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ThemaSelfie am Unfallort5 Beträge
RubrikFirst Responder
 
AutorHara8ld 8S., Köln / NRW861610
Datum07.09.2020 08:232632 x gelesen
Die Tage hatte ich das "Vergnügen" als Ersthelfer auf der Autobahn zu helfen. Soweit hatte der Verletzte mehr Schutzengel als gedacht, er war bei Bewustsein und Verstand, aber ziemlich kaputt.
Nun wir warten also auf den Rettungsdienst, da möchte der Verletzte Fotos von sich und der Unfallstelle gemacht bekommen. Er entsperrt und übergibt sein Handy. Erstmal ein seltsames Gefühl.
Das der Rettungsdienst für sowas keine Zeit hat ist klar, aber wie reagiert Ihr als Ersthelfer, wenn die Kapazitäten da sind?
Dafür spricht:
- es ist schließlich Sein Unfall
- Er war der einzige Verletzte
- Ich habe keine Lust das er kollabiert (war knapp)
Dagegen :
- Ein ungutes Gefühl
- ist ein Graubereich
- gegen den Mainstream

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AutorWolf8gan8g K8., Deißlingen / Baden Württemberg861612
Datum07.09.2020 08:301658 x gelesen
Also erstmal - Falsche Überschrift. Selfie heißt - ich fotografier mich selbst. Dagegen kann, sofern keine Dritten beteiligt sind niemand was haben.

Was er von Dir wollte war ein Bild von sich und dem Unfallort. Das kann man wollen oder auch nicht. Grauzone? Rechtlich eher nicht, was soll dagegen sprechen?

Ob er jemand findet, der es macht ist die andere Frage. Wenn es sein Gesundheitszustand zulässt, niemand Dritter drauf ist und er einen Fotografen findet .......

Was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung. Diese weicht öfters von der Meinung anderer ab. Und das ist gut so.

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AutorThom8as 8H., Dornstadt / Baden-Württemberg861616
Datum07.09.2020 09:31   1672 x gelesen
Ich wüsste sogar vernünftige Gründe, die dafür sprechen:
Der Unfallmechanismus und die Endlage der Fahrzeuge sind dokumentiert, bevor Rettungsdienst und Feuerwehr etwas verändern.

Ich ermutige sogar (bei Verkehrsunfällen ohne Verletzte) die Beteiligten, Fotos der Beschädigungen und Übersichtsaufnahmen zu machen, damit sie für die folgende Abwicklung mit Versicherung, Bußgeldstelle und Gericht eine eigene Dokumentation und ggf. Beweise haben.

Das reine Erinnerungsfoto des betroffenen kann alles sein von geschmacklosem Blödsinn bis hin zu einem wertvollen Beitrag zur Bewältigung des Erlebten.
Ich hatte selbst einmal einen Unfall, der mir gut vier Monate Krankschreibung einbrachte. Davon gab es ein Video. Das Video hat mir selber klar gemacht, dass ich mir bei diesem Unfall nichts vorzuwerfen hatte.

Andererseits ist man als Beteiligter oft genug so soll von Adrenalin, dass man irrational reagiert. Da kommen dann auch solche ungewöhnlichen Wünsche wie das Beweisfoto. Mache Dir also nicht zu viele Gedanken. Eher "wenn´s ihn glücklich macht, dann bereite ich ihm diese Freude".

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AutorHara8ld 8S., Köln / NRW861621
Datum07.09.2020 12:051166 x gelesen
Geschrieben von Thomas H."wenn´s ihn glücklich macht, dann bereite ich ihm diese Freude".
Das war auch meine Reaktion, trotzdem interessierte mich die Meinung der Forumgemeinde

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AutorJens8 E.8, Göttingen / Nds861624
Datum07.09.2020 13:351112 x gelesen
Hallo,
Geschrieben von Thomas H.Das Video hat mir selber klar gemacht, dass ich mir bei diesem Unfall nichts vorzuwerfen hatte.

Dem kann ich beipflichten. Nach meinem Unfall hatte ich den Unfallhergang auch nicht verstanden. Überschlag auf der Landstraße... dabei hatte ich nur eine Drehung gemerkt, dass es Kopfüber ging, habe ich erst später mitbekommen. Es war früh am Morgen im Dezember, ich stieg noch aus dem Auto aber Zeugen haben mich schnell aus dem Bereich geholt und das Wrack habe ich nicht mehr gesehen. Eine Fahrerin wollte mich in ihr Auto setzen um auf den RTW zu warten. Hatte äußerlich nichts bis auf eine mini Blutung an der Stirn. Aber ich hatte Angst, dass der NA eine Wirbelsäulenverletzung vermuten könnte und eine technische Rettung verlangte. Daher stieg ich aus als ich den Wagen hörte... War aber auch kein NA vor Ort :o) Letztlich hätte er recht: HKW 2 war verletzt

Sekunden nach dem Crash gingen mir so viele Gedanken durch den Kopf: angefangen, von "wie komm ich jetzt hier weg" bis zu "ich muss meinen Chef anrufen, dass ich einen Unfall hatte und nicht zur Arbeit komme" - dazu noch Warndreieck aufstellen. Ich weiß nicht, wie lange ich auf Pol / RD gewartet hatte aber laut dem RA musste es etwas länger gedauert haben, weil der Notruf wohl ungenau war und die ESt erst woanders vermutet hatten.

Zurück zum Thema; warum sind Fotos von Verletzten an der ESt verboten? Um die Privatsphäre vom Opfer zu schützen und den Einsatzkräften freie Bahn zu schaffen. Wenn erste Hilfe durch war, kein RD vor Ort und der Verletzte es wünscht, dann kann man es tun. Vielleicht hilft es ihm nachher. Über Geschmack kann man nicht streiten. Ich wäre bei meinem Unfall nicht auf die Idee gekommen aber ob meine Reaktion typisch ist?

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 07.09.2020 08:23 Hara7ld 7S., Köln
 07.09.2020 08:30 Wolf7gan7g K7., Deißlingen
 07.09.2020 09:31 Thom7as 7H., Dornstadt
 07.09.2020 12:05 Hara7ld 7S., Köln
 07.09.2020 13:35 Jens7 E.7, Göttingen
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