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| Thema | BaWü: Nutzung der Landeskanäle im Analogfunk eingestellt | 41 Beträge | |||
| Rubrik | Kommunikationstechnik | ||||
| Autor | Bern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg | 886824 | |||
| Datum | 06.02.2024 07:48 | 3972 x gelesen | |||
| Guten Morgen Zum Jahresbeginn wurde in BaWü das Verfahren zur temporären Nutzung der Landeskanäle im Analogfunk eingestellt: -> LFS BaWü " Verfahren zur temporären Nutzung der Landeskanäle im Analogfunk zu Jahresbeginn eingestellt " Die Nutzung von Landeskanäle im Analogfunk endete zu Jahresbeginn. Sollte es einzelnen BOS an eigenen Geräten fehlen, steht an der LFS ein Pool von 60 Handsprechfunkgeräten bereit, die für Großlagen/Großveranstaltungen ausgeliehen werden können. Gruß aus der Kurpfalz Bernhard " Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !" (Heinrich Heine) | |||||
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| Autor | Dirk8 B.8, Karlsbad / Baden-Württemberg | 886828 | |||
| Datum | 06.02.2024 09:44 | 2526 x gelesen | |||
| Ein ziemlich sinnfreies Angebot. Was macht den der Bodenseekreis wenn er ein paar Geräte benötigt? Hunderte km fahren um die abzuholen und dann wieder hunderte um sie zurück zu bringen? Wo bleibt denn da der grüne Protest? :-) Wir sind bisher und auch zukünftig mangels Alternativen immer noch im Analogbetrieb. Selbst wenn wir alle Geräte ausleihen, könnten wir die aktuell anstehenden Faschingsumzüge nicht digital abwickeln (Digitaler Eigenbestand: 0). Ich empfehle auch keiner HiOG wegen des Tetra Endes sich jetzt noch damit auszustatten. Blaulichtorganisationen demnächst ohne Funk unterwegs? dort im Newsletter Rettung, Feuer , KAT ab Seite 5. Die Highlights daraus: Mobile Breitbandkommunikation ist die Zukunft des Digitalfunks der Sicherheitsbehörden, so lautet die Devise seit mehr als einem halben Jahrzehnt. Dennoch ist es bislang nicht gelungen, das Vorhaben Digitalfunk 2.0 zu initialisieren, geschweige denn eine eigenbeherrschte, hochverfügbare, resiliente und hochsichere Breitbandnetzinfrastruktur für die Blaulichtorganisationen zu etablieren. Wie es aussieht, wird sich daran auch in den nächsten Jahren nichts ändern. So sieht weder der Regierungsentwurf für das Haushaltsjahr 2024 noch die Finanzplanung der Folge-jahre Mittel für die Realisierung der Breitbandstrategie der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) vor. Auf der World Radiocommunications Conference 2023 (WRC-23) wurde entschieden, dass der Rundfunk im Frequenzbereich zwischen 470 und 694 MHz alleiniger Primärnutzer und die Veranstaltungsbranche (PMSE, Programme Making and Special Events) Sekundärnutzer bleibt. Damit sind die BOS eindeutiger Verlierer. Gleichzeitig wird der Weiterbetrieb des TETRA-Funknetzes in der Zukunft zunehmend risikobehafteter und kostenintensiver, da sich der Markt neueren Technologien zuwendet. Insoweit neigt sich die Ära des TETRA-Digitalfunk am Anfang des neuen Jahrzehnts dem Ende zu. Unbeschadet dessen enden die Frequenznutzungsrechte der BOS für den TETRA-Digitalfunk (Frequenzen 380-385 MHz und 390-395 MHz) im Jahr 2030. | |||||
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| Autor | Mich8ael8 W.8, Herchweiler / Rheinland-Pfalz | 886830 | |||
| Datum | 06.02.2024 12:31
| 2472 x gelesen | |||
| Hallo, Geschrieben von Dirk B. Wir sind bisher und auch zukünftig mangels Alternativen immer noch im Analogbetrieb. Wenn man halt die Umstellung auf Tetra verschlafen hat... Geschrieben von Dirk B. Selbst wenn wir alle Geräte ausleihen, könnten wir die aktuell anstehenden Faschingsumzüge nicht digital abwickeln (Digitaler Eigenbestand: 0). Und daran ist wer schuld? Geschrieben von Dirk B. Ich empfehle auch keiner HiOG wegen des Tetra Endes sich jetzt noch damit auszustatten. Sinnvoll, weil irgendwo gesagt wird, dass Tetra zukünftig irgendwann mal abgelöst wird, kaufen wir nun keine benötigten Tetra Geräte mehr. Demzufolge hättest du seit ca. 1998 keine neuen Analogfunkgeräte mehr kaufen dürfen, denn so in der Gegend wurde angekündigt, irgendwann man auf Digitalfunk umzustellen. Ich würde auch keine Feuerwehrfahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr kaufen, denn irgendwann, so hab ich irgendwo gelesen, sagte man mal, dass der Verbrenner ausläuft. Nur blöd, wenn man aktuell keine bezahlbaren Alternativen hat und was neues gebraucht wird. Geschrieben von Dirk B. Unbeschadet dessen enden die Frequenznutzungsrechte der BOS für den TETRA-Digitalfunk (Frequenzen 380-385 MHz und 390-395 MHz) im Jahr 2030. So what? Bis dahin sind die Tetra-Geräte bei uns, sofern sie da noch funktionieren, fast 20 Jahre alt. Für Elektronik nicht schlecht im Vergleich zu Smartphones usw. Wenn man unbedingt auf jeweils zeitgemäße Breitbandtechnik gehen will, kannst du davon ausgehen, spätestens alle 5 Jahre das komplette Netz sowie die Endgeräte zu erneuern. Gruß, Michael | |||||
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| Autor | Bern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg | 886831 | |||
| Datum | 06.02.2024 15:09 | 2227 x gelesen | |||
| Guten Tag Geschrieben von Michael W. Wenn man halt die Umstellung auf Tetra verschlafen hat... Man wacht auf ! ;-)) Der Digitalfunk hält inzwischen auch bei den Feuerwehren in Baden-Württemberg Einzug. Mit der Entscheidung, auch den Einsatzstellenfunk über den Digitalfunk abzuwickeln, müssen die Kommunikationskonzepte angepasst werden. [...] Gruß aus der Kurpfalz Bernhard " Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !" (Heinrich Heine) | |||||
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| Autor | Mich8ael8 W.8, Herchweiler / Rheinland-Pfalz | 886834 | |||
| Datum | 06.02.2024 18:20 | 2073 x gelesen | |||
