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| Thema | 'Langzeit-PA' SITR | 7 Beträge | |||
| Rubrik | Taktik | ||||
| Autor | Hans8i S8., Korntal / Baden-Württemberg | 799874 | |||
| Datum | 07.12.2014 22:47 | 4606 x gelesen | |||
| Hallo beisammen, eine weitere Frage in die Praxis: Verwendung von sog. Langzeitatmern beim Sicherheitstrupp. Wer verwendet für den Sicherheitstrupp Langzeit-PA? Die Variante Langzeit PA mit Zweitatemanschluss zur Kollegenrettung ist mir bekannt, mich interessieren aber auch hier Praxiswerte: Funktioniert das bei Feuerwehren in der Fläche , so das z.B. immer ein Trupp mit Langzeit-PA gestellt werden kann ( Vorhaltung der Geräte/Rendezvoussystem)? Wie ist die Belastung bei Arbeiten im Einsatz? ( Gerade wenn eine relativ Lange Arbeitphase eintritt) Hat der Regel-Sitr laut FWDV3 die Langzeit PA, oder ggf ein nachfolgender Trupp? Wird generell ein Zweitatemanschluss genutzt oder ( weiterhin) mit externer Luft gearbeitet ( Tasche) ? Im Falle Zweitatemanschluss: Wie haben das Wehren mit ÜD gelöst? Kann das Konzept nachgelesen werden? Freue mich auf Antworten Grüsse Hansi Stephen: "Die Menschen verändern sich, Brian" Brian : "Manchmal gerade dann, wenn man sie ansieht...." | |||||
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| Autor | Henn8ing8 K.8, Dortmund / NRW | 799877 | |||
| Datum | 07.12.2014 23:30 | 2698 x gelesen | |||
| Hier wurden im Zusammenhang mit der Entwicklung des SiTr-Konzeptes festgestellt, dass bei Ausnutzung der mit PA möglichen Eindringtiefe der SiTr-Einsatz durch den höheren Luftverbrauch aufgrund der ggf. extremen körperlichen Anstrengung bei der Rettung durch die begrenzte Einsatzzeit der PA in Frage gestellt wird. Neben der Entwicklung der Rettungsmulde als Mittel zur "Arbeitserleichterung" (und deren Beladung mit weiteren Hilfsmitteln) wurde deshalb festgelegt, dass der SiTr nach Möglichkeit mit Langzeitgeräten auszurüsten ist. Damit kann dann auch der SiTr die Zeit ausnutzen, die er dem verunfallten Trupp durch die mitgebrachten Reserve-PA gibt und die Chance einer erfolgreichen Rettung auch unter ungünstigen Rahmenbedingungen (große Eindringtiefe, anstrengende Rettung z.B. aus Untergeschossen oder durch verwinkelte Wege) wird vergrößert. Allerdings werden bei uns dafür keine Langzeit-PA verwendet, sondern die ohnehin in den BF-Löschzügen vorhandenen Kreislaufgeräte (damals Travox, heute BG4). Die Frage eines Zweitanschlusses erübrigt sich damit (zum Glück, wie ich finde). Es gibt auch eine offizielle Seite zu unserem Rettungstruppkonzept. | |||||
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| Autor | Chri8sti8an 8F., Fürth / Hessen | 799879 | |||
| Datum | 08.12.2014 06:44 | 2604 x gelesen | |||
Geschrieben von Hansi S.Funktioniert das bei Feuerwehren in der Fläche , so das z.B. immer ein Trupp mit Langzeit-PA gestellt werden kann ( Vorhaltung der Geräte/Rendezvoussystem)? Reicht ein Trupp mit Langzeit-PA aus? Auf welchen Fahrzeugen sind die Langzeit-PA verlastet? Wie sieht das bei einem Wechsel des SiTr aus? Klar, sollte nicht so oft vorkommen, aber gerade bei langen Einsätzen kann es durchaus mal Sinn machen auch den SiTr abzulösen - wechseln die dann den kompletten PA? Macht es vielleicht eher Sinn, dem SiTr die Arbeit so weit wie möglich zu erleichtern, in dem man z.B. Composite-Flaschen statt Stahl nutzt, C42 statt C52 (falls er noch ne Angriffsleitung vornehmen soll) etc. pp.? Viele Grüße Christian Meine Meinung und nicht die meiner Feuerwehr! besucht die Feuerwehr Steinbach "Die Feuerwehrmannschaft hat sich für ihre Verrichtungen gut einzuüben, so daß jedes einzelne Mitglied sämmtliche ihm zugewiesene Arbeiten mit der nöthigen Sicherheit und Kennntniß ausführen kann" (Übungsbuch, Dienst- und Sanitätsvorschriften für Feuerwehren im Großhergzogtum Hessen, 1891) | |||||
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| Autor | Ulri8ch 8C., Düsseldorf / NRW | 799928 | |||
| Datum | 08.12.2014 23:47 | 2391 x gelesen | |||
