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ThemaStromausfall nach Sturm Sabine3 Beträge
RubrikKommunikationstechnik
 
AutorJürg8en 8M., Weinstadt / Baden-Württemberg856354
Datum14.02.2020 16:301908 x gelesen
hallo,

hier mal ein Blick über den (Feuerwehr-) Tellerrand:

Stromausfall nach Sturm Sabine

Internet und Strom sind im Prinzip immer da, das ist ein sehr seltenes Ereignis. Diese Worte
kommen uns sehr bekannt vor

Nun, nachdem der Sturm ganze Bäume gefällt hat, ist auch in einigen Gemeinden schon wieder der
Strom ausgefallen. In Laaber Deuerling und anderen Gemeinden waren die Haushalte stundenlang
ohne Strom und ohne Telefon. Da Telefon über DSL läuft und die Haushalte stromlos waren hatten
auch die Ärzte und Apotheken kein Telefon.

Dann greifen wir eben zum Handy. Jedoch nichts ging mehr, auch gegen Nachmittag war das GSM
Funknetz und LTE weg. Sollte das nicht angeblich über Notstromagreggate und Akku Anlagen
laufen ? Das war wohl nichts.

Unsere Amateurfunk-Relaisstationen waren alle erreichbar. Der Notfunkbetrieb stand bereit. Da es
vormittags war, kam es zu keinen nennenswerten Funkgesprächen. Es war jedoch alles stabil und
sendebereit. Auch eine Sendebake APRS hat mit einem Warnhinweis den Sturm und den Ausfall
gemeldet. Über HF gut in jedem Auto und jeder Heimstation zu empfangen.

Ein Beispiel zur lokalen Versorgung: Zuhause war die Fritzbox über 10Ah Akku gepuffert, wir
hatten jederzeit Telefon und Internet. Nach 4h war überraschenderweise immer noch der nächste
DSLAM Knoten erreichbar. Dieser soll laut Telekom etwa 2h die Verbindungen zu DSL halten.
Vermutlich waren wir wohl die einzigen Teilnehmer. Gute Informationen kamen übrigens über DAB
Radio und UKW Rundfunk,Wer ein Radio hat konnte die Vollsperrungen alle mitbekommen. Wer
auf Internet oder Katwarn hoffte, war absolut abgeschnitten.

Das war nur ein mittlerer Sturm mit Schäden durch umgestürzte Bäume, abgeknickte Antennen,
Blitzeinschläge in Vermittlungsstellen und Stromausfällen. Nur ein Vorgeschmack was noch alles
auf zu zukommen wird. Es zeigt sich , dass bei einem Ausfall oder Katastrophenfall alles gut
vorbereitet sein muss. Jedes Kabel muss passen, alles beschriftet. Akkus müssen geladen sein.
Auch unsere Amateurfunk Sendeanlagen am Münchshoferberg inkl. Hamnet, waren in Betrieb.
Alles in allem kann man sagen, dass wir Funkamateure nach wie vor für diese Ereignisse gut
gerüstet wären.

Info von DL7GA Referat Öffentlichkeitsarbeit U in Zusammenarbeit mit dem Notfunkreferat U


Interessanter kleiner Bericht. Hat da nur eine kleine Fläche betroffen und war ja auch nicht lang andauernd.

Aber der Hinweis auf die Verfügbarkeit von Mobilfunk und DSL ist interessant.

Der Hinweis auf den Amateurfunkdienst der in solchen Situationen für den Notfunk genutzt werden kann sollte sich Feuerwehrs einfach mal im Hinterkopf behalten ...

MkG Jürgen Mayer, Weinstadt

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AutorBern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg856355
Datum14.02.2020 16:441055 x gelesen
Guten Tag

Geschrieben von Jürgen M.

Hat da nur eine kleine Fläche betroffen und war ja auch nicht lang andauernd.

