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Kreisfeuerwehrinspekteur
Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule, bezeichnet die landeseigene zentrale Ausbildungsstätte für Feuerwehrkräfte, z.B. in Rheinland-Pfalz (LFKS RLP)
Rubrikpers. Ausrüstung zurück
ThemaSonderbehandlung für Kritiker war: Traurig aber wahr!22 Beiträge
AutorCars8ten8 L.8, Niederwörresbach / Rheinland-Pfalz408481
Datum11.06.2007 18:37      MSG-Nr: [ 408481 ]7528 x gelesen

Geschrieben von Daniel RuhlandMitunter, das muß ich hier auch mal sagen, wundert mich so etwas aber auch nicht wirklich. So wie man in den Wald hineinruft, wird es ggf. auch hinausschallen, und bei manchen Sachen sollten sich die Schreiber, teilweise inhaltlich aber auch teilweise bezüglich des Wortlauts, m.E. nicht besonders über das "Echo" vor Ort wundern. Soll heißen: Alles, was ich zum Teil auch kritisch hier schreibe, kann ich auch von Angesicht zu Angesicht so formulieren bzw. habe es denen gegenüber, die es betrifft, schon formuliert. Darüber hinaus werden lokale bzw. "eigene" Probleme m.E auch am besten vor Ort gelöst - und dies gilt noch mal um so mehr, wenn es sicht z.B. um Personalangelegenheiten handelt! Siehe dazu auch die Postings von Sebastian Krupp hier, denen ich nur zustimmen kann.

Kann ich mich in großen Teilen anschließen. Nicht in Ordnung ist, dass man Interna in die breite Öffentlichkeit bringt oder Personen bzw. Wehren bloßstellt, ohne diesen Gelegenheit zur Gegendarstellung bzw. Richtigstellung zu geben, so unter dem Motto: "Hilfe Forum, unser KFI ist jetzt zwei Mal stockbesoffen beim Einsatz erschienen - was soll ich tun?"

Solche destruktive Kritik gehört genau so wenig in die Öffentlichkeit, wie ganz unter den Teppich gekehrt. Vielmehr sollte nach Möglichkeit eine Lösung im internen Kreis gefunden werden.

Ich meine aber auch in diesem Threat gelesen zu haben, dass man es nicht in Ordnung findet, dass motivierte und engagierte Feuerwehrangehörige mundtot gemacht werden, wenn bzw. weil sie konstruktive Kritik äußern, also eine Verbesserung heranführen wollen.

Im Grundsatz ist man angesichts der derzeitigen Lage mit Tagesausrückstärken von 20 Personen in jedem Ort ist bestimmt nicht auf jede(n) Mann/Frau angewiesen.

Mal im Ernst: Wir hatten doch unlängst eine lebhafte Diskussion über die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehren, über Motivation und Bei-der-Stange-bleiben. Und so entlarvt sich auch mein Satz mit den 20 Personen als kleiner Seitenhieb auf die gegebenen Verhältnisse. Insofern ist man doch für jede(n) dankbar, der oder die sich in der Feuerwehr engagiert.

Wenn es dann Personen gibt, die sich neben dem Feuerwehrdienst zusätzliches Fachwissen aneignen bzw. besitzen (z.B. Chemiker, Ingenieure oder andere Berufe, wo das berufliche Wissen feuerwehrrelevant gebraucht werden kann) und man hier konstruktive Kritik an gegebenen Verhältnissen, Vorgehensweisen oder Unterrichtsinhalten als Palastrevolution deutet und diese Leute bis zur Demotovation ausbremst oder im Extremfall schikaniert, dann ist das kontraproduktiv und bestätigt so manches Vorurteil, das man immer noch von der Feuerwehr hat.

In der Wirtschaft macht man sich schon seit langem Gedanken, wie man gute Mitarbeiter motoviert und an den Betrieb bindet, denn nur motivierte Mitarbeiter sind produktive Mitarbeiter. Die Zauberworte sind das betriebliche Vorschlagswesen und der kontinuierliche Verbesserungsprozess. Klar wird es noch Betriebe mit einem Patriarchen an der Spitze geben, wo alles schafsbrav auf "his masters voice" hört, aber dieser äutoritäre Stil ist nicht mehr der zeitgemäße Stil. Daher finde ich es nicht schlecht, dass in Rheinland-Pfalz auf der LFKS Lehrgänge in Menschenführung angeboten werden (ich mußte das auf meinen Führungslehrgängen bei der Bundeswehr übrigens schon vor 15 Jahren bis zum Überdruss exerzieren).

So wäre es ein Ansatz, wenn die Feuerwehr sich Anregungen aus der Wirtschaft holen würde und nicht irgendwelche "Feuerwehr-Fürsten" bar jeder Kritikfähigkeit auf ihrem "Thron"
verharren. Offen sein für neuer Gedankengänge ist bestimmt kein Zeichen von Führungsschwäche oder wie heißt es so schön unschön: "Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung ändern können."

Meine ganz private Meinung
Wer sich getroffen fühlt, war gemeint.



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