| Hallo, Geschrieben von Bernhard D. Man wacht auf ! ;-)) Der Einsatzstellenfunk wurde bei uns als erstes umgestellt, noch bevor das Tetra-Netz lief. War ne gute Gelegenheit, die teilweise über 20 Jahre alten und teils nur noch mehr schlecht als recht funktionierenden Analog-Backsteine auszusondern. Klar, es gab auch neurere Geräte, die noch sehr gut funktionierten, aber das war dann doch eher die Ausnahme. Und neu kaufen wollte die wegen seit Jahren bevorstehender Umrüstung auf digital ja sowieso keiner mehr. Etwas gutes hatte aber die lange Analogfunkerei in BaWü dann doch auch für uns noch. Wir konnten größere Teile des Altmaterials noch zu halbwegs vernünftigen Preisen dorthin verkaufen. Gruß, Michael | |||||
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| Autor | Ulri8ch 8C., Düsseldorf / NRW | 886839 | |||
| Datum | 06.02.2024 19:03 | 2191 x gelesen | |||
Geschrieben von Michael W.Der Einsatzstellenfunk wurde bei uns als erstes umgestellt, noch bevor das Tetra-Netz lief. War ne gute Gelegenheit, die teilweise über 20 Jahre alten und teils nur noch mehr schlecht als recht funktionierenden Analog-Backsteine auszusondern. Da habt Ihr einfach davor viele Jahre geschlafen, weil es gab und gibt leistungsfähige analoge FuG, die noch dazu recht einfach zu bedienen sind.. ----- mit privaten und kommunikativen Grüßen Cimolino | |||||
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| Autor | Mich8ael8 B.8, Überlingen / Baden-Württemberg | 886840 | |||
| Datum | 06.02.2024 19:25 | 2074 x gelesen | |||
| Aus dem Bodenseekreis kann ich vermelden, das wir hier so viele Geräte haben, das wir sogar 2 Faschingsumzüge damit absichern könnten :-) Nein, scherz beiseite. Ich verfolge das Thema Digitalfunk seit 2013 (mindestens). Das war auch mein Einstieg als Kreisausbilder Sprechfunk. Mein anderes Hobby hat auch mit Funktechnik zu tun. Wenn ich so zurückblicke und die gegenwart betrachte: Der Umstieg auf den Digitalfunk war richtig, ist richtig. Ich erhalte viel Feedback, auch von "Tetra-Gegnern" - die alle verstummen und loben die Sprachqualität, die doch einfache Bedienung (trotz viel mehr Tasten, Display und tralllala) und sind zufrieden. Grundsätzlich hat aber BaWü das Thema etwas verschlafen, das war einfach der Personalsituation geschuldet. 1-3 Stellen auf Landesebene ist halt zu wenig. In By - so sagte man mir - gab es pro Landkreis bzw. Leitstellenbereich 6-12 Personen, die sich nur um das Thema gekümmert haben. Wir haben auf Kreisebene auch eine große Arbeitsgruppe gegründet und viel bewegt. Aktuell bereiten wir die Ausschreibung für den Einsatzstellenfunk vor und aktualisieren die Kommunikationskonzepte. Läuft bei uns. | |||||
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| Autor | Dirk8 B.8, Karlsbad / Baden-Württemberg | 886841 | |||
| Datum | 06.02.2024 21:40 | 2016 x gelesen | |||
Geschrieben von Michael W.Geschrieben von Dirk B."Ich empfehle auch keiner HiOG wegen des Tetra Endes sich jetzt noch damit auszustatten." Bitte richtig lesen: ...wegen des TETRA Endes sich JETZT noch damit auszustatten. | |||||
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| Autor | Gerh8ard8 B.8, Pfungstadt / Hessen | 886842 | |||
| Datum | 06.02.2024 22:02
| 2209 x gelesen | |||
| Hallo, Geschrieben von Dirk B. Bitte richtig lesen: ...wegen des TETRA Endes sich JETZT noch damit auszustatten. ... es ist akut bei weitem kein Nachfolgesystem für die flächige Sprachkommunikation aller deutschen polizeilichen BOS und der weit überwiegenden Mehrheit der npol BOS in Sicht (und auch kein anderer Frequenzbereich dafür). Wie lange dauert es nochmal, so was (in Deutschland) zu planen und in der föderalen Struktur umzusetzen? Bei TETRA war es weit über ein Jahrzehnt ... Ich gehe da von der normativen Kraft des Faktischen und einem Betrieb über 2030 aus. Selbst wenn das eigentlich militärische Frequenzen sind und deren Leihe nach derzeitigem Stand an die BOS befristet ist (Ende 2030 - 2032) wäre m.E. es politischer Selbstmord, die Sicherheitsbehörden ohne Kommunikationssystem dastehen zu haben (weil: Planungs- und Umsetzungszeiten für Nachfolge: s.o.). Wird also wohl keiner machen ... M.E. also kein gutes Argument am Analogfunk bis zum "St.Nimmerleinstag" zu hängen (dessen Frequenzen übrigens auch "zurückgegeben" werden sollen.. so O-Ton BNetzA seit 20 Jahren!). Gruß Gerhard | |||||
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| Autor | Mich8ael8 W.8, Herchweiler / Rheinland-Pfalz | 886843 | |||
| Datum | 07.02.2024 08:14 | 1846 x gelesen | |||
| Hallo, Geschrieben von Ulrich C. Da habt Ihr einfach davor viele Jahre geschlafen, weil es gab und gibt leistungsfähige analoge FuG, die noch dazu recht einfach zu bedienen sind.. Natürlich gab es die, aber spätestens als die Mär von der flächendeckenden Digitalfunkeinführung 2006 zur WM umging (das dürfte so ab ca. 2000 gewesen sein) war es mit Investitionen in dem Bereich schwierig. Da wurde auch schonmal überlegt, ob man defekte Akkus noch ersetzen soll. Von neuen Geräten ganz zu schweigen und mit den nötigen Investitionen in die Netzinfrastruktur lief es in unserer Gegend da nicht viel anders, obwohl die bis vor wenigen Jahren noch komplett für die Alarmierung und aktuell immer noch für Sirenenalarmierungen benötigt wird. Ich bezog mich da aber auch eher auf die Aussage, jetzt keine neuen Tetra-Geräte mehr zu beschaffen, weil evtl. ab etwa 2030 ein neues Netz mit neuem Standard entstehen könnte. Solche Fehler wurden eben schon öfter gemacht. Gruß, Michael | |||||
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| Autor | Mich8ael8 W.8, Herchweiler / Rheinland-Pfalz | 886844 | |||
| Datum | 07.02.2024 08:23 | 1936 x gelesen | |||
