, um im Brandfall eine Menschenrettung aus einem Obergeschoss durchführen zu können. Gruß aus der Kurpfalz Bernhard " Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !" (Heinrich Heine) | |||||
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| Autor | Mich8ael8 R.8, GL (Köln) / NRW | 809906 | |||
| Datum | 12.07.2015 22:24 | 10082 x gelesen | |||
| Download Präsentation Geschrieben von ---Präsentation "Taktik"--- Szenario in der Praxis Unblutig Wie wurde da der Rettungstrupp gestellt ? mit freundlichen Grüßen Michael Wer Schreibfehler findet darf sie behalten ,-) | |||||
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| Autor | Adri8an 8R., Utting a.A. / Bayern | 809907 | |||
| Datum | 12.07.2015 22:35 | 10035 x gelesen | |||
| Servus, Geschrieben von Michael R. Ursache: Schlauch wurde nicht wieder mit raus genommen Bei tatsächlicher Menschenrettung würde ich den Schlauch im Regelfall liegenlassen, egal welche Besatzung... Es fällt mir wirklich schwer zu glauben dass 1/4 schneller sein soll als 1/8, würde ja bedeuten dass sich die FM gegenseitig im Weg stehen... MfG Adrian Alles meine persönliche Meinung und nicht die meiner Dienststelle/HiOrg | |||||
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| Autor | Neum8ann8 T.8, Bayreuth / Bayern / Franken | 809910 | |||
| Datum | 13.07.2015 08:11 | 9893 x gelesen | |||
| Hi, also ich finde den Grundgedanken gar nicht so schlecht, allerdings finde ich die Bezeichnung (und ggf. sogar die Zuordnung zur FW) nicht so prikelnd. Wenn man sich die Geschichte anschaut, dann war die Entwicklung ja ungefähr so: - Nachbarschaftshilfe mit vorhandenen Geräten - Gründung einer Feuerwehr, in der eingentlich alle Bürger sind, die die nicht da sind (Großgrundbesitzer etc) leisten einen großzügigen Beitrag. Es wird Material (Schläuche, Äxte, Spritzen, Löscheimer ...) beschaft und zentral gelagert. Dieses Material wird mit vorhandenen Alltagsmaterial ergänzt (Pferde zum ziehen, Leitern etc.). Die Brandbekämpfung bleibt immer noch Gemeinschaftsaufgabe (Eimerkette etc). - Die Mechanisierung und damit die Spezialisierung setzt ein. Der Ausbildungsaufwand steigt, die Struktur wird klarer definiert und 'drillmässig' geübt. Aber im Prinzip kann noch jeder 'mitspielen', notfalls darf er halt als Melder neben dem GF herlaufen. - Die Technik wird immer komplexer, die Vorschriften immer strenger, das Aufgabenspektrum immer weiter. Auf der anderen Seite verlassen die 'Spezialisten' den Ort um in der Stadt zu arbeiten, Berufsbilder ändern sich. So gibt's das 'mechanische Universalgenie' (Schmied) das jeden Motor irgenwie wieder zum laufen bekommen hat (und natürlich auch 1. Maschinist der FF war) nicht mehr. Die FF wandelt sich zu einem 'elitären' Verein von 'Erleuchteten', von denen die Öffentlichkeit fast nur noch das jährliche Fest wahrnimmt. Gleichzeitig steigt die 'Vollversorgungsmentalität' der Bevölkerung, es gibt ja den Rettungsdienst, die Feuerwehr und den ADAC. Die neue 'Schnelle Lokale Hilfe' könnte eine Chance sein, das ganze wieder zur Gemeinschaftsaufgabe zum machen. Die Leute vor Ort haben zwei Vorteile: a) Sie sind schnell da. Daher müsste es eine Ausbildung 'Sofortmaßnahmen am Einsatzort' geben, wozu erste Hilfe, speziell die zeitkritischen Dinge (HLW, Lagerung) gehören (Materialvorhaltung: AED,evtl. Güdeltubi, Ambubeutel) und die Grundzüge des Löschangriffs (Standrohr setzen, nicht direkt vom Hydranten spritzen sondern B - Schlauch + Verteiler, Grundlagen des Löschens (keine Dachwäsche, Riegelstellung, Gefahren durch Atemgifte )) b) Sie sind vom Ort: Sie wissen wo der Hydrant ist, sie wissen wo die Einsatzstelle liegt (und kennen die geeigneste Zufahrtsmöglichkeit). Sie können schnell eine 'verbesserte' Lagemeldung abgeben (Anzahl der Verletzten, Größe des Brandobjekts, spezielle Gefahren). Ich könnte mir vorstellen, dass so eine 'Truppe' durchaus Interesse bei der Bevölkerung finden könnte, und den Ausbildungsaufwand halte ich für durchaus überschaubar. Ich würde das aber nicht als 'Feuerwehrunterabteilung' sehen. Tomy | |||||
