News Newsletter Einsätze Feuerwehr-Markt Fahrzeug-Markt Fahrzeuge Industrie-News BOS-Firmen TV-Tipps Job-Börse

Sortierung umschalten zurück

ThemaEmpfehlung und Erfahrungsberichte der Helme Casco PF 1000 R und Schuberth F220 oder andere Typ A mit Integralvisier5 Beträge
Rubrikpers. Ausrüstung
 
AutorYork8-Al8exa8nde8r W8., München / Bayern838536
Datum27.03.2018 11:573900 x gelesen
Servus!

Ich habe mal eine Frage in die Runde...
Hat jemand von Euch Erfahrungen mit dem Casco PF 1000 R oder dem Schuberth F220? Oder gerne auch alternative Ideen:

Ich suche einen Helm der Bauart Typ A mit einem Integralvisir.

Hintergrund ist, dass einige Kumpels und ich nun unser Medizinstudium beenden und alle einen Helm für die Weiterbildung Notfallmedizin brauchen. Sprich er wird nicht häufig benutzt, sondern wenn dann bei Verkehrsunfällen und aber eben viel herum geschleppt...

Unsere Wünsche sind: Typ A, damit die Ohren einigermaßen frei bleiben zum besseren Hören (zur Kommunikation mit Kollegen und Patienten)...
Integriertes Visier, weil bei den Integralvisieren das gesamte Gesicht geschützt ist und außerdem das Visier wenn es nicht gebraucht wird durch die Helmschale geschützt ist. Denn durch das häufige Transportieren gehen außenliegende Visiere sehr schnell kaputt.
Augenschutz braucht es keinen, da wir eh mittlerweile Arbeitsschutzbrillen tragen.

Wer kann helfen, hat Erfahrungsberichte und Tipps?
Würde mich sehr freuen...

Beitrag bewerten

Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

 
AutorUdo 8B., Schiltach / Baden-Württemberg838547
Datum27.03.2018 14:502787 x gelesen
Geht es in der Ausbildung in den Innenangriff oder warum soll es ein Helm sein, der speziell dafür entwickelt und geprüft wurde?

Was ist mit Helmen für die technische Rettung (DIN EN EN16473:2014)?
(z.B. Casco PF 100 Rescue, PAB MP1, Heros Matrix, MSA F2, ... )

Wenn ich jetzt schreibe, dass für eure Zwecke sogar ein Industriekletterhelm, z.B. Kask Plasma AQ ausreicht, werde ich gesteinigt ... ;)

Grüße
Udo Burkhard
-----------------------------------
schau mal rein:
www.arbeitsschutz-im-ehrenamt.de
www.facebook.com/ArbeitsschutzImEhrenamt
twitter.com/HSE_volunteer

Beitrag bewerten

Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

 
AutorYork8-Al8exa8nde8r W8., München / Bayern838559
Datum27.03.2018 18:252536 x gelesen
Lieber Udo, danke für Deine Antwort :)

Hahahaha, natürlich wirst Du für Deine Anmerkung nicht gesteinigt ;) dies ist ja ein Forum und das ist zum Diskutieren da...

Natürlich geht es nicht in den Innenangriff, aber ganz einfach zwei recht lapidare Gründe:

1.) Versenkbares (in der Helmschale) Visier: Weniger Verschleiß, durch den häufigen Transport (kenne das noch aus meiner RD-Zeit damals, dauernd ist mir bei meinem HPS 4100 das Visier gebrochen) wenn man keiner Wache fest zugeordnet ist und immer alles herum schleppt, leidet das Material ganz schön, dann fliegt der Helm auch noch zu hause permanent durch die Gegend und so weiter...

2.) Vollgesichtsvisier, bei den genannten Modellen geht das Visier über das ganze Gesicht. Bei den Helmen für technische Rettung hast Du meist die Brillen, die wollen wir aber alle nicht haben, da zum Augenschutz sowieso eine Arbeitsschutzbrille von Uvex getragen wird und die vergleichsweise seltenen Gelegenheiten, wenn man mal ins Auto zum Patienten krabbeln muss, wollen wir halt einfach einen kompletten Gesichtsschutz. Und diesbezüglich finde ich die Vollgesichtsvisiere der THL-Helme nicht so berauschend.

3.) Ist es dann auch wieder eine finanzielle Frage, die meisten THL-Helme werden mit einer Visier-Nachrüstung deutlich teurer, was dann nicht mehr im Verhältnis steht. Da kostet der Dräger HPS 3500 dann z.B. 265,- mit Vollgesichtsvisier... da wäre der Casco PF 1000 R dann günstiger und Du hast einfach einen ordentlichen, robusten Helm auf dem Kopf und nicht so eine "Leichtgewicht-Eierschale" :)

4.) Spielt da wie schon angeschnitten auch die psychische Komponente eine Rolle, man fühlt sich schon etwas wohler wenn man richtig was auf dem Kopf hat. Ich weiß, schwaches Argument, ist aber einfach so...

Aber danke Dir trotzdem, lieber Udo, für Deine Anmerkungen!!!