| Hallo, Geschrieben von Dirk B. Bitte richtig lesen: ...wegen des TETRA Endes sich JETZT noch damit auszustatten. Ich habe richtig gelesen. Was soll man im BOS-Bereich als Alternative machen? Analogfunk ist keine. Ein neuer Standard ist erst "im Gespräch", da ist weder was beschlossen noch irgendeine konkrete zeitliche Richtung erkennbar. Wie schon gesagt, das ist genauso sinnvoll wie es viele bei der Tetra-Einführung gemacht haben, nämlich schon bei ersten "Gerüchten" weder in analoge Endgeräte noch analoge Netzinfrastruktur ein wenig zu investieren, was teilweise dann zu erheblichen Problemen geführt hat. Sei es aus Mangel an vernünftig funktionierenden Endgeräten oder wegen Netzausfall bzw. Abdeckungsproblemen. Genau das gab es bei uns, weil man jeden noch so kleinen Analogfunk-Invest in Frage stellte, weil ja irgendwo gesagt wurde, dass der Digitalfunk "bald" kommt. Und damals stand immerhin schon mehr fest als jetzt mit einem eventuellen zukünftigen Breitbandsystem. Es ist also wenig zielführend, jetzt keine Tetra-Geräte zu beschaffen. Gruß, Michael | |||||
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| Autor | Simo8n S8., Gomaringen / Baden Württemberg | 886845 | |||
| Datum | 07.02.2024 10:12 | 1866 x gelesen | |||
| Zumal die Bundeswehr, deren Frequenzen der BDBOS "geliehen" hat, selbst in die TETRA-Technik investiert (Basisstationen für Liegenschaften, etc.). Das würde die Bundeswehr nicht machen, wenn Sie die Leihe nicht verlängern würde. Grüße Simon | |||||
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| Autor | Ulri8ch 8C., Düsseldorf / NRW | 886850 | |||
| Datum | 07.02.2024 18:06 | 1956 x gelesen | |||
Geschrieben von Gerhard B.M.E. also kein gutes Argument am Analogfunk bis zum "St.Nimmerleinstag" zu hängen (dessen Frequenzen übrigens auch "zurückgegeben" werden sollen.. so O-Ton BNetzA seit 20 Jahren!). wegen der vorher genannten Unwägbarkeiten würde ich alles tun, den Analogfunk zumindest als Backupmöglichkeit zu behalten! Keine andere Lösung ist preiswerter und einfach notfalls nur regional aufzubauen! Und der Analogfunk wurde insbesondere von den Protagonisten bzw. Lobbyisten des Digitalfunk mehrfach tot geschrieben, um die Umstellung zu beschleunigen... Heute hat der Digitalfunk immer noch nicht das im Angebot, wofür er mal beworben wurde... - und schon gar nicht flächendeckend! ----- mit privaten und kommunikativen Grüßen Cimolino | |||||
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| Autor | Mich8ael8 W.8, Herchweiler / Rheinland-Pfalz | 886851 | |||
| Datum | 07.02.2024 18:26 | 1862 x gelesen | |||
| Hallo, Geschrieben von Ulrich C. wegen der vorher genannten Unwägbarkeiten würde ich alles tun, den Analogfunk zumindest als Backupmöglichkeit zu behalten! Keine andere Lösung ist preiswerter und einfach notfalls nur regional aufzubauen! Die wäre dann preiswert, wenn man sich wenigstens jetzt von BOS-Spezialgeräten endlich mal verabschieden würde und dafür handelsübliche, tausendfach weltweit verbreitete Betriebsfunkgeräte zulassen würde. Ich meine jetzt nicht Geräte der Billig-China-Anbieter sondern der professionellen Serien, wie sie außerhalb Deutschlands auch für BOS eingesetzt wurden. Die waren wirklich preiswert und sind es auch heute noch. Geschrieben von Ulrich C. Und der Analogfunk wurde insbesondere von den Protagonisten bzw. Lobbyisten des Digitalfunk mehrfach tot geschrieben, um die Umstellung zu beschleunigen... Während andere dauerhaft versuchen, den Analogfunk um jeden Preis zu erhalten. Was vielleicht bei den Einzelgeräten noch Sinn macht, macht es bei der Netzinfrastruktur nicht. Von Einzelrepeatern (die man übrigens auch leicht mit Betriebsfunkgeräten mit Zusatzeinrichtung kostengünstig darstellen kann) mal abgesehen, für BOS-Gleichwellenanlagen findet man kaum noch jemand, der die reparieren kann. Geschrieben von Ulrich C. Heute hat der Digitalfunk immer noch nicht das im Angebot, wofür er mal beworben wurde... - und schon gar nicht flächendeckend! Richtig, da haben einige Dinge versprochen, die nie umgesetzt wurden. Allerdings haben da auch manche Dinge versprochen, von denen von vornherein klar war, dass sie mit der gegebenen Netztechnik einfach nicht machbar sein wird. Da haben manche "Digital" auch mit "kann alles" gleichgesetzt. GSM-Handies konnten auch schon Datenübertragung. In der Praxis aber nur für Kleinstmengen nutzbar. Wer ein wenig Einblick in die Technik hatte, wusste auch, was Tetra kann und wo die Grenzen sein werden. Dass andere Dinge nicht umgesetzt wurden oder erst nach dem "auf die Schnauze fallen" so langsam umgesetzt werden, liegt nicht an der Technik sondern an der gewählten Umsetzung oder Finanzierung. Gruß, Michael | |||||
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| Autor | Simo8n S8., Gomaringen / Baden Württemberg | 886852 | |||
| Datum | 08.02.2024 08:19 | 1740 x gelesen | |||
Geschrieben von Ulrich C.Heute hat der Digitalfunk immer noch nicht das im Angebot, wofür er mal beworben wurde... - und schon gar nicht flächendeckend! Allerdings kann der Digitalfunk schon jetzt flächendeckend deutlich mehr als mit dem Analogfunk jemals möglich ist/war: - echte Priorisierung des Notrufs - übersprechen durch berechtigte User (bspw. die Leitstellen) - Entkopplung von Sprach- und Datenübertragung - längere Textnachrichten (im Analogfunk zudem nur mit Zusatzgerät möglich) - Einzelrufe - Trennung der Kommunikation in verschiedene Gruppen (im Analogfunk musst für jede "Gruppe", die einen größeren Bereich abdecken sollte eine eigene Infrastruktur aufgebaut und immer mussten Frequenzen beantragt werden, etc.) Grüße Simon | |||||
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| Autor | Mich8ael8 W.8, Herchweiler / Rheinland-Pfalz | 886853 | |||
