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| Rubrik | Taktik | zurück | ||
| Thema | Brandbekämpfung Reetdach | 54 Beiträge | ||
| Autor | Kay 8S., Seester / Schleswig-Holstein | 356400 | ||
| Datum | 20.08.2006 04:31 MSG-Nr: [ 356400 ] | 26531 x gelesen | ||
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Tja, ein seeehhhhrrrr schwieriges Thema... Generell kann man sagen, dass es höchstens bei einem Entstehungsbrand überhaupt noch etwas zu retten gibt. In diesem Falle muss man dann mit viel Wasser, Netzmittel und ggfs. "Brandschneisen" vorgehen, wie schon geschrieben. Sprühstrahl kann man da beim direkten Löschangriff vergessen, da das Wasser nicht tief genug in das brennende Material eindringt - immerhin hat die Dacheindeckung im Alltag ja die Aufgabe, Wasser abzuweisen und abfließen zu lassen.... Ansonsten gilt es ersteinmal, die umliegenden Gebäude zu schützen und da hilft dann nur ein direktes Kühlen mit Wasser. Das Problem ist, dass sich ein gemeldeter Entstehungsbrand meist schon in den wenigen Minuten bis zum Eintreffen der ersten Kräfte zu einem Vollbrand entwickeln kann. Deshalb sind bei einem solchen Objekt auch bei einem gemeldeten kleinen Feuer bereits eine große Anzahl an Kameraden in Marsch zu setzen. Sehr gutes Beispiel: Nachfolgendes Bild zeigt eine Scheune weniger als 20 Minuten nach der Alarmierung der Feuerwehr... dabei sei angemerkt, dass der Brand nicht einmal in diesem Gebäude ausgebrochen ist, sondern sich den Weg erst vom Dachboden des Wohnteils über den angeschlossenen Wirtschaftsteil des Gehöfts und dann hinüber zur separaten Scheune gabahnt hat... ![]() Das da nichts mehr zu retten war, sollte einleuchtend sein... Problematisch sehe ich die Sache vor allem, wenn das Feuer innen ausbricht (beispielsweise Kurzschluss in elektrischen Leitungen). Meist sind es ja sehr alte Gebäude, die ein Reetdach haben. Das Reet ist innen absolut ausgetrocknet, dazu kommen noch Spinnenweben, Staub, alte Dachlatten, bei landwirtschaftlichen Gebäuden noch abgesetze Reste von Heu Stroh etc. Das zündet dann in Sekundenbruchteilen durch. Wenn ein Feuer außen ausbricht und die Witterung mitspielt (feuchtes/durchnässtes Reet), breitet sich der Brand natürlich entsprechend langsamer aus und es ist durch einen Löschangriff meist noch etwas zu retten. Aufpassen muss man vor allem auch mit dem Funkenflug - bei dem Einsatz, bei dem das oben gezeigte Foto entstanden ist, sind noch in 10 Kilometern Entfernung brennende Reetstücke niedergegangen. Es gilt also vor allem, die nähere (und auch weitere) Umgebung sehr gut im Auge zu behalten. MkG Kay -Alle Beiträge geben ausschließlich meine eigene Meinung und nicht die meiner Wehr wieder- Feuerwehr Seester Gemeinde Seester | ||||
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