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ThemaPSA teilen - wie weit darf die Kommune sparen?   41 Beiträge
AutorChri8sti8an 8T., Herten / NRW766435
Datum03.07.2013 10:44      MSG-Nr: [ 766435 ]9839 x gelesen

Hallo Lars,

wie von den Vorpostern schon erwähnt, gitb es die Grundlagen in der UVV Feuerwehren sowie der GUV-I bzw. nahezu identisch in der VFDB RL 08-05 Auswahl von persönlicher Schutzausrüstung auf der Basis einer Gefährdungsbeurteilung für Einsätze bei deutschen Feuerwehren.

Die GUV-I und die VFDB RL haben selbstverständlich keine rechtliche Bindung - Da sie aber Stand der Technik sind und es nichts anderes gibt, sind sie also doch wieder als Vorgaben anzusehen.

Jegliche Tätigkeit im Feuerwehrdienst bedarf einer Gefährdungsbeurteilung. Die Beurteilung welche PSA getragen werden muss ist bei jedem Einsatz aufs neue obligatorisch. Ganz grundsätzlich kann man sagen:
Habe ich die Gefahr der Stichflammenbildung? Ja --> Dann Überjacke/Überhose
Nein? --> Dann reicht der einfache, in der UVV geforderte Feuerwehrschutzanzug :-)

Generell muss jedem Fm. ein Feuerwehrschutzanzug zur Verfügung stehen. Überjacke und Überhose sind eine besindere Ausstattung für "besondere Lagen". Hier ist der einzige Punkt, an dem gespart werden kann.
Überhose und Überjacke könnte man nur für die Kameraden kaufen, die auch tatsächlich atemschutzgeräteträger sind.
Wir handhaben es hier so, das jeder Fm. einen kompletten Anzug inkl. Überjacke bekommt, Überhosen werden derzeit noch als Poollösung hier vorgehalten.

Nachteilö bei diesem Pool ist jedoch, das es Poolkleidung ist. Der persönliche Bezug zu den Sachen fehlt und dementsprechend ist auch der Pflegezustand. Den Sachen schenkt man keine Aufmerksamkeit. Sind sie kaputt? Sind sie dreckig? Scheuer ich hinten die Hosenbeien kaputt, weil die Überhose mal wieder zu groß ist? Egal, hinterher ab an den Haken damit. Ist ja nicht meine Hose....... Bei persönlich zugeteilter PSA ist das Verantwortungsgefühl gegenüber der Bekleidung ein ganz anderes, ebenso der Pflegezustand.

Weitere Fragen, die ihr eurem Bürgermeister bzw. WF stellen solltet wären:
- Wie die regelmäßige Wäsche der PSA sichergestellt wird?
- Wie wird die Überprüfung nach der Wäsche sichergestellt?
- Welcher Einspareffekt ist tatsächlich da, wenn selbst Gore nur eine Garantie von 25 Waschgängen auf seine Membrane gibt?
- Welche Kosten entstehen zusätzlich, durch gestiegene Wasch und Imprägnierungskosten?
- Wie wird mit kurzfristig zu ersetzender Wäsche umgegangen, wenn schon für persönlich zugeteilte kein Geld mehr da ist?
- Wer teilt bei einem EInsatz/Übungsabend die Leute ein in "Innen und Aussendienstler", oder auch: Kann eingesetzt werden und/oder Üben bzw. kann heute nur aus dem fenster gucken, da keine adäquate Schutzkleidung vorhanden ist?

Adäquat heisst, das nicht nur Schutzkleidung da ist, in die man irgendwie reinpasst, sondern die einem auch tatsächlich passt.

Und, zu guter letzt: Wer übernimmt die Verantwortung dafür, wenn einem Fm. etwas passiert, da er aufgrund hoher Temperaturen im Sommer und unangepasster Schutzkleidung (Überjacke bei Flächen/Wald/Müllcontainerbrand, TH, Ölspurbeseitigung, ....) einen Hitzestau etc. erleidet, da er mit völlig unangemessener Einsatzkleidung eingesetzt werden musste?


Viele Grüße
Christian

Und wie bei allen anderen auch: Alles meine private Meinung!

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