| News | Newsletter | Einsätze | Feuerwehr-Markt | Fahrzeug-Markt | Fahrzeuge | Industrie-News | BOS-Firmen | TV-Tipps | Job-Börse |
| Rubrik | Freiw. Feuerwehr | zurück | ||
| Thema | Abgrenzung Feuerwehrdienst / Ehrenamt - war: Motivation oder Demotivation | 48 Beiträge | ||
| Autor | Rain8er 8K., Altenholz / Schleswig-Holstein | 778632 | ||
| Datum | 09.12.2013 17:36 MSG-Nr: [ 778632 ] | 6691 x gelesen | ||
| Infos: | ||||
Moin, der Begriff "Ehrenamt" hilft uns leider nicht weiter. Ursprünglich bedeutete er, unentgeltlich ein öffentliches Amt wahrzunehmen (Achtung: nicht freiwillig - denn zu Ehrenämtern kann man auch verpflichtet werden, z.B. als Wahlhelfer). Öffentliche Ämter sind dadurch gekennzeichnet, dass man sie mit einer Vereidigung oder einem Gelöbnis übertragen bekommt. Bei der FF nehmen nur Wehrführungen öffentliche Ämter wahr, nicht aber die Mannschaft. Auf der anderen Seite wird der Begriff "Ehrenamt" inzwischen aber auch inflationär verwendet. Kleine Anekdote: Vor einigen Monaten sprach ich einen Selbständigen an, ob er bereit wäre, ein überschaubares Vorstandsamt in einem kleinen Verein zu übernehmen. Die Ehefrau schaltete sich ein: "Mein Mann macht schon so viel ehrenamtlich, er sponsert schon den Handballverein." Dieses "Ehrenamt" besteht darin, Geld zu geben und im Gegenzug hängt ein Werbebanner bei den Heimspielen in der Halle. Ohne weiteren Kommentar... Ich denke, wir sollten deutlich machen, dass wir uns "freiwillig", unentgeltlich" und "für andere" engagieren, indem wir sehr viel Zeit zur Verfügung stellen und uns bereit erklären, uns jederzeit und ungeplant aus Familie, Freizeit und Beruf herausreißen zu lassen. Insbesondere die jederzeitige Verfügbarkeit gilt nur für ganz wenige bürgerschaftlich Engagierte und grenzt uns von anderen Formen des Ehrenamtes ab. Der Slogan "Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit" trifft den Kern schon ganz gut. Gleichzeitig gefällt er mir aber auch nicht, weil er nicht dazu motiviert, aktiv in die Feuerwehr einzutreten, sondern eher sich zurückzulehnen in der (falschen) Sicherheit, dass es da ein paar positiv "Verrückte" gibt, die im Zweifelsfall schon kommen werden, wenn man Hilfe braucht. Das Element der FF als Bürgerinitiative/Selbsthilfeeinrichtung gegen Not und Gefahr gerät damit sehr in den Hintergrund. Man darf bei allem berechtigten Stolz auf unser Ehrenamt eins nicht vergessen: Je mehr wir unser Engagement in der Öffentlichkeit erhöhen und je stärker wir uns von anderen Ehrenämtern abheben, desto größer werden auch die gefühlten Barrieren, als Aktiver in die FF einzutreten, weil viele Interessierte glauben, einen solchen Einsatz nicht leisten zu können. Deshalb ist es m.E. manchmal erfolgreicher, den Ball möglichst flach zu halten. Viele Grüße von der regnerischen Ostsee Rainer | ||||
| << [Master] | antworten | |||
| flache Ansicht | Beitrag merken | alle Beiträge als gelesen markieren | ||
| ||||
|