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Tragkraftspitzenanhänger
Gerätewagen Tragkraftspritze, spezifiziert in TR 12 RLP, Kastenwagen mit TSA Beladung inkl. vierteiliger Steckleiter, Besatzung 0/1/1=2
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RubrikFreiw. Feuerwehr zurück
ThemaIst ein TSA noch zeit gemäß? war:Zukunft der Freiwilligen Feuerwehren137 Beiträge
AutorJako8b T8., Bischheim / Rheinland - Pfalz403850
Datum21.05.2007 01:35      MSG-Nr: [ 403850 ]113015 x gelesen

Hallo!

Geschrieben von Martin MayAber selbstverständlich lass ich mich über den taktischen Einsatzwertes eines TSA gerne belehren.

In der heutigen Zeit wo es immer weniger Zugmaschinen in den typischen TSA-Ortschaften gibt ist der Einsatzwert nicht sehr hoch. Bei gewisser Ortsgröße und bestimmten Eintreffzeiten der nächsten "richtigen" Feuerwehr jedoch zumindest im Mannschaftszug noch zu gebrauchen. Herrichten der Wasserentnahme, Sicherung der Einsatzstelle und Verhinderung der Brandausbreitung. Das dürfte es auch schon gewesen sein.

Dafür hat man ja im schönen Rheinland-Pfalz den GW-TS erfunden. Nicht das gelbe vom Ei aber immer noch besser wie der TSA.

Aber mal davon ab, warum spricht man denn ständig den "kleinen" Wehren ihre Existenzberechtigung ab?
Wenn ich mir die ganzen Beiträge so ansehe lese ich sehr viel von Zusammenlegungen und Schließungen, Geldmangel und bezahlten Einsatzkräften. Warum reden wir uns selbst kaputt? Die Einsätze werden in Zukunft nicht weniger. Und man braucht auch nicht nur GW-Wunderwuzzi-SEK-Spezialeinsatzwehren. Wir werden auch wieder "Indianer" brauchen!

Es ist leicht Strukturen zu zerschlagen. Der Aufbau ist dann aber nicht mehr so leicht möglich.

Auf der einen Seite beklagen sich "große" Wehren über die steigende Zahl der Einsätze, auf der anderen Seite fordern "große" Wehren nur selten eine "kleine" Wehr zur Unterstützung an. Es soll schon Fälle gegeben haben bei denen eine "große" Wehr obwohl sie weder alarmiert noch angefordert wurde einfach mal so zu einem Kleineisatz einer "kleinen" Wehr mitausgerückt ist. Langeweile? Aber das ist ein anderes Thema.

Wir sollten doch bevor wir über eine Reduzierung von Standorten wegen Personal und Geldmangel reden uns zuerst einmal über die Gründe klar werden.

Mal kurz meine Ansichten:

Der "hausgemachte" Geldmangel ist dadurch bedingt, dass die "Wünsche" mancher Beschaffer zu einer Preisexplosion am Merkt geführt haben. Fast jedes Fahrzeug ist mittlerweile eine Einzelanfertigung. Wie weit will man das noch treiben? Bis auch ein TSF die 100.000,-- Euromarke überschreitet?

Warum muss eigentlich in einer Wehr mit z.B. 50 FA (davon 20 PA-Träger) jeder eine Überjacke für den IA haben? Aber dann wegen Geldmangel keine Überhosen ;-)

Warum muss in der gleichen Wehr jeder FA einen Ultra-Hightech-Brandcontainerund innenangriffhochtemparaturresitenten Helm haben? Weils Einheitlich ausschaut?

Warum läuft Hinz und Kunz mit der sog. Ausgehuniform herum, die doch so gut wie nie angezogen wird?

Warum verbieten es Verwaltungen einzelnen Ortwehren mit dem Hinweis auf die Folgekosten Gerätespenden anzunehmen obwohl die Ortswehren bzw. die Fördervereine eine "Kostenübernahme" garantieren?

Das sind nun mal einege Baustellen dei wir bevor wir etwas anderes Anfangen zuerst abarbeiten sollten. Die obige Liste ist beliebig erweiterbar. Erst wenn wir das geschafft haben und sich kein Erfolgt einstellt können meinetwegen dazu übergehe bestehende Strukturen aufzulösen und neu zu optimieren. Anders beisst sich die Katze in den Schwanz.

Es nützt nichts drei Wehren zu einer zu verschmelzen wenn ich dann nur eine Erhöhung der Einsatzzahlen habe und beim Personal und Nachwuchs in die Knie gehe. Denn dann fängt man wieder an fehlendes Personal durch Technik zu ersetzen was wiederum zu einer erneuten Serie von "ortstypischen" Fahrzeugen führt die wiederum im Preis.....aber das hatten wir schon.

Auch sind die Personalprobleme hausgemacht. Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederwerbung ist beim größten Teil der Wehren doch ein Fremdwort und erstreckt sich haupsächlich auf solche Veranstaltungen wie Maibaumaufstellung, Grillfeste oder Kirmesbude. Es glauben noch viel zu viele Bürger das "ihre" Feuerwehr eine "Berufsfeuerwehr" ist.
Weiterhin ist es eben nicht mehr zeitgemäß eine Wehr im autotitären Führungstil zu führen. Hier ist der schwarze Peter eindeutig bei der Führung oder Leitung.
Auch sollte die Verwaltung doch bitte etwas ehrlicher sein. Nicht oder nur teilweise eingehaltenen Versprechungen tragen auch nicht gerade zu einem Mitgliederüberschuss bei.

Und zum Schluss noch etwas; haben wir uns nicht zu viel aufgeladen? Feuerwehr, ein Mädchen für alles?
Ölspurbeseitigung, Brandeinsätze, technische Hilfeleistungen, Chemieeinsätze, Sicherungsmaßnahmen bei Großveranstaltungen, Unterstützung des kulturellen Lebens, Kreiseimerfestspiele usw.

Wollen wir nicht einmal die eine oder andere Aufgaben die wir freiwillige oder gezwungen angenommen haben abgeben? Muss es sein, das eine Wehr Mannschaft und Gerät Stundenlang an die Beseitung einer Ölspur gebunden ist? Muss es sein, das sich die Fahrzeuge vom THW in den Hallen die Räder platt stehen? Man könnte bestimmt einige Aufgaben an das THW abgeben was die Jungs besser können. Aber mit dieser Aussage stoße ich wohl in ein Wespennest.

So das musste ich jetzt mal loswerden.

Gruß vom Berg

>>derderbaldzurtagschichtmuss<<

Jakob Theobald


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