News Newsletter Einsätze Feuerwehr-Markt Fahrzeug-Markt Fahrzeuge Industrie-News BOS-Firmen TV-Tipps Job-Börse

banner

Sortierung umschalten zurück

ThemaErfolglose Mitgliederwerbung; war: Erfolgreiche Mitgliederwerbung der17 Beträge
RubrikFreiw. Feuerwehr
Infos:
  • FW-Magazin: Ideen zur Mitgliederwerbung Feuerwehr
  •  
    AutorBern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg834300
    Datum11.10.2017 18:493761 x gelesen
    Guten Tag

    Geschrieben von Manfred R.

    16.000 Briefe - 55 Interessierte - 24 neue Mitglieder

    Stadt-Land-Gefälle ?:

    90 Briefe, 0 Interessierte, 0 neue Mitglieder :-(((

    -> SWR " Freiwillige Feuerwehr Höheinöd - Wer löscht das Feuer? "

    " [...] Die freiwillige Feuerwehr Höheinöd im Kreis Südwestpfalz sucht so dringend nach Nachwuchskräften, dass sie 90 mögliche neue Helfer aus dem Ort angeschrieben hat. Die Männer im Alter von 16 bis 25 Jahren sind zu einer Infoveranstaltung eingeladen worden. Doch keiner von ihnen ist der Einladung gefolgt. [...] "


    Gruß aus der Kurpfalz

    Bernhard

    " Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !"

    (Heinrich Heine)


    Beitrag bewerten

    Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

     
    AutorSeba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP834302
    Datum11.10.2017 19:332245 x gelesen
    In dem Fall würde ich überlegen, ein weiteres Schreiben aufzusetzen. In dem irgendwo in Fettdruck Begriffe wie "§ 12 Abs. 2 LBKG" auftauchen. Ich halte Pflichtfeuerwehren zwar weiterhin für einen zahnlosen Tiger, aber als kleiner Anstupser damit der Laden wieder läuft ist dieses Konstrukt doch noch leidlich geeignet. Der hier betroffene Ort hat nämlich immerhin 1250 Einwohner, und ein (sehr gut ausgestattetes) TSF-W Baujahr 2016. Vielleicht muss man auch überlegen, warum diese Mannschaftsstärke erreicht wurde, aber das ist grundsätzlich mal keiner der Standorte, wo ich mit einem Schulterzucken sagen würde "Tja, is halt so." Die Rahmenbedingungen erlauben eine funktionierende FF.

    "In der Regel machen es die reinen Experten nicht gut. Das ist wie vor Gericht. Der Zeuge weiß, wie es war, versteht aber nichts. Der Gutachter versteht alles, weiß aber nicht, wie es war. Der Richter versteht nichts und weiß nichts, aber er entscheidet - nachdem er alle angehört hat." (Wolfgang Schäuble, Stern-Interview vom 20.06.2013)

    Beitrag bewerten

    Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

     
    AutorFlor8ian8 F.8, Würzburg / Bayern834303
    Datum11.10.2017 20:311889 x gelesen
    Hallo Bernhard,

    Geschrieben von Bernhard D.Stadt-Land-Gefälle ?:

    nein, Mathematik.

    24 neue Mitglieder bei 16.000 Briefen = 0,15 %

    Bei 90 Briefen kommen rechnerisch nur 0,135 neue Mitglieder raus.


    Schöne Grüße

    Florian

    Dies ist meine PERSÖNLICHE Meinung!
    Hier gehts zu meinem Feuerwehr-Blog feuerwehrleben.de

    Beitrag bewerten

    Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

     
    AutorIngo8 z.8, Handeloh / Niedersachsen834304
    Datum11.10.2017 20:451829 x gelesen
    Wie kommen die auf die Idee sich so einzuschränken?
    Ohne zu wissen ob die anderen Adressaten schon früher im Blick waren fallen mir da die Herren bis 55 und alle Damen ein

    Beitrag bewerten

    Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

     
    AutorEike8 R.8, Gomadingen / Baden-Württemberg834305
    Datum11.10.2017 21:061908 x gelesen
    Geschrieben von Sebastian K. In dem Fall würde ich überlegen, ein weiteres Schreiben aufzusetzen.

    Kann man natürlich machen... Wobei mein Ton eher wäre "Bleiben Sie gerne daheim sitzen. Wir verkaufen das schicke Feuerwehrauto, wenn niemand mehr da ist... und wenn Ihr Kind im brennenden Haus hockt, wartet das Feuer bestimmt auf die Kameraden aus dem Nachbarort."


