Hallo!
Geschrieben von Daniel Hermann Das meinte ich aber nicht so. Ich meinte eben gerade, dass wir mit entlastenden Massnahmen nicht erst warten bis der RD eintrifft
Oder ich hab es falsch aufgenommen, ist ja auch schon früh am morgen. ;-)
Aber dann doch bitte auch realistisch und nicht so.
Meiner Meinung nach ging es doch eher um das Handling der einzusetzenden Gerätschaften, u.s.w. als um die erweiterte Erste Hilfe und Co. Ich kann da auch gut und gerne drauf verzichten. Ich arbeite meine Übungen auch mal realitätsnah aus, oder ebend nicht. Das liegt doch dann daran, worauf es mir persönlich an kommt. Und ich brauch nicht alle zwei Wochen eine Übung, wo das Kunstblut fliesst und es raucht ohne Ende.
So wie hier geübt hatte der Pat. einen Schutzengel, ist frisch und fröhlich und liegt einfach nur unter einem Auto. Die Wahrscheinlichkeit, dass es so abläuft ist in etwa mit einem Sechser im Lotto zu vergleichen.
Nun, dagegen ist doch nichts einzuwenden. Schau doch mal in die Tageszeitungen, wie viele Leute ab und zu einen Schutzengel haben. Da fallen Kinder aus dem Fenster und die haben nur ne Schramme nach einem Sturz aus größerer Höhe als dem Erdgeschossfenster. Wunder gibt es immer wieder. ;-) Genauso gibt es Menschen, deren Fahrzeuge völlig zerstört sind, und denen ausser ein paar blauer flecken nix passiert sind. Und nen sechser im Lotto ist nicht so selten, den gibt es doch oft genug. Nur bekommt den immer der Falsche, und das ist, was einen daran stört.
Und was ist denn in diesem Falle patientenschonend? Schaufeltrage, Stifneck, Maximalversorgung unter dem Auto?
Schaufeltrage ist patientenschonender als der Rautek-Griff, oder nicht? Und um die Versorgung mache ich mir keine Gedanken, weil in der Vorbereitung, auch bei einer Chrash-Rettung Zeit vergeht, in der der Rettungsdienst schon da sein kann, und wahrscheinlich auch ist, nach deiner angegebenen Zeitspanne. Oder sie kommen grade an, wenn er befreit sein sollte.
Übt ihr denn bei euch in der Feuerwehr auch ab und zu mal einen Flugzeugabsturz oder ein Erdbeben? Ist unrealistisch und unwahrscheinlich, aber die Übungssituation gibt´s eben her
Nein, zumindest habe ich es noch nicht erlebt, das es geübt worden ist. Aber meines Wissens sind in unserem Ausrückebereich vor x Jahren zwei Flugzeuge abgestürzt. und das ist dann wohl der sechser im Lotto mit Zusatzzahl. Man muss sich im klaren sein, das es Sachen gibt, die man nicht üben kann!
Über was wir hier diskutieren kann nur einer Beantworten: derjenige, der die Übung ausgearbeitet und durchgeführt hat. Vielleicht lag die Puppe ja anders unter dem Auto, und jemand hat sich nen Scherz draus gemacht. Übungen laufen nie so, wie man es plant. Denn jede Führungskraft entscheidet anders. Nicht jede Führungskraft hat das gleiche Spezialgebiet wie der andere, und zuletzt wird doch heute fast schon in jedem Führungskräftelehrgang was neues gebracht.
Ich bleib jedenfalls dabei und lasse den Patienten unter dem Auto. Soll er doch mit dem sechser im Lotto zufrieden sein. ;-) Die Situation gibt es eben her, relaistisch oder unrealistisch!
MkG
Matthias Rösner
Irgendeiner weiß es doch immer besser als die anderen.
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