Geschrieben von Volker L.Ich schließe mich hier weitgehend den Darlegungen des Kameraden L. (mit seinen fränkischen Grüßen) an.
a) Der Begriff First-Responder ist der erweiteren med. Hilfe vor Eintreffen des Regel-Rettungsdienstes zugeordnet und damit hier absolut ungünstig bis geradezu falsch und verwirrend gewählt.
b) Diese 1+3 Variante ist für mich nichts anderes als die Realität einer TSF- oder TSA-Feuerwehr während der Tagesarbeitszeit der Mehrzahl der Aktiven. Man "lebt" mit einer unvollständigen Staffel so gut es halt' geht und schaut was man noch sinnvoll machen kann, bis die Verstärkung eintrifft.
c) Die Anklänge an den BVS sehe ich durchaus. Doch dazu passt diese 1 + 3 Gedankenspielerei auch nicht mit den beschriebenen Aufgaben (als Disskussionsgrundlage)
Der BVS hatte die reguläre Gruppe 1+8 mit TSA und TS 8/8 bei verkürzter 40h Ausbildung
Dann gab es die Staffel 1+5 des BVS im Brandschutz mit Löschkarren und TS 2/5 und ebenfalls verkürzter 40h Ausbildung
Mit 1+2 gab es die Brandschutzstaffel. Die Ausstattung bestand wahlweise aus einer Kübelspritze ( 1 BVS'ler spritzt, der 2. BVS'ler pumpt und der 3. BVS'ler schleppt neues Wasser zur Kübelspritze) oder der kleinen TS 0,5/5.
Doch was man sich unter dieser 1+3 er Formation vorstellt kann mit von einer BVS-artigen 1+2 Formation NICHT geleistet werden.
Bei aller meiner Liebe und positiven Emotionen an meine allersten BVS-Wurzeln - wird das nichts, was man sich hier vorstellt.
Also ist die Realität dann doch nur eine unvollständige Staffel einer normalen Feuerwehr.
Wenn diese unvollständige Staffel etwas auf die Beine stellen will, was Substanz hat, dann bedeutet dies auch eine Minimalst-Ausbildung von mind. 40 h BVS-Staffel im Brandschutz und 48h SanA-Grundkurs..... dann kann man gleich die reguläre FF-Ausbildung absolvieren. Mit dem interessierten Bürger und "Schnellbesohlung" an zwei Nachmittagen wird das nichts...
Ich möchte mich dieser Meinung anschließen. Insbesondere in der Fläche mit vielen kleinen Orten sehe ich das Ausbluten der Feuerwehr kritisch. Hier irgendwelche "Hilfstruppen" zu installieren und auf einen Stützpunkt (welcher tagsüber sehr wahrscheinlich selbst personell eingeschränkt ist) zu hoffen (möglicherweise noch mit fragwürdiger, auf Personalknappheit ausgerichtete Taktik) halte ich für zu optimistisch. Es wird immer von Stadt-/Ortsteilwehren ausgegangen und das ein "größerer" Ort in der Nähe ist. Das ist aber nicht immer so (Beispiel).
Gruß
Thomas
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