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RubrikBerufsfeuerwehr zurück
ThemaErfahrung sammel als Smokejumper15 Beiträge
AutorHerb8ert8 S.8, Ulrichstein Wohnfeld / Hessen352708
Datum31.07.2006 21:33      MSG-Nr: [ 352708 ]6880 x gelesen

Hallo,
hatte vor einiger Zeit mal die Mölichkeit eine smoke-jumper-base in Washington State im Nordwesten der USA zu besuchen.

Die Jungs (und Mädels) dort verstehen sich eigentlich selbst nicht als Feuerwehrleute sondern als Mitarbeiter der staatlichen Forstbehörde. Dazu muß man wissen, dass der größte Teil der Waldbestände im Westen der USA sich im Eigentum der Bundesregierung befindet. Der Arbeitgeber ist also die US-Forstverwaltung.

Es handelte sich bei den smoke-jumpern bis auf einige wenige Gerätewarte und Führungsleute um "Saisonarbeiter" die diesen Job nur in den (heissen) Sommermonaten machen und auch nur dann sind die Stationen besetzt. Einige von denen tingeln den Sommer über von einer base zur anderen, von Arizona über New-Mexiko und Oregon bis nach Washington. Ich hab da einige Studeten kennengelernt, die auf diese Art ihre Kohle für Studium verdienen, aber auch Lehrer und andere Berufe. Einer davon hat mir glaubhaft versichert, dass er davon ganz gut den Rest des Jahres (im sonnigen Florida) leben kann. Er hat aber keine Zahlen genannt.

Die Ausbildung scheint kurz aber hart und intensiv zu sein. Fallschirmsprungerfahrung setzten die glaube ich voraus. Wie mir mitgeteilt wurde, ist der Job bei weitem nicht so spektakulär wie in den vielen smokejumper-movies. Es wird zu vielen Einstzen auch mit dem Bus gefahren und nicht immer gesprungen. Aber auch die Sprungeinsätze, hier zu Entstehungsbränden, sind allermeist nicht spektakulär. Eingesetzt werden hier meist Teams mit ca. 5 Mitgliedern. Einer Stunde Sprungeinsatz und Brandbekämpfung folgen dann mehrere Stunden (oder Tage) Fußmarsch bis zur nächsten Straße und das mit dem ganzen Gerödel (Ausrüstung, Sprungschutzbekleidung, Wasser, Verpflegung, Fallschirm ...). Hubschraubereinsätze seien teuer und würden deshalb meist nicht zur Rückholung von Personal genutzt.

Also weniger Abenteuer und mehr harte Saisonarbeit. Wenns keine Waldbrandgefahr gibt, gibts auch keine Kohle. Daher kein Beamtenjob deutscher Prägung.
Frag doch mal beim US-Konsulat nach ob du mal eine Saison (verlängerter Urlaub) reinschnuppern kannst. Könnte mir vorstellen dass die dir das als deutschem Feuerwehrmann ermöglichen.

Gruß
Herbert Scharmann



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