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RubrikFreiw. Feuerwehr zurück
ThemaMotivation oder Demotivation66 Beiträge
AutorDenn8is 8F., Senden / Nordrhein-Westfalen778334
Datum04.12.2013 10:12      MSG-Nr: [ 778334 ]14900 x gelesen
Infos:
  • 04.12.13 Immer zweimal mehr wie Du? Blogartikel mit Umfrage zum Thema Dienstgrad in der FF
  • 04.12.13 Buchtipp: Effizient führen!: So stärken und motivieren Sie die Mitglieder Ihrer Feuerwehr! (von Matthias Ott)
  • 04.12.13 Kleinschleifen & Motivation

  • Hallo Martin,
    Hallo Forum!

    folgend MEINE Meinung über Dienstgrade bei Freiwilligen Feuerwehren:

    Geschrieben von Martin S.Notwendigkeit und Sinn von Dienstgraden
    Für allgemein Notwendig halte ich die Dienstgrade bei der Freiwilligen Feuerwehr nicht. Im Einsatzgeschehen spielen Sie keine Rolle, da Sie in den meisten Fällen nicht auf der Einsatzkleidung getragen werden. Hier reicht eine Qualifikationskennzeichnung mittels Helmstreifen (Gruppen-, Zug-, Verbandsführer) sowie die Funktionskennzeichnung mittels Weste.
    Im normalen Dienstgeschehen sehe ich Dienstgrade nur als bedingt notwendig an. Zwar kann man dort Kameraden (SB) für Ihre bestandenen Lehrgänge und Ausbildungen (im Sinne der LVO) würdigen, jedoch müsste dies dann auch bei allen Feuerwehren gleich gehandhabt werden. Hier müsste die LVO dann entsprechend verfeinert werden.
    Ein Beispiel: Feuerwehr A vergibt nach bestandenem FII sofort und unverzüglich den Rang UBM (FM (SB) ist dann vielleicht grad 20 oder 21 Jahre alt) Feuerwehr B sendet einen Kameraden (SB) im gleichen Alter zum Lehrgang, befördert aber auf Grund von fehlender Erfahrung vorerst zum OFM um mit wachsender Einsatzerfahrung dann den UBM (=voll ausgebildeter Mannschaftsdienstgrad) zu vergeben.

    Geschrieben von Martin S.Sinn von Stellenplänen
    Sicherlich sind Stellenpläne damals ein adäquates Mittel der Organisation gewesen. Die Hierachie vom ("Vereins-")Gruppenführer, über ("Vereins-")Löschzugführer bis hin zum Wehrführer mag mal seinen Reiz gehabt haben. Vereinzelt wird das in großen freiwilligen Feuerwehren auch sicherlich noch so angewandt. Doch wer möchte sich in der heutigen Zeit noch einer so militärischen Führungsfom unterwerfen?!
    Sicherlich gibt es auch Stellen die unweigerlich besetzt sein müssen: Die rühren dann aber eher aus dem Brandschutzbedarfsplan bzw. dem Einsatzgeschehen heraus. Habe ich drei Gruppenfahrzeuge am Standort, muss es mein Ziel sein, dass ich diese am Tage und in der Nacht jeweils drei mal mit einem Gruppenführer besetzt habe, um sicher einen Gruppenführer zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Verfügung zu haben. Das sind für mich eher die Stellenpläne die heutzutage ausschlaggebend sind.

    Geschrieben von Martin S.Gerechtigkeit / Ungerechtigkeit
    In Bezug auf Dienstränge erfordert dieses Thema sehr viel Fingerspitzengefühl des LdF und des entsprechenden LZF. Hier kann viel verkehrt gemacht werden. Wenn jemand sich in der Feuerwehr engagiert, und das vielleicht auch über den normalen Dienst hinaus, möchte er seine Arbeit auch anerkannt haben. Das Streben nach Anerkennung ist ein urbedürfnis der Menschheit.
    Dem gegenüber steht aber vielleicht ein Kamerad (SB) der tagesverfügbar ist, sich aber weniger engagiert. Eine Gradwanderung auch bei der Lehrgangsverteilung. Nicht im brandschutztechnischen, aber im menschlichen Sinne!

    Geschrieben von Martin S.Würdigung von Zugehöhrigkeit
    Als solches würde ich die Dienstränge nur bei Kameraden(SB) sehen, die aus körperlichen oder gesundheitlichen Einschränkungen, keine Möglichkeit haben aufzusteigen. Auch denen tut z.B. eine Beförderung zum OFM oder HFM (weiter gehts in NRW leider nicht) unter Umständen gut. Ein Motivationsschub ist es allemal.
    Dienstränge nur nach abgelaufener Zeit, egal welches Engagement der Kamerad(SB) an den Tag gelegt hat zu verteilen, ist den engagierten Kameraden gegenüber ungerecht. Auch stimmen dann Erfahrung und Wissen der Personen, bei gleichem Rang, nicht unbedingt überein.

    Geschrieben von Martin S.Wichtigkeit unterschiedlicher Tätigkeiten
    Hier weiss ich nun nciht auf welche Tätigkeiten du speziell hinaus willst. Solche Posten wie der Atemschutzgerätewart oder der Biedienstete in der Kleiderkammer? Oder doch die Posten des ("Vereins-")Gruppenführers?

    Alles oben Geschriebene beruht auf meinen 15 Jahren Feuerwehrerfahrung. Sicherlich mag es andere Personen geben die dies anders Empfinden und handhaben. Auch diese Systeme sind richtig und wichtig, insofern sie schlüssig sind, und niemanden bevorzugen.

    Bin auf weitere Antworten gespannt.

    Viele Grüße

    _________________________________________________
    Das wars von mir! Nur meine Meinung nix anderes.
    Ziemlich puristisch oder?

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