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| Autor | Bern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg | 809911 | |||
| Datum | 13.07.2015 11:01 | 8845 x gelesen | |||
| Guten Tag Geschrieben von Adrian R. Es fällt mir wirklich schwer zu glauben dass 1/4 schneller sein soll als 1/8, Interessanterweise experimentiert man z.B. in NL, DK oder GB neuerdings -bei ihren ohnehin schon geringen Mannschaftsstärken- mit der Aufteilung der LF Besatzung in ein Vorausfahrzeug mit 1/1 FW-A und ein nachrückendes LF mit drei oder vier Mann/Frau Besatzung. Da denkt man, dass das VLF auf Grund seiner Wendig- und Geschwindigkeit einen Zeitvorsprung herausholt. Die Besatzung des VLF mußß dann vor Ort entscheiden welche Maßnahmen ( IA. etc, usw. ) sie ergreift oder auch nicht. Gruß aus der Kurpfalz Bernhard " Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !" (Heinrich Heine) | |||||
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| Autor | Ulri8ch 8W., Bad Hersfeld / Hessen | 809912 | |||
| Datum | 13.07.2015 11:05 | 8874 x gelesen | |||
| Kein schlechter Ansatz, wie ich finde. In 2011 fiel mir dazu folgendes ein. Meine Beiträge sind ausschließlich meine private Meinung und sind nur für dieses Forum bestimmt! - http://pvsafety.de - Sicherheit im Feuerwehreinsatz http://http://standardeinsatzregel.org/die-broschueren/ser-einsatz-bei-photovoltaik-windenergie-und-biogasanlagen/ | |||||
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| Autor | Flor8ian8 H.8, Münnerstadt/ Erfurt / Bayern/ Thüringen | 809913 | |||
| Datum | 13.07.2015 11:19 | 8901 x gelesen | |||
Geschrieben von Bernhard D.Interessanterweise experimentiert man z.B. in NL, DK...Konnte man auf der Interschutz sehen. MB Sprinter mit 1/1. Der Beifahrer konnte sich mit PA ausrüsten, ein zweiter PA hing im Heck des Fahrzeugs. Auf dem Fahrzeug war alles was man zum zerstören braucht (div. Sägen, hydr. Rettsatz uvm.) sowie, zum löschen, ein COBRA System. Der Vertreter von Falck erklärte die (aus seiner Sicht) Vorteile durch die Schnelligkeit und erläuterte weiter, dass der Beifahrer auch alleine ins Haus geht bei eintreffen. Er erklärte zwar "wenn es mit Sichtkontakt zum Fahrer" möglich ist aber diesen halte ich für eher nicht gegeben. Es kann sich jeder selber eine Meinung bilden. Ich finde die derzeitigen Studien wenig hilfreich und verstehe nicht, warum z.B. am bestehenden System des truppweisen vorgehens geschraubt werden soll. Alles nur um klein und kleinst Ausrückstärken zu optimieren? Wer aufhört besser zu werden, hört auf gut zu sein. | |||||
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| Autor | Volk8er 8H., Lage / NRW | 809914 | |||
| Datum | 13.07.2015 12:23 | 8649 x gelesen | |||
Geschrieben von Neumann T.Die neue 'Schnelle Lokale Hilfe' könnte eine Chance sein, das ganze wieder zur Gemeinschaftsaufgabe zum machen. So in der Art ? | |||||
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| Autor | Neum8ann8 T.8, Bayreuth / Bayern / Franken | 809917 | |||
| Datum | 13.07.2015 12:58 | 8586 x gelesen | |||
| Hi, inhaltlich steht da ja nicht allzuviel, aber die Richtung ist meiner Meinung nach schon richtig. Einfach das Bewusstsein wecken, dass qualifizierte Hilfe nicht sofort 'aus den Wolken fällt', sondern das es Sinn macht, die erste Viertelstunde sinnvoll zu nutzen, und dass auch einfache Maßnahmen wie eine sachgerechte Lagerung eines Verletzten viel bringen kann, und auch ein 'schnelles' C (oder sogar D) Rohr den Unterschied zwischen 'Brennt PKW unter Carport' und 'Feuer springt von Carport auf Wohnhaus über' machen kann. Was man weglassen sollte wäre meiner Meinung nach eine Eingliederung in irgendwelche Selbstschutzabteilungen o.ä. die als Reserven für ABC Fälle gebildet werden. Tomy | |||||