    Hat es eigentlich mal jemand andersrum probiert? Die Leute fragen, warum sie eigentlich nicht in der Feuerwehr sind? Wobei das aufgrund der erfahrungsgemäß niedrigen Antwortquote bei derartigen Umfragen vielleicht als Brief weniger zielführend ist... Sondern schon als persönliche Frage an der Haustür gestellt werden sollte. Das sollte bei 90 Kandidaten nicht so problematisch sein.
    Wäre jedenfalls meine Herangehensweise. Vielleicht regt das jemanden an, drüber nachzudenken (bei mir war es auch der Gedanke "warum nicht"). Und wenn nicht, erfährt man wenigstens, woran es hakt (könnnte ja sein, dass bei betreffender FF was im Argen liegt).


    Gedanke meinerseits: Es wurden hauptsächlich die jungen Leute angeschrieben. Zwischen 16 und 25 lebt man oft noch bei den Eltern und pendelt zur Arbeit/Schule/Ausbildung. Google Maps sagt mir, dass der Ort direkt an der Autobahn liegt, offensichtlich über den örtlichen Autobahnparkplatz eine Art behelfs-Auffahrt hat und man innerhalb einer halben Stunde in K'lautern oder Homburg ist. Vielleicht ist die angesprochene Zielgruppe tatsächlich nur noch zum Schlafen im Ort?

    Dem Gedanken folgend, hätte ich vielleicht auch die Damen und Herren zwischen 25 und 45 angeschrieben. Bei denen dürfte der Anteil, die endgültig am Ort wohnen, größer sein. Und klar, die werden vielleicht nicht mehr 40 Dienstjahre auf den Buckel bekommen - aber das wäre doch allemal besser als gar niemand.

    Men lernt nie aus.

    Ich schreibe hier meine Meinung als Privatperson!

    Beitrag bewerten

    Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

     
    AutorHelm8ut 8R., Dietzenbach / Hessen834306
    Datum11.10.2017 21:581797 x gelesen
    Hallo,

    es wäre natürlich sehr interessant mal die beiden Briefe zu lesen. Ich habe solche Aktionen schon mehrfach erlebt und dabei Briefe gesehen, die "locken" und solche die "abschrecken" können.

    Zielgruppe würde ich ganz persönlich auch nicht so einschränken. 16 bis 25 ist die Ausbildungs- und Lebensaufbauphase. Da spielen sehr oft andere Dinge (gerade in der heutigen Zeit mit dem von allen Seiten gefordertem "flexiblem Verhalten" in jeder Beziehung) eine sehr wichtige Rolle.

    HR

    Beitrag bewerten

    Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

     
    AutorUlri8ch 8C., Düsseldorf / NRW834317
    Datum12.10.2017 10:03   1890 x gelesen
    Geschrieben von Bernhard D. Guten Tag

    Geschrieben von Manfred R.

    "16.000 Briefe - 55 Interessierte - 24 neue Mitglieder"

    Stadt-Land-Gefälle ?:

    90 Briefe, 0 Interessierte, 0 neue Mitglieder :-(((


    Nein, völlig normaler Effekt...

    Wer glaubt, mit Briefen erfolgreich wertvolle Neumitglieder werben zu können, lebt in der falschen Zeit...

    Es gab und gibt genug Erfahrungen damit und mit anderen Instrumenten.

    Das einzige was m.W. zuverlässig wirkt ist
    1. Werbung über eigene Mitglieder (Freunde gewinnt man leichter als Fremde!)
    2. Werbung = Ansehen über gutes Image!
    3. Werbung über direkte Ansprache (auf Tagen der offenen Tür mit für die Normalbevölkerung attraktiven Programmen, Schulbesuche/-vorführungen, -führungen, Mitmachtage usw.)
    4. "Events" anbieten (ja, ich weiß, das finden viele zu schwierig, kompliziert, gefährlich, aber mit gewissen Abenteuermöglichkeiten kann man mehr begeistern als mit Formbriefen...)

    -----

    mit privaten und kommunikativen Grüßen


    Cimolino

    Beitrag bewerten

    Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

     
    AutorBern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg834318
    Datum12.10.2017 10:141475 x gelesen
    Guten Tag

    Geschrieben von Ulrich C.

