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RubrikKommunikationstechnik zurück
ThemaAirbus D&S entwickelt ein Tool zur Echtzeitüberwachung des TetraNetzes37 Beiträge
AutorUlf 8M., Hannover / Niedersachsen808322
Datum24.05.2015 23:31      MSG-Nr: [ 808322 ]9032 x gelesen

Geschrieben von Henning K.Geschrieben von Ulf M."Ich habe aber auf tatsächliche Einsätze verwiesen... und eben nicht nur "behauptet", dies sei anders."

auf einen, ja...


Weil es der Größte war... um mal die moglichen Dimensionen aufzuzeigen.


Geschrieben von Henning K.Geschrieben von Ulf M."6000+ Einsatzkräfte "Polizei" (deutlich höhere Mannausstattung an Endgeräten und deutlich höhere TMO-Nutzung,"

macht bei 56 Gruppen rund 100 Kräfte pro Gruppe.

Also ein sehr geringer Sprechzeitanteil pro Person.

zum Vergleich:
Bei der Feuerwehr ist in der Akutphase eines Einsatzes eine Gruppe schon mit 20 Kräften "voll", und dabei hat noch lange nicht jeder ein Funkgerät in der Tasche.


Ok, nehme ich so zur Kenntnis... und ein analoger Kanal würde dann jetzt in dieser Situation mehr Sprechzeit bieten?
Gab es da eine Technik in Analog, bei der zwei Leute zeitgleich Ihre Informationen loswerden konnten?

Eher das Gegenteil ist der Fall:
Sprache wird im Digitalfunk durch das Endgerät komprimiert und verschlüsselt.
"Gesprochene" 60ms werden so auf 14ms "zusammengepresst" und verschlüsselt übertragen. Innerhalb der Infrastruktur kann Sprache somit im Verhältnis 1:4 übertragen werden.
Bedeutet aiso, daß im Gegensatz zum Analogfunk tatsächlich im Digitalfunk mehr Sprache pro Ressource übertragen werden kann und es somit deutlich später zur Überlastung kommt, als bei einer dedizierten Ressource im Analogen und dann auch noch nur 1:1 nutzbarem Kanal.


Geschrieben von Henning K.Geschrieben von Ulf M."in zwei Basisstationen,"

und wieviele HF-Module hatten die jeweils (grundsätzlich bzw. konkret für diesen Einsatz erweitert?)


Jeweils 8 HF-Träger, also 31 + 1 Kanäle.

Geschrieben von Henning K.und: welche Auswirkungen hatte das auf benachbarte Funkzellen?

Keine...

Das meine ich ja eben mit "Einsatzplanung". Nach dem was mir erläutert wurde, ist es Usus bei planbaren Lagen dieser Dimension den Funkmessdienst der AS NI den Einsatzraum unmittelbar im Vorfeld (nocheinmal) komplett vermessen zu lassen.
Dabei wird mittels einer sogenannten "Gummifahnen-Karte" genau festgestellt, an welcher Stelle sich die Geräte in welche TBS einbuchen.
Dies sei dann die (eine der) Grundlage(n) für die weitere Planung.
Dieses Verfahren bietet demnach hinreichende Sicherheit in Bezug auf die betroffenen TBS'en und die weiteren zu treffenden Maßnahmen (mTBS, weitere TTRX, Abschaltung oder "Austausch" bestimmter TBS des "Regelnetzes", etc.)...

Geschrieben von Henning K.Da (wie wir ja bereits diskutiert hatten) die Endgeräte nicht auf eine bestimmte Basisstation fixiert werden können, ist doch im Rahmen eines solchen Einsatzes immer damit zu rechnen, dass sich einzelne Geräte auch in etwas weiter entfernte Basisstationen einbuchen. Wenn dort dann plötzlich auch etliche Gruppen aus dem Sondereinsatz versorgt werden müssen, kann das zu entsprechenden Folgen für den Regelbetrieb führen.

Das ist korrekt...
Genau deshalb das vorstehend beschriebene Verfahren im Rahmen der Einsatzvorbereitung. Mit zunehmender Zeit werden die zur Zeit noch jeweils zu erhebenden Daten natürlich für viele Szenarien bereits vorhanden sein und somit das Ganze etwas schlanker machen.

Ich habe dennoch den Eindruck, dass die AS NI Ressourcen wie den Funkmessdienst (siehe auch Organigramm der ASDN) oder auch den Bereich VD (mobile Video- und Datendienste, zuständig für mTBS und eigenen Fieldservice für den eigenen RiFu) für den ordnungsgemäßen und zuverlässigen Betrieb des DF für unverzichtbar ansieht.