Geschrieben von Christian F.Reicht ein Trupp mit Langzeit-PA aus? in der Regel braucht man ganz schnell einen SiTr, der nach vorn geht und rettet.... egal mit welchem PA... Das kann auch ein Langzeit-PA sein, dann wird aber ggf. der "Durchtausch" im Einsatz zwischen den Trupps schwieriger. Geschrieben von Christian F. Auf welchen Fahrzeugen sind die Langzeit-PA verlastet? bei uns 2 auf jedem HLF (zu seit 2002 5 normalen..) Geschrieben von Christian F. Macht es vielleicht eher Sinn, dem SiTr die Arbeit so weit wie möglich zu erleichtern, in dem man z.B. Composite-Flaschen statt Stahl nutzt, C42 statt C52 (falls er noch ne Angriffsleitung vornehmen soll) etc. pp.? u.a. deshalb (und für alle anderen auch) verwenden die vermutlich meisten Feuerwehren schon lang C-42 überall.... und Composite-Flaschen auch immer mehr - wir schon seit weit über 10 Jahren.... More zu dem Thema: http://einsatzpraxis.org/buecher/atemschutz-notfallmanagement/ ----- mit privaten und kommunikativen Grüßen Cimolino | |||||
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| Autor | Chri8sti8an 8F., Fürth / Hessen | 799931 | |||
| Datum | 09.12.2014 06:35 | 1991 x gelesen | |||
Geschrieben von Ulrich C.verwenden die vermutlich meisten Feuerwehren schon lang C-42 überall Halt ich für ein Gerücht. Es mag welche geben (wir versuchen auch möglichst "rein C42" zu sein, da es sich aber wohl kaum eine Kommune leisten kann ihren kompletten Bestand auf einen Schlag umzustellen, werden wir noch geraume Zeit mit einem "Mischsystem" leben müssen), aber ich ich sehe das anders als du und sehe da noch jede menge Entwicklungspotential. Geschrieben von Ulrich C. und Composite-Flaschen auch immer mehr - wir schon seit weit über 10 Jahren.... auch hier wird kaum eine Wehr alle ihre Stahlflaschen entsorgen und auf Composite wechseln. Das ist ein Kostenfaktor den hier keiner stemmen kann. Klar, Neubeschaffungen werden Composite, aber wie viele sind das? Viele Grüße Christian Meine Meinung und nicht die meiner Feuerwehr! besucht die Feuerwehr Steinbach "Die Feuerwehrmannschaft hat sich für ihre Verrichtungen gut einzuüben, so daß jedes einzelne Mitglied sämmtliche ihm zugewiesene Arbeiten mit der nöthigen Sicherheit und Kennntniß ausführen kann" (Übungsbuch, Dienst- und Sanitätsvorschriften für Feuerwehren im Großhergzogtum Hessen, 1891) | |||||
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| Autor | Mari8o H8., FF Kleinmachnow - BF Berlin / B und BB | 799933 | |||
| Datum | 09.12.2014 08:29 | 1942 x gelesen | |||
| Guten Morgen! Dazu Frage ich mal weiter in die Runde: Wie sehen denn die Konzepte weitergehend aus wenn nun wirklich ein Trupp verunfallt und der Sicherungstrupp/Rettungstrupp nun wirklich tätig wird? Und das vor dem Hintergrund einer schwierigen Rettung in unübrrsichtlichem Gebiet (Lagerhalle/ weiträumiger und vermüllter Keller) und nicht nur bei defektem PA wo ich mal eben das PA des A-Trupp tausche sondern auch jemand verletzt ist? Eine Flaschenfüllung eines Rettungstrups, selbst bei Langzeit-PA, sind bei körperlicher Anstrengung auch schnell verbraucht. Zum Kern der Frage: Rollen weitere LF mit Trupps an für den EA "Eigenrettung"? Denn der eigentlich ursächliche Einsatz läuft ja vielleicht auch noch. Gruss aus B und BB, Mario www.feuerwehr-kleinmachnow.de | |||||
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| Autor | Ulri8ch 8C., Düsseldorf / NRW | 799947 | |||
| Datum | 09.12.2014 10:22 | 2013 x gelesen | |||
Geschrieben von Mario G.Und das vor dem Hintergrund einer schwierigen Rettung in unübrrsichtlichem Gebiet (Lagerhalle/ weiträumiger und vermüllter Keller) und nicht nur bei defektem PA wo ich mal eben das PA des A-Trupp tausche sondern auch jemand verletzt ist? 1. verunfallt ein ganzer Trupp (in einem signifikanten Anteil der Fälle ist mehr als nur ein FA betroffen!), dann ist ein SiTr sowieso zu wenig. 2. ist die Rettung aufwendiger, weil der betroffene FA - eingeklemmt - festhängend - nicht mehr selbst handlungsfähig (bewusstlos) - schwer verletzt dann reicht ein SiTr auch nicht. 3. kann sich die Lage dynamisch weiter verändern, dann braucht man ggf. ganz was anderes, vgl. SET! 4. geht die Lage auch so weiter und muß weiter bearbeitet werden, das muss dann jemand anderes weiter machen => zwingender Einsatz von (vorhandenen?) Reserven bzw. Nachalarmierung (sofort!). Mehr: http://einsatzpraxis.org/buecher/atemschutz-notfallmanagement/ ----- mit privaten und kommunikativen Grüßen Cimolino | |||||
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