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| Autor | Thom8as 8M., Burgen (Mosel) / Rheinland-Pfalz | 809924 | |||
| Datum | 13.07.2015 16:02 | 8287 x gelesen | |||
Geschrieben von Volker L.Ich schließe mich hier weitgehend den Darlegungen des Kameraden L. (mit seinen fränkischen Grüßen) an. Ich möchte mich dieser Meinung anschließen. Insbesondere in der Fläche mit vielen kleinen Orten sehe ich das Ausbluten der Feuerwehr kritisch. Hier irgendwelche "Hilfstruppen" zu installieren und auf einen Stützpunkt (welcher tagsüber sehr wahrscheinlich selbst personell eingeschränkt ist) zu hoffen (möglicherweise noch mit fragwürdiger, auf Personalknappheit ausgerichtete Taktik) halte ich für zu optimistisch. Es wird immer von Stadt-/Ortsteilwehren ausgegangen und das ein "größerer" Ort in der Nähe ist. Das ist aber nicht immer so (Beispiel). Gruß Thomas | |||||
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| Autor | Jürg8en 8M., Weinstadt / Baden-Württemberg | 809925 | |||
| Datum | 13.07.2015 16:06 | 8282 x gelesen | |||
| hallo, Geschrieben von Thomas M. Insbesondere in der Fläche mit vielen kleinen Orten sehe ich das Ausbluten der Feuerwehr kritisch. Hier irgendwelche "Hilfstruppen" zu installieren und auf einen Stützpunkt (welcher tagsüber sehr wahrscheinlich selbst personell eingeschränkt ist) zu hoffen (möglicherweise noch mit fragwürdiger, auf Personalknappheit ausgerichtete Taktik) halte ich für zu optimistisch. Es wird immer von Stadt-/Ortsteilwehren ausgegangen und das ein "größerer" Ort in der Nähe ist. sehe ich aus so. Die Gemeinde ist auf die tagsüber "verstreut" verfügbaren Einsatzkräfte angewiesen. Und zwar als voll einsetzbare Feuerwehrangehörigen. "Schmalspurfeuerwehrler" die nur Erstmaßnahmen beherrschen helfen da nur punktuell und lösen das Problem der Tagesalarmsicherheit an sich gar nicht. Ein Vorschlag mit dem man diese Problematik in einer Flächengemeinde ev. lösen könnte: 'Lösungsmöglichkeiten für kleine Ortschaften / Flächengemeinden' von Jürgen M. MkG Jürgen Mayer, Weinstadt | |||||
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| Autor | Volk8er 8L., Erlangen / Bayern | 809946 | |||
| Datum | 13.07.2015 23:03 | 8047 x gelesen | |||
| ...so ein ERT braucht aber auch eine qualifizierte Ausbildung, siehe NFPA 600. Da gibt es drei Stufen. 1) besserer Brandschutzhelfer 2) advanced exterior fire fighting => ich sage es mal sehr salopp, das wäre unsere TSA-Feuerwehr im Außenangriff 3) advanced interior fire fighting (structural) => jetzt sind bei einer richtigen FF-ausbildung mit AGt, aber zugeschnitten auf US-verhältnisse und Industrie. US-Verhältnisse bedeutet ganz andere Pumpenleistungen und Wassermengen pro Strahlrohr - abgestimmt halt' auf die US-Bauweisen mit ganz viel Holz ..natürlich gebe ich hier nur meine ganz persönliche Meinung kund... | |||||
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| Autor | Bern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg | 809982 | |||
| Datum | 14.07.2015 22:06 | 8049 x gelesen | |||
| Guten Abend Geschrieben von Adrian R. Es fällt mir wirklich schwer zu glauben dass 1/4 schneller sein soll als 1/8, Solche ähnliche Konzepte/Fahrzeuge gibt es schon einige hier, z.B.: -> " Florian Weinheim 01/29 " -> " Florian Lorsch 01/20-01 " Gruß aus der Kurpfalz Bernhard " Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !" (Heinrich Heine) | |||||
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| Autor | Bern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg | 819016 | |||
