News Newsletter Einsätze Feuerwehr-Markt Fahrzeug-Markt Fahrzeuge Industrie-News BOS-Firmen TV-Tipps Job-Börse

Sortierung umschalten zurück

ThemaStiefelgeld - das gibt es also doch noch - zumindest in Schwäbisch Gmünd :-()8 Beträge
Rubrikpers. Ausrüstung
 
AutorJürg8en 8M., Weinstadt / Baden-Württemberg843533
Datum18.10.2018 22:004228 x gelesen
hallo,

mir ist gerade die Kinnlade heruntergefallen:

Schwäbisch Gmünd. Die Stadt wird den Feuerwehrleuten künftig die Feuerwehrstiefel mit der Schutzausrüstung zur Verfügung stellen. Bislang mussten die Feuerwehrleute die Stiefel selbst bezahlen. Sie erhielten dazu im Jahr ein so genannntes Stiefelgeld in Höhe von 20 Euro. Die SPD-Fraktion im Gemeinderat hatte diese Änderung in der Haushaltsdebatte beantragt.
Ich kannte so was eigentlich nur aus Überlieferungen und Erzählungen von früher. Das eine grosse Stadt das heute noch immer so handhabt wundert mich doch sehr.

Auszug aus der Haushaltsrede der Gmünder SPD-Fraktion:

Ein besonderes Engagement mit hohem Gefährdungspotenzial wird von den Angehörigen
der freiwilligen Feuerwehr ausgeübt. Diese Engagement von rund 450 Frauen und Männern
ist für uns alle von ganz besonderer Bedeutung und kann gar nicht oft genug lobend erwähnt
werden. Diese Engagement muss allerdings über die lobenden Worte hinaus, mit deutlichen
finanziellen Hilfen unterstützt werden.

Ich will jetzt nicht behaupten, dass dies in Gmünd nicht geschehe, aber manchmal wundert
man sich doch.
In der SPD-Fraktion gehen wir ganz selbstverständlich davon aus, dass die Frauen und
Männer der Feuerwehr die Ausrüstung, die sie für ihre Arbeit benötigen, auch vollumfänglich
von der Stadt gestellt bekommen. Dies gilt insbesondere natürlich für die persönliche
Ausrüstung, für die Sicherheitsbekleidung. Im Haushalt 2018 sind dafür 115.000 Euro
eingestellt. Davon werden Sicherheitshosen und -jacken und spezielle Sicherheitsbekleidung
beschafft, die durchschnittlich nach 3 bis 5 Jahren Lebensdauer ersetzt werden müssen. Für
die Beschaffung der Stiefel gibt es ein "Stiefelgeld" von 20 Euro jährlich. Ein
durchschnittliches Paar Stiefel kostet rund 150 Euro oder mehr. Das heißt, die
Feuerwehrleute müssen für die Beschaffung der notwendigen Stiefel in Vorleistung gehen.
Wir meinen, dass dieses Vorgehen der Vergangenheit angehören sollte.
Nach Informationen der Feuerwehr, reicht das jährliche Budget, obwohl es für 2018 bereits
angehoben wurde, nicht aus, die regelmäßigen Neu- bzw. Ersatzbeschaffungen zu
finanzieren.
Daher beantragen wir als SPD-Fraktion, dass das "Stiefelgeld" in jährlichen "20-Euro-Raten"
abgeschafft wird und stattdessen die notwendige Neubeschaffung bei Bedarf mit 150 Euro
bezahlt bzw. bezuschusst wird. Über das Verfahren zum Ersatz oder Neubeschaffung der
weiteren Sicherheitsbekleidung erwarten wir einen ausführlichen Bericht der Stadtverwaltung
im Verwaltungsausschuss.

Quelle: Haushaltsrede SPD 2018 (PDF-Datei, 0,13MB)

MkG Jürgen Mayer, Weinstadt

Beitrag bewerten

Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

 
AutorSeba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP843536
Datum18.10.2018 23:062469 x gelesen
Solche "Stiefelgelder" sind vielerorts mal dadurch entstanden, weil es einen "Standardstiefel" gab, den jeder erhielt, der vielen aber aus teils unsinnigen, teils aber auch absolut nachvollziehbaren Gründen nicht ausreichte. Natürlich ist eine 150-Euro-bei-Bedarf-Regelung auf den ersten Blick besser (und für den Preis gibt es absolut brauchbares auf dem Markt), aber wer legt denn den Bedarf fest? Wie häufig muss man Stiefel getragen haben, bis ein "echter" Bedarf für neue da ist? Das könnte auch wieder für Unmut sorgen. Nicht auszuschließen, dass eine jährliche Zahlung von 20 EUR für manchen doch die günstigere Variante gewesen ist.

