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| Thema | Notfunk - Funkamateure können die BOS unterstützen | 14 Beträge | |||
| Rubrik | Kommunikationstechnik | ||||
| Autor | Jürg8en 8M., Weinstadt / Baden-Württemberg | 849538 | |||
| Datum | 02.06.2019 12:00 | 2977 x gelesen | |||
hier mal ne Info über Aktivitäten von Funkamateuren in Brandenburg. Wenn Strom- und Kommunikationsnetze ausfallen, können sie noch Informationen weiterleiten. Amateurfunker könnten im Ernstfall eine wichtige Hilfe für Behörden sein, wie auf einem Funkertreffen in Wittstock deutlich wurde ... MkG Jürgen Mayer, Weinstadt | |||||
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| Autor | Ulri8ch 8C., Düsseldorf / NRW | 849540 | |||
| Datum | 02.06.2019 12:39 | 1992 x gelesen | |||
Geschrieben von Jürgen M.Wenn Strom- und Kommunikationsnetze ausfallen, können sie noch Informationen weiterleiten. Amateurfunker könnten im Ernstfall eine wichtige Hilfe für Behörden sein, wie auf einem Funkertreffen in Wittstock deutlich wurde ... wer könnte denn da mal einen Beitrag für das http://einsatzleiterhandbuch.org/ schreiben? Also kurze Beschreibung der Möglichkeiten und möglichst je nach Bundesland mindestens einen Ansprechpartner? ----- mit privaten und kommunikativen Grüßen Cimolino | |||||
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| Autor | Tors8ten8 D.8, Gaiberg / Baden-Württemberg | 849542 | |||
| Datum | 02.06.2019 14:58 | 1794 x gelesen | |||
| Keine Frage, wenn man auch andere Infrastruktur im Notfall nutzen kann, ist das Hilfreich und wünschenswert. Deshalb sollte sowas auch dokumentiert werden. Aber wenn Stromausfall ist, dann greifen BOS zum Notstromaggregat oder sollten das eigentlich tun, um wieder erreichbar zu sein. Fraglich ist, ob Hobbyfunker auch über Notstromaggregate flächendeckend verfügen, denn ihne Strom funk da auch nichts. Also wäre für mich Prio eins eine flächendeckende Notstromversorgung BOS und danach erst ein redundantes Netz. Gruss Torsten | |||||
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| Autor | Jürg8en 8M., Weinstadt / Baden-Württemberg | 849543 | |||
| Datum | 02.06.2019 15:35 | 1713 x gelesen | |||
| hallo, Geschrieben von Torsten D. Fraglich ist, ob Hobbyfunker auch über Notstromaggregate flächendeckend verfügen, denn ihne Strom funk da auch nichts. wir sind Funkamateure - keine "Hobbyfunker" ;-) => ein Funkamateur muss bei der Bundesnetzagentur eine Prüfung ablegen. Erst dann darf er auf den Amateurfunkfrequenzen Sendebetrieb machen. Diese Prüfung hat einen grossen Technikteil. Daher haben Funkamateure grossen KnowHow in Sachen Funktechnik. Die können die BOS auch nutzen. Amateurfunkanlagen brauchen wenig Strom. Das ist mit ein herausstechendes Merkmal das für den Notfunk sehr wichtig ist. Der unabhängige Betrieb einer Funkstation ist für Funkamateure "tägliches Geschäft". Wir arbeiten oft portabel mit Akkus. Auch der Betrieb von Funkstationen mit solargepufferten Akkus ist für uns kein Neuland. Geschrieben von Torsten D. Also wäre für mich Prio eins eine flächendeckende Notstromversorgung BOS und danach erst ein redundantes Netz. klar. Die BOS müssen auf jeden Fall zunächst mal schauen das ihre eigene Netze stabil laufen und auch bei flächendeckenden und langandauern Stromausfall sicher zur Verfügung stehen. Funkamateure können aber da ergänzend und unterstützend tätig werden. Ein Beispiel: Mit AREDN ( = Amateur Radio Emergency Data Network ) können Funkamateure ein portables IP-Netzwerk auf Amateurfunkfrequenzen aufbauen und betreiben. Zusammen mit dem HamNet ( = "Amateurfunk-Intranet" ) können solche Netze von den BOS ergänzend genutzt werden. Es gibt da z.B. schon Einheiten