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Landesfeuerwehrschule
RubrikFeuerwehrtechnik zurück
ThemaÜberdrucklüfter73 Beiträge
AutorMarc8 M.8, Heidenheim a. d. Brenz / Baden-Württemberg416674
Datum23.07.2007 16:06      MSG-Nr: [ 416674 ]26674 x gelesen

Hallo Forum,

im Grunde hat Markus schon alles wesentliche geschrieben. Eins möchte ich noch kurz aufgreifen:

Geschrieben von ---Christian Rieke--- Und wo ist jetzt der taktisch funktionelle Unterschied? Bei der Aufstellung drücke ich 36000m³ Luft durch die Tür. Baut sich da kein Überdruck auf? Wenn irgendwo ein Medium schnell strömt, wird grundsätzlich Umgebungsmedium mitgerissen.



Auf der verlinkten Seite lese ich bei besagtem Lüfter etwas von 12.000 m³/h Nennleistung und einer Gesamtleistung von 36.000 m³/h.
Als zusätzlich angesaugte Menge werden 24.000 m³/h angegeben.

Das Injektorprinzip dürfte ja jetzt allen Lesern dieser Diskussion bekannt sein, aber kann mir jemand sagen, wieso man hier auf das doppelte der Nennleistung kommt ( ich weiss es wirklich nicht )?
Und wie verhält sich diese Leistung wenn der Luftstrahl durch Hindernisse angebremst wird?

Ich habe mir jetzt die Bedienungsanleitung des MT 236 durchgelesen und darin steht, dass die Zuluftöffnung vom Luftstrahl nicht abgedeckt werden muss. Gut, je näher ich einen Injektorlüfter an die Zuluftöffnung stelle, umso höher ist hier die Strömungsgeschwindigkeit.
Aber bei dieser Konfiguration habe ich an den nicht abgedeckten stellen eine Gegenströmung ( bei Türen gewöhnlich an der oberen Türkante, kann jeder selbst ausprobieren - obwohl das Problemm laut Hersteller nur bei "herkömmlich mit Überdruck auftretenden Ventilatoren auftritt.... das dem nicht so ist, kann wie gesagt jeder selbst ausprobieren ).

Hier entweicht doch schon von Anfang an Luft, die mir dann später irgendwann in einem Obergeschoss oder nach x Metern Zuluftweg an der Abluftöffnung bzw. im verrauchten Bereich/Brandraum fehlt ( unter dem Gesichtspunkt, dass der MT 236, wie vom Hersteller angegeben, ein Überdrucklüfter sein soll )!?
Ist das in der 36.000 m³ Rechnung berücksichtigt?

Wenn ich den Lüfter ( entgegen der Herstelleranweisung ) so aufstelle, dass der Luftstrom die Zuluftöffnung abdeckt, dürfte die Strömungsgeschwindigkeit an der Zuluftöffnung schon niedriger sein, ich habe dann zwar keinen Druckverlust mehr an der Abluftöffnung, aber dafür dann eine geringere Injektorwirkung an Zuluftöffnung und im Gebäude.

Zu den taktisch/funktionellen Unterschieden:

Wie ich in einer anderen Diskussion schon geschrieben habe, hängen die sichtbaren Unterschiede stark von jeweiligen Einsatzobjekt ab.
Starke Rauchverwirbelungen ( = Durchmischung heisser Rauchgase mit Sauerstoff ) bei Injektorlüftern habe ich schon bis ins 2. OG von Gebäuden festgestellt. Zuletzt im Brandhaus der LFS Hessen.
Aber wenn man der Werbung einiger Hersteller glauben darf, ist genau das ja toll und erstrebenswert, wenn ich Luft mit hoher Geschwindigkeit ( und starken Verwirbelungen ) in Rauchschichten blase...



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