    Wer glaubt, mit Briefen erfolgreich wertvolle Neumitglieder werben zu können, lebt in der falschen Zeit...

    Von solchen Briefaktionen halte ich auch nicht viel, schnell rutscht man da in eine Mitleids- oder Bettelschiene, und wer will schon zu einer Organisation zu der eigentlich keiner hinwill bzw. der die Leute davonlaufen ?

    1. Werbung über eigene Mitglieder (Freunde gewinnt man leichter als Fremde!)

    Klappt hier hauptsächlich auf der JF-Schiene seit Jahrzehnten.

    2. Werbung = Ansehen über gutes Image!

    Hier ist schnell z.B. über Alkoholaktionen u.ä. Events viel am Image kaputt gemacht, obwohl ein Großteil der FF gar nicht davon betroffen sind bzw. daran teilnehmen.

    Zu Werbekanpagnen allgemein auch aktuell:

    -> FW-Sache-NRW Abschlussbericht "Werbekampagne"


    Gruß aus der Kurpfalz

    Bernhard

    " Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !"

    (Heinrich Heine)


    Beitrag bewerten

    Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

     
    AutorJürg8en 8M., Weinstadt / Baden-Württemberg834319
    Datum12.10.2017 10:361410 x gelesen
    hallo,

    Geschrieben von Ulrich C.Das einzige was m.W. zuverlässig wirkt ist
    1. Werbung über eigene Mitglieder (Freunde gewinnt man leichter als Fremde!)
    2. Werbung = Ansehen über gutes Image!
    3. Werbung über direkte Ansprache (auf Tagen der offenen Tür mit für die Normalbevölkerung attraktiven Programmen, Schulbesuche/-vorführungen, -führungen, Mitmachtage usw.)
    4. "Events" anbieten (ja, ich weiß, das finden viele zu schwierig, kompliziert, gefährlich, aber mit gewissen Abenteuermöglichkeiten kann man mehr begeistern als mit Formbriefen...)

    und das nicht nur einmal sondern muss mehr oder weniger regelmässig wiederholt werden

    MkG Jürgen Mayer, Weinstadt

    Beitrag bewerten

    Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

     
    AutorVolk8er 8C., Trier / RLP834323
    Datum12.10.2017 11:481394 x gelesen
    90 Männliche Personen im Alter zw. 16 und 25 ist doch sehr viel für einen Ort mit 1250 EW.
    Man hätte überlegen sollen das auf bis 40 Jahre auszuweiten.
    Und dann in der Folge auf die Post auf persönliche Ansprache auszuweiten.

    Dies ist meine Meinung.

    Beitrag bewerten

    Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

     
    AutorHara8ld 8S., Köln / NRW834328
    Datum12.10.2017 12:531350 x gelesen
    Geschrieben von Ulrich C.4. "Events" anbieten (ja, ich weiß, das finden viele zu schwierig, kompliziert, gefährlich, aber mit gewissen Abenteuermöglichkeiten kann man mehr begeistern als mit Formbriefen...)

    Hat es schon mal jemand mit "Probefeuerwehrmann/-frau für ein Wochenende" versucht? Hört sich zwar ein wenig doof an, ist bei uns im Randsport die beste Werbung. Durchschnittlich bleiben bei uns aus jedem niederschwelligen Anfängerkurs 1 Teilnehmer von 8 hängen.
    Muss und sollte noch nicht mal kostenlos sein.

    Beitrag bewerten

    Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

     
    AutorStep8han8 B.8, Wesseling / NRW834330
    Datum12.10.2017 13:121271 x gelesen
    Hallo!

    Geschrieben von Harald S.Muss und sollte noch nicht mal kostenlos sein.

    Heißt das, wenn die Stadt Köln in den 70ern mit ihrer »feindlichen Übernahme«* erfolgreich gewesen wäre und ich jetzt Kölner wäre, müsste ich dafür bezahlen, Mitglied der FF sein zu dürfen.

    Gruß Stephan

    *) Anm.: Mitte der 70er Jahre wurde versucht im Rahmen einer Gebietsreform die Stadt Wesseling in die Nachbargemeinde Köln einzugliedern. Dies wurde nach wenigen Monaten vom Landesverfassungsgericht für unrechtmäßig erklärt und Wesseling wurde wieder selbständige Stadt im Erftkreis (heute Rhein-Erft-Kreis).