des DRKs die bei Tunnelübungen zwei Abschnittsleitungen an beiden Tunnelportalen miteinander verbunden haben. Über dieses AREDN-Netz konnten dann die beiden ELWs telefonieren, chaten und Daten wie z.B. Bilder austauschen. Mach das mal mit BOS-Technik ... Weitere Infos: Weltamateurfunktag 2019: Unterstützung der BOS durch Funkamateure Hier mal einige Beispiele: Großubung Wattkopftunnel bei Karlsruhe (Ettlingen) am 21.07.2018 Katastrophenschutzübung Heißer Fächer 2018 in Karlsruhe Funkamateure zur Unterstützung in Bereitschaft Alternative Kommunikationswege beim Baden-Marathon in Karlsruhe AREDN-Arbeitstreffen in Karlsruhe AREDN bewährt sich in der Feuerprobe hier mal eine Anwendung die beim Karlsruher Fastnachtsumzug eingesetzt wurde: ![]() Dieses Display stand im ELW der Feuerwehr Karlsruhe. Die Abschnittsleitung des DRK erfasste aktuelle Einsatzinfos in ihrem Abschnitts-ELW in einem Chat. Diese Infos wurden automatisch über das AREDN-Netz das Funkamateure aufgebaut und betrieben haben in Echtzeit zur Feuerwehr übermittelt. Dieses IP-Netz war total unabhängig von öffentlichen Netzen. Auch wenn z.B. bei einem Notfall die Mobilfunknetze zusammenbrechen würden wären die Verbindungen in dem AREDN-Netz davon nicht betroffen. Gegenüber eine klassischen Sprechfunkverbindung hat das schon Vorteile. Bei den Übungen wo Funkamateure unterstütztend tätig waren konnte Informationen deutlich schneller als mit klassischen BOS-Fernmeldemittel übertragen werden. Funkamateure die im Notfunk tätig sind beschäftigen sich inzwischen intensiv mit solchen neuen Techniken und probieren die aus. Teilweise werden da sogar spezielle Anwendungen entwickelt. ( z.B. ein drahtloses Info-Board) Ich denke es wäre für die BOS sinnvoll da einfach mal über den Tellerrand zu blicken und zu schauen welche Spezialisten sie zur Unterstützung heranziehen können. 73 de Jürgen, DL8MA PS: wer sich für diesen Bereich des Amateurfunks näher interessiert darf sich gerne bei mir melden. Als Notfunkreferent des DARC-Distriktes Württemberg bin ich in diesem Thema recht tief drin. MkG Jürgen Mayer, Weinstadt | |||||
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| Autor | Bern8ade8tte8 S.8, Marxheim / Bayern | 849544 | |||
| Datum | 02.06.2019 16:39 | 1471 x gelesen | |||
Geschrieben von ---Torsten Diemer, --- Aber wenn Stromausfall ist, dann greifen BOS zum Notstromaggregat oder sollten das eigentlich tun, um wieder erreichbar zu sein.. Aber was machst Du, wenn der Strom auf 2.000 Meter in den Bergen ausfällt und der Hubschrauber wegen schlechtem Wetter nicht rauf kann? Grüße Bernadette DG7MHT und BOS-lerin | |||||
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| Autor | Tors8ten8 D.8, Gaiberg / Baden-Württemberg | 849545 | |||
| Datum | 02.06.2019 16:55 | 1493 x gelesen | |||
| Hi Jürgen. Wenn man das so erklärt bekommt, dann bekommt man natürlich ein sehr verlockendes Bild. Schön, zu sehen, dass wenigstens in einem Bereich die Mitwirkenden sich darum bemühen, den internationalen Stand der Technik selbst umzusetzen und damit eine weit bessere und effektivere Lösung anbieten können, als wir sie mit den öffentlichen Mitteln hin bekommen. Vielen Dank gür die erhellenden Ausführungen und sorry wegen dem Hobbyfunker. Natürlich meinte ich Amateurfunker. ;-) Ich werde mich wegen persönlich bestehendem Interesse dann mal direkt an dich wenden Viele Grüsse vom Berg Torsten | |||||
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| Autor | Jürg8en 8M., Weinstadt / Baden-Württemberg | 849548 | |||
| Datum | 02.06.2019 17:30 | 1550 x gelesen | |||