Also... raus mit Euren Erfahrungen und Anregungen. Bin auf jede Meinung gespannt, man kann dadurch nur lernen...

Beitrag bewerten

Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

 
AutorUdo 8B., Schiltach / Baden-Württemberg838574
Datum28.03.2018 10:092356 x gelesen
zu 1:
Das im Helm versenkbare Visier ist 'ne nette Sache ... solange da nicht irgendwie im Einsatz Dreck dazwischen kommt.
Die Probleme hatte ich (hatten wir) gerade bei Casco, Visier verkratzt, Mechanik klemmt, Visier bzw. Halterung reisst ...
Weitere Nachteile, auch bei anderen Herstellern: Die versenkbaren Visiere schützen nur einen Teil des Gesichts, bei Brillenträgern wird es unter dem (Teil-)Visier verdammt eng, je nach Gesichtsform / Brille ist eine Nutzung erst gar nicht möglich. (berichtet von Dräger, MSA)

zu 2:
Gerade bei der technischen Rettung sind Visiere suboptimal, eben weil
- Splitter sehr leicht UNTER das Visier gelangen können; du brauchst also Brille und Visier;
- im Fahrzeug mit Visier sich die Gefahr des Hängenbleibens deutlich erhöht;
- das Visier nicht selten bei der Versorgung eine Bewegungs- und Sichteinschränkung bedeutet;
- Kunststoff-Vollvisiere in aller Regel schnell beschlagen; Gittervisiere sind aber in der Regel für diese Helme nicht erhältlich.

Stand der Technik und Unfallverhütung (T_O_P - System) ist der Schutz von Patient und Medic (innerer Retter) durch eine geeignete Folie oder Decke, parallel zu einem qualifizierten Glas- und Schneide-/Trennmanagement (Organisatorische Schutzmaßnahmen), die Splitterflug weitgehend vermeiden. Es bleibt also "nur" ein Restrisiko, dass durch PSA abgefangen werden darf und muss.
Somit reicht ein normaler Augenschutz (Korrekturschutzbrille, besser plus Vollsichtschutzbrille, bietet besseren Schutz vor Flüssigkeitsspritzern) völlig aus.

zu 3:
Das Problem kenne ich zu genüge, und nicht nur von Helmen ... :)
Spätestens, wenn der Einsatz mal länger dauert (Stunden) bis du um jedes Gramm froh, das du weniger auf dem Kopf mit dir herumschleppst - gerade auch, weil du das Tragen von Helmen nicht gewohnt bist, Kopfschmerzen und Verspannungen der Hals- und Nackenmuskulatur sind da nicht gerade selten ...

Übrigens, der normative mechanische Schutz der THL-Helme unterscheidet sich nicht vom mechanischen Schutz eines 0815-Industriehelmes.

Zu den Kosten:
Feuerwehrhelme (DIN EN 443) liegen preislich von 200-250 an aufwärts, THL-Helme (DIN EN 16473) liegen um 100, Industriekletterhelme in der Regel unter 80.
Der Unterschied: Jedes Zubehörteil (selbst Aufkleber!) bei den Feuerwehr- und THL-Helmen muss vom Hersteller zusammen mit dem Helm geprüft werden, die Anbringung von Fremdzubehör ist nicht zulässig (bei den Industrieschutzhelmen bist du in der Wahl frei ... ).

Gut, ich weiss jetzt nicht, ob Trageversuche möglich sind, wären jedoch absolut zu empfehlen.

Viel Glück bei der Suche! :)

Grüße
Udo Burkhard
-----------------------------------
schau mal rein:
www.arbeitsschutz-im-ehrenamt.de
www.facebook.com/ArbeitsschutzImEhrenamt
twitter.com/HSE_volunteer

Beitrag bewerten

Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

 
AutorMarc8us 8N., Habighorst / Niedersachsen838654
Datum30.03.2018 19:211822 x gelesen
Geschrieben von York-Alexander W.Ich suche einen Helm der Bauart Typ A mit einem Integralvisir.

Bei uns in der kompletten Gemeinde Fw wurde / wird dieser Helm eingeführt.
Vom Gewicht ist er i.O. soweit mein persönliches Empfinden.
Ich habe beim meinem Helm noch zusätzlich mit diesem Visier ausgestattet.
Dadurch spare ich mir eine Schutzbrille über meine eigene Brille (denn Brille über Brille empfinde ich als störend).
Habe auch nur den Nackenschutz dran und kein "Hollandtuch o.ä.) da kein AGT.
Das gute an dem Helm, du kannst ihn von außen mit Handschuhen verstellen, falls er dann doch mal drücken sollte...

Gruß
Marcus

meine Meinung, nur zu diesem Thema.

Beitrag bewerten

Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

 
banner

 27.03.2018 11:57 ., München
 27.03.2018 14:50 Udo 7B., Schiltach
 27.03.2018 18:25 ., München
 28.03.2018 10:09 Udo 7B., Schiltach
 30.03.2018 19:21 Marc7us 7N., Habighorst
zurück


Feuerwehr-Forum / © 1996-2017, www.FEUERWEHR.de - Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Mayer, Weinstadt