Hallo,
geschrieben von Sebastian B.:
[...] Das wäre aber KRASS!
Ich glaube nicht, dass sowas in der Form stattfindet.
Um es mal vorweg zu nehmen: Deine - ich meine das jetzt nicht böse, sondern im besten Sinne - Naivität verleitet mich schon fast zum Schmunzeln! Quer durch Deine Beiträge. Nein, so was ist natürlich undenkbar, geht ja um Menschen. Und sicher, das DRK - und alle anderen - subventionieren natürlich ihre Leitstellen und den RD allgemein. Ist ja auch ihr Motto - "aus Liebe zum Menschen", "Wir hlefen hier und jetzt" usw. usf. Ist natürlich alles völlig altruistisch...
Aber mal Punkt für Punkt:
Das DRK pumpt auch ordentlich Geld in die Leitstellen, und es ist nicht immer was verdient mit dem Betreiben der Leitstellen, deswegen finde ich den Artikel der Initiative recht Einseitig betrachtet
Ja? Das wäre mir aber ganz neu. Und das würde auch kaum erklären, dass die Leitstellen mit gefletschten Zähnen und allem, was man an "Argumenten" meint aufbieten zu können, verteidigt werden. Wenn man da so böse zubuttern müßte sollte man doch froh sein, wenn einer (die Kommunen bzw. Gebietskörperschaften) einem diese schwere Last endlich abnehmen würden. Weg damit!
Eine Bevorzugung mag wohl sein, vielleicht bei der Qualität der Einsätze. Mit langen Fahrten wird bei uns nix verdient. Kurze und viele Fahrten spühlen Geld in die Kassen. Beim nicht zeitkritischen Krankentransport würden dann die anderen Organisationen lange Fahrten bekommen und das DRK fährt eben viele kurze.
Ähm, Moment mal! Und das ist "Ok"? Das zieht sich durch ganz viele Deiner Beiträge hier:
Was ist mit den integrierten Leitstellen wo auch Leute der Branddirektion Aufträge vergeben/disponieren? Gibt es da auch eine gewisse Begünstigung der DRK-Einsatzkräfte die dann öfters eingesetzt oder die "besseren" Einsätze bekommen?
Andere Organisationen privater Natur würden auch ihre eigenen Einsatzkräfte bevorzugen. Argumente wie "Das hat das DRK 50 Jahre lang gemacht" oder "eben unterbewusst".
"Somit sind Äußerungen falsch, man mache das nur um "reicher" zu werden. Und das DRK bevorzugt seine eigenen Rettungsmittel, damit es mehr Geld bekommt...und reicher wird.
Du schreibst zwar mehrfach, daß so etwas nicht sein soll, daß Du Dir das nicht vorstellen kannst usw., aber Du sprichst das Thema immer wieder selbst an. Und da sind wir auch tatsächlich an einem Knackpunkt der Leitstellenfrage: Bevorzugung hin oder her, die Leistellen sichern den Einfluß und die Kontrolle! Und sie ermöglichen zusätzlich auch etwas unschönere Sachen, allein weil man - allein! - Zugriff auf bestimmte Infos und Daten hat. Siehe folgend:
- Es gibt klare Regeln und Gesetze an die sich das DRK hält.
Das scheint in BaWü grade nicht der Fall zu sein. Bzw.man hat sich über die Jahre die Gesetze nach eigenem Gusto "hingebogen" resp. biegen lassen. Und an die wird sich dann offensichtlich nicht mal gehalten, siehe vertuschte oder sogar (wissentlich) manipulierte Einsatzzeiten usw. (was so nur funktioniert, wenn man auch die Leitstelle(n) kontrolliert).
Weiterhin habe ich den Eindruck, Du hast das Grundproblem noch nicht verinnerlicht. Sicherlich bringt es keine Veränderung und es wird sich nichts verbessern, wenn die Leitstelle auf einmal z.B. vom ASB betrieben wird. Und schon gleich gar nicht kann man eine Leistelle alle fünf Jahre ausschreiben. Deswegen gehört sie dort eben auch nicht hin, nicht zum DRK, nicht beim ASB oder zu sonstwem. Der Betrieb einer Leitstelle ist eine hoheitliche Aufgabe, eine Leitstelle ist ein Instrument der Daseinsvorsorge und öffentlichen Gefahrenabwehr. Sie gehört daher in die Hand der öffentlichen Verwaltung, und nicht zu einem Verein oder sonstwas! Und wenn dann zum Beispiel mehrere Organisationen, oder auch Firmen, im Rettungsdienst mitwirken, werden die Einsätze natürlich fair, transparent, nach allgemeingültigen, nachvollziehbaren Regeln und vor allem immer am Wohle des Patienten / Hilferesuchenden orientiert verteilt, und nach nichts anderem!
Und zuletzt:
Und klar, muss auch das DRK Kostendeckend arbeiten. Es ist alles eine Mischkalkulation. Man verdient hier, zahlt hier drauf. Der Rettungsdienst bei mir in der Gegend schreibt seit Jahren deutlich rote Zahlen. Trotzdem wird alles weiter betrieben.
Warum? Und:
Wobei eine gGmbH nicht mit einer "normalen" GmbH zu vergleichen ist. Es gibt Auflagen und man schreibt sich die "Gemeinnützigkeit" in die Firmierung. Wenn man diesen Status verliert hat das erhebliche finanzielle Konsequenzen. Es ist also eine heikle Sache zu behaupten die verfolgennur kommerzielle Intersssen.
Genau, eine gGmbH darf kleinen Gewinn machen...
Es geht im Rettungsdienst um knallharte wirtschaftliche Interessen! Oder was meinst Du, warum der Sektor landauf landab so umkämpft ist, mit Ausschreibungen und ellenlangen Vergabeverfahren - zumindest - in vielen anderen Bundesländern. Es wird zwar oft kolportiert, mit dem RD sei ja kein Gewinn zu machen, eine gGmbH dürfe erst recht keinen Gewinn einfahren usw. usf. Dann Frage ich mich aber doch, warum der "Markt" dann ganz offensichtlich so umkämpft ist? Ein Faktor, den man tatsächlich dabei nicht unterschätzen sollte, ist der Imagegewinn der Organisationen durch den RD, der sich auch auf die Spenden auswirkt. Aber glaube mal, seltenst wird der RD selbst subventioniert, die Quersubventionierungen laufen eher in ganz andere Richtungen...
Gruß
Daniel
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