| Datum | 08.02.2024 12:39 | 1648 x gelesen | |||
| Hallo, Geschrieben von Simon S. Allerdings kann der Digitalfunk schon jetzt flächendeckend deutlich mehr als mit dem Analogfunk jemals möglich ist/war: Das sollte man ja auch erwarten, sonst hätte man das System ja nicht einführen müssen. Geschrieben von Simon S. - echte Priorisierung des Notrufs Ja, aber noch immer ist der Notruf funktionell nicht so integriert, dass er sinnvoll nutzbar ist. Und das auch dort, wo das Netz schon über 10 Jahre flächendeckend läuft. Geschrieben von Simon S. - übersprechen durch berechtigte User (bspw. die Leitstellen) Ja, aber gleiches Problem wie beim Notruf. Teils waren bis vor kurzem oder sind immer noch Leitstellen rein per Funk angebunden und haben gar nicht den Zugriff auf die Netzfunktionen und damit auch keinen Vorrang. Geschrieben von Simon S. - Einzelrufe ...die man aufgrund der Netzlast tunlichst vermeiden sollte und die man bei der Feuerwehr auch nicht unbedingt braucht. Da gäbe es noch viele weitere Vorteile und sicher auch ein paar Nachteile aufzuzählen. Insbesondere die Abhörsicherheit ist aus datenschutzrechtlicher Sicht inzwischen eigentlich zwingend, auch für die Feuerwehr und insbesondere den Rettungsdienst. Auch wenn manche immer noch der Meinung sind, das wäre nur die Polizei und ähnliche wichtig. Klar, eine einzelne analoge Relaisstelle hab ich schnell aufgebaut, das wird ja immer als Beispiel genommen. Genausoschnell kann ich aber einen DMO-Repeater aufbauen. Brauche ich für mein Abdeckungsgebiet allerdings ein Gleichwellennetz mit mehreren Relaisstellen so kann ich das genauswenig "schnell mal" aufbauen wie eine digitale Netzinfrastruktur größeren Umfanges. Dass es im Bereich der Ausfallsicherheit noch je nach Bundesland mehr oder weniger zu tun gibt, hat spätestens die Flutkatastrophe 2021 gezeigt. Die zeigte aber auch, dass der Analogfunk da auch nicht das Heilmittel sein kann sondern bestenfalls ein kleiner, lokaler Notnagel. Gruß, Michael | |||||
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| Autor | Mich8ael8 B.8, Überlingen / Baden-Württemberg | 886855 | |||
| Datum | 08.02.2024 18:17 | 1479 x gelesen | |||
| @Michael Weyrich: Was funktioniert denn beim Notruf noch nicht so, wie es soll? Bei uns: Notruf läuft bei der zuständigen Leitstelle auf, Standort wird übermittelt, Sprachverbindung wird hergestellt. Wenn Leitstelle den Notruf nicht entgegen nimmt, läuft er bei einer anderen (definierten und uns bekannten) Leitstelle auf. Nachdem hier in der Nähe eine TBS durch einen direkten Blitzeinschlag zerstört wurde, lief wenige Tage später eine Ersatz-BTS. Der Aufbau und die Integration ins Netz haben insgesamt nicht länger als 2 Stunden gedauert. Leistungsaufnahme 1,4kW max. Baugröße: 4 HE in 19"-Bauform. Einzelrufe benötigen nicht unbedingt mehr kapazitäten, je nachdem in welche BTS der Teilnehmer eingebucht ist. | |||||
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| Autor | Mich8ael8 W.8, Herchweiler / Rheinland-Pfalz | 886856 | |||
| Datum | 08.02.2024 18:45 | 1507 x gelesen | |||
| Hallo, Geschrieben von Michael B. Was funktioniert denn beim Notruf noch nicht so, wie es soll? Ich halte die Notruf-Funktion mit Blocken der Gruppe für einige Zeit für nicht sinnwoll, der Notruf wird auch bei uns noch nicht immer auf die korrekte Leitstelle geroutet. Im DMO blockiert er die Gruppe und kommt nicht an ein festes Ziel sondern nur in die Gruppe. Nicht wirklich sinnvoll einsetzbar. Geschrieben von Michael B. Einzelrufe benötigen nicht unbedingt mehr kapazitäten, je nachdem in welche BTS der Teilnehmer eingebucht ist. Na das musst du mir mal näher erläutern. Ein Einzelruf belegt genau wie ein Gruppengespräch einen Zeitschlitz. Wie wenn ich eine separate Gruppe verwende, nur dass hier eben für jeden Einzelruf einer belegt wird. Also kann ich auf einer normalen Basisstation 7 Gruppenrufe auf unterschiedlichen Grippen gleichzeitig abwickeln (Davon ausgehend dass auf jeder Gruppe gerade einer sendet, in den Ruhezeiten dazwischen ist natürlich der Zeitschlitz frei für andere Gespräche) oder eben die gleiche Anzahl Einzelrufe. Mach ich die Einzelrufe als Telefongespräch belege ich zwei Zeitschlitze dauerhaft. Dafür ist das Netz derzeit nicht ausgelegt. Gruß, Michael | |||||
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| Autor | Bjor8n R8., Mommenheim / Rheinland-Pfalz | 886860 | |||
| Datum | 09.02.2024 10:23 | 1412 x gelesen | |||
| Hi, Geschrieben von Michael W. Ich halte die Notruf-Funktion mit Blocken der Gruppe für einige Zeit für nicht sinnwoll, der Notruf wird auch bei uns noch nicht immer auf die korrekte Leitstelle geroutet. Im DMO blockiert er die Gruppe und kommt nicht an ein festes Ziel sondern nur in die Gruppe. Nicht wirklich sinnvoll einsetzbar. Was wäre denn Deine Erwartung an die Notruffunktion? In TMO und in DMO? So long, Bjorn | |||||
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| Autor | Mich8ael8 W.8, Herchweiler / Rheinland-Pfalz | 886862 | |||
| Datum | 09.02.2024 10:51 | 1408 x gelesen | |||
| Hallo, Geschrieben von Bjorn R. Was wäre denn Deine Erwartung an die Notruffunktion? In TMO und in DMO? So grob: im TMO: Notruf geht auf einer separaten Gruppe an eine dauerhaft besetzte Leitstelle und blockiert nicht andere Teilnehmer. im DMO: Notruf geht auf einer separaten Gruppe raus. Diese müsste natürlich dann an der Einsatzstelle geschaltet sein, damit das Notrufkonzept für den Einsatzstellenfunk funktioniert (z.B. im ELW). Das wird nicht immer so umsetzbar sein, da nicht bei allen Einsätzen immer und überall möglich. In beiden Fällen: Die aktuelle Teilnehmer-ID (nicht nur die ISSI sondern auch die OPTA) sowie sofern Geräte mit GPS die letzten Positionsdaten werden mit übermittelt. Ob der aktuelle automatische Sende-/Empfangszyklus des Notrufs da sinnvoll ist, sei mal dahingestellt. Solch eine Funktion konnte man auch bei vielen analogen Betriebsfunkgeräten schon vor Jahrzehnten programmieren, ob die irgendwo für Feuerwehren (z.B. im Ausland) verwendet wurde, weiß ich nicht. Auch bei einigen moderneren FuG11b gab es prinzipiell diese Möglichkeit, mir sind aber keine Feuerwehren bekannt, die diese Funktion eingesetzt haben. Gruß, Michael | |||||
