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RubrikBerufsfeuerwehr zurück
Thema24 Std. Dienst bald ade?61 Beiträge
AutorDiet8mar8 R.8, Essen / NRW359055
Datum04.09.2006 18:23      MSG-Nr: [ 359055 ]29314 x gelesen

Hallo,

Geschrieben von Ulrich Cimolino...wäre das eine erhebliche Belastung müsste man im Sinne der Mitarbeiter JEDE anschließende Nebentätigkeit verbieten, oder?

Nö, wenn man konsequent wäre, müßte man den 24Std. Dienst abschaffen, denn das Problem ist doch nicht die maximale Stundenzahl, sondern die Ruhezeiten dazwischen. Dann ist weder Mehrarbeit noch Nebentätigkeit ein Problem.

Geschrieben von Ulrich Cimolino...wieviele Kollegen in den diversen Feuerwehren (v.a. mit 24 h-Schichten!) direkt im Anschluß an den Dienst einer solchen nachgehen.

Solche Fälle von Selbstausbeitung mag es geben, aber genau so gibt es Kollegen, die sich nach 24Std. Dienst erst mal zu Hause hinlegen, weil die letzte Nacht keine war. Das wird wohl vor allem an der Einsatzfrequenz auf der entsprechenden Wache liegen.

Entscheidend ist doch folgendes:

Auf die Frage von mir:
Wie kann es sein, dass, wenn es um Gesundheitsschutz geht, auf freiwilliger Basis (die Arbeitszeit) auch länger sein darf, und das ganze auch noch EU-konform?

Schrieb Andreas Bräutigam
1) Weil die EU weiß, dass das Gnaze sonst unbezahlbar ist.
2) Weil man dem Einzelnen die Freiheit lassen will, mehr Geld (durch mehr Arbeit) zu verdienen, wenn die Belastung erträglich ist (genau das geht bei uns aber durch die Alimentation nicht so einfach).


Mal abgesehen von der Frage der Alimentation, und ob man nun regelmäßige Mehrarbeit vergüten darf, steht immer noch die Frage im Raum, wie denn nun die vielbeschworenen Leistungsanreize im Beamtenbereich aussehen sollen, wenn sie sich nicht in der Lohntüte bemerkbar machen?


Geschrieben von Ulrich Cimolino
2. "freuen" sich immer da die Angestellten/Arbeiter wo Beamte die gleiche Tätigkeit (oder eine geringwertigere!) für deutlich mehr Geld erledigen...


Da war es wieder das alte Leiden. Wenn die Arbeit eines FW-Beamten im Tagesdienst, wie du sagst, so viel anspruchsvoller ist, als im Schichtdienst, dann muß sie im Sinne einer leistungsgerechten Bezahlung auch mehr einbringen. Das ist doch ganz natürlich, weil sich sonst niemand dazu bereit erklärt. Wenn ein Angestellter sich nun benachteiligt fühlt, ist das zwar traurig, aber es liegt eben nicht am Einzelnen, sondern an dem maroden System.Es kann nicht unsere Aufgabe sein, die Ungerechtigkeiten des öffentlichen Dienstrechts auszubaden.

Geschrieben von Ulrich Cimolino
Macht sowas den Wechsel bzw. die Mischung von Tages- und Einsatzdienst fast unmöglich - und damit wird eine zwei-Klassen-Feuerwehr manifestiert, die weder im Sinne des Dienstherren, noch des Personal(rats!) sein kann!


Die gibt es doch schon längst, auch du förderst diese Gesinnung durch dein ständiges Herunterputzen der schichtdienstleistenden Kollegen. Wenn man "eine" Feuerwehr haben möchte, sollte man auch ein gemeinsames Ziel fördern, und nicht eine Seite gegen die andere hetzten.

Gruß

Dietmar Reimer



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