| Rubrik | Einsatz |
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| Thema | Grenzübergreifender Grossbrand im Amtsvenn in Gronau/Enschede | 117 Beiträge |
| Autor | Andr8eas8 H.8, Weißwasser / Sachsen | 684288 |
| Datum | 07.06.2011 19:22 MSG-Nr: [ 684288 ] | 55736 x gelesen |
Feuerwehr
Waldbrandgefahrenklasse (Regionales Einstufen der Waldbrandgrundgefahr, wichtig für Waldbrandschutz und dessen Förderung)
Klasse A (A1) - hohe Waldbrandgefahr,
Klasse B - mittlere Waldbrandgefahr,
KLasse C - geringe Waldbrandgefahr
Hallo,
Geschrieben von Thorsten HermesGeschrieben von Andreas Hanl"Wir brauchen nicht ständig Große Waldbrände, um zu wissen, wer hier am besten Waldbrände bekämpft, oder uns mit Griechenland oder Amerika zu messen. Wir als Feuerwehr sind dafür da, um genau das zu verhindern. Und das muss anscheinend erstmal verstanden werden."
Willst Du damit unterstellen, dass die anderen Länder auf dieser Welt einfach zu dumm sind, um soche Feuer frühzeitig zu löschen oder zu verhindern, oder was soll diese halbseidene Aussage?
Ganz Vorsichtig. Wenn ich hier etwas unterstelle, dann ist das auch so deutlich von mir geschrieben.
Damit war ganz nüchtern gemeint, dass es in anderen Ländern der Welt noch weitaus größer Waldbrände gibt, als in Deutschland. Was aber wiederum nicht bedeuten muss, dass die dortigen Taktiken, Erfahrungen usw. hier ebenfalls Anwendung finden müssen oder können.
Bei uns sind nicht ständige irgendwelche Hubis oder Löschflugzeuge stationiert, die dann hilfreich sein können. Hier in Deutschland ist die Feuerwehr oft sehr lange auf sich alleine gestellt. Und da muss sich eben jeder selber nen Kopf machen.
Es funktioniert eben nicht alles überall.
Geschrieben von Thorsten HermesHier gibt es allerdings noch andere Gesichtspunkte. So spielt z.B. der Umweltschutz eine Rolle, der oftmals dem Waldbrandschutz entgegensteht. Hier müssen die Interesse abgewogen werden. Und das ist definitiv nicht Aufgabe der Feuerwehr.
Hat niemand behauptet. Waldbrandschutz hat viele Gesichter, und nur das miteinander von Forst, Feuerwehr ... kann hier von Vorteil sein. Wie oft ließt man hier im Forum Fragestellung, was eine Feuerwehr einem Bürger oder sonst wem bei hoher Waldbrandgefahr rät?
Waldbrandschutz ist eben nicht nur Forstwirtschaftsaufgabe, sondern ist eigentlich von jedem zu leisten.
Richtig, dass Waldbrandschutz und Umweltschutz zwei paar Schuhe sind, aber ... sagt eigentlich der Name ... Waldbrandschutz ...
Was nützt mir geschützte Vegetation, wenn diese in Rauch und Asche aufgeht?
Ansonsten handelt es sich meist um Wirtschaftswälder, muss ich das noch erklären?
Geschrieben von Thorsten HermesWo ist das Aufgabe der Feuerwehr? Zumindest im Feuerwehrgesetz Baden-Württemberg kann ich hierzu nichts finden. Ich lasse mich aber gerne (mit Quelle) belehren, wenn das in anderen Bundesländern anderst geregelt ist.
Schön, wenn man es sich einfach machen kann. Klar, ist ja nicht FW Aufgabe, also kann es mir getrost den Buckel runter rutschen. Genau so ein Denken brauchen wir. *kopfschüttel*
Diese Regelmäßigen Überprüfungen gehören bei uns einfach dazu, weil wir eingestuft in WBGK A sind und in der Vergangenheit einige Großbrände hier hatten, die enorme Schäden hinterlassen haben. Dann kann es uns nämlich nicht passieren, dass es bei einem Waldbrand auf einmal nicht mehr weitergeht, weil noch Sturmholz über dem Weg liegt oder ein Löschteich undicht ist.
Aber richtig, machen muss hier niemand was.
Geschrieben von Thorsten HermesAFAIK gibt es die vielen Wege in den Waldbrandgebieten der Lausitz auch nicht als Waldbrandschutz, sondern sie sind der (zumindest früher intensiven) Forstwirtschaft geschuldet. (Erst im 19. Jahrhundert wurden die großflächigen Kieferkulturen in der Lausitz angelegt. Vorher war das ganze eher Moorgebiet oder mit Buchen-Eichenwäldern bedeckt.)
Hier haut doch tatsächlich die Miez an Baum ...
Die Waldeinteilung mittels Wege (Netz) war schon um 1900 hier zu gegen. Da wohnten hier ne handvoll Leute, die natürlich das ganze Holz brauchten. Und dafür wurden natürlich die ganzen Wege angelegt. Wirklich, so ein Unsinn hab ich schon lange nicht mehr gehört.
Es gab in historischer Zeit Waldwege, welche meist ungerade, sprich unwirtschaftlich waren.
Das es immer wieder zu Waldbränden kam, und die aus Holz bestehenden Orte oftmals vernichtete, hatte man gewisse Ideen.
Somit wurden die Wälder eingeteilt, mittels Wege und Schneisen, die oft über Kilometer schnurgerade verlaufen, und somit Waldquadrate (Jagen, Abteilungen) schufen.
Diese Abteilungen wurden mit Nummer versehen, um bei einem Band besser lokalisieren und schneller bekämpfen zu können. Und noch heute ist das so vorzufinden.
Seit fast 9000 Jahren gibt es die Baumart Kiefer in der Lausitz. Der Hauptgrund dafür ist die letzte Eiszeit, welche genau hier massive Sandmassen zurückließ, auch als Sander o.ä. bekannt. Es gab Moor, aber nicht so üppig, wie vor der Eiszeit. Die Wälder der Lausitz waren geprägt von Kiefer, Eiche und Birke. Buchen waren selten, so wie noch heute.
Tipp ... beim nächsten mal vorher informieren :-D
Geschrieben von Thorsten HermesP.S. Ihr seid nicht der Nabel der Welt, auch nicht in der Waldbrandbekämpfung.
Behauptet weder ich, noch ein anderer aus der Waldbrandregion.
Nur finden wir es ärgerlich, dass so getan wird, als müsste ganz Deutschland erstmal Waldbrandbekämpfung lernen. Zudem wehre ich mich (wir) gegen einige Unwahrheiten.
Geschrieben von Thorsten HermesP.P.S Feuerwachtürme gab es auf anderen Kontinenten auch schon früher.
Sei doch so freundlich, und nenne mir bitte dazu irgendwelche Quellen. Würde mich interessieren, da ich mich damit intensiv befasse.
Ich habe meine Quellen :-D
So, ich hoffe, mal ein wenig Licht ins dunkle gebracht zu haben. Wenn nicht, bitte Nachfragen.
Gruß Andreas
Meine Beiträge sind meiner Meinung!
Ich och!
"1 Mann in der ersten viertel Stunde ist mehr Wert, als 100 Mann nach einer Stunde!"
Walter Seitz (1863 - 1945)
>> Erfinder des Feuerwachturmes im Muskauer Forst bei Weißwasser <<
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