| hallo, Geschrieben von Torsten D. dann bekommt man natürlich ein sehr verlockendes Bild. da ich beide Bereiche kenne - also die Kommunikation der BOS als S6er und den Notfunk im Amateurfunkdienst ist es auch für mich immer wieder interessant zu sehen welche Unterschiede es da gibt. Auf der einen Seite das klassische Funkgespräch über 4m ( bzw. Digitalfunk ) womögilch mit Spruchformular und auf der anderen Seite die Datenübertragung nebst Telefonie über ein Netz das im 2,4 bzw. 5GHz-Bereich arbeitet und Datenraten von bis zu mehreren MBit/s bietet. Da wäre es schon sinnvoll wenn die BOS einfach mal zu den Funkamateuren rüberschauen und dann geziehlt KnowHow und (!) Man- bzw - Frauenpower mit ins Boot nehmen. Das THW in Bayern hat das schon erfolgreich gemacht. Da wird Amateurfunktechnik auf Kurzwelle für die schriftliche (!) Kommunikation zwischen deren Führungsgruppen verwendet. Die verschicken da eMails quer durch Bayern bzw. Deutschland / Europa / weltweit ohne das die irgendeine Infrastruktur zwischen den Führungsgruppen benötigen. Die dafür notwendige Gerätschaft passt in einen handlichen Koffer. Mit einer voll geladenen Autobatterie kann man so eine Station mehrer Tage autark bereiben. So was hab ich hier auch rumstehen ;-) MkG Jürgen Mayer, Weinstadt | |||||
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| Autor | Mark8us 8G., Kochel am See / Bayern | 849553 | |||
| Datum | 02.06.2019 23:14 | 1457 x gelesen | |||
| Ich würde ja wieder voll auf Rauchzeichen setzen, so wie damals..... Auch ist die berittene Weiterleitung von Informationen ebenfalls nicht ganz zu vernachlässigen.... Oder aber der Kradmelder, so wie Opa...... Aber das wäre natürlich in so einer modernen Zeit wie heute, wo alles hochmodern und zuverlässig funktioniert, absolut unrealistisch.... Wenn ich so an den Tetra-Pack Funk denke und das ganze andere hochkomplexe Zeug, das eigentlich keiner wirklich bedienen kann, das vor Kosten nur so explodiert ist, zuverlässig ist, wie ein alter Kinderkeks..... Ja dann...... Wird mir eigentlich nur noch übel..... Nachdem wir aber dem Fortschritt nicht im Wege stehen wollen, werden wir jetzt Meldezettel an Hobbyfunker geben, die DTG ordentlich eintragen und auf Empfangsbestätigung warten.... Die Spinnen die Römer..... In Treue fest! | |||||
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| Autor | Bern8ade8tte8 S.8, Marxheim / Bayern | 849557 | |||
| Datum | 03.06.2019 07:51 | 1389 x gelesen | |||
| Ich hab so mittlerweile den Eindruck, dass lizenzierte Funk-Amateuere (die selbst Geräte und Antennen bauen dürfen, Richtantennen verwenden dürfen usw.) mit CB-Funkern verwechselt werden. 73 DG7MHT | |||||
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| Autor | Thom8as 8M., Menden/ Sauerland / NRW | 849560 | |||
| Datum | 03.06.2019 09:21 | 1258 x gelesen | |||
Geschrieben von Ulrich C.einen Ansprechpartner? Und ggf. wie ich nach Ausfall der gesamten Kommunikation den erreichen kann. Denn das dann zB in NRW 500 betroffene Feuerwehren einen Melder zum A.Funker Meyer entsenden wird nicht zielführend sein. Ich denke das wird nur dann rel. problemlos funktionieren wenn es Pläne gibt die wohl leider allein von den A.Funkern ausgearbeitet werden. zB in dem die A.F alle 5J. ein DinA4-Blatt mit grundsätzlichen Informationen an alle FW versenden, praktisch die aktuelle Kurzinformation und als "Hallo" zur ausführlichen Information im Einsatzleiterhandbuch. Das Blatt kann dann im Notfallordner abgeheftet werden, zumindest haben wir es mal gelesen. Im Einsatzfall sollte sich der jeweilige Funker dann selbstständig zur FW/Lts bewegen und seine Hilfe anbieten, denn im Alltag ist das doch eher ein Thema was ....vollkommen untergeht. "Ich leiste mir den Luxus einer eigenen Meinung" frei n.Bmark | |||||