"In der Regel machen es die reinen Experten nicht gut. Das ist wie vor Gericht. Der Zeuge weiß, wie es war, versteht aber nichts. Der Gutachter versteht alles, weiß aber nicht, wie es war. Der Richter versteht nichts und weiß nichts, aber er entscheidet - nachdem er alle angehört hat." (Wolfgang Schäuble, Stern-Interview vom 20.06.2013)

Beitrag bewerten

Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

 
AutorSVZ 8Ser8vic8e- 8und8 Ve8rtr8ieb8s-Z8ent8rum8 Mi8nor8 M.8, Bösel / 843538
Datum18.10.2018 23:412309 x gelesen
Die Stiefel und Einsatzbekleidung kann doch auch ähnlich dem Leasingkonzept als Mietkauf- oder Finanzkaufkonzept angeschafft werden. Somit für den Haushalt verträglich

Beitrag bewerten

Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

 
AutorTors8ten8 D.8, Gaiberg / Baden-Württemberg843539
Datum19.10.2018 00:042315 x gelesen
Na so unüblich scheint das ja nicht zu sein.
Wir bekommen 75 was dem Gegenwert des Knobelbechers entspricht. Wenn du was besseres haben willst, dann musst du privat drauf zahlen.
Ich glaube, dass ist in kleineren Gemeinden die gängige Regel. Über die Höhe und das Grundmodell kann man natürlich streiten....
Wann ein Stuefel ausgetauscht wird, bestimmt der Gerätewart zusammen mit dem Stiefelträger. Ist ja ein einsatztechnisches Mittel, dass den Sicherheitsbedingungen genügen muss. Ebenso entscheidet er mit über die zu kaufenden Modelle, damit die Normen auch eingehalten werden.

Beitrag bewerten

Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

 
AutorPhil8ip 8R., Ebhausen / BaWü843540
Datum19.10.2018 00:102267 x gelesen
Wenn die Gemeinde für die FFW nur solche Schlupfstiefel zur Verfügung stellt (gibt es noch vereinzelt) dann verstehe ich den Wunsch der Kameraden nach guten, geschnürtem Schuhwerk.

In der Wehr in der ich bin wird seit einigen Jahren standardmäßig ein günstiges Modell von EWS bestellt und damit sind alle welche die bekommen haben wohl recht zufrieden.

Nichts was ich schreibe ist eine offizielle Kommunikation einer Feuerwehr.

Beitrag bewerten

Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

 
AutorMich8ael8 L.8, Dausenau / RLP843541
Datum19.10.2018 08:471914 x gelesen
Das ist in meiner Heimatwehr auch so. Die Kommune zahlt den Betrag X (der einem Standardschaftstiefel entspricht). Wer ein anderes Modell haben will der zahlt halt eben drauf.
Wie hoch der Betrag zur Zeit ist kann ich allerdings nicht sagen.
In meiner Zweitwehr gibt es den Haix Fire Flash standardmäßig für jede Einsatzkraft.

Alle Beiträge geben meine eigene Meinung wieder.
Sollte sich jemand daran stören so stehe ich jederzeit für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Beitrag bewerten

Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

 
AutorBern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg843552
Datum19.10.2018 11:181766 x gelesen
Guten Tag

Geschrieben von Torsten D.

Ich glaube, dass ist in kleineren Gemeinden die gängige Regel.

Da hat nicht unbedingt etwas mit der Größe einer Gemeinde, als mehr mit deren Finanzkraft zu tun. Ich kenne beispielsweise kleine Orte, die ihre FF mit " hochwertigster " PSA ausstatten und Großstädte deren FF nur " Standard " PSA bekommt.


Gruß aus der Kurpfalz

Bernhard

" Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !"

(Heinrich Heine)


Beitrag bewerten

Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

 
AutorVolk8er 8C., Garbsen / NDS843556
Datum19.10.2018 17:241542 x gelesen
So viel ist das gar nicht. In Trier wurde zuletzt auch jeder mit Haix ausgerüstet.
Wenn man eine Haltbarkeit von 10 Jahren für einen FF-Stiefel rechnet und sagt ein Paar kostet 100 mehr dann sind das 10 je FF-Mann. also je 100 Leute ein Tausender im Jahr. In meinen Augen Pillepalle im Vergleich zur Wirkung.

Dies ist meine Meinung.

Beitrag bewerten

Beitrag in meine Bookmarkliste aufnehmenantworten

 
banner

 18.10.2018 22:00 Jürg7en 7M., Weinstadt
 18.10.2018 23:06 Seba7sti7an 7K., Grafschaft
 18.10.2018 23:41 SVZ 7Ser7vic7e- 7und7 Ve7rtr7ieb7s-Z7ent7rum7 Mi7nor7 M.7, Bösel
 19.10.2018 00:04 Tors7ten7 D.7, Gaiberg
 19.10.2018 11:18 Bern7har7d D7., Schwetzingen (BaWü)
 19.10.2018 17:24 Volk7er 7C., Garbsen
 19.10.2018 00:10 Phil7ip 7R., Ebhausen
 19.10.2018 08:47 Mich7ael7 L.7, Dausenau
zurück


Feuerwehr-Forum / © 1996-2017, www.FEUERWEHR.de - Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Mayer, Weinstadt