Ähnlich hier in der Region:

-> SWR " Sturmtief "Sabine" und die Folgen in der Region - Viel Arbeit für die Einsatzkräfte "

[...]
Stromausfälle und geschlossene Schulen

In zahlreichen Ortschaften in der Pfalz war in der Nacht zum Montag der Strom ausgefallen. Wie die Pfalzwerke mitteilten, waren in der Vorder- und Südpfalz zehn Ortschaften betroffen, darunter Neupotz, Rheinzabern und Waldsee. Techniker der Pfalzwerke waren im Einsatz, um die Schäden zu reparieren. Mehr als 8.000 Personen in der Vorderpfalz hatten bis zum Mittag keinen Strom. Dann normalisierte sich die Situation.

In Mörlenbach (Kreis Bergstraße) hatte es ebenfalls einen Stromausfall gegeben. In Spechbach (Rhein-Neckar-Kreis) war ein Baum auf eine Oberleitung gestürzt.
[...]


Über größere Kommunikationsprobleme ist mir aber nichts bekannt.



Gruß aus der Kurpfalz

Bernhard

" Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !"

(Heinrich Heine)


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AutorJuer8gen8 W.8, Frechen / NRW856358
Datum14.02.2020 21:56858 x gelesen
Hier bei mir war ansich in der Nacht selber erstmal - soweit ichs mitbekommen habe - kein unmittelbarer FW-Einsatz, aber die Tage danach fiel doch immer mal ein Baum um.
Irgendwann hatte ich dann bemerkt dasz eine Dipol-Haelfte meiner KW-Antenne aufs Hausdach abgefallen war. Ich habe das dann mal
zum Anlass genommen um zu testen wie sich das bemerkbar macht: Im Rahmen der immer schwankenden KW-Ausbreitungsbedingungen
nicht signifikant feststellbar. Erstaunlich: Noch mit 100mW (0,1W) Sendeleistung wurden die Morse-Test-Signale von einem weltweit automatisch arbeitenden Netzwerk ueber ganz Europa verteilt decodiert. Das kleinste gemeldete Signal-Rausch-verhaeltnis waren 7dB - auch das haette immer noch fuer eine humane Aufnahme der Signale ausgereicht.
Also man sieht: Ueberall kann mal was passieren, aber zur Not geht es auch mit einfachstem Equipment eine Nachricht zu uebermitteln.
Natuerlich nicht unbedingt mit der gewohnten Qualitaet / Zuverlaessigkeit, aber immerhin grundsaetzlich moeglich. Wenn noch ein bischen
mehr Strom zur verfuegung steht ginge auch noch email ueber Kurzwelle, was dann den Vorteil haette dasz man auch "zivile" Teilnehmer erreicht und ggf. Anforderungslisten usw. (ASCII-Texte) recht bequem uebermitteln kann.
Leider gabs wohl DL-weit doch ein paar Opfer, sonst haette man beruhigt sagen koennen dasz man kaum realer haette "ueben" koennen.

Mein eigenes Fazit: wir haben nochmal Glueck gehabt; von einem groeszeren Szenario trennen uns nur wenige "dB" Windkraft. Oder auch
andere Ereignisse. Wenn ich daran denke wie noch vor wenigen Tagen Verantwortliche aus Politik und Verwaltung in Bezug auf CORONA laessig argumentiert haben - die Infektionszahlen aber exponentiell anstiegen - dann sehe ich fuer uns hier in Deutschland noch keine Entwarnung. Zu denken gaben mir da besonders die Meldungen im WEBASTO - Umfeld im gleichzeitigen Zusammenhang mit den praktisch taeglich sich verfeinernden Erkenntnissen zu den moeglichen Uebertragungswegen. Ich kann wirklich nur hoffen dasz man da wirklich alles abgeklaert und nichts uebersehen hat. Wie zu hoeren und zu lesen war ueberlebt das Virus auf Oberflaechen bis zu 7 Tage und ist in Faekalien nachgewiesen worden. Wie man da wirklich "alles im Griff" haben will kann ICH mir beim besten Willen derzeit nicht vorstellen.
Aber ich will das jetzt nicht weiter ausmalen, ist ja zum obigen Thema auch etwas off topic. Einfach ertsmal gespannt die News verfolgen.

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 14.02.2020 16:30 Jürg7en 7M., Weinstadt
 14.02.2020 16:44 Bern7har7d D7., Schwetzingen (BaWü)
 14.02.2020 21:56 Juer7gen7 W.7, Frechen
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