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| Autor | Mich8ael8 B.8, Überlingen / Baden-Württemberg | 886863 | |||
| Datum | 09.02.2024 14:58 | 1317 x gelesen | |||
| Zum Notruf-Routing kann ich nichts beitragen, halte aber von separaten Gruppen nichts. Das wäre ja dann so, das z.b. bei einem Atemschutz-Notfall der Mayday-Ruf von den Einsatzkräften garnicht mehr mitbekommen wird. Dann doch lieber eine Gruppe (egal ob TMO oder DMO) blockieren. Bei uns kann der Notruf auch vom auslösenden Teilnehmer gelöscht werden, die Leitstelle kann es sowieso. Ich finde das Notruf-Thema wird sowieso heiss gekocht. Wie oft habe ich in der Vergangenheit (bei 4m) die 0 (Null) gedrückt ? Nie. Das ist für die Polizei sicherlich interessant... Klar, auch bei der Weissen oder Roten Fraktion kann was schreckliches passieren - dann erwarte ich auch, das möglichst viele davon erfahren (vllt. sogar gleichzeitig anrückende Kräfte) und mir - egal von wem - geholfen wird. Bei uns wird bei Notruf die ISSI und OPTA übertragen, GPS ebenfalls. Thema Einzelruf: Dazu kann Simon S. sicherlich ausführliche Erklärungen abgeben. | |||||
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| Autor | Mich8ael8 W.8, Herchweiler / Rheinland-Pfalz | 886868 | |||
| Datum | 09.02.2024 20:26 | 1225 x gelesen | |||
| Hallo, Geschrieben von Michael B. Zum Notruf-Routing kann ich nichts beitragen, halte aber von separaten Gruppen nichts. Das wäre ja dann so, das z.b. bei einem Atemschutz-Notfall der Mayday-Ruf von den Einsatzkräften garnicht mehr mitbekommen wird. Dann doch lieber eine Gruppe (egal ob TMO oder DMO) blockieren. Im DMO lass ich mir das ja noch gefallen. Aber im TMO ist es Unsinn, dafür die Betriebsgruppe für eine Minute zu blockieren. Nach Einführung der Sepura HBC3 hatten wir recht oft versehentlich ausgelöste Notrufe, weil einige Nutzer die schöne orange Taste für den Einschalter hielten. Ist gerade bei den Wenignutzern dann blöd, da wissen einige auch leider nicht mehr, dass sie den Notruf selbst löschen können. Geschrieben von Michael B. Ich finde das Notruf-Thema wird sowieso heiss gekocht. Wie oft habe ich in der Vergangenheit (bei 4m) die 0 (Null) gedrückt ? Nie. Eben. (Gut, bei uns hätte die "0" nix gebracht, gab kein FMS. Aber die "0" war ja auch kein Notruf in diesem Sinne, Den Status 0 gibt es ja auch im Digitalfunk und da funktioniert der genauso wie früher im Analogfunk) Geschrieben von Michael B. Thema Einzelruf: Dazu kann Simon S. sicherlich ausführliche Erklärungen abgeben. Nicht nötig, ich kenne die Technik... ;-) Und, ja, ich weiß auch, dass es TBS mit mehr als 7 Zeitschlitzen gibt. Auf dem platten Lande ist das aber die Regelausstattung. Gruß, Michael | |||||
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| Autor | Andr8é P8., Magdeburg / Sachsen-Anhalt | 886873 | |||
| Datum | 09.02.2024 22:36 | 1207 x gelesen | |||
Geschrieben von Michael W.Gut, bei uns hätte die "0" nix gebracht, gab kein FMS. Aber die "0" war ja auch kein Notruf in diesem Sinne, Den Status 0 gibt es ja auch im Digitalfunk und da funktioniert der genauso wie früher im Analogfunk) Das kenne ich aber anders. Die "0" im 4m sorgte für das ähnliche, wie jetzt der Notruf: Dauersenden in den Funkkanal, keiner außer Lst kann dann noch funken. Die "0" jetzt schickt einen priorisierten Sprechwunsch als Status in die Leitstelle, schaltet aber nicht auf. Alles was ich von mir gebe, ist meine eigene Meinung! Ich schreibe hier unabhängig von meiner Wehr! | |||||
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| Autor | Henn8ing8 K.8, Dortmund / NRW | 886877 | |||
| Datum | 10.02.2024 00:59 | 1262 x gelesen | |||
Geschrieben von André P.Das kenne ich aber anders. Die "0" im 4m sorgte für das ähnliche, wie jetzt der Notruf: Dauersenden in den Funkkanal, keiner außer Lst kann dann noch funken. So war es hier auch. Kann ziemlich blöd werden, wenn jemand die rote Taste unten in der Mitte für den Ausschalter hält (genau das ist sie ja bei den klassischen FuG8-Bedienteilen von Telefunken) und dann beim Teledux-Bedienteil den roten Knopf drückt und das Fahrzeug verlässt. Noch blöder natürlich, wenn das ein sonst eher selten genutztes Tagesdienst-Fahrzeug ist bei dem erst nach einer gewissen Recherche heausgefunden werden kann, dass damit jemand zur Brandwache im Stadttheater gefahren ist... | |||||
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| Autor | Dirk8 B.8, Karlsbad / Baden-Württemberg | 886884 | |||
| Datum | 11.02.2024 12:55 | 1152 x gelesen | |||
| Lösung für das "Problem" Um mal wieder auf die Ursprungsproblematik zurück zu kommen. Alle die der Meinung sind in Zukunft noch analoge Relaisstellen zu benötigen können die auf eigenen Namen beantragen. Das führt zu einer Dauerzuteilung die ja auch nur bei Bedarf genutzt werden kann. | |||||
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| Autor | Simo8n S8., Gomaringen / Baden Württemberg | 886893 | |||
| Datum | 12.02.2024 09:17 | 1095 x gelesen | |||
