Geschrieben von Martin D. Da vertraue ich dann doch eher denen hier. Oder, zugegebenermaßen verrückte Idee, einfach denen.
Böse Zungen könnten vielleicht sagen, dass nirgendwo staatliche Krisenvorsorge in den letzten Jahrzehnten so gut (und dabei relativ transparent, und trotz Politik und Medien eigentlich auch relativ leise) funktioniert hat, wie bei denen und dem großen Gasversorgungsweltuntergang 2022ff. Und er kommt zu dem Ergebnis: Nur ein Traum war das Erlebnis. Weil, so schließt er messerscharf, nicht sein kann, was nicht sein darf.
Aber gut, wenn dann sogar ein Kaff bei Döbeln kein Gas mehr hat, und das sogar Forennutzern auf telefonische Nachfrage hin bestätigt, ist wohl alles doch ganz anders.
Nach der Ahrflut war mein Wohnort auch drei Monate ohne Gas. Das örtliche Netz hatte zwar eigentlich nix damit zu tun, aber die Hauptzuleitung war halt zerstört worden. Vor Wiederinbetriebnahme wurde jeder Haushalt aufgesucht, um die einzelnen Anschlüsse zu entlüften und irgendwelche Kreuze auf irgendwelche Formulare zu machen. Die Techniker dazu kamen von keine Ahnung wie vielen verschiedenen Stadtwerken. Und abends haben wir uns dann darüber amüsiert, welche Dialekte wir tagsüber im Keller stehen hatten, und wie ein echter Schalker es dir erklärt wieso Wasserwerk auf seiner Arbeitsjacke steht. Gut, das war Sommer/Frühherbst, aber irgendwie so eine Lösung wird man auch in Döbeln fahren, wetten?
Und jetzt laden wir nochmal schnell jeden Akku auf 120% auf, den wir finden können, denn die aktuelle große Gaskrise wird uns ja nur verheimlicht, damit wir nicht (endlich?) den ganz ganz großen Stromausfall veranstalten. Heißt es jedenfalls. Von irgendwelchen Experten für irgendwas. Ich ruf mal in Döbeln an, ob die gerade Strom haben. Da scheints ja los zu gehen (aber Spoiler: Gas haben die schon wieder alle).
"Experten sind Leute, die 99 Liebesstellungen kennen, aber kein einziges Mädchen"
(Didi Hallervorden)
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