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| Rubrik | Berufsfeuerwehr | zurück | ||
| Thema | Zukunft der Feuerwehr, war: Besoldung A7 | 11 Beiträge | ||
| Autor | Ulri8ch 8C., Düsseldorf / NRW | 369361 | ||
| Datum | 07.11.2006 09:00 MSG-Nr: [ 369361 ] | 5400 x gelesen | ||
Geschrieben von Dietmar Reimer Waren das alles Beamte? Das ist doch der Punkt. Durch die Entwicklung der letzten Jahre hat auch der letzte Kollege gemerkt, dass der Beamtenstatus das einzige ist, dass man uns nicht nehmen kann. Also macht der Vergleich zu anderen Arbeitnehmern keinen Sinn. Denn die kann man mit der Drohung Arbeitsplatzverlust dahin schubsen, wo man sie haben will. Es ging darum: Geschrieben von Dietmar Reimer
Du hast das gleiche Denken, wie viele andere gewerkschaftlich engagierte Menschen, es geht Euch nur um die die schon einen Arbeitsplatz haben, der soll möglichst viel bringen, unabhängig davon was damit insgesamt erreicht wird. (Auch unabhängig davon, ob mit solcher Politik die Arbeit an sich in absehbarer Zeit woanders - von jemand anderem - statt findet.) Natürlich kannst Du einem Beamten seinen Job nicht wegnehmen, aber Du kannst ihn anderweitig beschäftigen und den Bereich still legen bzw. sogar verkaufen. Beispiele? => Telekom, kommunale Ver- und Entsorger, ÖPNV usw. Geschrieben von Dietmar Reimer Du versuchst hier ständig zu vermitteln, dass, wenn wir alle den Ball flach halten, und brav jede Verschlechterung schlucken, und womöglich freiwillig und umsonst mehr arbeiten, als wir "neuerdings" brauchen, dann kann alles so bleiben, wie es ist, und alles wird gut. Wenn wir aber aufmucken, Ansprüche stellen und einige gar vor Gericht gehen, sägen wir an unserem eigenen Ast, und alles wird ganz doll schlecht, am Ende ist gar die Feuerwehr privatisiert. Nein, ich versuch zu vermitteln, dass die Mehrzahl der Kollegen bisher hervorragend mit dem alten System gefahren sind, ich das für absolut keine Überlastung halte - und darin sogar von vielen aus dem mD bestätigt werde. Natürlich nehmen die gern für noch weniger Arbeit noch mehr Geld, aber vor die Alternative gestellt Wechselschicht, oder alter 54h-Dienst im 24 h-Dienst ist die Entscheidung für nahe 100% klar... Und was man jetzt alles herumbiegt, um den 24 h-Dienst in kürzerer Wochenarbeitszeit zu retten, kann ich zwar aus Sicht der Kämmerer verstehen, auch aus Sicht des Personals, aber es hat mit dem Ursprungsgedanken des Arbeitnehmerschutzes (darauf bezogen sich die Klagen!) NICHTS zu tun. Es geht faktisch nur noch ums Geld. Böse wird das Erwachen, wenn dann die Träume von der 48h-Woche im 24 h-Dienst über kurz oder lang doch scheitern. (Für einige ist der ja schon geplatzt.) Ganz davon ab: ICH versuch auch an die Mitarbeiter zu denken, die AUCH in einer Fw arbeiten: Tagesdienst heißt der Bereich. Und ich will nicht noch mehr Unfrieden zwischen den Gruppen der "Alarmhelden" und der "Sesselwärmer" (so oder so ähnlich betiteln die sich gern gegenseitig) als das ohnehin schon der Fall ist. Wenn Du keine oder nur sehr wenig Bewerber auf den einen Bereich bekommst, läuft im Gesamtsystem was falsch! Früher wurde daher mal zum Ausgleich eine Zulage für den Dienst zu ungünstigen Zeiten gezahlt, heute müsste man faktisch eine Tagesdienstzulage einführen... Geschrieben von Dietmar Reimer Man hört ja von Dienststellen, die ihre Mitarbeiter zum Opt Out mit dem Argument drängen, diese bezahlte Mehrarbeit sei bei 48 Wochestunden im Schichtdienst nicht möglich. Eigentlich paradox, denn wenn man regulär 54h arbeitet, darf man das. Das verstehe wer will... Logisch ist das absolut nachvollziehbar. In einem Fall erklärt sich der Mitarbeiter nunmal bereit, mehr zu arbeiten, als er eigentlich der EU - und klagenden Kollegen (!) - nach darf, der darf dann auch wenn er will noch mehr arbeiten. Wer aber nicht mehr arbeiten will/kann, weil ihn das so stark belastet, der kann das doch kaum außerhalb des Dienstes können oder wollen, oder? Geschrieben von Dietmar Reimer Also auch bei der heute oft beklagten Unterschreitung irgendwelcher Mindestlöschzugstärken hört man nicht von Unfällen, verzögerter Rettung und dergl. Wach auf! 1. Du erfährst nur von einem Bruchteil der (Beinahe-)Unfälle. 2. Es hat i.d.R. kaum einer ein Interesse, da die Ursachen näher aufzuklären, weil dann alle Mitwirkenden ein Haftungsproblem hätten. 3. Beispiele für was so alles schief gehen kann - und auch das sind nur Bruchteile - findest Du auf www.atemschutzunfaelle.de. Geschrieben von Dietmar Reimer Letztlich wird die Öffentlichkeit entscheiden, auf welchem Niveau sich ihre Sicherheit einpendelt. Nein, die Stärke auf den Löschfahrzeugen definiert jede Feuerwehr für sich selbst. Die Zahl der LFs und deren Verteilung bestimmt (natürlich) die Politik. Geschrieben von Dietmar Reimer Es ist doch egal, ob wir für eine Übergangszeit mehr Geld bekommen. Das ist ein nettes Zubrot, das aber auch nicht von Dauer sein wird. Auf dem einen oder anderen Weg wird man uns das Geld wieder aus der Tasche ziehen. Woher nimmst du den Optimismus, zu glauben, durch unseren Verzicht könnten wir unsere Lage verbessern? 1. man gewöhnt sich sehr schnell an etwas, was vermeintlich so einem zusteht. Wird das (eher als erwartet) geändert, gibts IMMER Probleme mit den Kollegen, die sich z.B. daran gebunden haben. Das ist zwar nicht intelligent, aber wird trotzdem gemacht - wetten? 2. Hast Du nicht auf meine Frage geantwortet! Die war: "Was würde den bei Euch in Essen so passieren, wenn Ihr gegen eine Zulage (o.ä.) den Dienst ausweitet (so dass überhaupt gestattet wird!), oder mehr Leute einstellen müsst? Wie lange gäbe es ggf. eine Beförderungssperre für den Rest? (Wie siehts denn derzeit grad aus?)" Übrigens, im Gegensatz zu einer Zulage wirkt sich eine nicht (rechtzeitig) durchgeführte Beförderung auch auf die Pensionshöhe aus.. Und: Wenn man 30 Jahre warten muß, um noch pensionsberechtigt über einen "Sozialplan" mit allen anderen befördert zu werden, wie hoch ist dann noch die Motivation? ----- mit privaten und kommunikativen Grüßen Cimolino | ||||
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