| News | Newsletter | Einsätze | Feuerwehr-Markt | Fahrzeug-Markt | Fahrzeuge | Industrie-News | BOS-Firmen | TV-Tipps | Job-Börse |
| Rubrik | Kommunikationstechnik | zurück | ||
| Thema | Voice over Internet Protocol und Notrufe in der Zukunft | 31 Beiträge | ||
| Autor | Andr8eas8 L.8, Braunschweig / Niedersachsen | 803713 | ||
| Datum | 09.02.2015 15:17 MSG-Nr: [ 803713 ] | 11074 x gelesen | ||
Ja, dass stimmt - bedingt. Das Stromnetz der Vermittlungsstellen war weitestgehend unabhängig vom normalen Stromnetz, solange der Ausfall des Stromnetzes nur lokaler Natur oder zeitlich begrenzt war. Nicht wenige der Vermittlungsstellen verfügten nur über eine Batteriepufferung. Wer dies noch kennt, wird sich an die Räume mit den Batteriebänken sicherlich erinnern können. Auch in diesen Fällen rechnete man eher in Stunden als in Tagen. Man erkennt hier übrigens sehr schön, dass die Absicherung eines Fernmeldekontenpunktes mittels Batterien keine Erfindung der Mobiltelefonbranche ist. Im Gegensatz zu heute hatten sich nur die wenigsten für die Absicherung der Vermittlungsstellen interessiert. Somit war dieses Problem nicht so präsent, wie heute im Zeitalter der Foren und sozialen Netzwerke. Wir leben in einer Welt des Wissens und manchmal lebt man eben ohne Wissen unbekümmerter. ;-) Letztendlich kam auch in den Zeiten der analogen Telefontechnik der Strom "aus der Steckdose", d.h. vom Kraftwerk um die Ecke. Folglich hatte man selbst in der guten alten Zeit Probleme, wenn die Verbindung zum Kraftwerk danieder lag. Für die Verbindungsstrecke vom Endgerät zur Vermittlungsstellen gibt es auch in der analogen Telefontechnik Maximalwerte. Diese liegen deutlich unter dem Abstand von Kraftwerk zu Endverbraucher. Fiel also die Spannungsversorgung einer Kleinstadt ohne eigenes Kraftwerk aus, so war es nur eine Frage der Zeit bis die örtlichen Vermittlungsstellen ihre Flügel streckten. Und wenn die Vermittlungsstelle ihren Betrieb aufgibt, dann bleibt auch ein grauer Münzfernsprecher still. Ein kleiner Rückblick: Während der Schneekatastrophe 1978/79 fielen nicht nur die Stromnetze aus, sondern in dessen Folge auch die Telefonverbindungen. Am Rande sei erwähnt, dass die Telefonleitungen größtenteils unterirdisch verliefen und verlaufen. Nicht, dass jetzt der Einwand kommt, die Holzmasten seien umgeknickt. Ein Telefonkabel mit 50 DA (Doppeladern) und mehr lässt sich schlecht über Masten verlegen. Nur mal so am Rande. Die vermeintliche Verschlechterung der Absicherung der Telekommunikation durch die Einführung der Digitaltechnik und Mobilfunktechnik sowie der damit einhergehenden Infrastruktur ist nicht in dem Umfang gegeben, wie man es oftmals sieht oder sehen möchte. Vielmehr darf man bei der Betrachtung nicht außer Acht lassen, dass unsere Ansprüche gestiegen sind. Am Ende wird man nie eine 100%ige Absicherung erreichen. Bis zu einem gewissen Grade kann man eine Absicherung kostenverträglich sicherstellen. Aber ab einer bestimmten Grenze wird die Absicherung mit jedem Prozentpunkt unwirtschaftlicher. Und natürlich muss man sich die Frage nach der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses stellen. Ist es gerechtfertigt für jedes Ereignisse abgesichert zu sein? Oder gibt es auch in einem modernen, reichen und sicheren Land, wie Deutschland, ein von jedem Bürger in Kauf zunehmendes Restrisiko? Gruß Andi
Geändert von Andreas L. [09.02.15 15:26] Grund: = nur für angemeldete User sichtbar = | ||||
| << [Master] | antworten | >> | ||
| flache Ansicht | Beitrag merken | alle Beiträge als gelesen markieren | ||
| ||||
|