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RubrikFreiw. Feuerwehr zurück
ThemaMotivation oder Demotivation   66 Beiträge
AutorDani8el 8R., Peine / Niedersachsen778521
Datum06.12.2013 17:52      MSG-Nr: [ 778521 ]13479 x gelesen
Infos:
  • 04.12.13 Immer zweimal mehr wie Du? Blogartikel mit Umfrage zum Thema Dienstgrad in der FF
  • 04.12.13 Buchtipp: Effizient führen!: So stärken und motivieren Sie die Mitglieder Ihrer Feuerwehr! (von Matthias Ott)
  • 04.12.13 Kleinschleifen & Motivation

  • Hallo,

    geschrieben von Martin S.:
    ich wende mich heute mal mit einem Überlegungsansatz an alle Mitleser, den wir vor Kurzem unter unseren Aktiven diskutiert haben.
    Tragen Dienstgrade in der Freiwilligen Feuerwehr zur Motivation oder eher zur Demotivation von Mitgliedern bei?

    Und in der Folge stellst Du ja auch einige, konkretere Fragen. Für mich wird da auch eine gewisse Richtung deutlich.

    Zunächst aber mal allgemein zur Diskussion, zu den hier geäußerten Meinungen:

    Dienstgrade haben im Einsatz zunächst nicht unbedingt viel zu sagen - ja, stimmt. Aber teilweise wird dabei hier so getan, als hätten die Dienstgrade nichts mit der Qualifikation zu tun - und so ist es ja nun auch nicht. Bei den Mannschaftsdienstgraden gibt es die Dienstgrade entweder nach erfolgter Qualifizierung, oder nach Zugehörigkeit - was ich hier auch völlig ok finde, wenn man den Dienstgrad eben auch als Motivation für langjährigen Dienst sieht. Nach erfolgreicher Weiterqualifikation, Führungslehrgängen, gibt es die Möglichkeit, Führungsdienstgrade zu erlangen - auch das finde ich völlig in Ordnung.

    Es ist dabei übrigens, weil der Einwand hier kam, doch völlig unerheblich, ob man sich dann fragt, wie jemand eine Qualifikation erlangt, "geschafft" hat, oder wie den entsprechenden Dienstgrad - kommt aufs Gleiche raus.


    Zu den weiteren Fragen / Anmerkungen, geschrieben von Martin S.:
    Ich versuche mal die Problematik weiter zu erklären:
    Beispiel1:
    Feuerwehrmann 1 ist 53 Jahre alt und seit 35 Jahren aktiv in der Feuerwehr. Er ist ausgebildeter Atemschutzgeräteträger ud bei fast jedem Einsatz in vorderster Front zu finden. Er beteiligt sich an allen Ausbildungsdiensten und Übungen, ist Familienvater, Hausbesitzer und versierter Handwerker. Führungslehrgänge hat er aus zeitlichen Gründen abgelehnt.
    Dienstgrad HFM

    Feuerwehrmann 2 ist 25 Jahre alt und seit 7 Jahren aktiv in der Feuerwehr. Er hat 2 technische Lehrgänge besucht. Zusätzlich besuchte er TF und GF Lehrgang um das Amt des JF-Wartes ausüben zu können.
    Dienstgrad LM

    Alles nur fiktiv und von mir erfunden.
    Nun die Frage: Motivieren Dienstgrade?

    Vorab: Warum "fiktiv und erfunden"? Das gibt es, und ich habe ein bißchen den Eindruck, daß Du da schon ganz konkret was vor Augen hast. Was ja auch kein Problem ist.

    Zur Frage: Der eine schmeißt die JF und hat dafür den GF absolviert. Dienstgrad ist LM. Der andere ist Mannschaft. Führungslehrgänge hat er zudem abgelehnt. Daher kann er natürlich nicht zum bis zum BM (durch-) befördert werden, so what? Wenn man das nämlich machen würde, könnte man sich Dienstgrade, die ja, wie hier auch schon geschrieben, das innere und zum Teil auch das äußere Dienstverhältnis widerspiegeln, tatsächlich sparen.



    Wenn ich Beförderungen als Mittel für Dank und Anerkennung verwende, muss ich die Tätigkeiten in der Feuerwehr bewerten. Zur Zeit werden da nur Lehrgänge und Zugehörigkeit ausgewertet. Zusätzlich gibt es Stellenpläne die sogar diese Auswertung noch verhindern.
    Ich sehe das Problem immer noch nicht: Dienstgrade spiegeln einen bestimmt Qualifikation, erfolgreich absolvierte Lehrgänge, wieder. Bei den Mannschaftsdiensgrade gibt es zudem die Möglichkeit, nach Zugehörigkeit zu befördern und damit die Anerkennung für langjährige Dienste auszudrücken.

    Den Stellenplan, hier bei uns in Niedersachsen die Wehrgliederung, finde ich allerdings auch ein bißchen problematisch. Einerseits sinnvoll, um den Bedarf an Führungskräften festzulegen. Andererseits denke ich, der Dienstgrad sollte sich auch wirklich nach der Qualifikation richten, nicht danach, ob für den, für den künftigen Bedarf schon mal ausgebildeten, GF auch eine Stelle in der Wehrgliederung frei ist. Mit einer etwas "kreativen" Auslegung der nds. Vorschriften könnte (kann) man dieses Problem allerdings m.E. auch ganz gut umgehen.



