Hallo Uli,
ich stimme dir zu, aber ...
Wir in Deutschland wissen nicht erst seit 2018, was (wieder) in Deutschland bezogen auf größere Waldbrände passieren kann. Es stimmt, dass zwischen den katastrophalen Waldbränden Anfang der 90er und der "Neuen" Zeit, also 2018, nicht allzu viel los war und man sich beruhigt in den Sessel fleetzen konnte. In dieser Zeit ist wirklich nicht viel vorbereitet worden im Bereich Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung. Diese Probleme sind aber seit 2018 als offenes Feuer wahrnehmbar. Und so ist das Thema "Brandbekämpfung aus der Luft" noch immer stiefmütterlich, wenngleich zahlreiche Hubschrauber bei den diversen Waldbränden vor Ort waren. Nur hat das dann ewig gedauert. Und genau dieses große Zeitfenster zwischen Alarmierung und erstem Löschabwurf war und ist das Problem, nicht die vorhandene Technik. Aber auch das Thema Ausbildung steckt, offiziell und gesamtdeutsch betrachtet, immer noch in den Kinderschuhen. Mittlerweile gibt es neben @fire immer weitere private Anbieter für Aus- und Fortbildungen auf diesem Gebiet.
Auch das Thema Totholz und das Brennen lassen von Nationalparks ist in keinster Weise klar geregelt bzw. kommuniziert. Gleiches gilt für Flächen mit Munition. Der Frust ist vor Ort groß, nämlich bei denen, die Jahr für Jahr über Stunden und gar Tage ehrenamtlich draußen stehen und Löschen oder auf Grund genannter Schwierigkeiten nur den Waldrand benässen können.
Am Ende muss man schlicht feststellen, dass von OBEN bisher nicht viel gekommen ist und nun die Verantwortlichen eine Etage tiefer sich selbst helfen. Ob diese Selbsthilfe gut, richtig oder überzogene Träumerei sei, darüber lässt sich streiten bzw. diskutieren. Aber nichts zu tun, ist durchaus gefährlicher.
Gruß Andreas
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Walter Seitz (1863 - 1945)
>> Erfinder des Feuerwachturmes im Muskauer Forst bei Weißwasser
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