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Tragkraftspritze
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RubrikFeuerwehrtechnik zurück
ThemaTS mit 188 kg betriebsbereit ...77 Beiträge
AutorJens8 G.8, Oldb. / Nds.790507
Datum17.06.2014 23:13      MSG-Nr: [ 790507 ]23594 x gelesen
Infos:
  • 16.06.14 Ziegler stellt vor: die Ultra Power 4 PFPN 10-1500-1

  • Hallo,

    die TSen waren aus mehreren Gründen damals ( und weiter bis in ca. den 50/60ern ) weiter verbreitet.
    Am Anfang war die Fahrzeugtechnik noch nicht so ausgereift und Löschfahrzeuge für die meisten Gemeinden auch schlicht nicht bezahlbar. Eindeutige und großräumige gesetzliche Regelungen zur Ausstattung von Wehren waren auch nicht, oder kaum, vorhanden.
    Mit dem Aufkommen der ersten brauchbaren kleinen 4Takt Motoren (!) fanden dann die TSen ihre Verbreitung, der 2Takter kam kurz danach und löste bis zum Erscheinen des VW Motors den 4Takter faktisch ab. Eine zeitlang gab es auch Lafettenspritzen, also die TS mit fester Achse, recht weit verbreitet, inkl. teils beachtlicher damals hoher Förderleistungen über 1000 l/min.

    Im Zuge der (Luft)Kriegsvorbereitung oder Gleichschaltung und Schaffung einer einheitlichen Taktik wurden dann auch die Leistungsklassen auf 400, 600 und 800 Liter/min festgelegt.
    Die Schaffung der Einheits-TS war die Folge u.a. aus dem Materialverbrauch ( = Gewicht ) des vorher versuchten "Einheits-Normmuster" der von der Luftwaffe forcierten TKS 8.
    Die Einheits TS war leicht... ( mindestens im Vergleich zu zeitgenössischen Geräten.
    Ich habe eine 800 l Flader mit Bronze Pumpe hier- dagen ist die Ziegler wirklich ein Uhrketten Modell :) )

    Das Nachfolgemodell war dann die bis 1990 (?) gebaute "DDR TS". Schade das es keine zeitgemäße Weiterentwicklung der "Einheits / DDR TS" mit heutigen Mitteln gab. Den Motor hätte man durchaus ersetzen können.

    Das gleiche "größer, leistungsfähiger, schwerer" Problem findet sich auch bei den Fahrzeugpumpen ( inkl. dem Rest der Fahrzeuge ). In der 1000er Klasse gibt es ein schönes kleines
    und leichtes Modell von Hale / Godiva- muss aber gefordert werden oder man muss "Glück" haben das es angeboten wird.
    Und so lange die Hersteller Werbung damit machen, das 1500 oder 2000 Liter Förderleistung bei der Pumpe ja nichts oder fast nichts als Aufpreis kosten...
    Das Mehrgewicht, der Platz und die ( dann ) erforderlichen zusätzlichen Abgänge tauchen dann an anderer Stelle auf.
    Könnte mir gut vorstellen das die Argumente bei den TSen ähnlich sind. Oder ?

    Dazu kommen dann noch diverse Möglichkeiten von Entlüftungsreinrichtungen und warum man die eine oder andere Lösung nun nicht möchte.
    Wie weit sind im TS Sektor eigentlich die elektronische Überwachung / Automatikbetrieb und Multifunktionsdisplays gediehen ?

    Viele Grüße
    Jens

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