    Beitrag bewerten

    Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

     
    AutorVolk8er 8C., Trier / RLP834331
    Datum12.10.2017 13:371252 x gelesen
    Ich lese das so, das der träger der FW ruhig mal Kosten tragen darf.
    Werden doch die Mehrheit der Rekrutierungskosten von den Wehren (Kameradschaftskasse bzw. Fördervereinen)selbst getragen.

    Dies ist meine Meinung.

    Beitrag bewerten

    Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

     
    AutorHara8ld 8S., Köln / NRW834333
    Datum12.10.2017 17:111124 x gelesen
    Geschrieben von Stephan B.
    Heißt das, wenn die Stadt Köln in den 70ern mit ihrer »feindlichen Übernahme«* erfolgreich gewesen wäre und ich jetzt Kölner wäre, müsste ich dafür bezahlen, Mitglied der FF sein zu dürfen.

    Habe nix außer ein Interesse mit der Feuerwehr zu tun. Von da her könntest du beruhigt sein, wenn es denn so wäre.

    Beitrag bewerten

    Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

     
    AutorThom8as 8S., Langewahl / Brandenburg834336
    Datum 12.10.2017 21:09   1788 x gelesen
    Kleiner Erfahrungsbericht aus dem Osten - ländlicher Raum

    Wir hatten vor einigen Jahren, als ich in den Ort zugezogen bin, ebenfalls eine sehr schwierige Situation. Wir hatten damals ein TSF zu besetzen und die Feuerwehr war demographisch überaltert - durch Übergänge in die Alters- und Ehrenabteilung war absehbar das die Mitgliederzahl von 10 auf unter 6 innerhalb kurzer Zeit sinken kann. Der Standort war akut gefährdet. Wir haben das mit den Hauswurfsendungen auch alles gemacht - die direkte Wirkung war NULL. Aber das Denken im Ort hat doch irgendwie eingesetzt. Danach haben wir gezielt eine Zielgruppe angesprochen die nachhaltig ist. Junge Familienväter meist mit eigenen Häusern im Ort - die haben also definitiv was zu schützen. Wegzug wegen Ausbildung oder beruflicher Neuorientierung eher unwahrscheinlich. Also wurden durch uns und durch die ehrenamtliche Bürgermeisterin, die im Ort auch mächtig "wirbelt", gezielt meist direkt einzelne Personen angesprochen und zu Werbeveranstaltungen eingeladen. Das erfolgte meist zu Festen in der Kindertagesstätte etc. das jährliche Dorffestzelt zu fortgeschrittener Stunde ist eher ungeeignet. Im Rahmen unserer Vorstellung konnte ich anhand einiger Brandverlaufsvideos eindrucksvoll zeigen, wie wertvoll lokale Erstschlagskraft ist - nach dem Motto 3 Mann mit Eimer und nem Plan in den ersten 3 Min ist mehr wert als ein buntes großes Löschtaxi nach 15min. vor allem bei Kleinereignissen zur Ausbreitungsverhinderung. Videos von mittleren Kreisfeuerwehrtreffen mit großem taktischen, technischen und personellem Aufwand sind da eher kontraproduktiv. Daraus hat sich ein komplett neuer Stamm entwickelt, einige Jahre später wieder 4 neue Mitglieder. Danach erfolgte der Zuzug eines Kameraden mit Erfahrung in der Jugendarbeit - Aufbau einer neuen Jugendefeuerwehr. Heute ernten wir erste Früchte dieser Arbeit - selbstständiger Zulauf in die Feuerwehr aus dem Ort - erste Übergänge aus der JFw usw. Dieser Prozess hat 10 Jahre gedauert und auch reichlich Kraft gekostet. Stand heute 19 Kameraden Einsatzabteilung, JFw mit 12 Mitgliedern und 6 Kameraden Alters- und Ehrenabteilung. Änderungen im Fahrzeugpark - jetzt MTW-TSF-W-Kombination und mehr brauchst auf dem Dorf auch nicht. Auf dem Auto spiele ich notfalls auch 12 Mann kaputt, ich brauch kein grosses rotes Schlachtschiff, kann es taktisch mit jedem Standard-LF8/6 und vgl. aufnehmen und komme noch bis zu meinem Dienstzeitende mit Kameraden als Fahrzeugfahrer hin, die die alte Klasse 3 haben. Jetzt meldet sich wieder Zulauf an, 3 neue Leute - jetzt wird der Platz knapp. Sicher ist unser plus die Ortslage - größere Städte (35.000 EW 5km, 56.000EW- 35km und