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Ionen-Mobilitäts-Spektrometer
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RubrikABC-Gefahren zurück
ThemaDefinitionen war: Möglichkeiten PID2 Beiträge
AutorMarc8o K8., Hohenlockstedt / Schleswig-Holstein620621
Datum15.04.2010 12:11      MSG-Nr: [ 620621 ]4045 x gelesen

Ich spalte das mal ab.

Geschrieben von Marco Kirsteinwir verwenden die Begriffe bei uns (wenn wir genau sind) wie folgt:

Mit Nachweisen ist der Oberbegriff für die Untersuchung von Gefahrstoffen als Einzelstoffe oder in Gemischen durch Spüren, Messen oder Analysieren gemeint. Nachweise können qualitativ (Hier: Art des Gefahrstoffes) oder quantitativ (Hier: Menge des Gefahrstoffes) erfolgen und ist vom eingesetzten Nachweisverfahren abhängig.

Als Analysieren wird die Identifikation eines unbekannten Stoffes, der als Reinstoff, Zubereitung oder Gemisch in allen Aggregatzuständen an der Einsatzstelle vorkommen kann und sich nur mit komplexer Gerätetechnik vor Ort oder durch die Aufbereitung von Proben im Labor nachweisen lässt.

Das ist aber natürlich eine Frage der verwendeten Definition.

Zum Analysieren von Essigsäure stünde bei uns da z.B. das IMS des ABC Erkunders zur Verfügung. Zusätzlich gäbe es noch mindestens eine Packung Prüfröhrchen. Mit Glück gibt es dann natürlich noch Ladepapiere, Kennzeichnungen …,die bei der Identifikation weiterhelfen könnten.

Analysieren von Essigsäure müsste da allerdings in „“ stehen. Normalerweise würde ich sagen, dass das eher in einem Labor oder durch besondere Einheiten möglich ist. Im Zusammenhang Feuerwehr/LZG an der Einsatzstelle verwende ich diesen Begriff eigentlich kaum, da die Möglichkeiten da im Allgemeinen relativ begrenzt sind.

Geschrieben von Mario LehmannDiese Begriffsdefinition halte ich persönlich für bedenklich, weil die Grenzen zwischen den Bereichen unklar sind und auf diese Weise Missverständnisse auftreten können. Quantitative und qualitative Verfahren Unterscheiden sich in ihren Anwendungsgebieten und Limitierungen schon sehr. Gerade der Begriff "komplexe Gerätetechnik" lässt hier einen riesigen Interpretationsspielraum zu. Wo zieht man die Grenze? Zwischen IMS und GC-MS oder zwischen Röhrchen und IMS? Auch "naßchemisch" lassen sich, unter bestimmten Gegebenheiten, sichere Stoffidentifizierungen durchführen (Ich verzichte hier bewusst darauf, es Nachweis oder Analyse zu nennen). Ich verstehe auch nicht, warum man in der Feuerwehrwelt andere Begriffe verwenden muss, als die, die in der in diesem Bereich zu Grunde liegenden Wissenschaft, üblich sind.
Die Begriffe finden sich ähnlich u.a. in dem Saarländer Gefahrstoffkonzept und werden wohl auch sonst in der ABC Ausbildung so verwendet (sicher nicht überall). Eine einheitliche Sprache fände ich auch sehr gut. Gibt es andere (sauberere) Vorschläge zu Begrifflichkeiten? Wer verwendet die?

Wir verwenden derzeit auch noch:

Mit Spüren ist die Suche nach freigesetzten Gefahrstoffen und denen von ihnen ausgehenden Gefahren mit Nachweismöglichkeiten, die einen ja/nein Aussage ermöglichen gemeint.

Mit Messen Ist eine Konzentrationsbestimmung eines Gefahrstoffes oder die Ermittlung einer von einem Gefahrstoff ausgehenden Gefahr mit Hilfe von geeigneter Nachweistechnik gemeint. Man unterscheidet (diskontinuierliche) Einzelmessungen und kontinuierliche Messungen. Stoffspezifische Erfassungen von Messwerten sind dann möglich, wenn gesicherte Informationen über die beteiligten Einzelstoffe vorliegen.

Beste Grüße

Marco


http://lzg.kfv-steinburg.de/

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 14.04.2010 18:18 Marc7o K7., Hohenlockstedt Möglichkeiten PID war: CMS oder Prüfröhrchen?
 15.04.2010 12:11 Marc7o K7., Hohenlockstedt
 15.04.2010 12:49 Mari7o L7., Clausthal

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