Geschrieben von Michael W.Ja, aber noch immer ist der Notruf funktionell nicht so integriert, dass er sinnvoll nutzbar ist. Und das auch dort, wo das Netz schon über 10 Jahre flächendeckend läuft. Bitte etwas genauer: was ist Deiner Meinung nach nicht sinnvoll integriert? Das Netz hat alle Vorraussetzungen geschaffen. Es liegt vermutlich dann an den zuständigen Leitstellen, diese Funktion umzusezten. Geschrieben von Michael W. Ja, aber gleiches Problem wie beim Notruf. Teils waren bis vor kurzem oder sind immer noch Leitstellen rein per Funk angebunden und haben gar nicht den Zugriff auf die Netzfunktionen und damit auch keinen Vorrang. Auch über die Rückfallebene kann den Leitstellen dieser Vorrang dauerhaft eingeräumt werden. Ist bspw. in BaWü im Endgeräteprofil für Leitstellen-FRT so hinterlegt. Und dass die Leitstellen die Drahtanbindung nicht herstellen können/wollen/dürfen ist kein Problem des Digitalfunks an sich sondern der handelden Personen vor Ort. Geschrieben von Michael W. ...die man aufgrund der Netzlast tunlichst vermeiden sollte und die man bei der Feuerwehr auch nicht unbedingt braucht. Auch hier liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Vor der Netzlast sollte die Frage nach der taktischen Notwendigkeit ein Gespräch als Einzelruf vorzunehmen erfolgen. Denn, wenn Du im Einzelruf bist, bekommst Du keine Gruppenrufe mehr mit. Grüße Simon | |||||
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| Autor | Simo8n S8., Gomaringen / Baden Württemberg | 886894 | |||
| Datum | 12.02.2024 09:25 | 986 x gelesen | |||
Geschrieben von Michael W.Ich halte die Notruf-Funktion mit Blocken der Gruppe für einige Zeit für nicht sinnwoll, der Notruf wird auch bei uns noch nicht immer auf die korrekte Leitstelle geroutet. Im DMO blockiert er die Gruppe und kommt nicht an ein festes Ziel sondern nur in die Gruppe. Nicht wirklich sinnvoll einsetzbar. Wenn das gewählte Notrufziel die geschaltete Gruppe ist (das kann jedes Land für jede nutzende BOS selbst entscheiden, wie es das regelt) dann ist die Gruppe blockiert, da der Notruf bevorrechtigt ist. Und das der Notruf nicht korrekt geroutet wird glaube ich nicht. Er wird, im Falle der Nutzung des Notrufoverlays, an die zuständige Leitstelle der eingebuchten Basisstation gesendet. Da die Zellen, wie früher bei GSM sehr groß sind, muss das nicht die für deine persönliche geografische Positon zuständige Leitstelle sein. Auch bei LTE/5G geht es immer nach der geografischen Position der Basisstation. Allerdings sind dort die Zellen mittlerweile sehr klein. Somit sind diese Effekte (andere Leitstelle bei der Anwahl 112 geht ran als erwartet) sehr selten geworden. Im DMO hast Du nichts außer der Gruppe. Es gibt im DMO keine zentrale Instanz die hier ein Notrufziel vorgeben könnte etc. Grüße Simon | |||||
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| Autor | Simo8n S8., Gomaringen / Baden Württemberg | 886895 | |||
| Datum | 12.02.2024 09:34 | 949 x gelesen | |||
Geschrieben von Michael W.im TMO: Notruf geht auf einer separaten Gruppe an eine dauerhaft besetzte Leitstelle und blockiert nicht andere Teilnehmer. Diese Möglichkeit existiert. Es gibt drei Möglichkeiten für Ziele des Notrufs: - geschaltete Gruppe - Notrufoverlay - dezidierte Notrufgruppe Jedes Land entscheidet legt (hoffentlich in Absprache mit den Nutzern) fest, welches Modell gewählt wird. Im Endgerät sind zwei Ziele zu hinterlegen. Mindestens eines der beiden Ziele muss das Notrufoverlay sein. Geschrieben von Michael W. im DMO: Notruf geht auf einer separaten Gruppe raus. Diese müsste natürlich dann an der Einsatzstelle geschaltet sein, damit das Notrufkonzept für den Einsatzstellenfunk funktioniert (z.B. im ELW). Das wird nicht immer so umsetzbar sein, da nicht bei allen Einsätzen immer und überall möglich. Halte ich organisatorisch für nicht machbar bzw. nicht immer hast Du ein ELW an der Einsatzstelle (bspw. Flächenlage) Geschrieben von Michael W. In beiden Fällen: Die aktuelle Teilnehmer-ID (nicht nur die ISSI sondern auch die OPTA) sowie sofern Geräte mit GPS die letzten Positionsdaten werden mit übermittelt.Wird alles in beiden Fällen übertragen. Die OPTA ist in den Sprachstrom eincodiert (ähnlich wie dei RDS-Daten beim analogen Radio).Status und GPS-Position werden auch übertragen. Die GPS-Daten werden per LIP übertragen und nicht in den Nachrichteneingang gelegt. Daher sieht es so aus, dass keine GPS-Daten mit übertragen werden. Hängt ein PC mit entsprechender Software an der PEI, dann bekommst Du dort die GPS-Koordinate ausgegeben. Grüße Simon | |||||
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| Autor | Simo8n S8., Gomaringen / Baden Württemberg | 886896 | |||
| Datum | 12.02.2024 09:37 | 1011 x gelesen | |||
Geschrieben von Michael B.Thema Einzelruf: Dazu kann Simon S. sicherlich ausführliche Erklärungen abgeben. Also: Einzelruf und Ressourcenbelastung: - beide Teilnehmer in der gleichen Zelle eingebucht -> zwei Zeitschlitze werden belegt (einer mehr wie bei einem Gruppenruf) - beide Teilnehmer in unterschiedlichen Zellen bzw. drahtangebunde Leitstelle -> pro Zelle ein Zeitschlitz (wie bei einem Gruppenruf) Wie schon in einem anderen Post geschrieben: kritischer sehe ich, dass bei einem Einzelruf man von der Gruppenkommunikation komplett abgeschnitten ist. Grüße Simon | |||||
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| Autor | Mich8ael8 W.8, Herchweiler / Rheinland-Pfalz | 886902 | |||
| Datum | 12.02.2024 17:43 | 933 x gelesen | |||
| Hallo, Geschrieben von Simon S. Einzelruf und Ressourcenbelastung: Soweit korrekt. Nur dass man für den Einzelruf dann so viel Resourcen belegt (für 2 Funkteilnehmer!) wie ansonsten für eine ganze BOS (die ihren Verkehr in einer Gruppe abwickelt). Darum ging es mir. Wenn nun 10 Funkteilnehmer der Meinung sind, ihre Kommunikation statt per Gruppe per Einzelruf abzuwickeln, sind die vorhandenen Ressourcen schnell am Ende. Dafür ist das Netz in seiner aktuellen Ausbaustufe nicht ausgelegt. Bei Handynetzen (GSM und Nachfolger) war im Prinzip der Einzelruf der Normalfall, hier nicht. Geschrieben von Simon S. Wie schon in einem anderen Post geschrieben: kritischer sehe ich, dass bei einem Einzelruf man von der Gruppenkommunikation komplett abgeschnitten ist. Eben, das kommt noch dazu. Gruß, Michael | |||||