| Datum | 03.04.2016 10:47 | 6526 x gelesen | |||
| Guten Tag Geschrieben von Bernhard D. Interessanterweise experimentiert man z.B. in NL, DK oder GB Und auch in Deutschland: -> Neues zum Projekt FeuerwEhrensache "VLF" Das Vorauslöschfahrzeug (VLF) ist jetzt seit einer Woche im Dienst.[...]Ziel ist es, das VLF so oft als möglich bei entsprechenden Szenarien in den Einsatz zu bringen. Dies bedarf einer hohen Aktzeptanz bei allen Beteiligten und der damit verbundenen frühen Alarmierung, damit der Einsatz des COBRA System bereits in der Erstphase geprüft werden kann. Gruß aus der Kurpfalz Bernhard " Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !" (Heinrich Heine) | |||||
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| Autor | Seba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP | 819017 | |||
| Datum | 03.04.2016 11:07 | 6499 x gelesen | |||
| Ich bin ja allgemein auf die Ergebnisse dieses Projektes gespannt. Ich meine, alleine die Fragestellungen ob man mit einem neu erfundenen, gegenüber der ollen Norm mal eben anderthalb Tonnen schwereren MLF (natürlich mit FPN 10-2000) als "ein gesundes Mittelmaß zwischen dem kleinsten, genormten Löschfahrzeug (TSF) und seinem größten Pendant (HLF 20)" auch tatsächlich arbeiten kann und ob Mannschaftsstärken kleiner als 9 Mann in Löschfahrzeugen auch sinnvoll einzusetzen sind, sind ja schon wahnsinnig innovativ, das muss einfach mal hochwissenschaftlich beackert werden. Und natürlich besonders unter der Überschrift "Förderung des Ehrenamtes". Das Cobra-VLF garniert das ganze Brimborium nur noch. Hieß es nicht gestern noch, RLP wäre das böse Löschfahrzeugerfindungsland? Der Wanderpokal ist dann wohl weg. "In der Regel machen es die reinen Experten nicht gut. Das ist wie vor Gericht. Der Zeuge weiß, wie es war, versteht aber nichts. Der Gutachter versteht alles, weiß aber nicht, wie es war. Der Richter versteht nichts und weiß nichts, aber er entscheidet - nachdem er alle angehört hat." (Wolfgang Schäuble, Stern-Interview vom 20.06.2013) | |||||
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| Autor | Bern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg | 819024 | |||
| Datum | 03.04.2016 19:31 | 5793 x gelesen | |||
| Guten Tag Geschrieben von Sebastian K. Ich meine, alleine die Fragestellungen ob man mit einem neu erfundenen, gegenüber der ollen Norm mal eben anderthalb Tonnen schwereren MLF (natürlich mit FPN 10-2000) als "ein gesundes Mittelmaß zwischen dem kleinsten, genormten Löschfahrzeug (TSF) und seinem größten Pendant (HLF 20)" auch tatsächlich arbeiten kann und ob Mannschaftsstärken kleiner als 9 Mann in Löschfahrzeugen auch sinnvoll einzusetzen sind, sind ja schon wahnsinnig innovativ, das muss einfach mal hochwissenschaftlich beackert werden 1986/87 hat man bei den deutschen Feuerwehren im Zuge der Diskussion über die Basisfahrzeuge schon Gedanken auch über Staffel-Gruppenbesatzung und deren Einsatztaktik gemacht. Die BaF 1-3 hatten alle nur eine Staffelbesatzung und eine dementsprechende Beladung. Gruß aus der Kurpfalz Bernhard " Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !" (Heinrich Heine) | |||||
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| Autor | Bern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg | 819026 | |||
| Datum | 03.04.2016 20:03 | 5740 x gelesen | |||
| Guten Tag Geschrieben von Stephan B. Bezieht sich der Artikel vielleicht sogar auf alte Ideen des Zivilschutzes (Zitate)? Bedingt und nicht vergleichbar. Zu Zeiten des Luftschutzhilfsdienstes ( LSHD ) kannte man z.B. ein " VLF " mit Staffelbesatzung, die sogenannten " LS-Feuerwehrschnelltrupps " waren mit " TLF-8 " mit Truppbesatzung und einer Anzahl diverser D-Schläuche u. D-Armaturen ausgestattet. Diese Einheiten waren für den Einsatz nacht Luftangriffen etc. vorgesehen. Die heutigen Voraus- bzw. F-F-R Einheiten sollen im alltäglichen Feuerwehreinsatzgeschehen tätig werden. Gruß aus der Kurpfalz Bernhard " Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !" (Heinrich Heine) | |||||
