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| Thema | Sprachkommunikation in der BOS war:Analogfunk soll in Bayern doch nicht so schnell beerdigt werden | 16 Beträge | |||
| Rubrik | Kommunikationstechnik | ||||
| Autor | Ingo8 z.8, Salzhausen / Niedersachsen | 879527 | |||
| Datum | 18.10.2022 22:03 | 1756 x gelesen | |||
| Ich frage mich ensthaft ob hier über die richtigen Fragen diskutiert wird. Sprache, Zettel, Sprache, Excel, Sprache ist eine echt langsame Technik. Brauchen wir nicht eher echte Prozessdigitalisierung in der Gefahrenabwehr? Ich meine dabei das digitalisierung nicht nur in der lokalen Insel einer Stadt oder eines Kreises funktioniert. Eine Bundeseinheitliche "App" für Einsazaufträge, Rückmeldungen, Ekundungen mit georeferenzierten Fotos, Chat Gruppenkommunikation, nachholende Kommunikation wenn ich mal 2 Stunden offline war. Autentifizierung als Bürger um mein (georeferenziertes, zeitgetaggtes) Bild z.B. eines Gebäudeeinsturzes der Notrufzentrale mitteilen zu können. Oder als Fachperson die privat unterwegs ist und damit eine bessere Erkundng zurückmelden könnte oder Autentifizierung als Rückmeldung eines Einsatzmittels. Dann Bewertung und Clusterung von Meldungen incl. Referenzen auf original Meldungen. Statusmeldungen der Einsatzmittel die nicht nur die Leitstelle sieht sondern auch der ELW und die örtliche Einsatzleitung (das war übrigens im Analogfunk echt besser, da ging das schon. Auch mit dem RTW aus Schleswig-Holstein in Sachsen) Geotagging von Führungsstellen damit ich weiß wo der ELW vom benachbarten Einsatzabschnitt steht (sollte man für den Krieg besser ausschalten können) Zusammenführen von Meldungen die als Text über Tetra-SDS versendet wurden mit den zugehörigen Bildern und zusatzinformationen wenn das Internet wieder geht. Digitaler Befehl an größere Einheiten der dann auf die einzelnen Bereitschaften, Züge und Gruppen aufgesplittet werden kann Da fallen uns sicherlich noch ein paar sinnvolle Features ein | |||||
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| Autor | Dirk8 B.8, Karlsbad / Baden-Württemberg | 879529 | |||
| Datum | 18.10.2022 23:39 | 1186 x gelesen | |||
| Klingt alles toll und vermutlich auch sinnvoll, bedingt aber den Transport von Daten ohne Ende. Das wird in unseren Behördenstrukturen aber nicht funktionieren. Unsere Behörden sind nicht mal ansatzweise in der Lage überhaupt die technischen Anforderungen zu formulieren. Das wäre das größte Projekt aller Zeiten, BER und Digitalfunk zusammen, sowie deren Umsetzungszeiten und Kosten wären ein Klacks dagegen. Dann bräuchte man dazu ein (Funk)netz welches die Applikation trägt, dazu eines welches auch Krisentauglich ist. Der Digitalfunk Tetra ist das nicht, das zukünftige BOS Breitband auch nicht. Wenn kein (Funk)Netz vom Himmel fällt bleiben nur die öffentlichen Mobilfunknetze. Da gibt es aber die bekannten Probleme, vor allem beim Blackout. Wenn ichs zu entscheiden hätte würde ich in den nächsten Jahren keinen Umsetzungsgedanken daran verschwenden. | |||||
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| Autor | Ingo8 z.8, Salzhausen / Niedersachsen | 879552 | |||
| Datum | 19.10.2022 16:33 | 924 x gelesen | |||
| Und für jede Digitalisierung der BOS brauchen wir da ein eigenes Netz? Obwohl wir gegenüber Sprache weniger Daten transportieren müssen? Robuste Anwendungen die bei Ausfall des mobilen Internet sich auch wieder synchronisieren- Weil z.B. der ELW ein Sat-Datenterminal hat und Textanteile ggf. über Tetra SDS senden sind auf jeden Fall besser als Sprache only und sehr viel wahrscheinlicher umzusetzen als ein extra Netzwerk | |||||
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| Autor | Jürg8en 8M., Weinstadt / Baden-Württemberg | 879553 | |||
| Datum | 19.10.2022 17:17 | 870 x gelesen | |||
| hallo, Geschrieben von Ingo z. Obwohl wir gegenüber Sprache weniger Daten transportieren müssen? das sehe ich eher anders rum. MkG Jürgen Mayer, Weinstadt | |||||