Berlin (50-70km) in erreichbarer Entfernung und gute Verkehrsanbindung. Im Hintergrund ein starker und engagierter Heimatverein, der das sonstige Kulturleben im Ort fördert und die Jugendfeuerwehr regelmäßig finanziell unterstützt - das spart uns den Aufwand für den Förderverein und hat letztlich auch Synergieeffekte. Der springende Punkt ist die Ortsgröße - alles über 1000 EW sollte funktionieren - konkuriert aber meist auch mit anderen größeren lokalen Vereinsangeboten, alles unter 300 EW halte ich für sehr schwierig. dazwischen ist viel von der Lage, Arbeitsangeboten usw. abhängig und Allheilmittel gibt es glaube ich nicht, es ist auch nicht jedes Projekt überall hin übertragbar, aber ganz viel hängt von den örtlich agierenden Köpfen ab. Von der Wehrführung, ihrem Auftreten und ihrer Akzeptanz im Ort hängt ganz viel ab. Und nicht jeder, der kommt, muss der LÖSCHÜBERHELD werden und genauso bekloppt wie die meisten von uns hier hunderte Stunden im Jahr leisten, immer mit dem leicht drohenden Zeigefinger, das er sein Stundensoll noch nicht voll hat. Ich kann auch damit Leben, wenn Kameraden sich auch mal etwas rausnehmen, weil Familie und Job einfach Priorität haben. Das der Weg nicht ganz verkehrt ist, hat uns das letzte Unwetter gezeigt, hier haben wir in drei Einsatzblöcken über mehre Stunden innerhalb von 24h mit unterschiedlichen Besatzungen abarbeiten können. Eins hab ich mir selbst auferlegt - ich frage niemanden von den Jungs, den ich bei Alarm im Ort gesehen habe, wo er den war, wenn er nicht zum Einsatz gekommen ist - es wird schon seine Gründe gehabt haben.... Schlüssel war bei uns das direkte persönliche Ansprechen von ausgewählten Personen, verbunden mit der Einladung zu einem verbindlichen Termin und auch das wir das immer mit kleinen Gruppen gemacht haben - niemand kam allein neu dazu und die Gruppendynamik tat ihr übriges und mehr als 5-6 Leute gleichzeitig kriegt man auch schwer ausgebildet und integriert. Bei uns hat das dann später immer gut zu weiterführenden Ausbildungen gepasst, so das meist 2-3 Kameraden zusammen fahren konnten, was natürlich immer auch von den zugewiesenen Lehrgangsplätzen abhing. Ab noch wichtiger - lasst es möglichst nie so weit kommen, das es am Standort an der personellen Untergrenze rumdümpelt - weil der Weg doch Kraft- und Zeitraubend ist, vor allem wenn man das selber auch mit Familie, Job, Haus und Hof macht. Meist sind das ja die Dinge, warum der eine oder andere sagt, das er nicht auch noch Feuerwehr will, aber da konnte ich immer sagen, schau - ist bei mir und den anderen Aktiven auch so. Und noch ein paar Jahre, dann will ich eigentlich ruhiger treten - der dann sicher ausgebildet zur Verfügung stehenden Nachfolgegeneration nur noch helfend unter die Arme greifen. Rechtzeitig loslassen und die Jungen in Verantwortung bringen und zu begleiten ohne zu Überfordern ist auch wichtig - das sind gerade meine aktuellen Baustellen. Und noch was. Ich empfehle meinem Aufgabenträger auch Mitbürger zur Aufnahme in die Wehr, die schon 50 Jahre sind, nicht jeder muss mit den bunten Flaschen auf dem Rücken auf allen vieren durch Keller kriechen - wir haben doch genug Background-Aufgaben, um für jeden eine vernünftige Aufgabe an der Einsatzstelle zu finden. Manchmal vor allem tagsüber ist so einer der einzige, der zumindest das Auto zur Einsatzstelle fahren kann. Und auch der ist evtl. noch 15 Jahre im Dienst - Wegzug eher unwahrscheinlich.

    Beitrag bewerten

    Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

     
    AutorBern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg834352
    Datum13.10.2017 21:51775 x gelesen
    Guten Abend

    Geschrieben von Harald S.

    Hat es schon mal jemand mit "Probefeuerwehrmann/-frau für ein Wochenende" versucht?

