| Rubrik | Recht + Feuerwehr |
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| Thema | Zu schnell - Bussgeld - Austritt - Vorwürfe gegen Stadtverwaltung | 34 Beiträge |
| Autor | Jürg8en 8M., Weinstadt / Baden-Württemberg | 892781 |
| Datum | 12.03.2026 15:57 MSG-Nr: [ 892781 ] | 3726 x gelesen |
| Infos: | 16.03.26 Ralf Fischer: Nahezu unglaublicher Fall fehlerhafter rechtlicher Wertung in Sachsen 12.03.26 Mit Blaulicht geblitzt: Bürgermeister erklärt, warum Feuerwehrmann trotzdem zahlen soll 12.03.26 Cliff Winkler geht sofort: Feuerwehr Taucha wählt neue Spitze nach emotionalem Abend 12.03.26 Nach Austritt aus der Feuerwehr: Ray Lange erhebt schwere Vorwürfe gegen Tauchas Stadtverwaltung
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Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug
Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug
hallo,
da "knallt" es schon :-()
interessant weshalb:
... Lange hatte seinen fristlosen Austritt in dem Schreiben angekündigt und erklärt, die Entscheidung sei ausdrücklich nicht aus privaten Gründen gefallen. Vielmehr sei sie das Ergebnis einer tiefgreifenden Zerrüttung des Vertrauensverhältnisses zur Stadtverwaltung Taucha, dem Ordnungsamt sowie Teilen der Wehrleitung.
Im Gespräch mit Taucha kompakt schildern Ray Lange und der ausgeschiedene Stadtwehrleiter Cliff Winkler nun ihre Sicht ausführlicher. Demnach geht es um einen Einsatz im Mai vergangenen Jahres an der Interimsgrundschule in der Dewitzer Straße. Über eine App habe Ray Lange gesehen, dass sich nur wenige Kameraden zum Einsatz gemeldet hatten. Er sei deshalb zum Gerätehaus gefahren. Auf der Anfahrt sei ihm bereits das Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) entgegengekommen, nach seiner Darstellung mit nur vier Mann Besatzung. Im Gerätehaus habe noch ein junger Feuerwehrmann gewartet, gemeinsam seien beide mit der Drehleiter zur Einsatzstelle gefahren.
Lange sagt, für ihn sei die Lage in diesem Moment eindeutig gewesen. Bei einer ausgelösten Brandmeldeanlage müsse die Feuerwehr zunächst von einem echten Brand ausgehen. Cliff Winkler bestätigt diese Sicht: Eine Brandmeldeanlage ist rechtlich so gestellt, als würde jemand einen Brand direkt melden. Es handelt sich also um einen qualifizierten Alarm, von dem im ersten Moment als scharfer Einsatz auszugehen ist. Diese Darstellung deckt sich auch mit dem offenen Brief. Dort schreibt Lange, an der Einsatzstelle habe sich gezeigt, dass es sich tatsächlich um einen scharfen Alarm gehandelt habe, der bei einer Ausbreitung mit den zunächst anwesenden Kräften nicht ordnungsgemäß hätte bekämpft werden können.
Geblitzt wurde Lange nach eigener Darstellung auf der Sommerfelder Straße in einem 30er-Bereich. Später erhielt er Post vom Ordnungsamt. Der Bußgeldbescheid beläuft sich nach seinen Angaben auf einen Monat Fahrverbot, zwei Punkte sowie insgesamt 369,50 Euro an Kosten. Gemessen worden sei er mit 69 Stundenkilometern nach Toleranzabzug. Das vorausfahrende HLF sei ebenfalls geblitzt worden, dort sei das Verfahren aber eingestellt worden, weil es sich um nur 20 Stundenkilometer zu viel gehandelt habe. Im offenen Brief spricht Lange in diesem Zusammenhang von Ungleichbehandlung.
- Einsatzfahrt mit Drehleiter
- 30iger Zone
- geblitzt mit 69 km/h nach Toleranzabzug
- vorausfahrende HLF wurde mit 20 km/h zuviel ebenfalls geblitzt
- ein Monat Fahrverbot, zwei Punkte sowie insgesamt 369,50 Euro an Kosten
Der Knackpunkt ist die Überschreitung in der 30iger-Zone um 39 km/h
wo zieht man die Grenze bis wo man so was "untern Tisch fallen lässt" ?
Wobei da sicherlich anderweitig der "Wurm" drin ist. Im Verhältnis Feuerwehr / Stadtverwaltung:
Cliff Winkler kritisiert im Gespräch, dass er als Stadtwehrleiter nach eigener Darstellung zunächst gar nicht über den Vorgang informiert worden sei. Weder vom Ordnungsamt noch vom Bürgermeister habe er davon erfahren.
Bei so was muss von Anfang an der Leiter der Feuerwehr mit ins Boot genommen werden!
Bin mal gespannt wie die Sache ausgeht.
Was aber jetzt schon feststeht ist dass die Feuerwehr "verloren" hat :-(
Die Signalwirkung an die anderen Einsatzkräfte ist verheerend. Auch wenn sich dann herausstellt dass die 39 km/h doch zuviel waren zeigt die Art wie die Verwaltung damit umgegangen ist den ehrenamtlichen Einsatzkräften schon wo der Hammer hängt. Da wird sicherlich der Eine oder Andere sein Engagement überdenken bzw. zurückschrauben.
MkG Jürgen Mayer, Weinstadt
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| | 12.03.2026 15:57 |
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Jürg7en 7M., Weinstadt | |