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| Autor | Mich8ael8 W.8, Herchweiler / Rheinland-Pfalz | 886903 | |||
| Datum | 12.02.2024 17:48 | 904 x gelesen | |||
| Hallo, Geschrieben von Simon S. Wenn das gewählte Notrufziel die geschaltete Gruppe ist (das kann jedes Land für jede nutzende BOS selbst entscheiden, wie es das regelt) dann ist die Gruppe blockiert, da der Notruf bevorrechtigt ist. Schon klar. Wenn das dann meine Regel-Betriebsgruppe ist, macht das meines Erachtens nicht wirklich Sinn. Ich lege die Kommunikation eines kompletten Landkreises lahm, weil ein Notruf abgewickelt wird. Das muss m.E. auf einer separaten, durch die zuständige Leitstelle überwachten Notrufgruppe erfolgen. Geschrieben von Simon S. Somit sind diese Effekte (andere Leitstelle bei der Anwahl 112 geht ran als erwartet) sehr selten geworden. Nö, gerade auf dem Lande gibt es das aufgrund immer noch recht großer Funkzellen immer noch. Kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen, ich wohne an der Bundesland- und somit Leitstellengrenze und bekomme desöfteren auch demzufolge mal mit, bei welcher Leitstelle der Notruf eingeht und wo sich der Anrufer befand. Geschrieben von Simon S. Im DMO hast Du nichts außer der Gruppe. Es gibt im DMO keine zentrale Instanz die hier ein Notrufziel vorgeben könnte etc. Richtig, daher ist es ja auch etwas problematisch, hier eine vernünftige, brauchbare Umsetzung des Notrufs zu finden. Gruß, Michael | |||||
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| Autor | Gerh8ard8 B.8, Pfungstadt / Hessen | 886905 | |||
| Datum | 12.02.2024 18:33 | 953 x gelesen | |||
| Hallo, Geschrieben von Michael W. Soweit korrekt. Nur dass man für den Einzelruf dann so viel Resourcen belegt (für 2 Funkteilnehmer!) wie ansonsten für eine ganze BOS (die ihren Verkehr in einer Gruppe abwickelt). Darum ging es mir. Wenn nun 10 Funkteilnehmer der Meinung sind, ihre Kommunikation statt per Gruppe per Einzelruf abzuwickeln, sind die vorhandenen Ressourcen schnell am Ende. Dafür ist das Netz in seiner aktuellen Ausbaustufe nicht ausgelegt. Bei Handynetzen (GSM und Nachfolger) war im Prinzip der Einzelruf der Normalfall, hier nicht. ... ist aber weniger tragisch als es sich zunächst anhört, da Gruppenkommunikation die Einzelkommunikation verdrängt (d.h. wenn beim Gruppenruf alle Zeitschlitze belegt sind wird die Einzelkommunkation hart abgeworfen)... Gruß Gerhard | |||||
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| Autor | Simo8n S8., Gomaringen / Baden Württemberg | 886909 | |||
| Datum | 13.02.2024 08:10 | 823 x gelesen | |||
Geschrieben von Michael W.Soweit korrekt. Nur dass man für den Einzelruf dann so viel Resourcen belegt (für 2 Funkteilnehmer!) wie ansonsten für eine ganze BOS (die ihren Verkehr in einer Gruppe abwickelt). Darum ging es mir. Wenn nun 10 Funkteilnehmer der Meinung sind, ihre Kommunikation statt per Gruppe per Einzelruf abzuwickeln, sind die vorhandenen Ressourcen schnell am Ende. Dafür ist das Netz in seiner aktuellen Ausbaustufe nicht ausgelegt. Bei Handynetzen (GSM und Nachfolger) war im Prinzip der Einzelruf der Normalfall, hier nicht. Stimmt. Allerdings: Sollten in einer Basisstation alle Zeitschlitze belegt sein, dann hat ein Gruppenruf höhere Prio als ein Einzelruf. Sprich ein Einzelruf blockiert keine Gruppenkommunikation. Der Einzelruf wird abgebrochen und der Gruppenruf wird durchgeführt. Grüße Simon | |||||
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| Autor | Simo8n S8., Gomaringen / Baden Württemberg | 886910 | |||
| Datum | 13.02.2024 08:13 | 795 x gelesen | |||
| Insgesamt halte ich die Umsetzung des Notrufs für gut. Auch im DMO. Ein Notruf hat ja erstmal Prio und es braucht unterstützende Kräfte. Geschrieben von Michael W. Schon klar. Wenn das dann meine Regel-Betriebsgruppe ist, macht das meines Erachtens nicht wirklich Sinn. Ich lege die Kommunikation eines kompletten Landkreises lahm, weil ein Notruf abgewickelt wird. Das muss m.E. auf einer separaten, durch die zuständige Leitstelle überwachten Notrufgruppe erfolgen. Siehe dazu mein Beitrag mit der dezidierten Notrufgruppe. Kann jedes Land für sich entscheiden, wie es den Notruf umsetzt. | |||||
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| Autor | Adri8an 8R., Utting / Bayern | 886911 | |||
| Datum | 13.02.2024 08:51 | 847 x gelesen | |||
Geschrieben von Simon S.Wie schon in einem anderen Post geschrieben: kritischer sehe ich, dass bei einem Einzelruf man von der Gruppenkommunikation komplett abgeschnitten ist. Gedacht ist der Einzelruf zur Kommunikation über die Rufgruppendistrikte hinaus, also z.B. mit einem Kontingentführer welcher gerade an einem unbekannten Ort unterwegs ist. In diesem Fall ist das eine interessante Funktion. Innerhalb des eigenen Rufgruppendistriktes macht es wenig Sinn. Viele Grüße Adrian | |||||
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| Autor | Adri8an 8R., Utting / Bayern | 886914 | |||
| Datum | 13.02.2024 13:35 | 761 x gelesen | |||