    Über diverse Schnuppermitgliedschaft, Probefeuerwehrleutetag, " Mit-Mach-Tag " und wie man solche Aktionen auf Zeit nennen will wurde schon mehrfach in Medien berichtet; der Erfolg ist wie bei ( fast ) allen Werbemaßnahmen der Feuerwehren sehr unterschiedlich und kann man nicht zu verallgemeinen. Geht von Null-Interesse bis zu erfreulicherweise mehr oder weniger Neuaufnahmen zur FF, was von vielen unterschiedlichen örtlichen und sonstigen Faktoren abhängt.

    Muss und sollte noch nicht mal kostenlos sein.

    Naja, wenn man für eine Schnuppermitgliedschaft o.ä. auch noch zahlen soll, obs da wen wirklich zur FF zieht ?


    Gruß aus der Kurpfalz

    Bernhard

    " Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !"

    (Heinrich Heine)


    Beitrag bewerten

    Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

     
    AutorManf8red8 B.8, Tittmoning / 834353
    Datum14.10.2017 03:37759 x gelesen
    Geschrieben von Thomas S. Schlüssel war bei uns das direkte persönliche Ansprechen von ausgewählten Personen, verbunden mit der Einladung zu einem verbindlichen Termin und auch das wir das immer mit kleinen Gruppen gemacht haben - niemand kam allein neu dazu und die Gruppendynamik tat ihr übriges

    Genau so sehe ich das auch. Unser Jugendwart macht sich die Mühe, jedem Jugendlichen in unserem Einzugsgebiet ( ca. 1100EW) zu seinem 12. Geburtstag persönlich ein Geschenk zu überreichen, in Einsatzuniform, Anfahrt im MZF! Selbstverständlich gibts zu dem Geschenk eine Einladung, zu einer Jugendfeuerwehrübung zu kommen. Die meisten sind davon so beeindruckt, dass sie tatsächlich zur nächsten Übung erscheinen und viele davon bleiben auch "hängen". Auf diese Weise ist es uns gelungen, eine Jugendgruppe mit 16 Jugendlichen aufzubauen. Wichtig ist es dann, die Jugendlichen Schritt für Schritt ranzulassen. Zitat eines Jugenfeuerwehrmitglieds, 14 Jahre, bei einer Schauübung: "Ihr müsst uns nur die TSF aus dem Auto heben, den Rest machen wir schon!"
    Ab 16 Jahren üben die Jugendlichen dann schon mit den normalen Aktiven und dürfen (wenn auch in beschränktem Rahmen) mit zu Einsätzen fahren.

    Geschrieben von Thomas S. mehr als 5-6 Leute gleichzeitig kriegt man auch schwer ausgebildet und integriert.

    Deshalb ist es oft nicht schlecht Ausbildung und Integration von Neumitgliedern mehr als fliessenden Prozess zu betrachten statt "paketweise" anzupacken.

    Beitrag bewerten

    Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

     
    banner

     22.05.2016 15:53 Manf7red7 R.7, Rösrath Erfolgreiche Mitgliederwerbung der Feuerwehr Rösrath
     11.10.2017 18:49 Bern7har7d D7., Schwetzingen (BaWü)
     11.10.2017 19:33 Seba7sti7an 7K., Grafschaft
     11.10.2017 21:06 Eike7 R.7, Gomadingen
     11.10.2017 20:31 Flor7ian7 F.7, Würzburg
     11.10.2017 20:45 Ingo7 z.7, Handeloh
     11.10.2017 21:58 Helm7ut 7R., Dietzenbach
     12.10.2017 10:03 Ulri7ch 7C., Düsseldorf
     12.10.2017 10:14 Bern7har7d D7., Schwetzingen (BaWü)
     12.10.2017 10:36 Jürg7en 7M., Weinstadt
     12.10.2017 12:53 Hara7ld 7S., Köln
     12.10.2017 13:12 Step7han7 B.7, Wesseling
     12.10.2017 13:37 Volk7er 7C., Trier
     12.10.2017 17:11 Hara7ld 7S., Köln
     12.10.2017 21:09 Thom7as 7S., Langewahl
     14.10.2017 03:37 Manf7red7 B.7, Tittmoning
     13.10.2017 21:51 Bern7har7d D7., Schwetzingen (BaWü)
     12.10.2017 11:48 Volk7er 7C., Trier
    zurück


    Feuerwehr-Forum / © 1996-2017, www.FEUERWEHR.de - Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Mayer, Weinstadt