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RubrikAtemschutz zurück
ThemaAtemschutz um jeden Preis?65 Beiträge
Autor= an8ony8m =8 a8., 3 / überall702102
Datum11.11.2011 19:18      MSG-Nr: [ 702102 ]21450 x gelesen

Sehr geehrte Feuerwehrkameradinnen und Kameraden,

Zunächst möchte Ich mich entschuldigen, dass Ich meinen Namen und den Namen meiner Wehr in diesem Beitrag nicht erwähne. Leider sehe ich diesen Schritt als notwendig, da offen angebrachte Kritik an den vorliegenden Umständen offenbar nicht gewünscht wird.

In einer bayrischen Stadt mit BF und FF trug sich beim diesjährigen Atemschutzgeräteträger-Lehrgang folgendes zu: Eine der Teilnehmerinnen, 19 Jahre alt, etwa 145cm groß und um die 45kg schwer, hatte laut Augenzeugenberichten eines anderen am Lehrgang beteiligten Kameraden offenbar mehrmals Probleme beim Durchführen diverser Aufgaben.

Normalerweise ist die Berufsfeuerwehr, die im Bereich der Freiwilligen Feuerwehren des Stadtgebiets den AGT-Lehrgang auf Standortebene durchführt, bekannt und angesehen für einen hoch angesetzten Erwartungshorizont und eine Ausbildung auf hohem Niveau. Umso unerklärlicher scheint mir die Berichterstattung des oben genannten Kameraden meines Löschzuges, die mir mittlerweile von weiteren Kameraden bestätigt wurde, dass die Aufgaben offenbar an die Möglichkeiten der jungen Kameradin angepasst wurden. So wurde beim Notfalltraining nur der Fall angenommen, dass der verunglückte Geräteträger noch gehfähig sei und ein gestütztes Herausführen aus der Gefahrenzone ausreichend wäre. Die Rettung einer Puppe (m.E. 50kg) musste drei Mal unterbrochen werden, da die Kameradin neu ansetzen musste. In einem anderen Fall wurde kurzerhand ein 3-Mann-Trupp gebildet, wobei dieses Vorgehen in dieser Stadt bislang ausschließlich bei der BF praktiziert wird, da Freiwillige Einheiten die Möglichkeiten hierzu (noch) nicht haben. Die Belastungsübung konnte offenbar aufgrund eines Wasserschadens in der Anlage nicht richtig durchgeführt werden. Anstatt der geforderten Aufwärmübungen vor dem Durchgang wurde daher das Treppenhaus vom UG bis ins 2. OG bestiegen, wieder zurück und dann noch der Schlaghammer durchgeführt, wobei hier die Klimmzüge auch wieder unsauber und nicht korrekt durchgeführt wurden die Ausbilder haben die Betreffende aber regelrecht durchgewunken.

Davon abgesehen, dass die Ausrüstung einer normalen deutschen Feuerwehr garnicht für diese Größenverhältnisse vorgesehen sind (Größe der Maske und der Schutzausrüstung) mir erscheint es allein aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, diese Kameradin als fähig für das Tragen von schwerem Atemschutz zu bezeichnen, immerhin wiegt die Ausrüstung (gehen wir von auch nur 25kg für PA, Brandschutzkleidung, Stiefel, Helm und Gurt mit Beil aus) rund 50% ihres eigenen Körpergewichts. Man stelle sich vor, sie müsste eine Personenrettung auch noch durchführen oder zu zweit eine Steckleiter in Stellung bringen.

Mir liegt vor allem die Sicherheit meiner Kollegen der BF und Kameraden der FF am Herzen. Bietet ein Sicherheitstrupp mit 2 Einsatzkräften doch schon nur das Minimum an Sicherheit, wie soll dann eine solche Einsatzkraft adäquat Hilfe leisten können?

Ich verstehe, dass jeder Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau gerne das große A am Helm tragen will, besonders in jungen Jahren am Anfang der aktiven Zeit. Klar mag das der Lebenstraum so manchen Feuerwehrlers sein doch was nützt es mir, wenn ich damit das Leben von Kameradinnen und Kameraden, und noch schlimmer, von Zivilpersonen gefährde? Wer hat hier geschlafen oder hatte schlichtweg niemand den Mut, die Kameradin auf den Boden der harten Realität des Feuerwehralltags zurück zu holen?

Gibt es keine Richtlinien, wie groß ein AGT mindestens sein muss? Wie kann es sein, dass top durchtrainierte Berufsfeuerwehrkräfte aufgrund des zu hohen BMI nicht mehr atemschutztauglich sind, obwohl er einfach etwas mehr Muskelmasse aufweist und dann eine auf den ersten Blick eindeutig für diesen Aufgabenbereich nicht geeignete Kameradin ohne Probleme zum AGT ausgebildet wird? Wie kann es sein, dass nur kurze Zeit zuvor eine andere Kameradin aus einem anderen Löschzug nicht einmal zur G 26 antreten durfte, weil sie ihrem Zugführer hierfür körperlich nicht geeignet schien, obwohl diese durchaus einen brauchbaren Eindruck und normale Körpergröße aufwies?

Ich bin sehr verärgert über die Art und Weise, mit welcher scheinbaren Willkür die zuständigen Ausbilder und Führungskräfte zwischen Tauglich und Untauglich entscheiden und mit welcher Selbstverständlichkeit ein solches Risiko auf sich genommen wird. Gerade den Kollegen der BF muss doch ein geeigneter Sicherheitstrupp am Herzen liegen, schließlich ist es häufig so, dass der erste AGT-Trupp der FF, der sich auf der Anfahrt ausgerüstet hat, diesen stellen soll, während die BF bereits den Angriff begonnen hat.

Mich würden neben der Beantwortung meiner offenen Fragen vor allem auch die Meinungen anderer Ausbilder und Verantwortlichen interessieren.

Mit freundlichen und kameradschaftlichen Grüßen

Ein Feuerwehrmann.



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 11.11.2011 19:18 = an7ony7m =7 a7., 3
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