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| Rubrik | Taktik | zurück | ||
| Thema | Feuerwehr-First-Responder | 34 Beiträge | ||
| Autor | Seba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP | 798169 | ||
| Datum | 05.11.2014 18:20 MSG-Nr: [ 798169 ] | 10798 x gelesen | ||
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Geschrieben von Oliver S. Wie wirkt sich das wohl auf die Motivation aus, wenn man einer kleinen Feuerwehreinheit sagt, dass sie jetzt keine Feuerwehr, sondern eine Hilfsfeuerwehr, FWSEG, FFR oder was auch immer sein soll, mit geringeren Ansprüchen an Ausbildung, Material, (PSA...)?Wenn sie heute bereit sind, die 40h und mehr (ernsthafte) Fortbildung zu betreiben, mit Material und PSA auf dem gleichen Stand wie die nächstgelegene "Stützpunktwehr", und wenn man personell halbwegs einsatzsicher auch tagsüber ist, wird sich das auf die Motivation negativ auswirken, klar. Unter diese Einheiten fallen aber auch die (sehr überspitzt), die tagsüber heute schon gar nicht tätig werden können, die in den 40h Fortbildung 15h Versammlungen und Festaktivitäten haben und 5h damit beschäftigt sind den Transit aus den 60ern halbwegs TÜV-tauglich zu halten, und den Rest der Übungszeit das nächstgelegene Scheunendach zu reinigen. Das ist kein Gedankenspiel, um funktionierende Einheiten abzuwerten oder einfach Geld zu sparen, sondern um da noch einen Grundstock an Hilfsmöglichkeiten vorzuhalten, wo das heutige Feuerwehrsystem personell/materiell und finanziell ohne Aussicht auf Besserung schlicht am Ende ist, wo es heute schon zu (ersatzlosen) Schließungen und Auflösungen kommt. Geschrieben von Oliver S. Was willst du denn streichen? Grundausbildung muss sicher sein, GF für die Lageerkundung, Maschinist für die Pumpe, Funker für die Kommunikation, alles erforderlich.Nein, denn dann bleibst du bei einer "abgespeckten Feuerwehr", und nicht bei der organisierten Nachbarschaftshilfe. Und da kannst du so vieles streichen. Geschrieben von Oliver S. Ich finde, man sollte umgekehrt genau diesen Einheiten klar machen, wie wichtig sie gerade in der Frühphase eines Einsatzes sind, um die aufgezählten Tätigkeiten durchzuführen. Dass sie für größere Geschichten immer auf Unterstützung angewiesen sind, ist doch allen klar. Aber wenn das alles schon erledigt ist, wenn die sog. Stützpunktwehr eintrifft, kann diese sehr schnell und effektiv tätig werden. Diese Aufgabenteilung sollte viel stärker propagiert werden, auch um klar zu machen, wozu die kleinen Einheiten vor Ort gebraucht werden.Wenn sie diese Aufgabe dann auch konform mit den aktuellen Kenntnissen, Vorschriften und Techniken bereit sind auszuüben, habe ich damit überhaupt kein Problem. Ich halte es aber für utopisch, dass das in allen Orten, wo es heute noch Feuerwehren gibt, umsetzbar ist. Da sind die finanziellen Rahmenbedingungen, die wir nicht ausblenden können. Da ist die Frage des Personals, der Motivation wenn der tatsächliche Einsatzfall dann alle paar Jahre mal kommt... "In der Regel machen es die reinen Experten nicht gut. Das ist wie vor Gericht. Der Zeuge weiß, wie es war, versteht aber nichts. Der Gutachter versteht alles, weiß aber nicht, wie es war. Der Richter versteht nichts und weiß nichts, aber er entscheidet - nachdem er alle angehört hat." (Wolfgang Schäuble, Stern-Interview vom 20.06.2013) | ||||
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