| Rubrik | Feuerwehrtechnik |
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| Thema | Selbstgebauter CEE Stecker-Kupplung-Adapter | 46 Beiträge |
| Autor | Udo 8B., Aichhalden / Baden-Württemberg | 682701 |
| Datum | 26.05.2011 08:11 MSG-Nr: [ 682701 ] | 15660 x gelesen |
Geschrieben von Michael WeyrichDass es einen rechtlichen Unterschied gibt, ist mir klar. Aber das selbstgebaute würde in diesem Fall einem käuflich in gleicher Art erwerbbaren Produkt entsprechen. Es fehlt die Konformitätsbewertung und die CE-Kennzeichnung.
Zugegeben, ich weiss auch, das unsere Gesetzesmacher in Bezug auf die CE- Konformität und Kennzeichnung einige Sachen produziert hat, die selbst für Fachleute nicht unbedingt nachvollziehbar sind. Aber damit müssen wir leben.
Achso,
Ich hab mal ein wenig recherchiert ... Die Komponenten bekomme ich tatsächlich einzeln im einschlägigen Fachhandel. Interessant, die einzelnen Komponenten liegen zusammen preislich (Liste) nur unwesentlich unter den Kosten für einen fertigen Energiewürfel in IP68-Ausführung (Liste). Betriebswirtschaftlich also eher uninteressant.
Geschrieben von Michael WeyrichAm besten auch ein externes Unternehmen mit der jährlichen Prüfung beauftragen. Wird in der Industrie auch immer so gemacht. Die sind komischerweise immer billiger als interne (entsprechend ausgebildete und geschulte Fachkräfte) und übernehmen auch noch die Verantwortung... Rechne doch mal ganz einfach alle Kosten zusammen, die entstehen, wenn du z.B. den E-Check in einem Betrieb durch eigene Kräfte machen lässt. Und das setzt du dann in Relation zu externen Kosten.
Geschrieben von Michael WeyrichFassen wir also kurz zusammen: Es geht hier rein um die rechtliche Absicherung, Hauptsache man findet irgendjemanden, den man im Fall der Fälle belangen kann. Der Grundgedanke selbst spielt dabei keine Rolle mehr. Hauptsache man selbst ist nicht der Verantwortliche. Es geht letztendlich immer um die abschließende Haftung.
Aber bitte, ähm, auf welchen Grundgedanken spielst du an?
Bitte nicht auf die alte Leier "Wir machen das ehrenamtlich".
Auch Ehrenamtlichkeit schützt nicht vor den finanziellen Folgen eines Unfalles, erst nicht nicht, wenn es um zivilrechtliche Forderungen (Schmerzensgeld, Unfallfolgekosten, ...) geht.
Nur kurz nebenbei noch zwei Kleinigkeiten:
Mein Vater hat Sondermaschinen geplant und bauen lassen. Absolut nichts von der Stange.
Von daher kenne ich die Kosten, die ein Konformitätsbewertungsverfahren verursacht.
Ich kenne auch die Kosten für die notwendige Betriebshaftpflicht.
Und ich weiss auch, was für eine Kostenlawine ein Unfall mit Personenschaden auslösen kann (zum Glück für uns konnten wir nachweisen, das die Anlage vom Betreiber ohne Rücksprache verändert worden war).
Ich kenne auch Leute aus dem Ehrenamt, die sich mit Eigenbauaktionen und den daraus resultierenden Folgekosten nach einem Unfall mit Personenschaden für den Rest ihres Lebens (damals Mitte 30) ins Abseits geschossen haben. Job weg, Haus weg, Familie weg ... Sozialhilfe.
Und jahrelang nachts nicht mehr richtig schlafen können - bis zur Kurzschlusshandlung (Siegtalbrücke).
Beste Grüße
Udo Burkhard
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schau mal rein:
www.helferportal.org
www.arbeitsschutz-im-ehrenamt.de
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