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| Autor | Bern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg | 820071 | |||
| Datum | 13.05.2016 08:33 | 5019 x gelesen | |||
| Guten Tag Geschrieben von Florian H. Konnte man auf der Interschutz sehen. MB Sprinter mit 1/1. Solch ein " RIV bzw. SIV " ist gerade bei der RETTmobil zu sehen. Am Stand kann man auch mit dem Standpersonal über die RIV/SIV-Taktik interessante Gespräche führen. Mich überzeugt das " Zwei-Mann-All-Einsatz-Trupp-System " nicht. Gruß aus der Kurpfalz Bernhard " Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !" (Heinrich Heine) | |||||
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| Autor | Bern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg | 821077 | |||
| Datum | 17.06.2016 22:49 | 5331 x gelesen | |||
| Guten Abend Geschrieben von Sebastian K. Ich bin ja allgemein auf die Ergebnisse dieses Projektes gespannt. Ich auch, läuft ja jetzt so richtig an: -> FW-Magazin " Feuerwehr NRW testet neue Einsatzfahrzeuge " Bis Mitte 2017 testen 20 freiwillige Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen ein neues Einsatzfahrzeugkonzept. [...]Bei den jetzt übergebenen Testfahrzeugen handelt es sich um drei Mittlere Löschfahrzeuge (MLF) sowie ein Vorauslöschfahrzeug (VLF) im Gesamtwert von rund 850.000 Euro. Das VLF verfügt über das COBRA-System (Lösch-Schneid-Technik). Mit einem Hochdruckstrahl (250 bar), dem ein Schneidmittel (Eisen-Abrasiv) beigegeben wird, fräst der Voraustrupp damit ein kleines Loch zum Beispiel in eine Hauswand. Ist der Kopf der Löschlanze in den Brandraum eingedrungen, wird auf Wassernebel umgeschaltet. Der Brandraum wird so rasch aus einem sicheren Bereich heraus abgekühlt. Anschließend kann das Feuer sicher von innen gelöscht werden. Gruß aus der Kurpfalz Bernhard " Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !" (Heinrich Heine) | |||||
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| Autor | Bern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg | 821650 | |||
| Datum | 12.07.2016 08:36 | 4455 x gelesen | |||
| Guten Tag Geschrieben von Sebastian K. Das Cobra-VLF garniert das ganze Brimborium nur noch. Dazu: -> " Neue Heimat für VLF Cobra " Das Vorauslöschfahrzeug mit dem Kaltschneidesystem "Cobra" an Bord wird für die nächsten Monate bei der FF Werne stationiert. Aber auch die Kameraden der FF Bergkamen können auf das Fahrzeug zugreifen. [...]Seine Spezialität sind Brände, an die man einerseits schwer herankommt (etwa Dehnfugen- oder Fassadenbrände sowie Brände von Kaltdachkonstruktionen), oder die im Innenangriff ein erhöhtes Gefahrenpotential bergen. Mit einer Kaltschneidetechnik wird ein kleines Loch zum Brandraum geschnitten und aus dem sicheren Bereich mit Hochdruck und extrem fein vernebeltem Wasser gelöscht. Dabei muss ein Angriffstrupp im Nachgang natürlich noch Glutnester ablöschen, sich aber nicht der unkontrollierbaren Gefahr von Rauchgasdurchzündungen aussetzen. Auch komplizierte Keller- oder Tiefgaragenbrände sind so eventuell erträglicher zu gestalten. Ein sehr großer Vorteil ist die Tatsache, dass das VLF Cobra lediglich 60 Liter Wasser pro Minute abgibt, die aber sehr effizient eingesetzt werden. Ein Wasserschaden im Gebäude ist damit nahezu ausgeschlossen. Mal gespannt was die Auswertungen bringen, ob die Feuerwehrlandschaft in Deutschland damit revolutioniert wird ? Gruß aus der Kurpfalz Bernhard " Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !" (Heinrich Heine) | |||||
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