Geschrieben von Michael W.Aber im TMO ist es Unsinn, dafür die Betriebsgruppe für eine Minute zu blockieren. Nach Einführung der Sepura HBC3 hatten wir recht oft versehentlich ausgelöste Notrufe, weil einige Nutzer die schöne orange Taste für den Einschalter hielten. Ist gerade bei den Wenignutzern dann blöd, da wissen einige auch leider nicht mehr, dass sie den Notruf selbst löschen können. Das war eine absichtliche Entscheidung. Ein richtiger Notruf soll von allen mitbekommen werden, z.B. wenn geschossen wird oder ein Atemschutznotfall eintritt. Ein Notruf auf einer separaten Gruppe wäre in meinen Augen sogar gefährlich. Diese Notruf-Overlaygruppen sind allerdings tatsächlich implementiert, diese nutzt das Funkgerät wenn die Gesprächsgruppe nicht verfügbar ist (z.B. aus dem Distrikt gefahren und nicht umgeschalten). Bei versehentlichen Notrufen ist die Hot-Mic-Funktion zeitbegrenzt (ich meine 30 Sekunden), danach spielt der aktive Notruf für die Gruppe keine Rolle mehr. 30 Sekunden unterbrechung sind nervig, die meisten "Ausschaltfehler" passieren aber ehrlicherweise wenn eh nichts los ist. Die Leitstelle kann (sofern richtig angebunden und geschult!) den Notruf ebenfalls beenden, schon wieder eine Funktion die es analog nicht gab. Viele Grüße Adrian | |||||
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| Autor | Adri8an 8R., Utting / Bayern | 886915 | |||
| Datum | 13.02.2024 13:46 | 723 x gelesen | |||
Geschrieben von Ulrich C.es gab und gibt leistungsfähige analoge FuG, die noch dazu recht einfach zu bedienen sind.. Mir ist letztens bei einem Gespräch im Rahmen der Funkausbildung zum Thema "Wie ging das früher" aufgefallen wie komplex der Analogfunk doch für den Anwender war. Man benötigte Kanaltabellen, teilweise bei uns im Gebirge sogar zwei Kanäle für einen Rettungsdienstbereich. Man musste verstehen was Gegensprechen/Wechselsprechen macht und die möglichen Fehlschaltungen. Alles Dinge um die man sich bei TETRA als Normaluser keinen Kopf mehr machen muss. Auch so lustige Effekte wie "zwei senden gleichzeitig und es kommt nur Murks raus" sind in TETRA weitestgehend ausgeschlossen. Weitere Beispiele sind leicht zu finden. Gib deiner Jugendfeuerwehr mal ein Analogfunkgerät (Zumindest ausserhalb von BaWü) und du wirst feststellen was die unter "einfach zu bedienen" verstehen ;-) Viele Grüße Adrian | |||||
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| Autor | Simo8n S8., Gomaringen / Baden Württemberg | 886916 | |||
| Datum | 13.02.2024 15:44 | 690 x gelesen | |||
| Ich erinnere mich an einen Rettungsdienstbereich, da mussten die verschiedenen Relais noch mit TRI bzw. TRII aufgeschaltet werden, da die Gleichwelle (noch) nicht exisiterte. Grauenhaft. | |||||
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| Autor | Mich8ael8 W.8, Herchweiler / Rheinland-Pfalz | 886917 | |||
| Datum | 13.02.2024 17:38 | 689 x gelesen | |||
| Hallo, Geschrieben von Adrian R. Mir ist letztens bei einem Gespräch im Rahmen der Funkausbildung zum Thema "Wie ging das früher" aufgefallen wie komplex der Analogfunk doch für den Anwender war. Nicht unbedingt komplex, aber die Funkdisziplin war deutlich wichtiger, da einige technische Vorkehrungen fehlten. Insbesondere das Senden, wenn bereits ein anderer sendet. Das ist halt beim digitalen Netz nicht mehr möglich. Auch andere Dinge sind beim Digitalfunk wesentlich sinnvoller gelöst, so auch die Störsicherheit. Analog hatte man genau EINE Frequenz (bzw. ein Frequenzpaar), war dort ein (absichtliches) Störsignal, war der Funk erstmal tot. Gar nicht so selten. Gleiches Thema waren Überreichweiten, beim Digitalfunk bestenfalls noch im DMO ein Thema. Geschrieben von Adrian R. Gib deiner Jugendfeuerwehr mal ein Analogfunkgerät (Zumindest ausserhalb von BaWü) und du wirst feststellen was die unter "einfach zu bedienen" verstehen ;-) Nun gut, die vermissen die Features eines Smartphones und kommen auch mit dem Digitalfunkgerät kaum zurecht. Die wischen da immer auf dem Display rum und wundern sich, dass da nix passiert... ;-) Gruß, Michael | |||||
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| Autor | Bern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg | 886921 | |||
| Datum | 13.02.2024 21:19 | 717 x gelesen | |||
| Guten Abend Geschrieben von Simon S. Ich erinnere mich an einen Rettungsdienstbereich, da mussten die verschiedenen Relais noch mit TRI bzw. TRII aufgeschaltet werden, Das war früher in BaWü auch bei den Feuerwehrleitstellen so, da musste man erst "das Relais hochtasten". Und ganz besonders war es, wenn es in einigen Landkreise ( z.B LK Karlsruhe mit FwLSt Bruchsal u. FwLSt Bretten ) es zwei Feuerwehrleitstellen gab, da musste man je nachdem welcher Leitstelle eine Gemeinde zugeteilt war, entweder TR I oder TR II drücken um zur zuständigen Leitstelle zu kommen ( und wehe man verdrückte sich mal ). Gruß aus der Kurpfalz Bernhard " Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !" (Heinrich Heine) | |||||
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| Autor | Mich8ael8 B.8, Münsingen / Baden- Württemberg | 886922 | |||
| Datum | 13.02.2024 22:15 | 711 x gelesen | |||
| Hallo Simon, Geschrieben von Simon S. Ich erinnere mich an einen Rettungsdienstbereich, da mussten die verschiedenen Relais noch mit TRI bzw. TRII aufgeschaltet werden, da die Gleichwelle (noch) nicht exisiterte.Bei Dir im Nachbarkreis mussten auch die Feuerwehren die Relais Hochtasten. Dabei musste man in etwa wissen wo man war um mit dem Tonruf ein Relais zu erreichen. So war es bei uns so vor dem Magazin konnte man mit TRI arbeiten, hinter dem Magazin mit TRII. Aber wie war die Aussage als ich bei meinem Funklehrgang (1986) nach dem Gleichwellenfunk (ich kannte ihn von Hessen) fragte: Wir haben eine so guten Netzausbau, wir brauchen keinen Gleichwellen Funk! Er kam dann 5-10 Jahre später. Bis dahin haben wir die Feuerwehren im Landkreisen Mosbach und Kempten gehört und gestört. Bei ganz besonderen Verhältnissen auch einmal die BF Karlsruhe. Gruß Michael Auch schlechter Ruf verpflichtet | |||||
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