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| Rubrik | pers. Ausrüstung | zurück | ||
| Thema | Handschuhe | 14 Beiträge | ||
| Autor | Sven8 H.8, Mönchengladbach / NRW | 550345 | ||
| Datum | 26.03.2009 15:56 MSG-Nr: [ 550345 ] | 3742 x gelesen | ||
Hallo Andrè, ich denke hier haben einige das eigentliche Thema aus den Augen verloren. Zur Frage, welcher Handschuh für die Techn. Hilfeleistung geeignet ist bzw vernünftig ist. Grundlage für diese Entscheidung sollte eine Gefährungsanalyse sein. Vor welchen Gefahren möchtest Du dich schützen ? Weiter, soweit es möglich ist, welche Materialien bevorzugs du als Handschuh. Um die Frage Hersteller neutral zu beantworten möchte ich folgende Dinge bemerken. Der Handschuh sollte die DIN EN 420:2003 (Allgemeine Anforderungen) mit der Kategorie 2 (mittleres Risiko) bzw. Kategorie 3 (hohes Risiko) erfüllen. Das Tastgefühl bzw. die Fingerfertigkeit wird in dieser Norm mit 5 Leistungsstufen beschrieben, wobei die Leistungsstufe 1 die schlechteste ist und Leistungsstufe 5 die beste ist. Solltes du dich für ein hohes Tastgefühl bzw. ein gutes Tastgefühl (eine Hohe Leistungsstufe entscheiden) schließt diese meist einen dreilagigen Aufbau (Innhandschuh, Membrane, Aussenhandschuh) aus, da der Handschuh in sich entsprechend dick im Aufbau wird und auch die Nähte entsprechend wuhlstig werden. Der Verzicht auf die Menbrane schließt in der Regel auch einen Feuerwehr-Handschuh nach DIN EN 659:2003 aus, da dieser Schwierigkeiten bei der Prüfung mit der Wasserdampf(un-)durchlässigkeit (z.B.: bei einem Inneangriff) hat. Da Du bei der Techn. Hilfleistung m. E. heiße Kontaktflächen nicht ausschließen kannst (z.B. heißer Krümmer, heißer Aufpuff, oder heißer Kat bei der PKW-Rettung) und du eventuell auch nach lokaler Gefährung (Metallverarbeitende Betriebe) Belastungen durch kleine Mengen geschmolzenes Metall haben kannst, besteht die Möglichkeit einen Handschuh zu erwerben, welcher auch nach der DIN EN 407:2004 geprüft ist. Als TH-Handschuh muss m.E. auch die Prüfung nach DIN EN 388:2003 vorliegen. Hier sollte der Handschuh einen hohen Schnittschutz (Leistungstufe 3 - 5, 5 als höchste LS) besitzen. Vergessen solltes Du auch nicht die (Durch-) Stichfestigkeit (LS - bis 4) beachten. Vorsicht sei für einen TH-Handschuh aus Dynima-Gewebe gegeben. Dieses ist zwar sehr fein und dünn und besitzt auch super Eigenschaften bezüglich es Schnittschutzes, es schmilzt jedoch bei 60 °C (siehe die Gefährdung durch heiße Oberflächen). Fazit ist bei einem TH-Handschuh, es gibt keine eierlegende-woll-milch Säue. Ein hoher Schnittschutz beschneidet die Fingerfertigkeit. Wie Du wichtest bleibt Dir überlassen. M.E. ist jedoch ein hoher Schnittschutz wichtiger als eine hohe Fingerfertigkeit, da ich mit Finger dran besser arbeiten kann als mit Finger ab. Ansonsten könnte ich mir auch einen einfachen Latex-Handschuh nehmen, der sicher eine sehr hohe Fingerfertigkeit bittet, aber keinen Schnittschutz. Viel Spass bei Deiner Entscheidung. MFG Sven | ||||
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