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Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank
Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule, bezeichnet die landeseigene zentrale Ausbildungsstätte für Feuerwehrkräfte, z.B. in Rheinland-Pfalz (LFKS RLP)
RubrikFeuerwehrtechnik zurück
ThemaÜberdrucklüfter21 Beiträge
AutorAxel8 R.8, Nieder-Hilbersheim / Rheinland-Pfalz359181
Datum05.09.2006 14:21      MSG-Nr: [ 359181 ]13963 x gelesen

Hallo

Ich muss das Thema aus aktuellem Anlass hier nocheinmal aufwärmen. Wir haben heute einen Lüfter Typ Rosenbauer Fanergy V16 als Zusatzbeladung für das TSF-W geliefert bekommen. Ich war im Jahr 2000 auf einem Tageslehrgang an der LFKS (Rh-Pf) und da wurden uns 4 Möglichkeiten der Belüftung von Einsatzstellen vorgestellt :
1. Natürliche Belüftung
Fenster auf und Wind nutzen ;-)
2. Unterdruckbelüftung
Quasi das absaugen des Rauches, als Beispiel altes Be und Entlüftungsgerät auf RW2
3. Druckbelüftung
Gerät Turbienenlüfter-> Luftstrom bildet einen spitzen Kegel (Strömungsnadel) und reist darin Umgebungsluft mit wodurch sich ein zylindrischer Lüftungsschlauch von der Zuluftöffnung zur Abluftöffnung bildet in dem die Rauchgase mit nach aussen gerissen werden. Entsprechend dem Prinzip wird hierbei nicht die gesammte Zuluftöffnung mit dem Luftstrom abgedeckt
4. Überdruckbelüftung (Propellerbelüftung)
Der Luftstom aus dem Lüfter bildet einen sich öffnenden Kegel, welcher die Zuluftöffnung vollständig abdecken muss. Dadurch entsteht in dem Gebäude ein Überdruck, welcher (fast) unabhängig von der Größe des Gebäudes, sonder abhängig von den vorhanden Abluftöffnung ist (zu viel Abluftöffnung = kein Überdruck)

Dir Druckbelüftung hat die Nachteile, das mit jeder Ecke, Engpass oder ähnlichem die Funktion eingeschrängt wird. Das ist besonders dann ein Problem, wenn sich der Atemschutztrupp im Bereich des "Luftschlauches" bewegt, was zum Abriss des Luftstromes und damit zu einer Rauchgasdurchzündung führen kann.
Die Überdruckbelüftung hat diese Nachteile nicht, hat aber Probleme bei abgehängten Decken, Doppelboden usw. da hier nur Luft "eingedrückt" wird, aber nicht ausströmen kann und das Schadstoffe in poröses Material eingedrückt werden, welche nach abschalten der Belüftung wieder ausstörmen. Da aber die Vorteile der Überdruckbelüftung gerade im Atemschutzeinsatz überwiegen, dachte ich, das die Überdruckbelüftung mitlerweile Standart ist und die Druckbelüftung "ausgedient" hat.
Soweit zu dem was ich mir gemerkt hatte. Ich hoffe, es ist alles richtig ansonsten bitte verbessern!

So jetzt zu meiner Frage:
Laut Beschreibung ist der Rosenbauer FANERGY V16 ein Druckbelüfter, zumindestens ist er als solcher bezeichnet. Dafür sprechen würde auch seine kompakte Bauweise mit kleiner Luftschraube. In der Anleitung steht nun aber :
"Lüfter so vor der Türöffnung positionieren, dass diese durch den Luftstom vollständig abgedeckt wird. Nur so kann ein Überdruck aufgebaut werden."
Das ist nun wieder die Beschreibung eines Überdruckbelüfters.
Das ganze verwirrt doch sehr!
Was ist der V16 nun?
Kann es sein, das da Rosenbauer einfach die falsche Bezeichnung gewählt hat, eventuell aus einer Übersetzung aus dem englischen, wo ja sowohl die Druck wie auch die Überdruckbelüftung als "Positiv Pressure Ventilation" bezeichnet wird?
Ist vielleicht die Beschreibung von Rosenbauer ungenau, da hier 4 Lüfter in einer Doku behandelt werden (V24, V16, E15, E16R) und dabei Druck wie auch Überdruckbelüfter vermischt werden?
Ich hoffe Ihr könnt mir helfen!
Gruß Axel



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