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| Autor | Henn8ing8 K.8, Dortmund / NRW | 879558 | |||
| Datum | 19.10.2022 19:09 | 858 x gelesen | |||
Geschrieben von Jürgen M.Geschrieben von Ingo z.Obwohl wir gegenüber Sprache weniger Daten transportieren müssen? Du meinst also, wenn man Gespräch mit Anruf, Anrufantwort, Inhalt und Beendigung mit halbwegs angenehmer Qualität als 3 kHz-Audio digitalisiert braucht das weniger Datenvolumen, als wenn man 8 Bit-ASCII verwendet? Das kann ich mir irgendwie nicht so recht vorstellen... | |||||
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| Autor | Mich8ael8 W.8, Herchweiler / Rheinland-Pfalz | 879560 | |||
| Datum | 19.10.2022 19:29 | 841 x gelesen | |||
| Hallo, Geschrieben von Dirk B. Wenn kein (Funk)Netz vom Himmel fällt bleiben nur die öffentlichen Mobilfunknetze. Da gibt es aber die bekannten Probleme, vor allem beim Blackout. Richtig. Man bräuchte zuerst mal ein vernünfiges Netz im Hintergrund. Das Internet ist da schon recht gut damit, weiterhin als Netz zu funktionieren, wenn einzelne Teilbereiche ausfallen. Man hat einfach den Fehler gemacht und die Telekommunikation privatisiert und keine Redundanz- bzw. vernünftige Ausfallreserven gesetzlich zu fordern, wie man sie im analogen Telefonnetz hatte. Natürlich wäre dann wahrscheinlich telefonieren und der Internetzugriff etwas teurer, aber es ist wie überall, hier wurde auch immer nur das nötigste investiert. Hätte man das Geld, das der Bund mit dem Verkauf von Mobilfunklizenzen eingenommen hat, in die Netzhärtung eingebracht, hätte man wohl keine separaten Netze benötigt. Gruß, Michael | |||||
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| Autor | Alex8and8er 8H., Burgheim / | 879564 | |||
| Datum | 19.10.2022 20:13 | 891 x gelesen | |||
Geschrieben von Henning K.Du meinst also, wenn man Gespräch mit Anruf, Anrufantwort, Inhalt und Beendigung mit halbwegs angenehmer Qualität als 3 kHz-Audio digitalisiert braucht das weniger Datenvolumen, als wenn man 8 Bit-ASCII verwendet? Das Problem ist ... viele kennen ja nicht mal die Technik die hinter dem Digitalfunk steckt. Streng genommen hört man eigentlich von seinem Gegenüber eine "Computerstimme". Jemand sendet und spricht ins HRT. Jetzt zerlegt die Elektronik das Wort. Anschließend werden die die "Laute" mit einem phonetischen Alphabet abgeglichen. Dann überträgt das Funkgerät an den anderen Teilnehmer die Koordinaten. Das andere Funkgerät empfängt die Koordinaten und baut die Laute aus dem Alphabet wieder zusammen. Total vereinfacht ausgedrückt setzt sich "Florian" im Digitalfunk A1, C8, B9 usw zusammen. | |||||
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| Autor | Mich8ael8 W.8, Herchweiler / Rheinland-Pfalz | 879566 | |||
| Datum | 19.10.2022 20:22 | 837 x gelesen | |||
| Hallo, Geschrieben von Alexander H. Total vereinfacht ausgedrückt setzt sich Vereinfacht gesagt ist das zwar etwa so, aber die Übertragung von Sprache ist dennoch immer noch viel umfangreicher als die Übertragung von z.B. kurzen Textmeldungen. Gruß, Michael | |||||
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| Autor | Neum8ann8 T.8, Bayreuth / Bayern / Franken | 879567 | |||
| Datum | 19.10.2022 20:22 | 903 x gelesen | |||
| Das meinst Du jetzt aber nicht ernst, oder? | |||||
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| Autor | Simo8n S8., Gomaringen / Baden Württemberg | 879573 | |||
| Datum | 20.10.2022 06:58 | 835 x gelesen | |||
| Nein. Das macht das System nicht. Wie sollte den sonst im Hintergrund ein Martinhorn zu hören sein? Es wird ganz normal abgetastet (wie für eine CD), dann wird mit Audiokomprimierung gearbeitet um die Datenmenge zu reduzieren (bzw. der übertragene Frequenzbereich eingeschränkt) und dann werden diese Datenpakete übertragen. | |||||
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| Autor | Henn8ing8 K.8, Dortmund / NRW | 879590 | |||
| Datum | 20.10.2022 20:49 | 683 x gelesen | |||
