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DIN Deutsches Institut für Normung e. V.
Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank
Mittleres Löschfahrzeug, spezifiziert in TR E-2 RLP, Entspricht StLF 10/6 nach DIN mit vergrößertem Wasservolumen von 1000l
Grundgesetz
RubrikFahrzeugtechnik zurück
ThemaVor-/Nachteile abgelastete Fahrgestelle, war: Super-DL15 Beiträge
AutorMich8ael8 W.8, Herchweiler / Rheinland-Pfalz830258
Datum19.05.2017 19:09      MSG-Nr: [ 830258 ]2172 x gelesen

Hallo,

Geschrieben von Ulrich C.Wenn der Aufbauhersteller für seine Aggregat 95 Fahrzeuge der Gewichtsklasse 12 - 16 t aufbaut, aber 5 von verschiedenen Herstellern in der 18 t-Klasse... für wie wahrscheinlich hältst Du es, dass das problemlos gut geht?

Das hat aber erstmal nix grundsätzlich mit Auf- oder Ablastung zu tun sondern mit dem, was wer wie fordert. Wenn der ein Fahrgestell von einem exotischen Hersteller angeliefert bekommt, ist das nix anderes. Egal in welcher Gewichtskonfiguration.

Geschrieben von Ulrich C.die Normung kann gar nicht so schnell mit den Gewichten höher gehen, wie die Feuerwehren und die Fahrgestellhersteller gemeinsam die erkämpften Reserven wieder auffressen... (das geht übrigens seit zig Jahren so)
Bin gespannt, wann die DIN 14090 auch als hoffnungslos "veraltet" verworfen wird... dran halten tun sich gerade in den FFs offensichtlich immer weniger...


Nur zum Teil. Hält man sich an die Eckdaten, die auch durch andere Vorschriften (Beispiel Führerscheine) vorgegeben werden, gibt es auch dafür Fahrgestelle. Erfindet man aber willkürliche Grenzen zwischendrin, bringt das keinem was. Von den einen wird auf Teufel komm raus versucht, diese Grenzen einzuhalten, obwohl es absolut keinen Nutzen hat und Aufpreis kostet, andere wiederum interessiert von vornherein nicht, weil deren Bundesland das im Rahmen von Zuschußbewilligung nicht interessiert.
Warum wurde denn beim TSF-W z.B. eine völlig unsinnige Grenze von 6 bzw. später 6,3t gewählt? Es gab kein einziges Fahrgestell, das diese Gewichtsgrenze ab Werk hatte. Entweder waren es 5- oder 5,5-Tonner oder oft auch 7- oder gar 7,5-Tonner, die man dann entsprechend den Normvorgaben in den Papieren eintrug.
Früher gab es LKW-Chassis in allen Tonnageklassen in 1- oder 2-Tonnenschritten. Da der Markt das nicht mehr fordert, haben alle nicht zuletzt aus Kostengründen ihre Programme gestrafft. Seit auch noch die 12t-Mautgrenze wegfiel, verlangen auch nur noch wenige 12-Tonner. Der Feuerwehrmarkt alleine ist nicht genug, um dafür spezielle Tonnageklassen abzubilden. Also muss man nehmen, was der sonstige Markt fordert. Das sind nunmal dann teils Gewichte ein oder zwei Tonnen von der Feuerwehrnorm abweichend. Nur hat man die Normgrenzen meist ja wieder so eng gestrickt, dass mit ein wenig durchaus sinnvoller Zusatzbeladung und der Auswahl eines größeren Fahrgestells, das man ablasten muss, die Reserven so gering, dass das Fahrzeug gleich wieder überladen ist.

Beispiel: Wir haben 2010 ein MLF beschafft. Damals was schon abzusehen, dass die 7,5t-Grenze für diesen Fahrzeugtyp bei Aufbau auf LKW-Chassis irgendwann fallen würde. In RLP musste auf Biegen und Brechen ein 1.000l-Tank rein, da blieb nur wenig Platz für Zusatzbeladung über die reine Normausstattung (die ja noch nicht viel beinhaltet). Zum Glück haben wir damals schon zukunftsfähig weitergedacht und das Fahrgestell für ein technisches Gesamtgewicht von 8,8t auslegen lassen (Aufpreis = 0, die andere Hinterachsfederung gab es wahlweise ohne Aufpreis). Ein paar Jahre später durfte das Fahrzeug bei entsprechender Ausstattung nun 8,5t haben. Da wir niemanden mehr haben, für den 7,5t Führerscheinmäßig eine Rolle spielen, wurde das Fahrzeug auch aufgelastet. Jetzt ist wieder Gewichtsreserve da. Die ca. 1.000,- Aufpreis, die wir damals bezahlen mussten, um durch Ausstattung mit Alufelgen etwa 50kg Gewicht zu sparen, hätten wir gerne anders investiert.

Übrigens: Ich wüßte nicht, was die schon bei 7,5t zul. GG für 8,8t ausgelegte Hinterachsfederung negativ beeinflussen sollte. Ein handelsüblicher LKW fährt auch nicht immer bis zum zul. Gesamtgewicht beladen herum. Gleiches gilt auch in der größeren Klasse.

Gruß,
Michael

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