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ThemaSchon wieder, falsches Vorgehen Schiffsbrandbekämpfung...7 Beträge
RubrikTaktik
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  • Havariekommandos
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    AutorSimo8n Z8., Karlsruhe / B.-W.807484
    Datum26.04.2015 08:187664 x gelesen
    Aktuell haben wir wieder eine Ölpest vor Gran Canaria, die meiner Meinung nach durch ein total unüberlegtes Vorgehen verursacht wurde. Ein russischer Fischtrawler geriet im Hafen von Las Palmas in Brand. Natürlich gab es eine entsprechende Rauchwolke über der Stadt. Als hätten die Spanier nichts aus der Prestige-Katastrophe gelernt, wurde das Schiff aufs offene Meer geschleppt und man liess es mit 1400 Tonnen Treibstoff an Bord einfach untergehen (als wäre der Atlantik kein Ökosystem!). Wahrscheinlich hatte man Angst vor 'entsprechenden Bildern' und eventuellen Einbußen als beliebte Touristenstätte. Die Verantwortlichen, als auch die spanische Verkehrsministerin, hoffen auf eine günstige Wetterlage und dass der entstehende Ölteppich aufs offene Meer getrieben wird. Das Wrack liegt in 2400m Tiefe und soll nun leergepumpt werden. Es ist anzunehmen, dass der Ölteppich ein längerfristiges Problem werden wird und der Wind noch oft genug drehen wird. Die NASA hat bereits von einer größeren Ölausbreitung Aufnahmen gemacht.

    Meine Fragen zur Diskussion:
    - Meiner Meinung nach eine absolute Inkompetenz der Verantwortlichen, was strafrechtlich geahndet werden müsste. Natürlich habe ich meine Verrauchung in einem Hafen bei so einem Brand aber den hätte ich auch bei dem Lagerhallenbrand 50 Meter weiter. Im Hafen habe ich auch bessere Möglichkeiten ein versunkenes Schiff zu heben/auszupumpen bzw. Ölsperren einzubringen.

    - Es werden wahrscheinlich wieder mehrere Nationen betroffen sein. Gibt es hier ein europäisches Kompetenzzentrum bzw. gibt es Empfehlungen für diese Art von Lagen? Es ist ja nun wiederholt vorgekommen; die Spanier scheinen aus der Prestige-Katastrophe nun wirklich nichts gelernt zu haben. Ich meine das Prestige-Unglück war damals der Gründungsimpuls des europäischen Katastrophenverfahrens. Wurden die Erkenntnisse von damals irgendwie umgesetzt?

    Grüße,
    Mitch

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    AutorRobe8rt 8S., Mauerstetten / Bayern807488
    Datum26.04.2015 10:244308 x gelesen
    Das entspricht offenbar dem Standardvorgehen in Las Palmas.

    Ich habe letztes Jahr im September genau dieses Vorgehen beim einem Schiffsbrand beobachtet.

    VG

    Robert

    **********

    Meine persönliche Meinung, deren Äußerung mir freisteht ;-)

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    AutorThom8as 8M., Menden/ Sauerland / NRW807496
    Datum26.04.2015 17:073864 x gelesen
    Geschrieben von Simon Z. Natürlich habe ich meine Verrauchung in einem Hafen bei so einem Brand aber den hätte ich auch bei dem Lagerhallenbrand 50 Meter weiter. Im Hafen habe ich auch bessere Möglichkeiten ein versunkenes Schiff zu heben/auszupumpen bzw. Ölsperren einzubringen.


    Ich denke der Rauch "stört" niemanden wirklich,
    wie wichtig der funktionstüchtige Hafen ist und wie hoch die Gefahr einer Schadenausweitung (zB Gas/Oel-Lagertanks) ist würde mich jedoch sehr interessieren.
    Hast du das in deiner Anklage berücksichtigt ?

    Ich leiste mir den Luxus einer eigenen Meinung.
    frei n.Bmark

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    AutorHara8ld 8S., Köln / NRW807497
    Datum26.04.2015 21:063317 x gelesen
    Geschrieben von Thomas M.Gefahr einer Schadenausweitung

    Dann wurde beim VB oder der Risikobeurteilung ein entscheidender Fehler gemacht. Ein Schiff, das im Hafen brennt ist zwar nicht Lustig, das ist aber ein Lagertank auch nicht. 6 Monate auf eins von 6 Hafenbecken zu verzichten macht auch keinen Spaß, jetzt wird es halt nur nicht gebraucht, weil die Strände auf lange Zeit unbrauchbar sind.

    Was ist da wohl die Wirtschaftlichere Lösung?

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    AutorAxel8 P.8, Neuss am Rhein / Nordrhein-Westfalen807502
    Datum27.04.2015 10:153302 x gelesen
    Bericht vor Ort

    Das liest sich aber ganz anders. Offensichtlich wollte man eine Katastrophe verhindern. Das Schiff hatte wohl 1.400 Tonnen Treibstoff des Typs IFO-380 gebunkert. Offensichtlich ist das eine Mischung, die sich bei Hitze wieder entmischen kann; und das dabei wieder dünnflüssige 50er Öl kann dann wohl explodieren. Wird hier erklärt.

    Freundliche Grüße aus Neuss
    Axel Pawlowsky

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    AutorJürg8en 8M., Weinstadt / Baden-Württemberg807503
    Datum27.04.2015 10:272759 x gelesen
    hallo,

    Geschrieben von Axel P.Offensichtlich wollte man eine Katastrophe verhindern. Das Schiff hatte wohl 1.400 Tonnen Treibstoff des Typs IFO-380 gebunkert. Offensichtlich ist das eine Mischung, die sich bei Hitze wieder entmischen kann; und das dabei wieder dünnflüssige 50er Öl kann dann wohl explodieren.
    Klassischer Fall von Abwägung. Hier hat man wohl das kleinere Übel gewählt.

    MkG Jürgen Mayer, Weinstadt

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    AutorThom8as 8M., Burgen (Mosel) / Rheinland-Pfalz807504
    Datum27.04.2015 11:502763 x gelesen
    Eine Maßnahme, bei welcher der Begriff "Ozeanischer Löscheffekt" mal voll zutrifft. ;-)


    Gruß
    Thomas

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