| und gerade deswegen ergibt sich bei echter Textübertragung von potentiell ähnlichen Texten noch weiteres Optimierungspotential: Besonders häufig vorkommende Wörter oder Phrasen kann man mit besonders kurzen Codes verschlüsseln. Haben wir ja schon vor rund 30 Jahren gemacht, FMS ist nichts anderes (nur halt mit sehr begrenztem Umfang von zu verschlüsselnden Texten, von denen aber die meisten Anwender sogar noch weniger als 1/4 genutzt haben!) | |||||
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| Autor | Alex8and8er 8H., Burgheim / | 879591 | |||
| Datum | 20.10.2022 21:27 | 591 x gelesen | |||
| Doch. Das meine ich ernst... Ich war 2012 bei einer Digitalfunkschulung bei Motorola in Berlin. Und genau so hat es die Ingenieurin von Motorola erklärt. Kannst du jetzt glauben oder nicht, sorry, aber ich glaube da Motorola mal mehr wie dir. ;-) | |||||
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| Autor | Henn8ing8 K.8, Dortmund / NRW | 879592 | |||
| Datum | 20.10.2022 21:37 | 603 x gelesen | |||
Geschrieben von Alexander H.Kannst du jetzt glauben oder nicht, sorry, aber ich glaube da Motorola mal mehr wie dir. ;-) Und wenn dir jetzt hier schon zwei Ingenieure erklären, dass du da vermutlich was missverstanden hast oder sich die Erinnerung in den letzten 10 Jahren irgendwie verfälscht hat, dann ist die Fachkollegin von Motorola doch quasi überstimmt, oder? ;-) | |||||
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| Autor | Alex8and8er 8H., Burgheim / | 879599 | |||
| Datum | 21.10.2022 08:05 | 548 x gelesen | |||
Geschrieben von Henning K.
Nö, ich glaub dem Hersteller erstmal mehr. Und das bestätigt mich auch, bzw die Aussage der Motorola Ingenieurin. Zitat:" 'ACELP' basiert auf dem Grundsatz, dass die zu übertragende Sprache in einer endlichen Menge von einzelnen Klangelementen zusammengefasst werden kann, die in einem »Codebuch« hinterlegt und mit jeweils einem Index versehen sind. Beim Verfahren 'ACELP' werden die Klangelemente der Sprachinformation mit den in diesem »Codebuch« hinterlegten verglichen und nur der jeweils zugehörige Index (kurze Adresse) übertragen. Nur dadurch kann die Sprache auf die zur Funkübertragung notwendige Bandbreite von 4,6 kbits/s komprimiert werden (jeweils 60ms Sprache in einem Zeitschlitz von 14,2ms komprimiert)." https://www.hertzelektronik.de/lexikon-detail.htm?id=7 Und wer es genauer wissen will, kann ja mal bei der ETSI nach ACELP googeln. | |||||
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| Autor | Adri8an 8R., Utting / Bayern | 879604 | |||
| Datum | 21.10.2022 09:32 | 531 x gelesen | |||
Geschrieben von Alexander H."Und wenn dir jetzt hier schon zwei Ingenieure erklären, dass du da vermutlich was missverstanden hast oder sich die Erinnerung in den letzten 10 Jahren irgendwie verfälscht hat, dann ist die Fachkollegin von Motorola doch quasi überstimmt, oder? ;-)" Ihr habt beide recht, in dem Fall wirklich. ACELP (Algebraic Code Excited Linear Prediction) ist eine Weiterentwicklung von CELP (Code-Excited Linear Prediction). CELP wiederum nutzt eine Kombination aus "Linear Prediction", also der Nachbildung des menschlichen Kehlkopfes über Resonanzfrequenzen und einer Codetabelle, in der Audiomerkmale (z.B. nasale Laute) gespeichert sind (daher "Code Excited"). Die Erklärung über Lauttabellen ist stark vereinfacht, aber nicht ganz falsch. Wer es genauer wissen will kann sich den Wikipediaeintrag durchlesen, dann hat man die Schlagwörter zum googeln. Viele Grüße Adrian | |||||
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| Autor | Simo8n S8., Gomaringen / Baden Württemberg | 879656 | |||
| Datum | 22.10.2022 16:28 | 474 x gelesen | |||
| Für Text bzw. für die Ausnutzung der über 65000 Statuswerte kann ich mir das sehr gut vorstellen. Für Codierung von gesprochener Sprache (besonders wenn ich die Probleme sehe, wenn in fast steriler Umgebung - Zuhause auf dem Sofa - die Voice Recognition Sytems (VRS) nicht mal Zahlen/Ja/Nein erkennen) sehe ich so ein System derzeit nicht realisierbar | |||||
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