Soso, der Herr Dobrindt hat eine Idee.
Ich frage mich, ob er selbst in seiner Schulzeit etwas zum Thema Zivilschutz auf dem Stundenplan hatte (bzw. damals hätte man wohl eher von Selbstschutz gesprochen)? Ich bin ja nur wenige Jahre jünger als er, aber ich erinnere mich an nullkommanix in der Hinsicht.
Mag sein, dass es da regionale Unterschiede gab. Die Gegend hier war ja damals ziemlich "rot" dominiert, und eine Lehrergeneration die als Studenten potentiell selber auf Friedensdemos mitgelaufen war mag dem Thema nicht so positiv gegenüber gestanden haben wie ein Kollegium in einer Gegend, die damals vermutlich noch von einer absoluten CSU-Mehrheit regiert wurde. Mir ist aus der Zeit eigentlich nur in Erinnerung, dass der hintere Umschlagkarton des AVON mit Selbstschutz-Hinweisen bedruckt war.
Wenn es im kalten Krieg aber schon nicht so richtig geklappt hat, wie soll es dann jetzt funktionieren?
Und vor allem: welche Regelungskompetenz hat der Bundesinnenminister bzw. die Innenministerkonferenz noch gleich für die Lehrpläne der Schulen?
So ganz neu ist das Thema ja jetzt nicht, schon vor ziemlich genau zwei Jahren hatte eine FDP-Bildungsministerin
ähnliche Ideen geäußert.. Damals war die Union allerdings noch dagegen. Die Grünen übrigens auch. Und der Bundeselternrat. Der deutsche Lehrerverband sah das auch kritisch.
Letztes Jahr hatte dann die SPD-Innenministerin das Thema aufgegriffen.. Wieder war die Union dagegen.
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