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RubrikÜbung zurück
ThemaAnregungen / Erfahrung Funkübung mit Abschnittsbildung6 Beiträge
AutorThom8as 8B., Korntal-Münchingen / Baden-Württemberg842533
Datum03.09.2018 07:11      MSG-Nr: [ 842533 ]1086 x gelesen

Hallo,

Geschrieben von Gerrit F.Hat jemand hier im Forum schon einmal etwas ähnliches mitgemacht / ausgearbeitet?

Ja, regelmäßig für die Übung unserer Führungsgruppe.

Geschrieben von Gerrit F.... wie präzise man ein Regiebuch vorschreiben sollte?

Aus der Erfahrung heraus sollte man das nicht zu detailliert machen, was aber den großen Vorteil hat, dass der Vorbereitungsaufwand für dich sinkt. Unser Vorgehen ist, das Einsatzszenario und den Einsatzverlauf in seinen Grundzügen vorzugeben. Wie im echten Leben: du wirst alarmiert, aber wie sich das Schadensereignis entwickelt, kann die einzelne Führungskraft nicht vollständig beeinflussen. Beispiel: Brand in der Produktionshalle eines größeren Gewerbeobjekts, nach einer Viertelstunde explodiert der Flüssiggastank in der Ecke der Halle.

Das A und O einer solchen Übung sind die "Einspieler", also die Gegenparts zu den eigentlich übenden Führungskräften. Über diese Einspieler hast du die Möglichkeit, den Ablauf der Übung relativ fein steuern zu können. Wichtig dabei ist, als Einspieler erfahrene, kreative FA einzusetzen. Als Anhaltspunkt für die Größenordnung solltest du grob die gleiche Anzahl wie die eigentlich übenden Einsatzkräfte vorsehen. Bei deinem Übungsziel dürfte es ausreichen, wenn die unterste Ebene die Zugführer darstellen. Also übernimmt pro Zugführer ein Einspieler die Rolle seiner Gruppenführer. Diese "GF" geben die Rückmeldungen an den ZF, die du brauchst, um deinen Einsatz steuern zu können. Diese Einspieler funken ihren ZF als GF an, aber können ihm auch passend zum Drehbuch erzählen, was er hier gerade sieht und wie sich das Einsatzgeschehen gerade entwickelt. Beispiel: "mein Angriffstrupp meldet, dass in der Halle ein Gastank steht, der bereits vom Feuer beaufschlagt wird."

Diese Einspieler solltest du vor der Übung intensiv einweisen und ihnen das Übungsszenario und das Übungsziel ausführlich darstellen, damit sie die Übung entsprechend steuern können. Hier sollten auch die entsprechenden Abstimmungen stattfinden, damit alle die vorgesehene Eskalation des Einsatzes kennen und entsprechend einspielen können. Dabei sollten auch die Zeitpunkte, was wann stattfindet, vorgegeben werden usw.

Und mit diesen Voraussetzungen kannst du dann deine Übung, für die du so zwei Stunden einplanen solltest, anlaufen lassen: Die Feuerwehr wird mit dem normalen Ansatz nach AAO zu einem Brand in einem Gewerbeobjekt alarmiert. Der erste Zugführer (Einsatzleiter) wird von dem ersten Einspieler in Empfang genommen und in die Lage eingewiesen. Der Einspieler nimmt dann die Einsatzbefehle der GF in Empfang und baut darauf die Entwicklung des Einsatzes im gewünschen Rahmen auf. Dann kommen die Rückmeldungen der GF an den EL/ZF, der dann erkennen sollte, dass die vorhandenen Kräfte nicht ausreichen und eine entsprechende Nachalarmierung durchgeführt werden sollte. Irgendwann kommt dann der nächste Löschzug zur Unterstützung, dessen Zugführer wiederum seinen Einspieler bekommt. So geht das dann weiter, irgendwann solltest du dann einen Bereitstellungsraum haben (der einen eigenen Einspieler braucht), vielleicht wäre noch eine Wasserförderung über lange Wegstrecken angemessen (noch ein Abschnitt mit einem Einspieler) usw.

Wenn du da eine Gruppe mit erfahrenen Kameraden als Einspieler hast, können sich daraus wunderschöne Übungen mit deinem Übungsziel entwickeln. Wie dargestellt müssen die Einspieler einen kreativen Weg finden, einerseits die Einsatzbefehle ihrer Führungskraft umzusetzen und mit Rückmeldungen zu bearbeiten, andererseits aber dennoch die Entwicklung der Übung so steuern, dass sich der gewünschte Großeinsatz entwickelt, den du eigentlich beüben möchtest.

Viel Erfolg und viel Spaß
Thomas

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