Geschrieben von Henning K.Mal als Beispiel:
Eine Großstadt im Ruhrgebiet habe eine solche Sonderlage. Die dortigen Funkzellen sind alle als HKFZ (mit ich meine 8 HF-Modulen?) ausgelegt. Damit ist für die Kräfte im Einsatzraum "alles gut". Teile des Stadtgebietes werden aber über eine Funkzelle in einem benachbarten Landkreis versorgt, die außerdem noch eine weitere Großstadt in Teilen abdeckt (die also im Zweifelsfall Gruppen aus dem eigenen Landkreis und von zwei Großstädten versorgen muss). Weiterhin gibt es den Effekt, dass sich in Teilen der Stadt die Endgeräte nicht in "eigene", sondern in Basisstationen des übernächsten Landkreises einbuchen. Eine dortige NKFZ kann dann mal schnell ausgelastet sein, mit zwei möglichen Folgen: Die Kräfte am Ort der NKFZ haben Einschränkungen im Alltagsbetrieb (und können noch nichtmals wissen warum: auf den eigenen Gruppen ist nicht viel los, und die fremden Gruppen hören sie nicht), und einzelne Teilnehmer im Bereich der Sonderlage werden temporär von der Funkversorgung abgeschnitten (sprich: hören Teile des Funkverkehrs in der eigenen Gruppe nicht), obwohl der sendende Teilnehmer und andere Gruppenteilnehmer davon nichts merken.


Glossar:
Normalkapazitätsfunkzelle (NKFZ): von 1 - 4 HF-Träger, jedoch nur ein Systemschrank zum Einbau von TTRX (bis zu 4 Träger möglich)

Hochkapazitätsfunkzelle (HKFZ): von 4 - 8 HF-Träger, jedoch auch in der Variante 4 Träger bereits mit zwei Systemschränken planmäßig ausgestattet (bis zu 8 Träger möglich)

Ansonsten, "ja, damit hast Du dem Prinzip nach Recht."
Lösungsmöglichkeiten:
- Veränderung der Antennenkonfiguration an den außen liegenden Standorten (z. Bsp. Sektorisierung)
- Veränderung der Antennenleistung an den außen liegenden Standorten (ist auch im laufenden Betrieb jederzeit möglich)
- temporäre Aufrüstung der Standorte
- temporärer Ersatz des Standortes durch eine entsprechend skalierte mTBS
- etc.

Geschrieben von Henning K.Alles Dinge, die man (und darum ging es ja hier ursprünglich) nicht für die Verbindung eines Atemschutztrupps nach draußen haben will. Die Rückmeldung aus dem ELW kann ggf. auch eine oder zwei Minuten später erfolgen, das ist nicht weiter tragisch. Aber der Atemschutztrupp soll arbeiten und nicht darauf warten müssen, dass sein Funkkanal jetzt gerade frei wird. Vor allem im Notfall hat er diese Zeit möglicherweise nicht!

1. Zur Zeit höre ich aus dem Bereich der Fw'en mehrheitlich die Annahme, dass "Innenangriffe" im Wesentlichen auch weiterhin im "Einsatzstellenfunk" ablaufen werden. Dieser wird durch meine Gesprächspartner regelmäßig als Synonym für "DMO" genutzt.
Ich selbst habe da so meine eigene Meinung zu, aber das würde an dieser Stelle zu weit führen.
2. Ziel von bisher jedem meiner Beiträge in diesem Thread war bisher eigentlich darzustellen, dass es bei entprechender Planung zu solchen Situationen gar nicht erst kommen sollte.
3. Notfall? Lass mich schauen... Dortmund? NRW? Sepura? Ich kenne jetzt nur die Sepura-Geräte aus NI aber ich bin mir sehr sicher, daß die Geräte aus NRW den gleichen roten Knopf oben zwischen Antenne und Drehknopf haben, wie die in NI.
Im Notfall (so wird es in NI zumindest ausgebildet) ist dieser zu drücken und bietet einem auf der Stelle das kommunikative "Rundum-sorglos-Paket"...


Geschrieben von Henning K.Geschrieben von Ulf M.""Polizei""

und wenn ich dein anderes Posting richtig verstanden habe, arbeiten im fraglichen Raum die npol-Kräfte noch analog?


Weitestgehend korrekt. Waren daher was die Fw betrifft auch bisher noch nicht als reelle Kräfte zu berücksichtigen.
Die dortigen HiOrgs haben sich jedoch zu Teilen vom "Vorgaben-Joch" der Stadt/Region Hannover gelöst und fahren solche Einsätze ebenfalls digital...

Geschrieben von Henning K.Geschrieben von Ulf M."Die hier dem Analogfunk zugeschriebene "wirkliche Bandbreite" ist in Wirklichkeit nichts anderes als verschwendete Ressource, wenn sie nicht genutzt wird!"

Es ist (zumindestens bei den npol) BOS der Regelfall, dass Ressourcen den Großteil der Zeit ungenutzt sind. Damit sie eben dann zur Verfügung stehen, wenn sie gebraucht werden. Gilt so auch für Kräfte und Einsatzmittel.


Es wird den Einen oder Anderen vermutlich überraschen...
Aber genau das ist auch der "Auftrag" des Digitalfunks!

Geschrieben von Henning K.Geschrieben von Ulf M."keine Einschränkungen durch Einsatzkräfte festgestellt..."

bestenfalls "keine Einschränkungen dokumentiert"...


Nicht zutreffend!
- Mitschnitte des Einsatzes: Keine Hinweise auf Einschränkungen
- Befragung der Einsatzkräfte: Keine Hinweise auf Einschränkungen
- Ergebnis der Funküberwachung durch die AS: Keine Hinweise auf Einschränkungen
- technische Auswertung der "Counter" durch die Betreiberin (ALDB): Keine Hinweise auf Einschränkungen

So zumindest das mir mitgeteilte Ergebnis auf Nachfrage.

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