| News | Newsletter | Einsätze | Feuerwehr-Markt | Fahrzeug-Markt | Fahrzeuge | Industrie-News | BOS-Firmen | TV-Tipps | Job-Börse |
| Rubrik | Kommunikationstechnik | zurück | ||
| Thema | Alarmierung über Tetra | 94 Beiträge | ||
| Autor | Ulf 8M., Hannover / Niedersachsen | 800190 | ||
| Datum | 13.12.2014 16:26 MSG-Nr: [ 800190 ] | 36193 x gelesen | ||
Gut.... dies voraussetzend antworte ich mal so: Zunächst einmal ist festzuhalten, dass ein Tetra-Pager wie bspw. der P8GR von der Firma ADS sich im Wesentlichen technisch nicht sehr stark von einem HRT (siehe insbesondere TH1n von ADS) unterscheidet. Im vorstehenden Fall sind sogar die Akkus in beiden Geräten zueinander tauschbar. Insofern verfügt also auch ein solcher Meldeempfänger über fast 20000 einstellbare Parameter in dem Gerät selbst... Ich beziehe mich insbesondere auf den vorstehenden "Pager", weil es der einzige mir bekannte reinrassige Tetra-Meldeempfänger ist, den ich auch tatsächlich schon in eigenen Händen gehalten habe. Dies vorweggeschickt muss man nach meiner Auffassung zwischen zwei Ebenen in der Programmierung unterscheiden: - Endgeräteparametrierung Nach meiner Auffassung wird sich dies organisatorisch nicht wesentlich von der Parametrierung der anderen digitalen Endgeräte im BOSNet unterscheiden. In Hessen wird demnach die "Programmierung" dieser Geräteparameter im Wesentlichen mutmaßlich weiterhin auf Landesebene stattfinden. In Bayern (dem zweiten mir bekannten Tetra-Alarmierungs-Land) dürfte sich diebezüglich ebenfalls nichts ändern, also Parametrierung bei den TTB (wenn ich richtig informiert bin) auf LK-Ebene, bzw. in "Zusammenschlüssen"... - Alarmierungsbedingungen: Beim Wechsel von analoger Alarmierung zur Digitalen haben wir uns von "Schleifen" gelöst und nutzen nun "RIC"s. Ich bin mir sicher, wir werden im Zusammenhang mit der Tetra-Alarmierung einen weiteren Begriff kennenlernen und andere Konfigurationsmöglichkeiten erhalten. Die Festlegung der Bedingungen auf dieser Ebene wird sicherlich im Zugriff der Landkreise (oder großen Einzelwehren) bleiben alles Andere macht in der Tat nach meinem derzeitigen Verständnis keinen Sinn. So weit, so gut und noch kein Unterschied im Aufwand zu Analog oder POCSAC-digital. ABER: Die Tetra-Alarmierung ist ein durchgängig "bidirektionales System". Der Nutzer eines solchen Melders kann zu jederzeit seine eigene Einsatzbereitschaft festlegen - einsatzbereit - nicht einsatzbereit (krank, etc.) - Urlaub - Abwesenheiten, etc. Je nach eingestelltem Bereitschaftszustand des einzelnen Tetra-Pagers muss also das ELS unterschiedlich alarmieren. Zusätzlich kann über den Pager der Alarm quitiert und dadurch "bestätigt" (ich komme), "bedingt" (brauche länger) oder "abgelehnt" (kann nicht) werden. Oder es kommt eben keine Quittung und die alarmierte Einsatzkraft gilt als nicht erreicht. Das ELS "weiss" also zu jedem Zeitpunkt der Alarmierung die Anzahl der positiven Rückmeldungen auf einen Alarm und kann somit die konkrete Anzahl der ausrückenden Kräfte berechnen, Vorschläge zur Nachalarmierung machen, etc. DIESER Teil des Systems ist also weitaus komplexer, als wir es aus der bisherigen Alarmierung (Ja, auch inklusive GSM-Modul) kennen. Im ELS müssen sämtliche Regelungen zu Stellvertretern, Gesamtkräftepool, Nachalarmierungsmöglichkeiten, etc. hinterlegt und gepflegt werden. Mit der Aktualität dieser Daten steht und fällt das ganze System. Den konkreten Mehraufwand für die LK/TTB'en und/oder Wehren kann sich nun jeder für seinen eigenen Bereich selbst überlegen...
Geändert von Ulf M. [13.12.14 16:29] Grund: = nur für angemeldete User sichtbar = | ||||
| << [Master] | antworten | >> | ||
| flache Ansicht | Beitrag merken | alle Beiträge als gelesen markieren | ||
| ||||
|