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| Rubrik | Berufsfeuerwehr | zurück | ||
| Thema | Bewerberzahlen BF | 86 Beiträge | ||
| Autor | Dani8el 8H., Schriesheim / Baden-Württemberg/Hessen | 776819 | ||
| Datum | 08.11.2013 14:59 MSG-Nr: [ 776819 ] | 22099 x gelesen | ||
| Infos: | ||||
Klaus, ich kann Dir nur recht geben. Ich habe mittlerweile bei einigen Auswahlverfahren aktiv an der Abnahme teilgenommen und habe genau die selben Beobachtungen gemacht wie Du. Es fängt ja schon bei der Bewerbung an. Ist es denn so schwer eine ordentliche Bewerbung zu schreiben? Was muss ich von Bewerbern halten, die sich in ihrer Bewerbung als den besten Feuerwehrmann schlechthin darstellen, weil sie ja schon 3 Jahre bei einer FF Dienst machen und eigentlich schon alles erlebt haben? Wir fordern nur noch eine abgeschlossene Berufsausbildung, keine "der Feuerwehr dienliche" oder handwerkliche Ausbildung. Wenn die Bewerbung eingegangen ist und der Bewerber die Einstellungsvoraussetzungen mitbringt, dann bekommt er von uns eine Einladung zum theoretischen Test. Enthalten ist dabei auch ein Hinweis auf den Inhalt des Tests mit einigen Beispielaufgaben. Unser Theorietest ist übrigens der selbe, den jeder Bewerber für eine Stelle bei unserer Stadtverwaltung machen muss. Wenn ich mir dann aber ansehe, dass ca. 70% der Bewerber schon beim Theorietest durchfallen, dann frage ich mich bereits hier wie sie sich überhaupt darauf vorbereitet haben. Haben die Bewerber diese Hürde genommen, dann folgt bei uns der Sporttest und der praktische Test. Die Vorgaben für den Sporttest sind für jeden auf unserer Homepage einsehbar, auch wenn gerade kein Einstellungsverfahren ansteht. Man kann sich also frühzeitig gezielt darauf vorbereiten. Aber seltsamerweise hat man immer wieder Bewerber, die die geforderten Zielzeiten und -leistungen nicht erbringen. Fast immer ist es eindeutig, dass sich nicht richtig oder überhaupt nicht darauf vorbereitet wurde. So kommt es, dass dann wieder ein recht großer Prozentsatz aussortiert werden muss. Ist der Sporttest erfolgreich abgelegt, dann folgt der praktische Test. Hier sind, neben dem obligatorischen Leitersteigen, auch noch andere Fertigkeitsübungen zu erledigen. Dabei werden einfache handwerkliche Aufgaben gestellt (z.B. das Zusammenbauen eines Holzwerkstücks mit vorgegebenen Maßen aus Latten, mit unterschiedlichsten Werkzeugen und Nägeln, Schrauben, etc., zur freien Auswahl) und praxisnahe Tätigkeiten. Was man dann hier oftmals bei den handwerklichen Aufgaben an fehlendem technischen Verständnis und Geschick sieht, dass lässt schon einen Schluss auf den späteren Ausbildungsaufwand zu. Auch in den praxisnahen Tests fehlt oft das Verständnis oder auch das körperliche Geschick. Ich kann sehr oft keinen Unterschied zwischen Bewerbern mit FF-Hintergrund und denen ohne erkennen, in allen Bereichen der Tests. Danach folgt bei uns das Bewerbungsgespräch, und auch hier fragt man sich häufig, was der Kandidat sich eigentlich vorgestellt hat was von ihm verlangt wird und wie man bei solchen Gesprächen auftritt. Kleidungsstil, mangelnde Vorbereitung auf Fragen, eigentlich keine Informationen über die Tätigkeit und die Aufgaben bei einer Berufsfeuerwehr, manchmal kommt es auch vor dass nicht einmal bekannt ist, dass wir in Schichten arbeiten. Es ist auch immer wieder erschreckend wieviele Bewerber nicht absagen und einfach nicht zum Test erscheinen. Jeder Bewerber kann sich lange im Vorfeld über die Einstellungsvoraussetzungen und die Inhalte der Tests informieren, trotzdem halten es viele nicht für nötig sich ausreichend vorzubereiten. Einige davon beschweren sich hinterher, dass die Tests zu schwer wären. Dafür habe ich kein Verständnis. Es tut mir leid für die, die nur knapp gescheitert sind, aber so ist das eben. Die zu erreichenden Werte sind festgelegt, und das ist gut so. Denn wo fangen wir an und wo hören wir auf? Wer garantiert mir, dass das nur ein Ausrutscher war und er die z.B. die Zeiten "sonst immer geschafft hat"? In jeder Prüfung, sei es in der Schule, dem Studium oder der Ausbildung, gibt es festgelegte Kriterien die ich erfüllen muss. Verpasse ich die auch da nur knapp, bin ich trotzdem durchgefallen. Und so ist das bei uns eben auch, ich kann da nichts ungerechtes daran erkennen. Zum Zeitpunkt der Prüfung hat man die erforderlichen Werte nicht gebracht, und dieser Zeitpunkt ist der, der zählt. Gruß, Daniel Hier vertrete ich nur meine eigene Meinung, wenn ein stiller Mitleser Probleme mit ihr hat oder sie nicht versteht soll er sich direkt an mich wenden. Und wenn er sich das nicht traut kann das Problem wohl nicht so groß sein. | ||||
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