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| Rubrik | Taktik | zurück | ||
| Thema | Feuerwehr-First-Responder | 34 Beiträge | ||
| Autor | Neum8ann8 T.8, Bayreuth / Bayern / Franken | 809910 | ||
| Datum | 13.07.2015 08:11 MSG-Nr: [ 809910 ] | 9893 x gelesen | ||
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Hi, also ich finde den Grundgedanken gar nicht so schlecht, allerdings finde ich die Bezeichnung (und ggf. sogar die Zuordnung zur FW) nicht so prikelnd. Wenn man sich die Geschichte anschaut, dann war die Entwicklung ja ungefähr so: - Nachbarschaftshilfe mit vorhandenen Geräten - Gründung einer Feuerwehr, in der eingentlich alle Bürger sind, die die nicht da sind (Großgrundbesitzer etc) leisten einen großzügigen Beitrag. Es wird Material (Schläuche, Äxte, Spritzen, Löscheimer ...) beschaft und zentral gelagert. Dieses Material wird mit vorhandenen Alltagsmaterial ergänzt (Pferde zum ziehen, Leitern etc.). Die Brandbekämpfung bleibt immer noch Gemeinschaftsaufgabe (Eimerkette etc). - Die Mechanisierung und damit die Spezialisierung setzt ein. Der Ausbildungsaufwand steigt, die Struktur wird klarer definiert und 'drillmässig' geübt. Aber im Prinzip kann noch jeder 'mitspielen', notfalls darf er halt als Melder neben dem GF herlaufen. - Die Technik wird immer komplexer, die Vorschriften immer strenger, das Aufgabenspektrum immer weiter. Auf der anderen Seite verlassen die 'Spezialisten' den Ort um in der Stadt zu arbeiten, Berufsbilder ändern sich. So gibt's das 'mechanische Universalgenie' (Schmied) das jeden Motor irgenwie wieder zum laufen bekommen hat (und natürlich auch 1. Maschinist der FF war) nicht mehr. Die FF wandelt sich zu einem 'elitären' Verein von 'Erleuchteten', von denen die Öffentlichkeit fast nur noch das jährliche Fest wahrnimmt. Gleichzeitig steigt die 'Vollversorgungsmentalität' der Bevölkerung, es gibt ja den Rettungsdienst, die Feuerwehr und den ADAC. Die neue 'Schnelle Lokale Hilfe' könnte eine Chance sein, das ganze wieder zur Gemeinschaftsaufgabe zum machen. Die Leute vor Ort haben zwei Vorteile: a) Sie sind schnell da. Daher müsste es eine Ausbildung 'Sofortmaßnahmen am Einsatzort' geben, wozu erste Hilfe, speziell die zeitkritischen Dinge (HLW, Lagerung) gehören (Materialvorhaltung: AED,evtl. Güdeltubi, Ambubeutel) und die Grundzüge des Löschangriffs (Standrohr setzen, nicht direkt vom Hydranten spritzen sondern B - Schlauch + Verteiler, Grundlagen des Löschens (keine Dachwäsche, Riegelstellung, Gefahren durch Atemgifte )) b) Sie sind vom Ort: Sie wissen wo der Hydrant ist, sie wissen wo die Einsatzstelle liegt (und kennen die geeigneste Zufahrtsmöglichkeit). Sie können schnell eine 'verbesserte' Lagemeldung abgeben (Anzahl der Verletzten, Größe des Brandobjekts, spezielle Gefahren). Ich könnte mir vorstellen, dass so eine 'Truppe' durchaus Interesse bei der Bevölkerung finden könnte, und den Ausbildungsaufwand halte ich für durchaus überschaubar. Ich würde das aber nicht als 'Feuerwehrunterabteilung' sehen. Tomy | ||||
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