    So jetzt antworte ich mir mal selbst, um noch ein weiteres Beispiel zu bringen:
    Feuerwehrmänner (SB) a,b,c und d gehen gemeinsam zur Schule und sind vor Kurzem auch gemeinsam in die Feuerwehr eingetreten. Alle absolvieren gemeinsam den TM1 Lehrgang mit vollem Erfolg. Sie haben Spass am Ausbildungs- und Einsatzdienst und nehmen regelmäßig daran teil. Da nun aber nicht ausreichend Lehrgangsplätze zur Verfügung stehen, um alle 4 gleichzeitig weiter zu fördern, trennen sich jetzt ihre "Laufbahnen". Wenn sich in den darauffolgenden Jahren auch nur einer durch die vorzeitige Beförderung des anderen zurückgesetzt fühlt und nicht mehr voll motiviert zum Ausbildungs-bzw. Einsatzdienst erscheint, wem hat die Beförderung dann genutzt? Im schlimmsten Fall wiederholt sich das ganze bei den Vieren innerhalb eines "Feuerwehrlebens"mehrmals, weil man den am weitesten ausgebildeten Feuerwehrmann ja auch nicht auf die anderen warten lassen kann, da er ja alle Kriterien erfüllt.

    Ich weiss, alles ziemlich hypothetisch ...

    Auch dieses Beispiel ist überhaupt nicht hypothetisch. Ja, und das ist nun mal so. Am Anfang der "Karriere" wird man mehr oder weniger sicher noch alle, vielleicht zeitlich versetzt, mit den technischen Lehrgängen und dem Truppführer bedenken können. Irgendwann wird aber vielleicht mal einer von den vier zum Gruppenführerlehrgang gehen, und die anderen nicht.



    mit "Wichtigkeit unterschiedlicher Tätigkeiten" meine ich, dass uns die FwVO die Mindestvorraussetzungen für die Unterschiedlichen Dienstgrade vorgibt, ohne die wirkliche Wichtigkeit der einzelnen Tätigkeiten zu berücksichtigen.
    Doch, tut mir leid, die FwVO berücksichtigt die "wirkliche Wichtigkeit" der einzelnen Tätigkeiten - die Frage ist hier die Definition des Begriffs der "Wichtigkeit". Sicher, der AGT im Angriffstrupp ist "wichtig", ohne ihn geht es nicht. Aber auch der GF ist "wichtig", und weil eben er (sie) ansagt, was wie wo von der Mannschaft gemacht werden soll, ist er in diesem Moment sozusagen "wichtiger", da der Einsatzerfolg im Großen und Ganzen von seinen Entscheidungen abhängt. Das mag sich jetzt, für die "Motivation", der Angriffstrupp-AGT vielleicht ein bißchen blöd anhören, aber noch so viele Top-AGT bringen rein gar nichts, wenn sie nicht auch richtig eingesetzt werden.

    Beispiel: Für den harten Job des Atemschutzgeräteträgers finde ich keine gewillten Leute, dafür finde ich 5 Kameraden, die alle am liebsten morgen schon zum ZF-Lehrgang wollen.
    Jetzt nochmal der Vergleich zu einem Privatunternehmen. Ich mache das was besser bezahlt (hier mit Dienstgraden)wird.

    Du schreibst ja selber, daß Du den Vergleich zu Privatunternehmen mehrfach gebracht hast. Du gehst hier aber m.E. von einer völlig falschen Grundannahme aus:

    Du machst in einem Privatunternehmen, im Job, bei der Arbeit auch nicht einfach eine Stelle, weil sie besser bezahlt ist (dann wären wir alle "Cheffe" in einer entsprechenden Gehaltsklasse), sondern Du erlangst aufgrund Deiner Qualifikation, weil Du es kannst, eine Stelle, die besser bezahlt wird. Bei Dir hört sich das aber so an, als ob man sich im Beruf die Stelle aussuchen könnte, auf der man gerne arbeiten möchte (und die entsprechend dotiert ist) - so ist es ja aber nicht. Bezogen auf Dein Beispiel: Mag ja sein, daß Du fünf Kameraden findest, die zum ZF-Lehrgang wollen. Das heißt aber noch lange nicht, daß sie es können; genau so wenig, wie im Beruf jeder eigentlich alles kann - kann er nicht.



    Zuletzt - darum geht es also auch noch:
    zu den Stellenplänen: Wie geht man mit vorgegeben, standardisierten Stellenplänen um, die die wahren Strukturen nicht berücksichtigen?
    Beispiel: Feuerwehr mit Grundauststattung mit 21 Aktiven und mit 70 Aktiven haben die gleiche Führungsstruktur im Stellenplan.

    Na ja, sie ist aber trotzdem "nur" eine Ortsfeuerwehr mit Grundausstattung, mit dem entsprechenden Potential an Einsatzmitteln. Und Lehrgangskapazitäten sind nun mal begrenzt. Daher geht es schlecht, für eine Ortswehr mit ein, zwei Fahrzeugen plötzlich 15 GF auszubilden, nur weil 70 Aktive der Wehr angehören. Dagegen, im Zuge einer vorausschauenden Personalplanung einige zusätzliche GF auszubilden, sagt ja gar keiner was.



    Was ich aus Deinen Anmerkungen herauslese: Du siehst es so - wenn man über Dienstgrade motivieren möchte, sollte man, unabhängig von der Qualifikation, auch Mannschaftsdienstgrade über den aktuell bei uns üblichen "EHFM" befördern dürfen / können. Ich denke, dann würden Dienstgrade wirklich zur reinen Folklore verkommen; noch sind sie ja in der Regel an Qualifikationen gebunden. Und das war übrigens auch mal der / ein Sinn der ehemaligen, zugegebenermaßen zum Teil recht restriktiven, VO über die Gliederung von Funktionen (jetzt FwVO) in Niedersachsen: Es sollte nicht jeder, weil er immer da war, bis dorthinaus befördert werden.


    Gruß

    Daniel

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