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| Rubrik | Freiw. Feuerwehr | zurück | ||
| Thema | Feuerwehr steht auf dem Schlauch | 59 Beiträge | ||
| Autor | Volk8er 8L., Erlangen / Bayern | 360900 | ||
| Datum | 14.09.2006 21:12 MSG-Nr: [ 360900 ] | 23720 x gelesen | ||
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Unser Grundproblem des Nachwuchsmangels besteht auf mehreren Gebieten : 1) In der erkannten Mangelsituation in best. Regionen, die zur Abwanderung von ausgebildeten Kräften führen, bzw. in der Pendlersituation (Stichwort Tagesalarmstärke). Ein von uns beeinflußbarer Ansatz ist hier nur die Parallelmitgliedschaft in einer zweiten Wehr am Ort des Arbeitsplatzes. ==> z.B. Änderung des Bay. FW Gesetzes 2) Das Ausklinken aus der Sozialgemeinschaft, das "Türe zu und Desinteresse" kann die Feuerwehr alleine nicht lösen. Auch wenn Sie tausende Info-Flyer im Ort verteilt. Hier ist die Politik gefragt und gefordert. Ein erster Schritt ist die Wiedereinführung einer bundes - resp. landesweiten Feuerschutzabgabe für Personen, die nicht aktiv im Bereich des Zivilschutzes, Feuerwehr, Rettungsdienst, THW o.ä. sich engagieren. Dabei sollte die Abgabenhöhe bewußt so gewählt werden, dass der Beitrag spürbar ist. Ein Pauschalbetrag wäre teilweise sozial problematisch, daher wäre eine Staffelung in Abhängigkeit vom Einkommen zu diskutieren. Der Höchstbeitrag könnte z.B. so bei 500,- ? p.a. liegen. Die Abgabe muß streng zweckgebunden sein. Parallel dazu sollte ein Teil der Einnahmen der Feuerschutzabgabe neben der Beschaffung von Ausrüstung als Aufwandsentschädigung für die Aktiven genutzt werden. Stichwort : Feuerwehr als anerkannter Nebenberuf. Das macht den Feuerwehrdienst auch wirtschaftlich interessanter. 3) Der Dienst in der FF muß sich auch in Bezug auf die soziale Absicherung "lohnen". Stichwort Anrechnung der Dienstjahre in der FF bei BFA-Rentenpunkten etc. Hier muß die Politik aktiv werden. 4) Arbeitgeberkonflikt : Es gibt prinzipiell uneinsichtige Arbeitgeber, aber auch Arbeitgeber bei denen tatsächlich der Arbeitszeitausfall in der heutigen Zeit wirtschaftlich schmerzhaft ist. Auch hier gilt, dass die Bereitschaft die Mitarbeiter im Alarmfall zum Einsatz ziehen zu lassen materiell belohnt werden muß. Wiederum eine Aufgabe, der sich die Politik annehmen muß. Ansatzpunkt wäre eine Minderung der Gewerbesteuer ab einem best. Anteil von Angehörigen der Zivilschutzkräfte im Betrieb. Hier wären die Kommunen gefordert, da sie so ihrer Pflichtaufgabe zur Sicherstellung der personellen Einsatzbereitschaft der Feuerwehr nachkommen würden. Knallhartes wirtschaftliches Rechnen - was ist billiger : Gewerbesteuerminderung oder notgedrungen festangestelltes Feuerwehrpersonal ? 5) Heilige Kuh schlachten : Zulassung von qualifizierten Privatanbietern, die als komm. Unternehmen den Brandschutz im Auftrag der Kommunen übernehmen. Beispiel Falck in Dänemark. 6) Konsequent das Mittel der Pflichtfeuerwehr nutzen. Nicht lange herumdoktern, sondern bei Problemen zügig dienstverpflichten. Das macht die Feuerwehrkrise in der Öffentlichkeit auch nachhaltiger bewußt. "Feuer frei" - jetzt dürft Ihr meine Vorschläge zerpflücken. V.L. | ||||
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