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ThemaZweiphasen-Feuerspritze6 Beträge
RubrikFeuerwehrtechnik
 
AutorAlex8and8er 8H., Klettgau / Baden-Württemberg892215
Datum04.01.2026 17:091103 x gelesen
Die Zweiphasen-Feuerspritze - Zelup

Die Zweiphasen-Feuerspritze Eine Feuerspritze, die die Brandbekämpfung revolutionieren wird, entwickelt in Zusammenarbeit mit der Pariser Feuerwehr. MEHR ERFAHREN > Eine bahnbrechende Revolution auf dem Gebiet der Feuerlösch-systeme + Effizienter Ein einzigartiges und patentiertes Verfahren, das die Wassertröpfchen fragmentiert, um Brände effizienter zu bekämpfen. + Umweltschonender Verantwortungsvoller Wasserverbrauch, 6 bis 8 Mal geringer als bei einer herkömmlichen [...]

Frohes neues Jahr zusammen,

beim Stöbern im Internet bin ich über eine neue Strahlrohrart Zweiphasen-Feuerspritze (original lance diphasique) gestolpert, die laut Hersteller die Brandbekämpfung revolutionieren wird (was auch sonst). Bei der Pariser Feuerwehr ist sie bereits im Einsatz, sonst sind die Resultate meiner Internetsuche im deutschsprachigen Raum eher gering.

Das Funktionsprinzip laut Hersteller auf seinem Internetauftritt:
Für die Zweiphasen-Benebelung wird das Wasser mit einem hydropneumatischen Verfahren fragmentiert, um einen feinen Sprühnebel zu erzeugen. Die Wassertropfen (flüssige Phase) werden dank der Entspannung der Luft (gasförmige Phase) in feinste Tröpfchen aufgesplittert. Die feinen Tröpfchen werden anschließend in einen Höchstgeschwindigkeits-Luftstrom eingeleitet, der sie direkt in die Mitte des Brandherdes befördert.

Rein optisch macht es für mich im Vergleich zum konventionellen HSR entgegen den Versprechungen eher einen unhandlichen Eindruck.
Aber wer weiß, vielleicht sind die französischen Kameraden uns da voraus und wir diskutieren in ein paar Jahren nicht mehr die Anwendung Voll- vs. Sprühstrahl, sondern HST vs. diesem Prinzip (meine Vermutung: eher nicht).

Gruß Alex

Dies ist meine persönliche Meinung!

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AutorHenn8ing8 K.8, Dortmund / NRW892218
Datum04.01.2026 19:02   693 x gelesen
Kleinere Tröpfchen wurden mal als Vorteil der Hochdrucktechnik verkauft.

Das war sicher richtig im Vergleich zum CM-Rohr. Aber im Vergleich zu HSR scheint es wohl nicht nur zu viel Aufwand, sondern auch zu wenig Tröpchengröße gewesen zu sein. Außerdem entspricht "weniger Wasser" gerade für kritische Brände auch nicht gerade der Lehrmeinung. Jedenfalls spielt HD-Technik in der Diskussion hierzulande gefühlt keinerlei Rolle mehr,

Und jetzt macht man mit viel Aufwand wieder sowas, und das System scheint eine Art CAFS ohne Schaum zu sein oder ein IFEX ohne Impuls, also kontinuierlich?

Ich würde sagen: man kombiniert hier die Nachteile der HD-Technik mit denen der CAFS- bzw. IFEX-Technik.
Und wofür? Um viel Luft und wenig Wasser "direkt in die Mitte des Brandherdes" zu befördern?

Mag sein, dass das für bestimmte Spezialanwendungen sinnvoll sein kann. Für die kommunale Feuerwehr kann ich mir das aber nicht vorstellen. Strahlrohre mit weniger als 500 l/min haben wir heute schon...

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AutorMaxi8mil8ian8 H.8, Löhnberg / 892220
Datum04.01.2026 22:32510 x gelesen
Und ob das CM dem C-HSR wirklich unterlegen ist, gerade was die Vollstrahl-Taktik angeht, möchte ich ganz ketzerisch auch in Frage stellen. Von Zwei-Phasen-Wunder-HSR ganz zu schweigen :D

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AutorMart8in 8S., Gelnhausen-Hailer / Hessen892222
Datum05.01.2026 09:10510 x gelesen
Hallo zusammen und frohes neues Jahr,

ohne die Details dieses neuen französischen Systems zu kennen, fühle ich mich bei den Schlagworten Wasser und Druckluft nur an die Hessen-TLF von 1950 erinnert, die auch über eine Pneumatik für diesen Zweck verfügten. Durchschlagende Löscherfolge aufgrund dieser Technik sind meines Wissens nach aber nicht überliefert. Und die zweite (Protest-) Serie hatte diese Anlage schon nicht mehr (wenn auch eher aus Linzenzgründen; wenn sie sich bewährt hätte, wäre aber bestimmt ein Weg möglich gewesen)

Gruß an alle
Martin

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AutorHenn8ing8 K.8, Dortmund / NRW892232
Datum05.01.2026 18:50485 x gelesen
Im Zusammenhang mit den Hessen-TLF wird bezüglich der Druckluftanlage ein Patent eines Herr Noehl erwähnt.

Ich vermute, es handelt sich um dieses. (gibt es das auch komplett zur Einsicht?!).

Zitat daraus:
"Die erfindungsgemäße Strahlrohrausbildung nimmt ihren Ausgang von einem Sprühistrahlrohr, bei dem die Löschflüssigkeit-beim Austritt aus dem Strahlrohrmundstück durch in - dieses eingeführte Druckluft zerstäubt wird.". Das klingt so, als ob Wasser und Druckluft getrennt zugeführt würden.

Wenn man sich entsprechende Fahrzeuge anschaut (Beispielbild der Frontpumpe) sieht es aber eher so aus, als ob Wasser und Drucklauft gemeinsam im selben Schlauch zum Strahlrohr transportiert wurden.

Kann sich noch jemand erinnern, wie das wirklich war?

Bei der neuen französischen Technik habe ich wegen der Klobigkeit des Strahlrohrs fast den Eindruck, dass die Druckluft erst darin (über eine Wasserturbine?) erzeugt wird?!

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 04.01.2026 17:09 Alex7and7er 7H., Klettgau
 04.01.2026 19:02 Henn7ing7 K.7, Dortmund
 04.01.2026 22:32 Maxi7mil7ian7 H.7, Löhnberg
 05.01.2026 09:10 Mart7in 7S., Gelnhausen-Hailer
 05.01.2026 18:50 Henn7ing7 K.7, Dortmund
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