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| Autor | Paff8enh8olz8 K.8, Süplingen / Sachsen-Anhalt | 849570 | |||
| Datum | 03.06.2019 14:57 | 1190 x gelesen | |||
| Hallo, wie überall ist für den Einsatz von Funkamateuren natürlich eine entsprechende Planung sinnvoll. So einfach mal bei einem OM klingeln und fragen ob er könnte funktionieert nicht. Beispiel Wolfsburg - Einbindung des DARC-Ortsverbandes H24 in den Katastrophenschutz der Stadt. Genaue Aufgabenabstimmung nach den Notwendigkeiten der Stadt. Bildung einer Gruppe "Notfunker" im Ortsverband des DARC. Vorhaltung der erforderlichen Technik inkl. AFU-Pager bei den Funkamateuren. Regelmäßige Übungen der "Notfunker" um zum einen die Technik zu testen und in den verwendeten Anwendungen wie Mail, HamNet, Datenaustausch fit zu bleiben. Wichtig ist halt, sich hier im Vorfeld Gedanken zu machen und gemeinsam mit den örtlichen Funkamateuren die Möglichkeiten zu besprechen und zu planen. Beste Grüße und 73 Klaus - DL9PA | |||||
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| Autor | Mich8ael8 B.8, Überlingen / Baden-Württemberg | 849597 | |||
| Datum | 04.06.2019 19:14 | 1060 x gelesen | |||
| Wenn ich so zwischen den Zeilen lese, kann ich mir gut vorstellen das viele garnicht wissen, was wir Funkamateure können, wissen und dürfen. Viele denken immernoch: Alter mann, allein zuhause, nur an der Morsetaste. Klar - das gibt es auch noch. Aber es gibt genauso die Jugendlichen, die mit Astro-Alex funken, es gibt denjenigen, der über den ersten Geostationären Satellit Funkverbindungen (in Morsetelegrafie, Sprechfunk oder Digitalfernsehen) abwickelt oder diejenigen, die mit kleinster Sendeleistung in neuen Betriebsarten Signale dekodieren, die das menschliche Gehör nicht mehr aufnehmen kann (FT8 und ähnliche). Der Amateurfunk ist so breit aufgestellt, das es schwer ist, alle Möglichkeiten in wenigen Sätzen zusammenzufassen. Für mich persönlich ist das Hobby Amateurfunk eine Win-Win-Situation - sowohl das BOS-Wissen im Amateurfunk einzusetzen als auch das Amateurfunkwissen im BOS-Funk einzusetzen. Glücklicherweise haben "wir" die annähernd gleiche Technik wie die BOS, sei es Analogfunk, POCSAG oder Digitalfunk (neben Tetra nutzen wir auch DMR und ähnliches). Vy 73 de Michael, DL2GMI | |||||
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| Autor | Jürg8en 8W., Gifhorn / Niedersachsachsen | 850325 | |||
| Datum | 02.07.2019 16:34 | 1060 x gelesen | |||
Geschrieben von Bernadette S.Ich hab so mittlerweile den Eindruck, dass lizenzierte Funk-Amateuere (die selbst Geräte und Antennen bauen dürfen, Richtantennen verwenden dürfen usw.) mit CB-Funkern verwechselt werden. Hi Bernadette, das liegt wohl auch daran, dass sich einige der E-lizensierten Funkamateure, die ja nun auch mal zu dem Kreis gehören, vom Intellekt her sehr nahe am CB-Funk-Neveau bewegen. Dennoch begrüsse ich natürlich die Bemühungen, den Amateurfunk in die BOS mit einzubinden. Derartige Bemühungen sind im Übrigen nicht ganz neu und gehen bis Anfang der 80ger zurück. Anlässlich einer THW-FAG-Tagung, bei der auch Vertreter der THW-Leitung anwesend waren, hat man vor einigen Jahren nun aber auch bekundet, dass man den Amateurfunk in die BOS einbeziehen möchte. Eine Zentrale Koordinierung oder einen Fortschritt habe ich da aber noch nicht erkennen können. Gruss Jürgen Wenzel Twitter: THW-Digitalfunk | |||||
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| Autor | Jürg8en 8M., Weinstadt / Baden-Württemberg | 851517 | |||
| Datum | 17.08.2019 18:06 | 1267 x gelesen | |||
| hallo, in Berlin-Köpenick: Amateurfunk MkG Jürgen Mayer, Weinstadt | |||||
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